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Die Durchlässigkeit des schweizerischen Bildungssystems stellt einen zentralen Bestandteil der aktuellen bildungspolitischen Diskussion dar. Ob Wechsel zwischen unterschiedlichen Bildungstypen vorkommen und wie diese vom Arbeitsmarkt bewertet werden, ist aber weitgehend unbekannt. Im vorliegenden Projekt werden deshalb verschiedene Bildungskarrieren einander gegenübergestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass ein bedeutender Anteil der Personen akademische und berufliche Ausbildung kombiniert und der Arbeitsmarkt diese Bildungskarrieren entsprechend belohnt.

Seit 2006 ist in der schweizerischen Bundesverfassung festgehalten, dass Bund und Kantone im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für eine hohe Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraumes Schweiz sorgen. Das schweizerische Bildungssystem zeichnet sich – neben einem hochqualitativen akademischen Bildungszweig – durch einen stark ausgebauten, bis auf das Tertiärniveau führenden und qualitativ ebenbürtigen beruflichen Bildungszweig aus. Zwar ist das Bildungssystem so ausgelegt, dass rein akademische und rein berufliche Bildungspfade besonders unterstützt werden. Doch der Wechsel zwischen akademischem und beruflichem Bildungszweig ist nicht ausgeschlossen, und es existieren eine Vielzahl an Passerellen und Übertrittsmöglichkeiten. Vor dem Hintergrund der Durchlässigkeitsdiskussion interessiert uns, wie häufig solche gemischten Bildungspfade – d.h. berufliche und akademische Ausbildung kombinierende Ausbildungskarrieren – überhaupt vorkommen und wie sie am Arbeitsmarkt bewertet werden. Eine mögliche Hypothese ist, dass die breite Qualifikation gemischter Bildungskarrieren zusätzliche Produktivitätsvorteile bringen könnte und so vom Arbeitsmarkt entsprechend positiv honoriert wird. Vielleicht stellt die Kombination beider Bildungstypen aber auch einen reinen Umweg dar, der vorhergehende Kenntnisse wertlos werden lässt, so dass eine konkurrierende Hypothese ist, dass gemischte Bildungskarrieren mit vergleichsweise schlechteren Arbeitsmarktchancen einhergehen. Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich ein Projekt des «Swiss Leading House on the Economics of Education, Firm Behaviour and Training Policies» an der Universität Zürich, das basierend auf Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) die Verbreitung und den Arbeitsmarkterfolg unterschiedlicher Typen von Bildungskarrieren untersucht.
Eine ausführliche Beschreibung der Untersuchung findet sich in Tuor/Backes-Gellner (2010). Das Projekt konnte dank der Bereitstellung der Daten durch das Bundesamt für Statistik (BFS) und der finanziellen Unterstützung des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) durchgeführt werden.

Gemischte Bildungskarrieren sind keine Seltenheit

Das schweizerische Bildungssystem bietet verschiedene Möglichkeiten, berufliche und akademische Ausbildung zu kombinieren. Wir betrachten zunächst nur vollzeitbeschäftigte Männer mit einem Abschluss auf der tertiären Ausbildungsstufe. Neben den universitären Hochschulen und den Fachhochschulen gehört hierzu auch die höhere Berufsbildung. Letztere umfasst die höheren Fachschulen sowie die Berufs- und Fachprüfungen. Wie Tabelle 1 zu entnehmen ist, können wir bei gemischten Bildungskarrieren noch unterscheiden, ob die erste absolvierte Ausbildung im akademischen oder beruflichen Bildungszweig erfolgte. Vergleicht man die Häufigkeit der verschiedenen Bildungspfade (vgl. Grafik 1) fällt auf, dass gemischte Bildungspfade zwar einen deutlich geringeren, aber doch mit 13% keinesfalls vernachlässigbaren Anteil an allen Bildungsverläufen darstellen. Gemischte Bildungspfade mit akademischem Eintritt und beruflichem Ausstieg sind dabei deutlich häufiger (9%) als gemischte Bildungspfade mit beruflichem Eintritt und akademischem Ausstieg (4%). Die Bedeutung dieser gemischten Bildungskarrieren zeigt sich auch darin, dass knapp 15% der Universitätsabsolventen als Erstausbildung eine Berufslehre aufweisen. Umgekehrt haben über 12% der Personen mit einem tertiären beruflichen Abschluss davor eine akademische Ausbildung absolviert. Dieser bedeutende Anteil von gemischten Bildungskarrieren deutet auf die Durchlässigkeit des schweizerischen Bildungssystems hin. Interessant ist, dass es kaum Bildungsverläufe mit wiederholtem Wechsel zwischen beruflichem und akademischem Bildungszweig gibt. So ist auch das in Deutschland weit verbreitete Phänomen, dass Personen zwischen dem Abitur (Maturitätsabschluss) und der Universitätsausbildung eine Berufslehre einschieben, in der Schweiz kaum zu beobachten.Die bedeutende Zahl an gemischten Bildungskarrieren legt nahe, in Arbeitsmarktanalysen von Personen nicht nur die höchste abgeschlossene Ausbildung, sondern auch den Weg, auf dem diese den höchsten Abschluss erreicht haben, zu berücksichtigen. Bisher fehlen aber solche Analysen zu kompletten Bildungskarrieren gänzlich.

