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Wohnen im Alter wird gerne auf eine einfache Formel gebracht: Man wohnt so lange wie möglich zu Hause und zieht, wenn es nicht mehr geht, ins Heim. Doch diese einfache Dichotomie ist zu wenig präzise, um die Herausforderungen anzugehen, die mit der demografischen Alterung auf uns zukommen. Solange der Fokus primär auf der Institution Heim liegt, ist der Blick nicht offen für weitere Komponenten, die dazu beitragen, älter werdende Menschen in ihrer Autonomie zu unterstützen.

Der starke Fokus auf das Heim zeigt sich nicht zuletzt an der Menge von Regelungen, Vorschriften und Kontrollen in diesem Bereich. Es gibt Statistiken über die stationären Plätze, Vorgaben über die maximale Bettenzahl und strikte Finanzierungsmodelle.

Matrix zur Erfassung des gesamten Themenfeldes

Um die Komplexität des Themas Wohnen und Älterwerden darstellen zu können, hat die Age Stiftung die Age-Wohnmatrix entwickelt. Sie dient dazu, das ganze Feld zu erfassen, welches Wohnen und Älterwerden ausmacht. Denn das Alter ist kein Zustand, sondern ein wechselvoller Prozess, der unter anderem von sozialen, sensorischen und körperlichen Veränderungen geprägt wird. Je besser die Ressourcen sind, die ein Individuum mitbringt oder erhält, umso länger und besser ist autonomes Wohnen möglich.

Grafik 1: «Die Age-Wohnmatrix»

Geschäftsführerin Age Stiftung, Zürich, antonia.jann@age-stiftung.ch

Geschäftsführerin Age Stiftung, Zürich, antonia.jann@age-stiftung.ch