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Wie Statistiker die Wohlfahrt messen

Von einer «staatlichen Vermessung des Glücks» war die Rede, als das Bundesamt für Statistik im Dezember 2014 die Indikatoren zur Wohlfahrtsmessung vorstellte. Das neue Messsystem ist tatsächlich viel umfassender als wirtschaftliche Grössen wie das Bruttoinlandprodukt: Es beinhaltet auch relevante immaterielle Werte wie soziale Beziehungen, Zufriedenheit und Gesundheit. Doch das Leben lässt sich nicht auf einen einzigen «Glücksindex» reduzieren. Dazu ist die Wohlfahrtsmessung zu vielschichtig.

Bei einer möglichst breiten Betrachtung der Wohlfahrt spielt nicht nur die objektive Lebenssituation, sondern auch deren subjektive Einschätzung eine wichtige Rolle. (Bild: Keystone)

Die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes wird weltweit anhand der Veränderung des Bruttoinlandprodukts (BIP) gemessen. Doch dieser wichtige wirtschaftspolitische Indikator stösst an Grenzen, wenn es gilt, die Wohlfahrt oder die Lebensqualität umfassend abzubilden. So sagt er beispielsweise nichts aus über den Gesundheitszustand, die Work-Life-Balance, die Umweltqualität oder die Zufriedenheit der Bevölkerung. Um die Wohlfahrt eines Landes angemessen zu erfassen, braucht es weitere Informationen. Daher haben auch Institutionen wie die EU und die OECD begonnen, den Untersuchungsrahmen weiter zu stecken.

Was ist Wohlfahrt? Ein breiterer Ansatz

Wohlfahrt bedeutet, dass eine Bevölkerung über genügend Mittel verfügt, um die eigenen Bedürfnisse zu decken, das Leben selbstständig zu gestalten, die Fähigkeiten einzusetzen und zu entwickeln und die eigenen Ziele zu verfolgen.[1] Wohlfahrt wird mit Lebensqualität gleichgesetzt und entspricht dem englischen Begriff Well-Being. Das Wohlfahrtskonzept beinhaltet ausser den materiellen Dimensionen – wie Einkommen, Vermögen, Konsum und Wohnen – Faktoren wie Bildung, Gesundheit und soziales Netz. Weiter zählen rechtliche oder institutionelle Rahmenbedingungen dazu, die eine politische Partizipation und physische Sicherheit ermöglichen. Schliesslich sind für die Wohlfahrt auch Umweltaspekte relevant, so beispielsweise die Luft- und die Wasserqualität oder die Lärmbelastung.
Bei einer möglichst breiten Betrachtung der Wohlfahrt spielt nicht nur die objektive Lebenssituation, sondern auch deren subjektive Einschätzung eine wichtige Rolle: Wie bewertet die Bevölkerung die Wohn- oder die Umweltsituation? Wie sicher fühlt sie sich? Und wie zufrieden ist sie mit dem Leben generell? Auch wenn die subjektive Zufriedenheit ein wichtiger Aspekt der Wohlfahrt ist, sollte diese nicht auf die Zufriedenheit oder gar auf den Begriff Glück reduziert werden. Bei der Wohlfahrtsmessung geht es nicht darum, einen «Glücksindex» zu konstruieren. Damit würde man der mehrdimensionalen Problematik nicht gerecht.

