{"id":100069,"date":"2021-03-01T11:31:29","date_gmt":"2021-03-01T11:31:29","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/03\/la-covid-19-en-suisse-les-lecons-des-sciences-economiques\/"},"modified":"2023-08-23T22:51:16","modified_gmt":"2023-08-23T20:51:16","slug":"covid-19-in-der-schweiz-lehren-aus-der-wirtschaftsforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/03\/covid-19-in-der-schweiz-lehren-aus-der-wirtschaftsforschung\/","title":{"rendered":"Covid-19 in der Schweiz: Lehren aus der Wirtschaftsforschung"},"content":{"rendered":"<p>Die Covid-19-Pandemie ist nicht nur eine grosse gesundheitspolitische Herausforderung, sondern hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Konjunktur. So geht das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) davon aus, dass das um Sportveranstaltungen bereinigte Bruttoinlandprodukt (BIP) 2020 um 3,3\u00a0Prozent eingebrochen ist. Im Fr\u00fchjahr veranlasste die erste Welle der Epidemie die Beh\u00f6rden dazu, f\u00fcr grosse Teile der Bev\u00f6lkerung Ausgangsbeschr\u00e4nkungen zu verh\u00e4ngen, um eine ausreichende r\u00e4umliche Distanz zu gew\u00e4hrleisten. Dies f\u00fchrte zu einem erheblichen Konjunkturr\u00fcckgang. Die im Herbst ergriffenen Massnahmen waren dann zwar gezielter, stellten grosse Teile der Wirtschaft aber vor \u00e4hnlich schwierige Herausforderungen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nIn diesen Zeiten radikaler Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen Wirtschaftswissenschaftler zu einer strukturierten Debatte beitragen. Daher hat das \u00abSwiss Journal of Economics and Statistics\u00bb (SJES) im Juni 2020 eigens eine<a href=\"https:\/\/www.springeropen.com\/collections\/sfc19\"> Rubrik zum Thema Covid-19<\/a> eingerichtet, um Untersuchungen schnell online publizieren zu k\u00f6nnen.&#013;<\/p>\n<h2>Neue Echtzeitindikatoren<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nWelche Lektionen haben die Forscher bisher aus der Corona-Krise in der Schweiz gezogen? Beispielsweise zeigte sich, dass die Konjunkturdaten bei den politischen Entscheidungstr\u00e4gern verz\u00f6gert eintreffen, obwohl diese eigentlich in Echtzeit \u00fcber die rasante Entwicklung der Wirtschaftslage informiert sein m\u00fcssten. Die makro\u00f6konomischen Daten werden aber erst zeitversetzt ver\u00f6ffentlicht.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDoch dieses Problem l\u00e4sst sich durch Fr\u00fchindikatoren entsch\u00e4rfen, welche die konjunkturelle Situation gut widerspiegeln und schnell verf\u00fcgbar sind. So hat beispielsweise eine Studie<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> erkannt, dass der Stromverbrauch die gesamte Wirtschaftsaktivit\u00e4t gut abbildet, sofern die Daten um saisonale Schwankungen und meteorologische Faktoren bereinigt werden. Ausserdem l\u00e4sst sich der wirtschaftliche Druck anhand von Finanzmarktdaten und Finanzinformationen t\u00e4glich messen und auf diese Weise eine sogenannte Fieberkurve erstellen.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Diese Kurve korreliert negativ mit den Standard-Konjunkturindikatoren, weshalb sie w\u00e4hrend der Weltfinanzkrise von 2008\/2009 und auch in der aktuellen Pandemie in die H\u00f6he geschnellt ist (siehe <em>Abbildung<\/em>\u00a01).&#013;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Die konjunkturelle Fieberkurve (2000 bis 2021)<\/h3>\n<p>&#013;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/12\/Studie-Lalive_Abb1.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-101943\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/12\/Studie-Lalive_Abb1.png\" alt=\"\" width=\"2028\" height=\"982\" \/><\/a>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: <a href=\"https:\/\/github.com\/dankaufmann\/f-curve\">Burri und Kaufmann (2020)<\/a> \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDer Einsatz der Kurzarbeit durch die Unternehmen ist ein weiterer Schnellindikator, der sich f\u00fcr eine Sofortprognose des BIP als n\u00fctzlich erweist.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Dieser Indikator l\u00e4sst bereits heute darauf schliessen, dass es zu einem dauerhaften Konjunkturr\u00fcckgang kommt und das BIP nicht an den Trend vor Ausbruch der Pandemie ankn\u00fcpfen wird. Ein Arbeitsmarktvergleich der j\u00fcngsten Entwicklungen mit starken Rezessionen fr\u00fcherer Jahre legt zwar die Vermutung nahe, dass die Arbeitslosenquote nicht auf ein Rekordniveau steigen wird.