{"id":100412,"date":"2020-12-21T07:48:17","date_gmt":"2020-12-21T07:48:17","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/12\/il-y-a-une-eternite-que-je-ne-suis-plus-entre-dans-un-magasin\/"},"modified":"2023-10-18T17:35:39","modified_gmt":"2023-10-18T15:35:39","slug":"ich-war-schon-seit-ewigkeiten-in-keinem-laden-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/12\/ich-war-schon-seit-ewigkeiten-in-keinem-laden-mehr\/","title":{"rendered":"\u00abIch war schon seit Ewigkeiten in keinem Laden mehr\u00bb"},"content":{"rendered":"<h3>Herr Teuteberg, der Onlinehandel boomt. Das gr\u00f6sste Schweizer Onlinewarenhaus Digitec Galaxus geh\u00f6rt zu den Corona-Gewinnern. Wie geht es Ihnen dabei?<\/h3>\n<p>Es ist schwierig, in dieser Situation als grosser Gewinner dazustehen. Es gilt, so rasch als m\u00f6glich durch die Krise zu kommen. Positiv am Onlinehandel ist f\u00fcr mich, dass die Leute weiter einkaufen k\u00f6nnen und sich keinem Ansteckungsrisiko aussetzen.<\/p>\n<h3>Die Krise trifft den station\u00e4ren Handel besonders stark.<\/h3>\n<p>Detailh\u00e4ndler, die schon vorher \u00fcber ein Onlinestandbein verf\u00fcgten, kommen relativ gut \u00fcber die Runden. Die anderen haben einen Trend verschlafen. Insofern hat die Corona-Krise diesen Prozess nur beschleunigt.<\/p>\n<h3>Welche Produkte laufen in der Corona-Krise auf Digitec Galaxus \u00fcberraschend gut?<\/h3>\n<p>Zu Beginn der Pandemie waren Masken, Desinfektionsmittel und Toilettenpapier stark gefragt. Danach r\u00fcsteten sich die Leute mit Heimelektronik f\u00fcrs Homeoffice und Homeschooling aus \u2013 aber auch Gartenartikel, Sportger\u00e4te, Werkzeuge, M\u00f6bel und Gesellschaftsspiele waren begehrt.<\/p>\n<h3>Wie bew\u00e4ltigten Sie die Lieferengp\u00e4sse zu Beginn des Lockdowns im M\u00e4rz?<\/h3>\n<p>Der Lockdown hat uns v\u00f6llig \u00fcberrascht. Kurzfristig waren wir nicht in der Lage, die grosse Nachfrage zu bew\u00e4ltigen. Doch wir sind gut durchgekommen \u2013 mehr als ein paar Tage waren wir nie im R\u00fcckstand. Gl\u00fccklicherweise konnten wir damals zeitgleich eine neue Vertriebsanlage in Betrieb nehmen. F\u00fcrs Weihnachtsgesch\u00e4ft haben wir dann massiv Personal in der Logistik und im Kundendienst aufgestockt.<\/p>\n<h3>Wenn Sie an die Anf\u00e4nge von Digitec vor 20 Jahren zur\u00fcckdenken: Wie hat sich das Onlineshopping ver\u00e4ndert?<\/h3>\n<p>Damals kauften nur Technikfreaks und Sparf\u00fcchse online ein. Heute ist es die breite Masse: Die Kunden haben eine riesige Auswahl an Produkten, erhalten eine Beratung und k\u00f6nnen ein Produkt problemlos umtauschen, wenn sie nicht zufrieden sind. Im Zentrum steht heute das Einkaufserlebnis. Zudem erfasst der Onlinehandel immer mehr Sparten \u2013 vor 20 Jahren h\u00e4tte ich mir nicht vorstellen k\u00f6nnen, dass man einmal Kleider, M\u00f6bel und Werkzeuge im Internet kauft.<\/p>\n<h3>Fr\u00fcher musste man f\u00fcr jedes Produkt auf eine andere Website \u2013 heute bieten Plattformen alles M\u00f6gliche an.<\/h3>\n<p>Ja. Dieser Gedanke hat uns 2012 dazu bewogen, Galaxus zu gr\u00fcnden \u2013 als digitales Warenhaus. Der Plattformgedanke beinhaltet aber auch, dass wir nicht mehr alles selber machen wollen, sondern den Kunden direkt auch Produkte von anderen Anbietern vermitteln.<\/p>\n<h3>Sie haben ein riesiges Logistikzentrum im Kanton Aargau. Wie behalten Sie die \u00dcbersicht \u00fcber die Tausende von Produkten?<\/h3>\n<p>Das sieht dort auf den ersten Blick ziemlich chaotisch aus \u2013 hat aber System. Um das Lager optimal zu nutzen, lagern wir die Produkte nach Frequenz und Gr\u00f6sse statt nach Kategorien wie K\u00fcchenzubeh\u00f6r oder Tierbedarf.