Warum hat die Schweiz eine eigene Währung?

Herr Lenz, wieso gibt es unterschiedliche Währungen?
Kurz gesagt: Eine eigene Währung ist Ausdruck der Souveränität eines Staates. Deshalb haben auch die allermeisten Länder der Welt eine eigene Währung. Sie legen ihre Währungseinheit fest und haben das Monopol für die Ausgabe des gesetzlichen Zahlungsmittels.
Gibt es den Schweizer Franken schon lange?
Den Schweizer Franken, wie wir ihn heute […]

Start-ups: Patente und Marken helfen bei der Investorensuche

Zahlreiche Unternehmen in der Schweiz machen Schulden. Sie tun dies, um zu expandieren, neue Märkte zu erschliessen oder Zeiten stagnierenden Wachstums zu überstehen.[1] Darunter sind auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – mit zwei Dritteln der gestellten Arbeitsplätze der grösste Arbeitgeber der Schweiz.[2] Viele dieser KMU setzen wiederum auf moderne Technologien, Kreativität oder unverwechselbare Muster […]

«Am liebsten bezahle ich die Gemeindesteuern»

Frau Bundesrätin Keller-Sutter, wie viel Taschengeld gab es als Kind?
Genau erinnere ich mich nicht. Sicher nicht viel, vielleicht so drei Franken pro Woche. Was ich aber noch ganz genau weiss: Wenn ich im Restaurant meiner Eltern mitgeholfen habe, gab es manchmal etwas dazu.
Haben Sie damals auf etwas Besonderes gespart?
Ja, ein Occasionsvelo. Das war in der […]

Effizienzsteigerungen ermöglichen mehr Lohn und Freizeit

Die Produktivität der Schweizer Wirtschaft ist seit 1950 jährlich um rund 1,9 Prozent gewachsen. Durch die effizientere Produktion von Waren und Dienstleistungen entstand zusätzlicher Wohlstand, sodass der zu verteilende Kuchen sprichwörtlich grösser geworden ist. In einem nachhaltigen Wirtschaftsmodell, das eine gewisse soziale Ausgeglichenheit berücksichtigt, sollten langfristig auch die Erwerbstätigen an diesen Wohlstandsgewinnen partizipieren. Meist geschieht […]

Weshalb die Haushalte den Preisanstieg als stark empfinden

Die aktuelle Preisentwicklung und ihre Wahrnehmung durch die Konsumentinnen und Konsumenten scheinen auseinanderzuklaffen.[1] Laut dem Landesindex der Konsumentenpreise (LIK), der die Teuerung der Konsumgüter und -dienstleistungen in der Schweiz misst, sind die Preise seit Oktober 2022 moderat gestiegen (+1,7 Prozent im Oktober 2023). Die Umfrage zur Konsumentenstimmung[2], mit der das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) vierteljährlich die […]

Entwicklungsländer: Energiewende mit inländischem Kapital

Entwicklungsländer müssen ihre dringend benötigte Infrastruktur so bauen, dass sie drohenden Klimakatastrophen trotzt. Viele Regierungen stehen dabei jedoch vor einem Dilemma: Die nachhaltige Infrastruktur benötigt oft ausländisches Fremdkapital, das ihre bereits hohe Schuldenlast weiter erhöht. Um dies zu verhindern, gibt es eine Lösung: die Mobilisierung von inländischen Ersparnissen in lokaler Währung. Indem inländische institutionelle Investoren […]

Weshalb ist die Kaufkraft heute ein Politikum?

Herr Kaufmann, was versteht man unter Kaufkraft?
Die sinnvollste Definition ist aus meiner Sicht: Wie viel kann eine Person mit ihrem frei verfügbaren Einkommen sparen oder konsumieren? Das Bundesamt für Statistik berechnet dieses Konzept unter dem Begriff «verfügbares Äquivalenzeinkommen».
Wie wird die Kaufkraft gemessen?
Zuerst zählt man alle Einkommen zusammen – darunter Löhne, Dividenden oder Renten. Danach zieht […]

Geplantes Transparenzregister: Viele Betroffene, geringe Kosten

Mit dem neuen Gesetz über die Transparenz juristischer Personen (TJPG) sollen die Prävention sowie die Strafverfolgung im Bereich der Finanzkriminalität gestärkt werden – und damit auch die Reputation des Finanzplatzes Schweiz. Zudem liessen sich damit internationale Standards umsetzen.
Die Gesetzesvorlage enthält verschiedene Neuerungen. Im Folgenden liegt der Fokus auf der Regelung für das sogenannte Transparenzregister der […]

Die Schweiz ist eine Sparnation

Was bedeutet Sparen? Ökonomisch gesehen, ist Sparen eine «Abwägung gegenwärtiger und zukünftiger Konsumbedürfnisse» und bietet eine Möglichkeit, die individuellen Bedürfnisse und die gesellschaftliche Wohlfahrt über die Zeit zu optimieren.[1] In der Realität ist Sparen oftmals auch das, was auf dem Konto übrig bleibt.
In der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wird zwischen «Zwangssparen» und «freiwilligem Sparen» unterschieden. Unter Zwangssparen […]

Ohne Schuldenbremse droht die Schuldenspirale

Der 80 Milliarden Franken schwere Bundeshaushalt ist der grösste und wichtigste öffentliche Haushalt der Schweiz. Ein solider Bundeshaushalt gewährleistet, dass die aus ihm finanzierten Leistungen fortgeführt werden können und dass der Bund zu günstigen Konditionen Geld beschaffen kann. Ausserdem macht er wahrscheinlich, dass das insgesamt massvolle Steuerniveau der Schweiz auch in Zukunft möglich bleibt. Für […]