Die Volkswirtschaft

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Die Schweiz verfügt weltweit über ein enges Netz von Freihandelsabkommen (FHA). Sie stellen einen Grundpfeiler der Schweizer Aussenwirtschaftspolitik dar, indem sie Diskriminierungen der Schweizer Wirtschaft im Ausland vermeiden und die Aussenwirtschaftsbeziehungen stärken. Daher ist – neben dem Aushandeln neuer Abkommen – auch die stetige Weiterentwicklung der bestehenden Abkommen wichtig.

Foto: Keystone

Ziel der Freihandelspolitik der Schweiz ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wirtschaftsbeziehungen mit Wirtschaftspartnern weltweit. Die schweizerischen Wirtschaftsakteure sollen gegenüber ihren wichtigsten Konkurrenten einen möglichst vorhersehbaren, hindernis- und diskriminierungsfreien sowie rechtlich abgesicherten Zugang zu diesen Märkten erhalten.

Was beinhalten die Freihandelsabkommen?

Die FHA mit Partnern im Raum Europa-Mittelmeer sowie die Abkommen mit Kanada und der Südafrikanischen Zollunion (Sacu) beinhalten in erster Linie Bestimmungen über den Warenverkehr sowie in der Regel über den Wettbewerb und den Schutz der Rechte an geistigem Eigentum.

Wichtig für den Aussenhandel der Schweiz

2012 haben die Abkommen mit Freihandelspartnern – ohne das FHA mit der EU – 22,6% der gesamten Schweizer Exporte abgedeckt. Dies entspricht 51% der Schweizer Exporte nach Märkten ausserhalb der EU. Dank diesen Abkommen wird den Schweizer Exporteuren ein verbesserter Zugang zu einem Absatzmarkt eröffnet, der über 2 Mrd. Konsumenten sowie ein Bruttoinlandprodukt (BIP) von mehr als 22 000 Mrd. Franken umfasst.

Laufende Verhandlungen und exploratorische Kontakte

Die Schweiz verfolgt einen proaktiven Ausbau ihres Netzes von FHA. Die derzeit laufenden Verhandlungen stellen die Schweiz vor verschiedene Herausforderungen. Die Partnerstaaten sind in den meisten Fällen sich dynamisch entwickelnde mittelgrosse bis grosse Volkswirtschaften, die um ihre attraktiven Binnenmärkte wissen. Die offensiven wie defensiven Interessen dieser Länder unterscheiden sich zum Teil erheblich von denen der Schweiz. Durch ihre grossen Binnenmärkte sind diese Länder zudem weniger auf ausländische Absatzmärkte angewiesen als dies beispielsweise die Schweiz ist. Diese Asymmetrie der Interessen bedeutet für die Schweiz, dass verstärkte Anstrengungen nötig sind.

Abkommen werden laufend angepasst

Um insbesondere das Ziel der Nichtdiskriminierung gegenüber den wichtigsten Konkurrenten fortlaufend sicherzustellen, prüft die Schweiz den Anpassungsbedarf bei bestehenden Abkommen. Ein solcher Bedarf kann insbesondere entstehen, wenn ein Freihandelspartner ein neueres FHA mit einem anderen Land abschliesst, vor allem wenn darin für dessen Wirtschaftsakteure günstigere Bedingungen ausgehandelt wurden. Eine allfällige Weiterentwicklung eines Abkommens wird in dem unter jedem Abkommen eingerichteten Gemischten Ausschuss aufgenommen. Treffen des jeweiligen Gemischten Ausschusses sind in regelmässigen Abständen vorgesehen.

Freihandelsabkommen diversifizieren unsere Wirtschaftsbeziehungen

Ein offenes globales Handelssystem mit klaren und fairen Regeln ist das Fundament für den Erhalt der Standortattraktivität und der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz und sichert so den Wohlstand. Ziel der Freihandelspolitik des Bundesrates ist es, den aus der Schweiz operierenden Unternehmen sowie deren Produkten und Dienstleistungen den Zugang zu ausländischen Märkten zu verbessern und zugleich den Import von Waren – einschliesslich Rohmaterialen und Zwischenprodukten – für Schweizer Konsumenten und Produzenten zu erleichtern. So fördern die FHA die Diversifizierung unserer Aussenwirtschaftsbeziehungen, das Wachstum, die Wertschöpfung und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Schweiz.

Grafik 1: «Weltkarte des schweizerischen Freihandelsnetzes»

Tabelle 1: «Freihandelsabkommen der Schweiz»

Kasten 1: Weitere Informationen

Weitere Informationen

Für generelle Informationen zu Freihandelsabkommen siehe http://www.seco.admin.ch, Themen, Aussenwirtschaft, Freihandelsabkommen.

Weitere Informationen zur Efta sind zu finden unter http://www.efta.int.

Rechtliche Fragen, Ressort Freihandelsabkommen/EFTA, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Bern

Minister, Leiter Ressort Freihandelsabkommen/EFTA, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Bern

Rechtliche Fragen, Ressort Freihandelsabkommen/EFTA, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Bern

Minister, Leiter Ressort Freihandelsabkommen/EFTA, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Bern