Wie erfasst die Statistik die Wohlfahrt? Eine neue Systematik

Zur Messung der Wohlfahrt hat das Bundesamt für Statistik (BFS) ein Indikatorensystem ausgearbeitet, das aus einem kommentierten Grundschema (siehe Grafik 1) und rund 40 Indikatoren besteht.[2] Die Grundidee: Wohlfahrt entsteht durch den Einsatz von ökonomischem und natürlichem Kapital sowie von Human- und Sozialkapital im Rahmen von verschiedenen Prozessen.[3] Weitere gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Aspekte ergänzen die rein wirtschaftliche Betrachtungsweise, die sich oft an der Entwicklung des BIP orientiert. Auf der Basis dieser Grundidee wird das Indikatorensystem in sieben Hauptthemen gegliedert:
I. Rahmenbedingungen: Die Prozesse zur Schaffung, zur Verteilung und zum Erhalt der Wohlfahrt laufen innerhalb eines gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmens ab. Dazu gehören beispielsweise die Struktur der Gesellschaft und der Wirtschaft, aber auch Reaktionen auf veränderte Umweltbedingungen. Ebenfalls zu den Rahmenbedingungen zählen öffentliche Institutionen (Sozialversicherungen, Gesundheitswesen, Bildungswesen, politische Institutionen) und Politikfelder (z. B. Gesellschafts-, Finanz- und Umweltpolitik).
II. Bestände: Die Bestände liefern den Input für die Schaffung von Wohlfahrt. In Übereinstimmung mit der internationalen Diskussion[4] umfassen die Bestände ökonomisches, natürliches, Human- und Sozialkapital. Neben dem Sach- und dem Finanzkapital gehören also beispielsweise auch die Umweltqualität, der Bildungs- und der Gesundheitszustand der Bevölkerung sowie die sozialen Beziehungen und das Vertrauen innerhalb der Gesellschaft dazu. Um zu gewährleisten, dass das Wohlfahrtsniveau langfristig gehalten bzw. erhöht werden kann, gilt es, die Bestände zu bewahren, zu erneuern und zu erweitern.
III. Aktivitäten: Unter Aktivitäten werden all jene Prozesse verstanden, durch die Bestände in Güter umgewandelt werden. Im Indikatorensystem werden also unterschiedliche Aktivitäten aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt berücksichtigt. Sie beinhalten ökonomische Produktionsprozesse, aber auch natürliche Prozesse, durch welche Ökosystemdienstleistungen geschaffen werden, sowie Haus- und Familienarbeiten (wie Mahlzeiten zubereiten, putzen, mit Kindern spielen) oder Freizeitaktivitäten.
IV. Auswirkungen auf die Bestände: Durch die Aktivitäten zur Herstellung und zur Nutzung von Gütern werden die Bestände verändert. Solche Veränderungen können aus gezielten Investitionsentscheidungen resultieren (z. B. Investitionen in Sachkapital oder Bildungsinvestitionen in Humankapital). Es kann sich aber auch um positive oder negative Nebeneffekte handeln, wie die Erhöhung des Sozialkapitals durch unbezahlte Arbeit oder die Verminderung des natürlichen Kapitals durch Boden-, Wasser- und Luftverschmutzung.
V. Güter: Materielle und immaterielle Güter bilden das «Angebot» an Wohlfahrt. Diese entsprechen den Mitteln zur Deckung eines spezifischen Bedürfnisses oder grundlegenden Leistungen der Umwelt, ohne die Leben nicht möglich wäre. Neben den ökonomischen Gütern, deren Wert dem BIP entspricht (nach Abzug der Vorleistungen und der Bereinigung um Gütersteuern und -subventionen), werden also auch Aspekte wie beispielsweise das Angebot an Wasser und an Naturlandschaften oder an Freiwilligenarbeit berücksichtigt.
VI. Nutzung der Güter: Damit Wohlfahrt entsteht, muss man das Angebot nutzen, d. h. die verschiedenen Güter verwenden oder konsumieren können. Das bestehende Wohnungsangebot etwa hat erst dann einen Nutzen, wenn Wohnungen gesucht, gefunden, bezogen, eingerichtet und bewohnt werden.
VII. Wohlfahrt: Wohlfahrt umfasst materielle und immaterielle sowie objektive und subjektive Elemente. Sie lässt sich in zehn Dimensionen unterteilen (siehe Kasten 1).[5] Wohlfahrt ist aber nicht nur als Endresultat der Prozesse zur Herstellung und Nutzung von Gütern zu verstehen. Verschiedene Dimensionen der Wohlfahrt werden auch als Input bei der Schaffung von Wohlfahrt eingesetzt (z. B. Finanzvermögen der Haushalte und Humankapital). Weiter kann Wohlfahrt unmittelbar im Prozess der Wohlfahrtsschaffung entstehen: Arbeits- und Kapitaleinkommen werden im Rahmen der ökonomischen Produktion erworben, und Aktivitäten, die auch einen Selbstzweck aufweisen, können direkt zur Wohlfahrt beitragen.

