{"id":100497,"date":"2020-11-19T13:29:54","date_gmt":"2020-11-19T13:29:54","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/11\/developper-la-juste-strategie\/"},"modified":"2024-02-05T15:27:05","modified_gmt":"2024-02-05T14:27:05","slug":"die-richtige-strategie-finden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/11\/die-richtige-strategie-finden\/","title":{"rendered":"Die richtige Strategie finden"},"content":{"rendered":"<p>Das geistige Eigentum von Start-ups wird oft als ihr wertvollstes Gut bezeichnet. Das gilt vor allem f\u00fcr jene Jungunternehmen, die prim\u00e4r auf Wissenschaft, Hochtechnologie und technische Innovationen setzen. Die Gesch\u00e4ftsleitungen m\u00fcssen sich von Beginn weg mit der Frage besch\u00e4ftigen, wie sich die immateriellen Verm\u00f6genswerte einer Firma am besten sch\u00fctzen lassen. Nicht zuletzt deshalb, weil auch potenzielle Anleger davon \u00fcberzeugt werden wollen, bevor sie investieren. Entsprechend schwierig ist die Mittelbeschaffung, wenn es an einer geeigneten Strategie fehlt.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6sste Herausforderung besteht f\u00fcr Start-ups darin, neben den Erfindungen auch die k\u00fcnftigen Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten des Unternehmens zu sch\u00fctzen. Sie m\u00fcssen sich deshalb im Klaren sein, was das Ziel davon ist, sein geistiges Eigentum zu sch\u00fctzen. Und dieses Ziel ist: den wissenschaftlichen oder technologischen Vorsprung als Schl\u00fcsselfaktor einzusetzen, um sich von der Konkurrenz abzuheben und die Mitbewerber auf Abstand zu halten.<\/p>\n<p>Unternehmer setzen Rechte an geistigem Eigentum h\u00e4ufig mit Patenten gleich. Letzteren wird \u00fcblicherweise ein h\u00f6herer Stellenwert einger\u00e4umt als den Urheberrechten, eingetragenen Markenzeichen und Gesch\u00e4ftsgeheimnissen. In einigen Bereichen wie der Entwicklung von Arzneimitteln, medizinischen Anwendungen oder neuen Werkstoffen sind Patente tats\u00e4chlich geeignet, um der Konkurrenz zu begegnen. Dies trifft zu, wenn die Erfindung f\u00fcr die Kundinnen und Kunden einen Mehrwert schafft oder wenn es sehr schwer ist, Alternativl\u00f6sungen mit demselben Ergebnis zu finden. Sinnvoll ist dieser Ansatz auch, wenn von Wettbewerbern in Verkehr gebrachte Imitationen leicht zu identifizieren sind.<\/p>\n<blockquote><p>F\u00fcr Start-ups sind Patente m\u00f6glicherweise nicht die beste L\u00f6sung<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Einen breiten Blickwinkel einnehmen<\/h2>\n<p>Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, wie dies etwa bei Produktionsverfahren oder -algorithmen der Fall ist, wird die Entwicklung einer Schutzstrategie noch komplexer. Patente sind dann m\u00f6glicherweise nicht die beste L\u00f6sung, zumal Start-ups sich oft schnell weiterentwickeln und ihr Gesch\u00e4ftsmodell mitunter schon wenige Wochen oder Monate nach ihrer Gr\u00fcndung ver\u00e4ndern. Jungunternehmen laufen somit Gefahr, Ressourcen in die Patenterstellung zu stecken, ohne nennenswerten Nutzen daraus zu ziehen. Diese Mittel w\u00e4ren dann besser in die Gesch\u00e4ftsentwick&shy;lung investiert worden.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund muss das Start-up analysieren, inwieweit sein geistiges Eigentum die Unternehmensstrategie tats\u00e4chlich unterst\u00fctzt, und die Zusammensetzung des \u00abintellektuellen Kapitals\u00bb umfassender betrachten. In die Betrachtung einfliessen sollten insbesondere die Kenntnisse und Qualifikationen der Mitarbeitenden, die privilegierten Gesch\u00e4ftspartnerschaften, die vertraglichen Schutzmechanismen bei Gemeinschaftsentwicklungen und alle Kriterien, die f\u00fcr eine Strategie zum Schutz von Gesch\u00e4ftsgeheimnissen relevant sind.<\/p>\n<p>Start-ups m\u00fcssen sich aktiv um die Entwicklung einer solchen Strategie bem\u00fchen: zum Beispiel in Bezug auf ihre internen Prozesse, die Vertr\u00e4ge mit den Mitarbeitenden und ein geeignetes Lieferantenmanagement. So k\u00f6nnen sie erreichen, dass ihre Betriebsgeheimnisse eine langfristige, solide Gesch\u00e4ftsgrundlage bilden.<\/p>\n<p>Dass Jungunternehmen das Thema geistiges Eigentum aufgreifen m\u00fcssen, steht also ausser Frage. Gekl\u00e4rt werden m\u00fcssen aber das \u00abWie\u00bb und das \u00abWann\u00bb \u2013 und das, ohne den Gesamt\u00fcberblick zu verlieren.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das geistige Eigentum von Start-ups wird oft als ihr wertvollstes Gut bezeichnet. Das gilt vor allem f\u00fcr jene Jungunternehmen, die prim\u00e4r auf Wissenschaft, Hochtechnologie und technische Innovationen setzen. Die Gesch\u00e4ftsleitungen m\u00fcssen sich von Beginn weg mit der Frage besch\u00e4ftigen, wie sich die immateriellen Verm\u00f6genswerte einer Firma am besten sch\u00fctzen lassen. 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