Gemischte Bildungskarrieren führen zu höherem Einkommen…

Das Einkommen von Personen, deren höchste Ausbildung ein Abschluss auf der tertiären Bildungsstufe ist, variiert stark (zur Methode vgl. Kasten 1

Auf Basis von Daten aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) der Jahre 1999–2005 wird analysiert, ob für Personen mit einem Tertiärabschluss die Bildungsrenditen in Abhängigkeit vom gewählten Bildungspfad variieren. In einem ersten Schritt werden die absoluten Einkommen verglichen. Dies erfolgt anhand einer Lohnschätzung, in der die verschiedenen Bildungspfade auf den individuellen Lohn regressiert werden. In einem zweiten Schritt werden – neben dem Ertrag – auch die Kosten berücksichtigt. Dazu werden die mit den einzelnen Bildungspfaden verbundenen Bildungsrenditen berechnet. Als Renditemass dient der sogenannte interne Zinssatz, bei dem der abdiskontierte Ertrag genau den durch den Bildungspfad entstandenen Investitionskosten entspricht. In einem dritten Schritt wird neben Ertrag und Kosten auch das Risiko der verschiedenen Bildungsentscheidungen mitberücksichtigt. Dazu wird für jede Person im Datensatz der Variationskoeffizient des Einkommens berechnet. Als Risikomass dient sodann die durchschnittliche Ausprägung des quadrierten Variationskoeffizienten aller Personen mit einem bestimmten Bildungspfad.

), wobei sich die Differenzen zum Teil auch mit den unterschiedlichen Bildungskarrieren erklären lassen. Personen mit gemischten Bildungspfaden haben bedeutend höhere Einkommen als Personen mit rein beruflich oder rein akademischen Bildungspfaden. Abhängig vom jeweils gewählten gemischten Bildungspfad erzielen Personen ein Durchschnittseinkommen, welches zwischen 10% und 30% höher ist als jenes mit einem rein beruflichen (oder akademischen) Bildungspfad. Diesen Lohnaufschlag für die Kombination von akademischen und beruflichen Bildungsinhalten beobachtet man unabhängig davon, welcher der beiden Bildungstypen zuerst absolviert wurde. Demnach werden die vor dem Wechsel des Bildungstyps angeeigneten Qualifikationen nicht abgeschrieben. Vielmehr scheinen diese vom Arbeitsmarkt zusätzlich entlöhnt zu werden.