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Die Analyse des Zu- und Abgangs von Arbeitslosen ist hingegen beunruhigender, denn sie verdeutlicht das Risiko von Langzeitarbeitslosigkeit. Gem\u00e4ss diesen Erkenntnissen k\u00f6nnte die Erholung am Arbeitsmarkt nach der aktuellen Krise l\u00e4nger dauern als in fr\u00fcheren Rezessionen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie gesundheitspolizeilichen und politischen Lockdown-Massnahmen vom Fr\u00fchling 2020 haben auch die Zuverl\u00e4ssigkeit der Inflationsdaten beeintr\u00e4chtigt: Einige Aspekte k\u00f6nnen zu einer \u00dcbersch\u00e4tzung der Inflation f\u00fchren, andere haben den gegenteiligen Effekt. So hat der Lockdown zum Beispiel das Datenerhebungsverfahren f\u00fcr die Ermittlung des amtlichen Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) behindert. Deshalb wurde eine alternative Inflationsreihe erarbeitet. Sie bedient sich hochfrequenter Preisdaten sowie Zahlen zu Debitkarten-Transaktionen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Dieser Ansatz zeigt einen st\u00e4rkeren Preisr\u00fcckgang w\u00e4hrend der Pandemie als die amtliche Inflationskennzahl, obwohl die beiden Indikatoren \u00fcblicherweise nahe beieinanderliegen. Der Grund f\u00fcr die pl\u00f6tzliche Diskrepanz: In einigen Konsumbereichen wie der Gastronomie hat der Lockdown-bedingte pl\u00f6tzliche Einbruch zu einer Ver\u00e4nderung des Warenkorbs gef\u00fchrt. Diese Ver\u00e4nderung reduziert die Inflation, die somit moderater ausf\u00e4llt als in den amtlichen Daten, welche diese Ver\u00e4nderungen nicht ber\u00fccksichtigen.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Zwar ist nach Aufhebung der Beschr\u00e4nkungen eine R\u00fcckkehr zur alten Konsumstruktur wahrscheinlich \u2013 aber eben nur teilweise. Denn die Verlagerung hin zu Konsumformen mit begrenztem Kontakt wie Onlineshopping wird Bestand haben.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nNeben der Binnenwirtschaft hat die Pandemie auch den internationalen Handel getroffen. Entsprechend stark brachen die Exporte und Importe ein. Der zwischenstaatliche Handel ging sogar st\u00e4rker zur\u00fcck als w\u00e4hrend der Weltfinanzkrise in den Jahren 2008 und 2009.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Ausserdem variierten die Zahlen von Land zu Land erheblich. Besonders stark war der R\u00fcckgang der Schweizer Ausfuhren in L\u00e4nder mit hohen Covid-19-Fallzahlen und entsprechend niedrigem Verbrauchervertrauen. Umgekehrt gingen auch die Einfuhren aus L\u00e4ndern mit strengeren Lockdown-Massnahmen \u00fcberdurchschnittlich stark zur\u00fcck.&#013;<\/p>\n<h2>Folgen der Mobilit\u00e4tsabnahme<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nAm 17. M\u00e4rz 2020 verbot die Schweiz alle nicht zwingend erforderlichen Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten mit als hoch eingestuftem Infektionsrisiko. Davon betroffen waren vor allem Gastronomie, Detailhandel und pers\u00f6nliche Dienstleistungen. Der erwerbst\u00e4tigen Bev\u00f6lkerung wurde nahegelegt, im Homeoffice zu arbeiten, und es gab Versammlungsbeschr\u00e4nkungen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWie hat sich dieser Lockdown in den verschiedenen Phasen und Regionen auf die Konjunktur ausgewirkt? Forscher haben mittlerweile einen Index entwickelt, um dies zu untersuchen.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Gem\u00e4ss dem sogenannten Lockdown-Index, der die r\u00e4umliche N\u00e4he zu anderen Menschen am Arbeitsplatz erfasst, waren 31\u00a0Prozent der Arbeitspl\u00e4tze in der Schweiz potenziell vom politisch beschlossenen Lockdown betroffen. Der Index erkl\u00e4rt bis zu 58\u00a0Prozent des Anstiegs der Arbeitslosigkeit und der Kurzarbeit (siehe <em>Abbildung\u00a02<\/em>).&#013;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Lockdown-Index und bewilligte Kurzarbeitsgesuche (M\u00e4rz bis April 2020)<\/h3>\n<p>&#013;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/12\/Studie-Lalive_Abb2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-101944\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/12\/Studie-Lalive_Abb2.png\" alt=\"\" width=\"2044\" height=\"1260\" \/><\/a>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Abbildung veranschaulicht das Verh\u00e4ltnis zwischen den in Kurzarbeit befindlichen Arbeitskr\u00e4ften und dem Lockdown-Index. Die Blasengr\u00f6sse widerspiegelt den Anteil eines Sektors an der landesweiten Gesamtbesch\u00e4ftigung. Die rote Linie stellt eine Regression des bereinigten Anteils der Arbeitnehmer in Kurzarbeit auf den Lockdown-Index dar.