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Die Wahrnehmung hat Vorrang gegenüber der Wirklichkeit. Reifere Arbeitskräfte erfahren diese Regel besonders schmerzlich. Wer vor 1964 geboren ist, kann sich kompetent und fit im Erwerbsleben bewähren und wird dennoch oft als Auslaufmodell mit reduzierter Innovationskraft taxiert. Die herrschenden Altersbilder konservieren Erfahrungen früherer Generationen; sie sind von Defiziten geprägt und haben mit den oft putzmunteren heutigen «Golden Agers», die sich kleiden und bewegen wie ihre Kinder, wenig zu tun. Je intensiver sich dynamische Manager anstrengen, den eigenen Alterungsprozess zu verlangsamen oder zu kaschieren, umso schwerer fällt ihnen der Umgang mit einer alternden Belegschaft.