…und teilweise längerer Ausbildungsdauer

Allerdings müssen für einen direkten Vergleich des Arbeitsmarkterfolgs verschiedener Bildungskarrieren neben den Ausbildungserträgen auch die Ausbildungskosten berücksichtigt werden. Die Ausbildungskosten setzen sich aus direkten Kosten – wie Studiengebühren – und indirekten Kosten in Form von entgangenem Einkommen – auch Opportunitätskosten genannt – zusammen. Diese Opportunitätskosten stellen fast immer den grössten Anteil an den gesamten Ausbildungskosten dar. Bezogen auf das schweizerische Bildungssystem und die hier interessierende Fragestellung könnte vermutet werden, dass die Opportunitätskosten insbesondere bei gemischten Bildungspfaden auftreten. Dies wäre vor allem dann der Fall, wenn die Durchlässigkeit des Bildungssystems gering und die Hürden für den Übertritt auf den jeweils anderen Bildungszweig hoch wären. Deshalb schauen wir uns im Folgenden zusätzlich die Ausbildungskosten an und vergleichen die verschiedenen Bildungspfade auf der Basis von Bildungsrenditen, welche die Erträge und Kosten gleichzeitig einbeziehen. Eine Gegenüberstellung der Bildungsrenditen ergibt zwar ein leicht revidiertes Bild. Die Vermutung, dass gemischte Bildungspfade deutlich schlechter bewertet werden, bestätigt sich jedoch nicht. Die höchste durchschnittliche Bildungsrendite weist ein gemischter Bildungspfad auf. So zeichnen sich gemischte Bildungspfade mit einem akademischen Einstieg und einem nachfolgenden beruflichen Bildungsabschluss auf der tertiären Stufe durch eine sehr hohe Bildungsrendite von 19% aus, die durch eine vergleichsweise kurze Ausbildungsdauer und einen hohen Ertrag charakterisiert ist. Alle anderen Bildungspfade haben eine deutlich tiefere Bildungsrendite (zwischen 8% und 13%). Die geringste Bildungsrendite weisen dabei mit 8% gemischte Bildungspfade mit beruflichem Einstieg auf, was auf die vergleichsweise lange Ausbildungsdauer zurückzuführen ist.

Höhere Bildungsrenditen gehen mit höherem Einkommensrisiko einher…

Eine Berücksichtigung von Erträgen und Kosten (bzw. Bildungsrenditen) greift immer noch zu kurz, wenn es um die Beschreibung der Arbeitsmarktkonsequenzen alternativer Bildungspfade geht. So dürften denn auch unterschiedliche Arten von Bildungspfaden unterschiedliche Einkommensrisiken nach sich ziehen. Grundsätzlich geht man davon aus, dass Personen bereit sind, für ein höheres zu erwartendes Einkommen auch ein höheres Einkommensrisiko in Kauf zu nehmen. Vergleicht man deshalb neben den Bildungsrenditen auch das Einkommensrisiko, zeigt sich, dass gemischte Bildungspfade tendenziell mit höheren Einkommensschwankungen – d.h. einem höheren Einkommensrisiko – einhergehen. Hier stellt sich die Frage, ob unterschiedliche Einkommensrisiken einen Zusammenhang mit der Stellung einer Person als Arbeitnehmer oder als Unternehmer haben. Ausgehend von der Hypothese, dass Unternehmer typischerweise bereit sind, ein höheres Risiko einzugehen, wurden die Analysen noch einmal für Arbeitnehmer und Unternehmer getrennt durchgeführt.

…und dies vorwiegend für Unternehmer

In Grafik 2 sind die Bildungsrendite und das Risiko für die verschiedenen Bildungspfade und getrennt nach Arbeitnehmer und Unternehmer abgebildet. Die Vermutung bestätigt sich, dass Unternehmer ein höheres Einkommensrisiko tragen. Vergleicht man für identische Bildungspfade den Unterschied zwischen Arbeitnehmer und Unternehmer, zeigt sich, dass Unternehmer ein höheres Einkommensrisiko haben als Arbeitnehmer. Arbeitnehmer haben unabhängig vom Bildungspfad ein vergleichsweise tiefes Einkommensrisiko. Demgegenüber tragen Unternehmer ein systematisch höheres Risiko. Innerhalb der Gruppe der Unternehmer zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen gemischten und reinen Bildungskarrieren. Unternehmer, deren Bildungskarriere sowohl berufliche als auch akademische Ausbildung umfasst (durchgezogene Linien), haben mit 0,6 bzw. 0,7 ein deutlich höheres Risiko als Unternehmer, die in einem Bildungszweig geblieben sind (gestrichelte Linien) und ein Einkommensrisiko von 0,3 aufweisen. Natürlich schliesst ein hohes Risiko auch die Aussicht auf ein sehr hohes Einkommen mit ein. Die systematischen Unterschiede hinsichtlich der Einkommensschwankungen zwischen gemischten und reinen Bildungskarrieren sind somit wesentlich von den Unternehmer-, nicht aber den Arbeitnehmereinkommen getrieben.