<\/p>\n<h3>Setzen Sie in Ihrer Logistik auch k\u00fcnstliche Intelligenz ein?<\/h3>\n<p>Ja, bei den Robotern, welche die Ware aus den Lagerregalen picken. Auch f\u00fcr die Prognosen der ben\u00f6tigten Lagerbest\u00e4nde setzen wir auf k\u00fcnstliche Intelligenz.<\/p>\n<h3>Vieles im Lager l\u00e4uft aber noch manuell. Von insgesamt 2000 Mitarbeitenden arbeitete vor Weihnachten rund die H\u00e4lfte in der Logistik. Vor einem Jahr waren es noch 500. Ist dies der Corona-Effekt?<\/h3>\n<p>Ja, wobei wir zuletzt jedes Jahr um etwa 30 Prozent gewachsen sind. Allerdings schwankt der Personalbestand stark \u2013 im Sommer arbeiten jeweils nur halb so viele bei uns in der Logistik wie vor Weihnachten.<\/p>\n<h3>Wo arbeiten die \u00fcbrigen 1000 Mitarbeitenden?<\/h3>\n<p>Im Kundendienst, im Service, in den Filialen, in der Softwareentwicklung, im Category-Management, im Marketing, in den Finanzen und im HR.<\/p>\n<h3>In der Corona-Krise rekrutierten Sie Personal aus der Event- und Reisebranche, zum Beispiel von Hotelplan. Wie klappt das?<\/h3>\n<p>Das klappt hervorragend. Event-Leute k\u00f6nnen anpacken, und Reiseberater sind eine sehr gute Unterst\u00fctzung im Kundendienst.<\/p>\n<h3>Es scheint also, dass man Arbeitskr\u00e4fte rasch aus anderen Branchen einsetzen kann?<\/h3>\n<p>Ja, das funktioniert gut in der Schweiz. Zumindest immer dann, wenn es der Wirtschaft gut geht. Das Ende der Arbeit ist nicht in Sicht. Trotzdem: Gewisse Berufe w\u00fcrde ich einem Schulabg\u00e4nger nicht mehr empfehlen.<\/p>\n<h3>Welche?<\/h3>\n<p>Heikel ist der kaufm\u00e4nnische Bereich. Dort werden einfache Aufgaben wie Daten pr\u00fcfen und verarbeiten zusehends automatisiert.<\/p>\n<blockquote><p>Wir haben das Preisniveau in der Schweiz gesenkt<\/p><\/blockquote>\n<h3>Ihr Jahresumsatz liegt bei \u00fcber einer Milliarde Franken \u2013 Tendenz steigend. Was halten Sie von der Aussage: Wer im Markt \u00fcberleben will, ist zu Wachstum verdammt?<\/h3>\n<p>F\u00fcr unsere Branche stimmt das grunds\u00e4tzlich. Man braucht eine gewisse Gr\u00f6sse, um einen kundenfreundlichen Onlineshop mit tiefen Preisen zu betreiben. Dennoch gibt es immer erfolgreiche Nischenanbieter \u2013 etwa im Modebereich.<\/p>\n<h3>Wie k\u00f6nnen Sie gegen\u00fcber Riesen wie Amazon und Aliexpress bestehen?<\/h3>\n<p>Es hat Platz f\u00fcr mehrere Onlineplattformen \u2013 auch in der Schweiz. Die These \u00abThe winner takes it all\u00bb stimmt nicht. Die ganz grossen Plattformen setzen vor allem auf ein riesiges Angebot und g\u00fcnstige Preise. Wir hingegen auf Qualit\u00e4t und Emotionen \u2013 die pers\u00f6nliche Note eben. Wir beraten die Kunden oder investieren viel Zeit in Produktbeschriebe, damit sich die Kunden gut informieren k\u00f6nnen. Ein weiterer Unterschied ist die Community: Auf unserer Plattform kann man sich mit anderen Menschen \u00fcber Produkte austauschen.<\/p>\n<h3>Sind die Kleinheit der Schweiz sowie die Nichtmitgliedschaft in der EU f\u00fcr Sie eine Einschr\u00e4nkung oder ein Vorteil?<\/h3>\n<p>Es gibt beide Seiten: Wir profitieren davon, dass die Ware der Konkurrenz nicht so einfach in die Schweiz hineinkommt. Umgekehrt ist es f\u00fcr uns schwieriger, in die EU zu expandieren. Grunds\u00e4tzlich sind wir aber f\u00fcr offene M\u00e4rkte. Unser Anliegen ist es, das Preisgef\u00fcge in der Schweiz demjenigen im Ausland anzugleichen. Und mit Digitec haben wir das Preisniveau in der Schweiz gesenkt \u2013 zumindest f\u00fcr Elektronikartikel.