<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Faber et al.\u00a0(2020) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nHilfreich waren auch neue Indikatoren zur physischen Mobilit\u00e4t und zum Konsumverhalten: Dank ihnen konnten die Auswirkungen des Lockdowns und der Pandemie auf die Mobilit\u00e4t und den Detailhandel untersucht werden.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Die Indikatoren zeigen, dass die Bev\u00f6lkerung ihr Konsumverhalten bereits vor den beh\u00f6rdlich angeordneten Ladenschliessungen und Beschr\u00e4nkungsmassnahmen von Mitte M\u00e4rz erheblich eingeschr\u00e4nkt hatte. Die geringe physische Mobilit\u00e4t in der zweiten M\u00e4rzh\u00e4lfte und im April 2020 trug wahrscheinlich zur schnellen Verringerung der Neuinfektionen bei.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie reduzierte Mobilit\u00e4t hatte auch erhebliche konjunkturelle Auswirkungen. Die Analyse der Kartenzahlungen im Detailhandel hat eine deutliche geografische Verlagerung des Konsums von den St\u00e4dten in die Agglomerationen und l\u00e4ndlichen Gebiete gezeigt.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> Erkl\u00e4ren l\u00e4sst sich diese Verlagerung durch das Infektionsrisiko, die Lockdown-Massnahmen, die zunehmende Arbeit im Homeoffice, den eingeschr\u00e4nkten Einkaufstourismus sowie das ver\u00e4nderte Zahlungsverhalten weg von Bargeld und hin zu Kartenzahlungen. Damit hat die Krise offenbar bereits bestehende Trends noch verst\u00e4rkt, sodass sich deren wirtschaftliche Auswirkungen nun fr\u00fcher niederschlagen als prognostiziert.&#013;<\/p>\n<h2>Besser fr\u00fch einschreiten<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nSeit dem Fr\u00fchjahr wurden zahlreiche politische Massnahmen ergriffen, um die Pandemie und die von ihr verursachten wirtschaftlichen Verluste einzud\u00e4mmen. Doch wie gut haben sie gewirkt?&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nEine Studie<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a> hat untersucht, wie sich das unterschiedliche Timing der Lockdown-Massnahmen in Deutschland und der Schweiz auf die Hospitalisierungs- und Sterberaten ausgewirkt hat. In beiden L\u00e4ndern zeigen regionenspezifische Daten, dass es zu mehr Hospitalisierungen und Todesf\u00e4llen kam, je sp\u00e4ter die Massnahmen umgesetzt wurden. Das legt den Umkehrschluss nahe, dass fr\u00fchzeitig ergriffene Massnahmen besser wirken.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie Schweizer Regierung sieht drei zentrale Instrumente zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns vor: die Kurzarbeitsentsch\u00e4digung, die Erwerbsersatzentsch\u00e4digung f\u00fcr Selbstst\u00e4ndige und die Covid-19-Kredite. Objektive Masse f\u00fcr die wirtschaftliche Struktur und die individuellen Auswirkungen des Lockdowns erkl\u00e4ren laut einer Untersuchung<sup><a href=\"#footnote_12\" id=\"footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor\">[12]<\/a><\/sup> relativ gut, welche Kleinunternehmer und Selbstst\u00e4ndigen Hilfen zur Personalkostendeckung in Anspruch genommen haben und welche nicht. Anders bei den Covid-19-Krediten, die der Bund garantiert: Hier scheinen eher unternehmensspezifische Verhaltensmuster den Ausschlag zu geben, ob ein solcher Kredit beansprucht wird oder nicht. Daher wird vorgeschlagen, die Kreditr\u00fcckzahlung an die k\u00fcnftigen Gewinne zu koppeln. Dadurch liessen sich Unternehmen gezielter und wirksamer unterst\u00fctzen, die aktuell in Schwierigkeiten sind, in normalen Zeiten aber \u00fcberlebensf\u00e4hig sind.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nInsgesamt vermitteln die genannten Studien einen guten \u00dcberblick \u00fcber die wirtschaftlichen Effekte der Covid-Krise in der Schweiz: So werden etwa Ver\u00e4nderungen der Konsumausgaben, wie der R\u00fcckgang der Innenstadt-Eink\u00e4ufe und der Anstieg der Onlinek\u00e4ufe, auch nach der Krise anhalten. Ausserdem sind Besch\u00e4ftigte, deren Arbeitsplatz vom Lockdown betroffen ist, mindestens noch so lange mit einem stagnierenden Arbeitsmarkt konfrontiert, bis grosse Teile der schweizerischen Bev\u00f6lkerung geimpft sind.