Unterschiedliche Wege führen zum Ziel

Die Ergebnisse unserer Untersuchung zeigen, dass das schweizerische Bildungssystem durchlässig ist und der Arbeitsmarkt die Kombination von akademischen und beruflichen Ausbildungen entsprechend positiv entlöhnt. Ein Wechsel auf den jeweils anderen Bildungszweig stellt somit für Personen keinen Umweg, sondern einen produktiven Karrierefortschritt dar. Möglicherweise ist damit zwar eine längere Ausbildungsdauer verbunden. Diese zahlt sich aber durch ein entsprechend hohes zukünftiges Einkommen aus. Abhängig von den individuellen Präferenzen scheinen demnach unterschiedliche Bildungspfade vorteilhaft. Es gibt Personen, die bereit sind, für ein zukünftig zu erwartendes hohes Einkommen während der (langen) Ausbildungsphase auf ein Einkommen zu verzichten. Andere Personen bevorzugen einen Bildungspfad, der eine kurze Ausbildungsdauer, einen raschen Einstieg in den Arbeitsmarkt und ein über die Lebensarbeitszeit gleichmässiger verteiltes Einkommen bietet. Personen, die einen gemischten Bildungspfad gegangen sind, unterliegen einem höheren Einkommensrisiko und sind damit insbesondere für Unternehmertypen von Interesse. Aufgrund ihrer typischerweise höheren Risikobereitschaft sind Unternehmer eher bereit, für ein durchschnittlich höheres zu erwartendes Einkommen auch grössere Einkommensschwankungen zu akzeptieren.

Vielfältigkeit als Erfolgsfaktor des schweizerischen Bildungssystems

Zusammenfassend bietet ein Bildungssystem mit unterschiedlichen Bildungswegen insofern Vorzüge, als es – besonders bei hoher Durchlässigkeit – für jeden etwas bietet. Es wird also unterschiedlichen Typen von Menschen besonders gut gerecht und erlaubt auch Anpassungen, die sich durch Änderungen von Präferenzen im Laufe des Erwachsenwerdens oder des Berufslebens ergeben mögen. Abhängig von den individuellen Präferenzen kann ein Wechsel zwischen den Bildungstypen sogar den Königsweg darstellen. Während eher risikofreudige Personen in gemischten Bildungspfaden und anschliessender unternehmerischer Tätigkeit gut aufgehoben sind, können sich eher risikoscheue Personen auf einen beruflichen Ausbildungspfad konzentrieren und später als Arbeitnehmende mit einem stabilen, wenn auch nicht dem absolut höchsten Einkommen arbeiten. Da in der Schweiz nicht nur Wechsel zwischen unterschiedlichen Bildungstypen, sondern auch zwischen Berufen möglich und häufig sind, bieten sich innerhalb dieses beruflichen Ausbildungspfades ebenfalls vielfältige und sinnvolle Weiterentwicklungen.
Vgl. Backes-Gellner et al. (2010).