<\/p>\n<h3>Warum waren die Preise f\u00fcr Computerprodukte bei Ihrer Firmengr\u00fcndung vor 20 Jahren so hoch in der Schweiz?<\/h3>\n<p>Die H\u00e4ndler und Zwischenh\u00e4ndler schlugen hohe Margen drauf. Wir hingegen konnten die Margen tief halten, weil wir kaum Kosten hatten. Wir wohnten in der Wohnung unserer Eltern und bezahlten uns nur kleine L\u00f6hne. Entsprechend waren unsere wassergek\u00fchlten Computergeh\u00e4use aus den USA, die man f\u00fcrs Gaming brauchte, halb so teuer wie im station\u00e4ren Handel.<\/p>\n<blockquote><p>Wir sehen uns je l\u00e4nger, je mehr auch als Medienunternehmen<\/p><\/blockquote>\n<h3>Sie sind vom Computerfachgesch\u00e4ft zu einem Warenhaus mit \u00fcber 3 Millionen Artikel geworden. Diversifizieren Sie Ihr Angebot immer weiter?<\/h3>\n<p>Das Angebot bauen wir sicher weiter aus. Aber Digitec Galaxus wird nicht pl\u00f6tzlich zum Cloudanbieter oder zur Streamingplattform. Allerdings haben wir unsere Plattform als sogenannten Marktplatz schon l\u00e4nger f\u00fcr externe Anbieter ge\u00f6ffnet \u2013 so k\u00f6nnen wir deutlich mehr Produkte anbieten. Zudem sehen wir uns je l\u00e4nger, je mehr auch als Medienunternehmen.<\/p>\n<h3>Wie meinen Sie das?<\/h3>\n<p>Wir sehen uns als Fachmagazin, das wertvolle Infos zu Produkten bietet und Hintergrundgeschichten erz\u00e4hlt. So haben wir 20 Journalisten angestellt, die Beitr\u00e4ge f\u00fcr uns verfassen und diese auf unserer Seite und in den sozialen Medien teilen. Damit wollen wir neue Kunden ansprechen und zu Diskussionen unserer Community anregen.<\/p>\n<h3>Wie wichtig war der Einstieg der Migros bei Digitec Galaxus im Jahr 2012?<\/h3>\n<p>Uns w\u00fcrde es heute in dieser Gr\u00f6sse ohne die Migros nicht geben.<\/p>\n<h3>Auf Galaxus.ch und Digitec.ch findet man die identischen Produkte und Kommentare der Nutzer. Warum setzen Sie auf zwei Plattformen?<\/h3>\n<p>Wir k\u00f6nnen die Kunden mit zwei Marken zielgerichteter ansprechen. Wir machen kein Geheimnis daraus, dass es sich um ein und dieselbe Firma handelt.<\/p>\n<h3>Seit Beginn weg punkten Sie mit tiefen Preisen. Ist Digitec Galaxus ein Discounter?<\/h3>\n<p>Nein, wir sehen uns nicht als Discounter. Wir bieten mehr als nur einen g\u00fcnstigen Preis \u2013 einen einzigartigen Onlineshop etwa mit unserem Kundendienst, den Abholstandorten in den St\u00e4dten und mit der Kulanz beim Umtauschen.<\/p>\n<h3>Sie sind bekannt f\u00fcr Ihre auff\u00e4llige Werbung. Welches Zielpublikum sprechen Sie an?<\/h3>\n<p>Unser Motto lautet: \u00abFast alles f\u00fcr fast jede*n\u00bb. Von Jugendlichen bis Senioren \u2013 alle kaufen bei uns ein. Auf Galaxus ist auch der Geschlechteranteil ausgeglichen, bei Digitec sind es mehr M\u00e4nner.<\/p>\n<h3>In Ihrer Werbung setzen Sie auch auf klassische Formen wie Fernsehen, Kino und Plakate. Warum?<\/h3>\n<p>Wir wollen sichtbar sein f\u00fcr alle. Mit reiner Onlinewerbung erreichen wir nur jene, die sowieso schon online sind. Zudem kann man in einer klassischen Kampagne andere Geschichten erz\u00e4hlen als auf einem Smartphone-Display, wo die Aufmerksamkeitsspanne einen Bruchteil einer Sekunde betr\u00e4gt.<\/p>\n<blockquote><p>Es hat Platz f\u00fcr mehrere Onlineplattformen \u2013 auch in der Schweiz<\/p><\/blockquote>\n<h3>H\u00e4ufig ist die Rede von \u00abDeath by Amazon\u00bb: Wird Amazon nach den station\u00e4ren H\u00e4ndlern auch alle anderen Onlineanbieter fressen?<\/h3>\n<p>Das glaube ich nicht. Netzwerkeffekte sind wichtig \u2013 aber letztlich nicht alles. Das sieht man gerade bei den sozialen Medien. Facebook hat ja nicht alles plattgemacht.