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Schulbank anstatt Werkbank? Jugendliche Arbeitslose in Europa

Die Wirtscha­fts- und Eurokrise hat die Staaten Südeuropas hart getroffen. Laut einer These des US-Ökonomen Gary Becker gehen bei schlechter Wirtschaftslage mehr Jugendliche den schulischen Weg weiter. In der Hoffnung, bei besserer Arbeitsmarktlage bessere Anstellungschancen zu haben. Eine Analyse der Konjunkturforschungsstelle KOF hat diesen positiven Zusammenhang zwischen Bildungsrate und Jugendarbeitslosenrate für die meisten Länder nachgewiesen. Allerdings: Wenn der Anstieg in der Bildungsrate den Anstieg in der Arbeitslosigkeit nicht vollständig kompensiert, dann steigt der Anteil inaktiver Jugendlicher, die weder beschäftigt noch in Ausbildung sind. Die Studie zeigt, dass auch dieser Anteil hinzugezogen werden muss, um die Situation der Jugendlichen umfassend einzuschätzen.