Fazit und bildungspolitische Folgerungen

Gemische Bildungskarrieren haben heute eine wichtige und aus dem Bildungssystem nicht mehr wegzudenkende Bedeutung. Die gemischten Bildungskarrieren dürften sogar noch zunehmen, da die Förderung der Durchlässigkeit nun auch im neuen Berufsbildungsgesetz verankert ist.Entgegen manchem Vorurteil – vor allem in angelsächsischen Ländern – kommen gemischte Bildungspfade im schweizerischen Bildungssystem relativ häufig vor und sind zudem sehr konkurrenzfähig. Dieser Befund ist hochrelevant für die aktuelle bildungspolitische Diskussion. Sowohl die angeblich zu geringe Akademikerquote als auch die angeblich mangelnde Durchlässigkeit des Bildungssystems werden oft scharf kritisiert, insbesondere vor dem Hintergrund internationaler Statistiken. Die Ergebnisse unserer Studie unterstützen diese Kritik keinesfalls – im Gegenteil. Aus den Untersuchungsergebnissen lassen sich folgende bildungspolitische Lehren ableiten: – Es muss weiterhin ein wesentliches Ziel der Schweizer Bildungspolitik sein, die duale Berufsbildung als eigenständigen und starken Zweig zu erhalten, da sie einem grossen Anteil der Bevölkerung ein gutes und sicheres Einkommen garantiert. – Zur Erhöhung bzw. Erhaltung des hohen Bildungsstandards ist in der Schweiz die Förderung tertiärer Bildungsabschlüsse sowohl beruflichen als auch akademischen Inhalts wichtig. – Besonders wichtig ist, ausreichende Übertrittsmöglichkeiten und Passerellen zwischen den Bildungszweigen zu garantieren. Denn die gegenwärtige empirische Evidenz deutet darauf hin, dass es sich bei beruflicher und akademischer Ausbildung um zueinander komplementäre Ausbildungsbestandteile handelt. Somit sollte eine sinnvolle Kombination verschiedener Ausbildungsinhalte durch die Schaffung etablierter und gut zugänglicher Übertritte erleichtert werden.

Grafik 1: «Häufigkeit alternativer Bildungsverläufe in Prozent aller befragten Tertiärabsolventen»

Grafik 2: «Bildungsrendite und Risiko für Arbeitnehmer (AN) und Unternehmer (UNT)»

Tabelle 1: «Bildungsverläufe mit Tertiärabschluss»

Kasten 1: Methode

Auf Basis von Daten aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) der Jahre 1999–2005 wird analysiert, ob für Personen mit einem Tertiärabschluss die Bildungsrenditen in Abhängigkeit vom gewählten Bildungspfad variieren. In einem ersten Schritt werden die absoluten Einkommen verglichen. Dies erfolgt anhand einer Lohnschätzung, in der die verschiedenen Bildungspfade auf den individuellen Lohn regressiert werden. In einem zweiten Schritt werden – neben dem Ertrag – auch die Kosten berücksichtigt. Dazu werden die mit den einzelnen Bildungspfaden verbundenen Bildungsrenditen berechnet. Als Renditemass dient der sogenannte interne Zinssatz, bei dem der abdiskontierte Ertrag genau den durch den Bildungspfad entstandenen Investitionskosten entspricht. In einem dritten Schritt wird neben Ertrag und Kosten auch das Risiko der verschiedenen Bildungsentscheidungen mitberücksichtigt. Dazu wird für jede Person im Datensatz der Variationskoeffizient des Einkommens berechnet. Als Risikomass dient sodann die durchschnittliche Ausprägung des quadrierten Variationskoeffizienten aller Personen mit einem bestimmten Bildungspfad.

Kasten 2: Literatur

– Backes-Gellner, U., Geel, R., & J. Mure (2010, forthcoming): Specificity of Occupational Training and Occupational Mobility: An Empirical Study Based on Lazear’s Skill-Weights Approach. Education Economics. – Tuor, S. N., & U. Backes-Gellner (2010, forthcoming): Risk-Return Trade-Offs to Different Educational Paths: Vocational, Academic and Mixed. International Journal of Manpower.

Lehrstuhlinhaberin am Institut für Strategie und Unternehmensökonomik der Universität Zürich, Direktorin Swiss Leading House on Economics of Education, Firm Behaviour and Training Policies, Zürich

Wissenschaftliche Assistentin, Institut für Strategie und Unternehmensökonomik der Universität Zürich

Lehrstuhlinhaberin am Institut für Strategie und Unternehmensökonomik der Universität Zürich, Direktorin Swiss Leading House on Economics of Education, Firm Behaviour and Training Policies, Zürich

Wissenschaftliche Assistentin, Institut für Strategie und Unternehmensökonomik der Universität Zürich