<\/p>\n<h3>Wird es \u00fcberhaupt noch physische L\u00e4den geben?<\/h3>\n<p>Wir stehen erst am Anfang der \u00c4ra des Onlinehandels: In Zukunft wird mehr online als station\u00e4r eingekauft. Dennoch verschwinden die physischen L\u00e4den nicht. Es gibt Kunden, die wollen ein Produkt anfassen. Diese erreichen wir online nicht.<\/p>\n<h3>Eine Variante w\u00e4ren Showrooms.<\/h3>\n<p>Ja, das mag sein. F\u00fcr mich braucht es aber kein physisches Gesch\u00e4ft mehr. Ich war schon seit Ewigkeiten in keinem Laden mehr. Doch f\u00fcr mich ist klar: Das Potenzial beim Onlineshopping ist noch l\u00e4ngst nicht ausgesch\u00f6pft. Es braucht mehr Inspiration und eine noch bessere Beratung. Wichtig sind personalisierte Vorschl\u00e4ge, wie wir dies auf der Startseite oder im Newsletter machen.<\/p>\n<h3>Variieren die Preise je nach Nutzer und Tageszeit?<\/h3>\n<p>Wir kennen keine individualisierten oder nach Tageszeit optimierten Preise. Unsere Preise sind aber dynamisch \u2013 das heisst, sie h\u00e4ngen von t\u00e4glich millionenfach \u00e4ndernden Einkaufspreisen und den Wettbewerbspreisen ab.<\/p>\n<h3>Seit 2018 ist Digitec Galaxus auch in Deutschland aktiv. Wie schafften Sie es \u2013 als in Deutschland mehr oder weniger unbekannte Plattform \u2013 die n\u00f6tige Gr\u00f6sse zu erreichen?<\/h3>\n<p>Wir mussten in Deutschland nicht bei null beginnen: Die Website, das Diskussionsforum, die Produktbewertungen und das Know-how \u2013 all das war ja schon vorhanden. So konnten wir den deutschen Nutzern bereits ab dem ersten Tag einen Mehrwert bieten.<\/p>\n<h3>Warum der Schritt \u00fcber die Grenze?<\/h3>\n<p>Der Markt in der Schweiz ist l\u00e4ngerfristig zu klein. Gleichzeitig sind wir \u00fcberzeugt, dass wir mit Digitec Galaxus \u00fcber ein international konkurrenzf\u00e4higes Produkt verf\u00fcgen. Deutschland ist nicht das Ende der Reise. Von Deutschland aus k\u00f6nnen wir in die ganze EU liefern. Der Verkauf in Hamburg und die Logistik in Krefeld sind daf\u00fcr die Basis.<\/p>\n<h3>Expansion ins Ausland, komplexe Logistik, ein eigenes Mobiltelefonabo und CO<sub>2<\/sub>-Kompensation: Die Liste Ihrer laufenden Projekte ist lang \u2013 wie schlafen Sie?<\/h3>\n<p>Tipptopp. Ich muss zum Gl\u00fcck nicht alles allein machen. Ich kann auf ein super Team z\u00e4hlen. Unsere Firmenkultur baut darauf, dass auf allen Ebenen Projekte selbstst\u00e4ndig vorangetrieben werden.<\/p>\n<h3>Woraus sch\u00f6pfen Sie nach fast 20 Jahren Kraft?<\/h3>\n<p>Wir sind noch nicht am Ziel: Das Online-Einkaufserlebnis kann man weiter verbessern. Zudem bedingt ja der Wandel auch immer Anpassungen meinerseits \u2013 langweilig wird mir also nicht.<\/p>\n<h3>Falls Sie doch mal Zeit haben: Welche Games spielen Sie?<\/h3>\n<p>Ich finde \u00abMetro Exodus\u00bb einen genialen Egoshooter. Manchmal spiele ich auch mit meinem Sohn die Remastered Version von \u00abCommander Conquer\u00bb \u2013 dieses Onlinegame brachte uns drei Firmengr\u00fcnder vor 20 Jahren ja zusammen. Damals war es noch sehr wacklig \u00fcbers Internet \u2013 jedes Mal, wenn meine Mutter das Telefon abnahm, flog ich raus.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Teuteberg, der Onlinehandel boomt. Das gr\u00f6sste Schweizer Onlinewarenhaus Digitec Galaxus geh\u00f6rt zu den Corona-Gewinnern. Wie geht es Ihnen dabei? Es ist schwierig, in dieser Situation als grosser Gewinner dazustehen. Es gilt, so rasch als m\u00f6glich durch die Krise zu kommen. 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