Welches sind die relevanten Resultate? Eine erweiterte Sicht

Das Indikatorensystem erweitert die Perspektive in verschiedenen Bereichen. Hier sollen vor allem einige relevante Resultate für die Wohlfahrtsdimensionen präsentiert werden, die mit der wirtschaftlichen Entwicklung im Zusammenhang stehen. Dies ist besonders interessant, weil nicht alle Bevölkerungsgruppen gleich stark an Wirtschaftsentwicklung und Wohlfahrt partizipieren. Einige Beispiele:
Das verfügbare Einkommen wächst weniger stark als das BIP; das BIP-Wachstum hat sich also nur zum Teil auf das Einkommen ausgewirkt. Die privaten Haushalte geben im Durchschnitt 57% ihres Bruttoeinkommens für Konsumausgaben aus. Den wichtigsten Posten bilden dabei Wohnen und Energie mit einem Anteil von über 25% der Ausgaben. Die Höhe des Konsumbudgets unterscheidet sich stark nach Einkommensgruppen. Die absoluten Konsumausgaben des obersten Einkommensfünftels sind im Durchschnitt etwas mehr als doppelt so hoch wie diejenigen des untersten Einkommensfünftels. Dies wirkt sich auch auf die Ersparnisse aus: Die Haushalte im höchsten Einkommensfünftel können rund 20% ihres Bruttohaushaltseinkommens sparen. Das einkommensschwächste Fünftel bildet hingegen im Durchschnitt keine Ersparnisse. Die Ausgaben übersteigen hier sehr häufig die Einnahmen.
Die Schweiz weist im internationalen Vergleich eine sehr hohe Erwerbsquote auf (über 80% der Bevölkerung im Alter zwischen 15 und 64 Jahren). Ihre Zunahme ist auf die vermehrte Arbeitsmarktbeteiligung der Frauen zurückzuführen. Die Erwerbstätigen in der Schweiz sind generell der Ansicht, dass ihr Privatleben mittelmässig von der Arbeit beeinträchtigt wird. Männer fühlen sich stärker beeinträchtigt als Frauen, Eltern mit Kindern unter 15 Jahren stärker als Erwachsene ohne Kinder in dieser Altersgruppe. Für Haus- und Familienarbeit wenden Frauen gesamthaft gesehen pro Woche rund 10 Stunden mehr auf als Männer. Rechnet man die bezahlte und die unbezahlte Arbeit für Eltern in Paarhaushalten mit Kindern unter 7 Jahren zusammen, so leisten Mütter 69,2 Stunden Arbeit und Väter 70,7 Stunden.
Über 80% der Bevölkerung in der Schweiz erfreuen sich einer guten psychischen Gesundheit. Erwerbstätige sind dabei deutlich weniger psychisch belastet als Nichterwerbspersonen oder Arbeitslose. Integration in soziale Netze ist einer der wichtigsten Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit. Je höher der Grad an sozialer Integration, desto besser ist die psychische Gesundheit.
Der Verbrauch von Material und Energie hat hierzulande tendenziell weniger stark zugenommen als das BIP. Dies entspricht einer Effizienzsteigerung: Es musste weniger Material und Energie eingesetzt werden, um einen Franken zu erwirtschaften. Analoges gilt für die Treibhausgasemissionen. Beim Energieverbrauch und den Treibhausgasemissionen wird allerdings nicht berücksichtigt, wie viel im Ausland bei der Herstellung und dem Transport der importierten Produkte verbraucht bzw. emittiert worden ist. Die Siedlungsabfälle haben hingegen ungefähr in gleichem Masse zugenommen wie das BIP und sind stärker gewachsen als die Wohnbevölkerung.
Die Lebenszufriedenheit in der Schweiz ist auf einem hohen Niveau: Knapp drei Viertel der Bevölkerung sind mit ihrem Leben sehr zufrieden. Personen mit hohem Einkommen sind dabei zufriedener als Personen mit tieferem Einkommen. Dieser Zusammenhang gilt sowohl für Schweizer als auch für ausländische Personen. Die Zufriedenheit hängt auch vom Haushaltstyp ab: So sind Personen, die in Familien mit Kindern leben, tendenziell zufriedener als Alleinlebende, obwohl das verfügbare Äquivalenzeinkommen von Familien tiefer ist als dasjenige von Alleinlebenden.

Was kann das BIP nicht leisten? ­Gründe für die neuen Indikatoren

Die Kritik am BIP ist beinahe so alt wie das BIP selber. Sie betrifft insbesondere die folgenden Punkte:[6]
Als Flussgrösse, die nur die Transaktionen innerhalb einer Periode misst, berücksichtigt das BIP nur teilweise, ob und allenfalls wie sich die verschiedenen Kapitalbestände verändern.
Das BIP ist eine hoch aggregierte Grösse, die keine Informationen über die Verteilung enthält.
Im BIP werden gewisse Leistungen, die zur materiellen Wohlfahrt beitragen, nicht erfasst (z. B. Freiwilligenarbeit, Hausarbeit oder Pflege von Angehörigen und Kindererziehung).
Gewisse Aktivitäten erhöhen zwar das BIP, wirken sich aber nicht oder nur kompensierend auf die Wohlfahrt aus (sogenannte Regrettables). Dazu gehören Aktivitäten zur Verringerung von Umwelt- und von sozialen Kosten, so etwa Ausgaben zur Reduktion von Verschmutzung oder zur Bekämpfung der Kriminalität.
Wichtige Informationen zur Lage der Bevölkerung (z. B. zum Bildungsstand, zur Sicherheit, zu den sozialen Beziehungen und zur Zufriedenheit) sind nicht im BIP enthalten.

