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Konjunkturtendenzen Winter 2017/2018

Im 3. Quartal ist die Schweizer Wirtschaft dynamisch gewachsen. Für die kommenden Quartale wird eine schwungvolle Konjunkturerholung erwartet. Der weltwirtschaftliche Aufschwung und die Frankenabwertung stützen den Exportsektor. Auch die Binnenwirtschaft dürfte an Fahrt gewinnen.

Der kräftige weltwirtschaftliche Aufschwung hat sich im 3. Quartal fortgesetzt. Viele Industrieländer sind deutlich überdurchschnittlich gewachsen. Auch von den grossen Schwellenländern kommen mehrheitlich positive Signale

Die USA wuchsen im 3. Quartal erneut lebhaft. Auch im Euroraum setzte sich der regional breit abgestützte Aufschwung fort. Hingegen leidet das Vereinigte Königreich unter den ersten Folgen des Brexit-Entscheids und rapportiert nur ein moderates BIP-Wachstum.

China wuchs im 3. Quartal überraschend robust. In Russland und Brasilien gestaltet sich die Erholung derweil eher holprig. Insgesamt wächst die Weltwirtschaft derzeit so stark wie seit 2010 nicht mehr.

Die Frühindikatoren deuten auf eine Fortsetzung des weltwirtschaftlichen Aufschwungs in den kommenden Quartalen hin. Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes hat ihre Erwartungen an die Weltwirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Quartalen leicht nach oben korrigiert.

Wirtschaftslage Schweiz

Die Schweizer Wirtschaft hat das verhaltene Wachstumstempo der ersten Jahreshälfte 2017 hinter sich gelassen. Im 3. Quartal ist das BIP dynamisch gewachsen. Der Aufschwung gewinnt dabei auch an Breite: Zu Jahresbeginn wurde das BIP-Wachstum praktisch ausschliesslich durch den Industriesektor getragen, mittlerweile wachsen hingegen auch viele Dienstleistungssektoren wieder. Auch die Beschäftigung hat sich zuletzt wieder etwas dynamischer entwickelt. Auch die Frühindikatoren lassen in nächster Zukunft ein weiterhin schwungvolles Wachstum erwarten. Insgesamt deutet vieles deutet darauf hin, dass die Schweizer Volkswirtschaft den Frankenschock mittlerweile weitgehend überwunden hat.

Konjunkturprognose

Die Expertengruppe des Bundes erwartet, dass sich das zuletzt lebhafte Wachstum in den kommenden Quartalen fortsetzt. Für 2017 ist zwar aufgrund der verhaltenen ersten Jahreshälfte, nur mit einem moderaten BIP-Wachstum (1,0 %) zu rechnen. Im Zuge des weltwirtschaftlichen Aufschwungs wird für 2018 aber ein starkes Wachstum von 2,3 % und für 2019 noch solide 1,9 % prognostiziert.

Dazu sollte insbesondere der Aussenhandel beitragen, der direkt von der guten internationalen Wirtschaftslage und von der Frankenabwertung profitiert. Dementsprechend sollten die Unternehmen auch ihre Ausrüstungsinvestitionen ausweiten. Hingegen erwartet die Expertengruppe angesichts steigender Leerständen, dass sich der Bau im Prognosezeitraum allmählich abschwächt.

Der Arbeitsmarkt dürfte sich weiter aufhellen. Für 2018 und 2019 wird ein spürbarer Beschäftigungszuwachs erwartet. Gleichzeitig dürfte die Arbeitslosigkeit weiter auf 2,9 % (2018) und 2,8 % (2019) zurückgehen.

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