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Transparenz in der Rohstoffbranche

Der Druck auf die Rohstoffkonzerne steigt. Nichtregierungsorganisationen kritisieren die häufig verschwiegene Geschäftspraxis der Branche, und auch die Politik reagiert: So wollen die EU und die USA die Vorschriften dahin gehend verschärfen, dass Rohstoffförderer Zahlungen an staatliche Stellen offenlegen müssen. Massgeblich an dieser Entwicklung beteiligt ist die Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) – eine nach der Jahrtausendwende gegründete Organisation, die den Dialog zwischen Unternehmen, Regierungen und NGOs fördert. Bereits 49 rohstoffreiche Länder setzen inzwischen den sogenannten EITI-Standard um.


Auch die Schweiz will ihre Gesetze anpassen. Als wichtiger Handelsplatz für Rohstoffe wie Öl, Kupfer und Kohle engagiert sie sich ebenfalls in der EITI. Im Herbst organisierte sie das jüngste Vorstandstreffen, wo nebst den Rohstoffförderern erstmals auch Händler präsent waren. Denn eine wichtige Frage für die Zukunft lautet: Sollen die Vorschriften auf den Handel ausgeweitet werden?

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