Kritikern ist entgegenzuhalten, dass das BIP einen Saldo der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) bildet. Dieses international vereinheitlichte Rechnungssystem hat zum Ziel, wirtschaftliche Transaktionen abzubilden, und beschreibt «systematisch und detailliert eine Volkswirtschaft (…) mit ihren wesentlichen Merkmalen und den Beziehungen zu anderen Volkswirtschaften».[7] Gewisse Kritikpunkte, die für das BIP gelten, treffen auf die VGR nicht oder nur bedingt zu. So enthält die VGR Vermögensbilanzen, in denen einzelne Kapitalbestände berücksichtigt werden. Derzeit versucht man auch, Verteilungsinformationen aus Haushaltsdaten in die VGR einzubauen und so die Einkommen nach verschiedenen Haushaltstypen zu differenzieren.[8] Schliesslich wird die unbezahlte Arbeit in einem Satellitenkonto erfasst.
Allerdings bleiben Kritikpunkte bestehen, auch wenn man den Blick auf die VGR ausweitet. Das BIP bzw. die VGR liefern zwar Informationen zur materiellen Versorgung (Einkommen, Konsum, Sparen), erfassen aber nicht alles lückenlos. Bruno Parnisari vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hielt bei der Vorstellung der Revision der VGR im September 2014 denn auch pointiert fest: «Das wahre BIP kennt niemand.» Noch viel weniger kann das BIP bzw. die VGR die Wohlfahrt und deren Veränderungen beschreiben.[9] Die Grenzen des BIP und der Wunsch nach einer breiteren Erfassung der Wohlfahrt haben dazu geführt, dass in jüngerer Vergangenheit verschiedene internationale Initiativen lanciert worden sind. Die wichtigsten sind der Stiglitz-Sen-Fitoussi-Bericht von 2009, das EU-Projekt «GDP and Beyond» und die «Better Life Initiative: Measuring Well-Being and Progress» der OECD. In der Schweiz hat der Bundesrat 2010 im Rahmen des Bundesratsbeschlusses «Grüne Wirtschaft» den Auftrag erteilt, das BIP mit weiteren Indikatoren zur gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung zu ergänzen. Diesen Auftrag hat er im «Aktionsplan Grüne Wirtschaft 2013» weiter konkretisiert. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat dieses Mandat umgesetzt und im Dezember 2014 das «Indikatorensystem Wohlfahrtsmessung» veröffentlicht, das regelmässig aktualisiert wird.

Ein mehrdimensionales Konzept

Die Wohlfahrtsmessung versucht, «tote Winkel» des Bruttoinlandprodukts und der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung auszuleuchten. Dadurch entsteht ein umfassenderes Bild der Lage der Bevölkerung eines Landes. Da Wohlfahrt ein mehrdimensionales Konzept ist, enthält sie deutlich mehr Informationen, die zudem in unterschiedlichen Masseinheiten ausgedrückt sind. Deshalb kann Wohlfahrt – im Gegensatz zum BIP – nicht in einer einzigen Zahl beziffert werden.

  1. Siehe dazu z.B. Glatzer, Zapf (1984), S. 16ff., 391ff., Leu et al. (1997), S. 46 ff., Noll (2000), OECD (2011), S. 18, OECD (2013a), S. 26f. []
  2. Siehe BFS (2014). []
  3. Diese Überlegungen orientieren sich am Konzept der Wohlfahrtsproduktion (siehe Zapf, 1984, und Kaufmann, 2009, Kap. 11) und am Modell von Harper, Price (2011). []
  4. Siehe OECD (2011), S. 19f., OECD (2013b), S. 175ff., Unece (2014), S. 29ff. []
  5. Siehe OECD (2011), ESS (2011). []
  6. Siehe OECD (2011) S. 16f. []
  7. ESVG (2014) §1.01. []
  8. Siehe www.bfs.admin.ch > Themen > 20 Wirtschaftliche und soziale Situation der Bevölkerung > Einkommen, Verbrauch und Vermögen > Analysen, Berichte > Makroperspektive. []
  9. Siehe ESVG (2014) §1.46f. []

Direktor des Bundesamtes für Statistik BFS, Neuenburg

Projektleiter des «Indikatorensystems Wohlfahrtsmessung», Bundesamt für Statistik BFS, Neuenburg

Direktor des Bundesamtes für Statistik BFS, Neuenburg

Projektleiter des «Indikatorensystems Wohlfahrtsmessung», Bundesamt für Statistik BFS, Neuenburg