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Konjunkturtendenzen Sommer 2018

Der Aufschwung der Schweizer Wirtschaft setzt sich fort. Die weiterhin gute weltwirtschaftliche Lage und die günstige Wechselkursentwicklung stützten den Aussenhandel. Gleichzeitig ziehen die Binnenwirtschaft und der Arbeitsmarkt an. Wie bisher wird für die nächsten Quartale ein schwungvolles Wachstum erwartet.

(Bild: Keystone)

Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft startete schwächer ins Jahr 2018 als erwartet. Dafür waren teilweise länderspezifische Sonderfaktoren wie z.B. Streiks verantwortlich. Während sich das Wachstum in den USA nur geringfügig abschwächte, überraschten Deutschland und der Euroraum mit einer deutlicheren Abkühlung. Insgesamt scheint der weltwirtschaftliche Aufschwung aber weiterhin intakt. Die Frühindikatoren deuten auf eine Wachstumsbeschleunigung in naher Zukunft hin. Derweil sorgen die deutlich gestiegenen Erdölpreise weltweit für anziehende Inflationsraten.

Wirtschaftslage Schweiz

Der Aufschwung schreitet voran. Im 1. Quartal 2018 wuchs das BIP um 0,6 %. Damit zählt die Schweiz im internationalen Vergleich zu den dynamisch wachsenden Ländern. Ausserdem erfasst die Erholung immer stärker die Binnenkonjunktur und den Arbeitsmarkt. Im 1. Quartal wurde das BIP-Wachstum massgeblich durch den Dienstleistungssektor getrieben, daneben wuchs die Beschäftigung schwungvoll. Zudem investierten die Unternehmen kräftig. Die meisten Frühindikatoren signalisieren auch weiterhin ein sehr gutes Umfeld.

Konjunkturprognose

Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes hält an ihrer bisherigen Einschätzung fest und prognostiziert für 2018 ein kräftiges BIP-Wachstum von 2,4 %, gestützt durch die robuste Weltkonjunktur, die günstige Wechselkursentwicklung und durch die binnenwirtschaftlichen Wachstumskräfte.

Für 2019 erwartet die Expertengruppe, dass die stützende Wirkung der Auslandkonjunktur allmählich nachlässt. Das BIP-Wachstum der Schweiz dürfte 2019 dank der robusten Binnendynamik trotzdem noch bei soliden 2,0 % liegen.

Im Zuge der günstigen Konjunkturentwicklung wird am Arbeitsmarkt 2018 und 2019 eine weitere spürbare Aufhellung erwartet. Die Teuerung dürfte im laufenden Jahr durch die stark angestiegenen Erdöl- und Importpreise geprägt werden und im Verlauf des Prognosehorizontes allmählich nachlassen.

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