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie Studien zeigen zudem, was im Kampf gegen die Pandemie unternommen werden kann. Wertvoll ist insbesondere die Erkenntnis, dass sich die Konjunktur nach dem ersten Einbruch wieder kr\u00e4ftig erholt hat. Denn sie macht deutlich, dass bei k\u00fcnftigen Pandemiewellen ein fr\u00fchzeitiges Eingreifen zielf\u00fchrend ist und dass Begleitmassnahmen, um die Interventionsfolgen abzufedern, n\u00fctzlich und willkommen sind.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Lengwiler (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Burri und Kaufmann (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Kaufmann (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Sheldon (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Alvarez und Lein (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe Seiler (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Siehe B\u00fcchel et al. (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Siehe Faber et al. (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Siehe Mikosch und Eckert (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Siehe Kraenzlin et al. (2020) sowie Brown et al. (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Huber und Langen (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_12\" class=\"footnote--item\">Br\u00fclhart et al. (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Covid-19-Pandemie ist nicht nur eine grosse gesundheitspolitische Herausforderung, sondern hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Konjunktur. So geht das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) davon aus, dass das um Sportveranstaltungen bereinigte Bruttoinlandprodukt (BIP) 2020 um 3,3\u00a0Prozent eingebrochen ist. Im Fr\u00fchjahr veranlasste die erste Welle der Epidemie die Beh\u00f6rden dazu, f\u00fcr grosse Teile der Bev\u00f6lkerung Ausgangsbeschr\u00e4nkungen [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3896,"featured_media":100082,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[213],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3896,"seco_co_author":[3865,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Professor f\u00fcr Arbeitsmarkt\u00f6konomie und technologische Transformation, Universit\u00e4t Lausanne","seco_author_post_occupation_fr":"Professeur d\u2019\u00e9conomie du march\u00e9 du travail et de transformation technologique, Universit\u00e9 de Lausanne","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":3865,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Professor f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften, Graduate Institute of International and Development Studies (Iheid), Genf","seco_co_author_post_occupation_fr":"Professeur d\u2019\u00e9conomie, Institut de hautes \u00e9tudes internationales et du d\u00e9veloppement (Iheid), Gen\u00e8ve"}],"short_title":"Wirtschaftsforschung: Lehren aus der Corona-Krise","post_lead":"Aktuelle Wirtschaftsstudien helfen, die Herausforderungen der Corona-Pandemie besser zu verstehen. Sie zeigen insbesondere: Je fr\u00fcher politische Massnahmen ergriffen werden, desto wirksamer sind sie.","post_hero_image_description":"Schnelle Informationen waren in der Corona-Krise gesucht: Der Stromverbrauch bildet die Wirtschaftsaktivit\u00e4t zeitnah ab. Im Bild: Z\u00fcrich.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"Keystone","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Alvarez S. und Lein S. (2020). Tracking Inflation on a Daily Basis. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:18.<\/li>&#13;\n \t<li>Brown, M., Fengler, M. und Lalive, R. (2020). <a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch2020\/11\/kartenumsaetze-landkantone-als-corona-gewinner\/\">Kartenums\u00e4tze: Landkantone als Corona-Gewinner<\/a>. Die Volkswirtschaft 2020\/12.<\/li>&#13;\n \t<li>Br\u00fclhart, M., Lalive, R., Lehmann, T. und Siegenthaler, M. (2020). Covid-19 Financial Support to Small Businesses in Switzerland: Evaluation and Outlook. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:15.<\/li>&#13;\n \t<li>B\u00fcchel, K., Legge, S., Pochon, V. und Wegm\u00fcller P. (2020). Swiss Trade During the Covid-19 Pandemic: An Early Appraisal. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:22.<\/li>&#13;\n \t<li>Burri, M. und Kaufmann, D. (2020). A Daily Fever Curve for the Swiss Economy. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:6.<\/li>&#13;\n \t<li>Faber, M., Ghisletta, A. und Schmidheiny, K. (2020). A Lockdown Index to Assess the Economic Impact of the Coronavirus. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:11.<\/li>&#13;\n \t<li>Huber, M. und Langen, H. (2020). Timing Matters: the Impact of Response Measures on Covid-19-related Hospitalization and Death Rates in Germany and Switzerland. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:10.<\/li>&#13;\n \t<li>Kaufmann, S. (2020). Covid-19 Outbreak and Beyond: The Information Content of Registered Short-time Workers for GDP Now- and Forecasting. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:12.<\/li>&#13;\n \t<li>Kraenzlin, S., Nellen, T. und Meyer, C. (2020). Covid-19 and Regional Shifts in Swiss Retail Payments. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:14.<\/li>&#13;\n \t<li>Lengwiler Y. (2020). Blacking Out. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:7.<\/li>&#13;\n \t<li>Mikosch, H. und Eckert, F. (2020). Mobility and Sales Activity During the Corona Crisis: Daily Indicators for Switzerland. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:9.<\/li>&#13;\n \t<li>Seiler, P. (2020). Weighting Bias and Inflation in the Time of Covid-19: Evidence from Swiss Transaction Data. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:13.<\/li>&#13;\n \t<li>Sheldon, G. (2020). Unemployment in Switzerland in the Wake of the Covid\u201019 Pandemic: An Intertemporal Perspective. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156:8.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Von der Forschung in die Politik","kasten_box":"Aktuelle wissenschaftliche Studien aus dem \u00ab<a href=\"https:\/\/sjes.springeropen.com\/\">Swiss Journal of Economics and Statistics<\/a>\u00bb mit einem starken Bezug zur schweizerischen Wirtschaftspolitik erscheinen in einer Kurzfassung in \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":100072,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":100076,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"100360","post_abstract":"Covid-19 hat zahlreiche Forscher dazu bewogen, die wirtschaftlichen Aspekte der Pandemie zu analysieren. Im Rahmen verschiedener aktueller Studien wurden schnell verf\u00fcgbare Konjunktur- und Inflationsindikatoren f\u00fcr die Schweiz entwickelt und die von der Pandemie verursachten grossen Ver\u00e4nderungen dokumentiert. Andere Forschungsarbeiten analysierten die Auswirkungen des im Fr\u00fchjahr 2020 verh\u00e4ngten sechsw\u00f6chigen Lockdowns auf den Arbeitsmarkt und die geografischen Konsummuster. Laut den Untersuchungen zur Wirksamkeit der politischen Massnahmen ist ein fr\u00fch verh\u00e4ngter Lockdown zu einem Zeitpunkt, da sich die Verbreitung noch eind\u00e4mmen l\u00e4sst, besonders zielf\u00fchrend. Mit Ausnahme der Covid-19-Kredite haben die Massnahmen, welche die Schweizer Regierung im Fr\u00fchjahr zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen ergriffen hat, zielgerichtet gewirkt und geholfen, die erste H\u00fcrde zu \u00fcberwinden.","magazine_issue":"20210301","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20210303","original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/100069"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3896"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=100069"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/100069\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":167937,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/100069\/revisions\/167937"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3865"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3896"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/100082"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=100069"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=100069"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=100069"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=100069"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=100069"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=100069"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}