{"id":100577,"date":"2020-11-18T11:22:56","date_gmt":"2020-11-18T11:22:56","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/11\/transactions-par-carte-la-pandemie-profite-aux-cantons-ruraux\/"},"modified":"2023-08-23T22:51:56","modified_gmt":"2023-08-23T20:51:56","slug":"kartenumsaetze-landkantone-als-corona-gewinner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/11\/kartenumsaetze-landkantone-als-corona-gewinner\/","title":{"rendered":"Kartenums\u00e4tze: Landkantone als Corona-Gewinner"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend des Lockdowns im Fr\u00fchling 2020 waren die Konsumm\u00f6glichkeiten in der Schweiz stark eingeschr\u00e4nkt. Zahlreiche Detailh\u00e4ndler und Dienstleister mussten w\u00e4hrend Wochen schliessen, und auch der Einkaufstourismus im nahen Ausland wurde unterbunden; viele Produkte konnten nur noch online bezogen werden. Auch das Homeoffice wirkte sich auf das Konsumverhalten aus: Pendler, die normalerweise in der Stadt arbeiten, besorgten ihre Eink\u00e4ufe nun an ihrem Wohnort.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nHerk\u00f6mmliche Konjunkturdaten zeichnen nur ein grobes Bild der Konsumver\u00e4nderungen w\u00e4hrend der Pandemie. So misst die monatliche <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/industrie-dienstleistungen\/erhebungen\/dhu.html\">Detailhandelsumsatzstatistik<\/a> des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) zwar den Verlauf des Privatkonsums f\u00fcr einzelne Kategorien des Detailhandels. Sie wird aber nur gesamtschweizerisch und mit einer Verz\u00f6gerung von einem Monat publiziert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Erg\u00e4nzung zu herk\u00f6mmlichen Konjunkturdaten bieten die Umsatzzahlen von Debitkarten und Kreditkarten, wozu auch die Bargeldabhebungen an Bankomaten z\u00e4hlen. Damit erfasst man den gr\u00f6ssten Teil der Konsumausgaben in der Schweiz: Im Jahr 2017 wurden gem\u00e4ss der <a href=\"https:\/\/www.snb.ch\/de\/mmr\/reference\/paytrans_survey_report_2017\/source\/paytrans_survey_report_2017.de.pdf\">Schweizerischen Nationalbank<\/a> beispielsweise 84 Prozent der t\u00e4glichen Ausgaben bar, mit einer Debitkarte oder einer Kreditkarte bezahlt. Mit Abstand am beliebtesten waren vor der Corona-Krise Barzahlungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAllerdings erfassen die erw\u00e4hnten Kartenums\u00e4tze nicht den Gesamtkonsum. Bedeutende regelm\u00e4ssige Ausgaben \u2013 wie etwa Miete, Krankenkassenpr\u00e4mien oder Leasingraten \u2013 werden von vielen Konsumenten per Bank\u00fcberweisung get\u00e4tigt. Zudem wird Bargeld nicht nur f\u00fcr Transaktionszwecke, sondern auch zur Wertaufbewahrung verwendet. Horten die Konsumenten mehr Bargeld, so steigen wohl nicht nur die Abhebungen am Bankschalter, sondern auch an den Bankomaten.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Daten zur Corona-Krise<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSeit Anfang April ver\u00f6ffentlichen wir im Projekt <a href=\"https:\/\/monitoringconsumption.com\/\">\u00abMonitoring Consumption Switzerland\u00bb<\/a> in Zusammenarbeit mit dem Finanzdienstleister SIX und dem Branchenverband Swiss Payment Association die Umsatzzahlen von Debit- und Kreditkarten der Schweizer Bev\u00f6lkerung. Wir betreuen das Projekt zusammen mit dem Datenwissenschaftler Robert Rohrkemper (Worldline) und dem Datascience-Unternehmen <a href=\"https:\/\/novalytica.com\/\">Novalytica<\/a>. Mit w\u00f6chentlich aufbereiteten <a href=\"https:\/\/monitoringconsumption.com\/data\/\">Daten<\/a> wollen wir aufzeigen, inwiefern die Covid-19-Pandemie die Konsumausgaben in der Schweiz beeinflusst. All unsere Daten sind anonymisiert, sodass keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf Einzelpersonen und Unternehmen gemacht werden k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit dem Beginn des Lockdowns im M\u00e4rz sind die Kartenums\u00e4tze \u2013 inklusive Bankomatabhebungen \u2013 um etwa ein Drittel gegen\u00fcber den Vorwochen eingebrochen. Bereits mit der partiellen Aufhebung des Lockdowns Ende April erholten sie sich relativ schnell und stabilisierten sich auf hohem Niveau. Von Anfang Juli bis Ende September waren die Kartenums\u00e4tze im Durchschnitt 3 Prozent h\u00f6her pro Woche als vor der Einf\u00fchrung der ausserordentlichen Lage. Zum Vergleich: 2019 lag der Detailhandelsumsatz zwischen Juli und September um etwa 2 Prozentpunkte h\u00f6her als zwischen Januar und M\u00e4rz.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Lebensmittelhandel profitiert<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin Vorteil der Kartenums\u00e4tze gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Erhebungen ist, dass sie eine detaillierte Aufschl\u00fcsselung nach Sektoren erm\u00f6glichen. Anhand der SIX-Daten k\u00f6nnen wir die Debitkartenums\u00e4tze nach H\u00e4ndlerkategorie aufschl\u00fcsseln. Beispielsweise vermochte der Lebensmittelhandel den Umsatz von Mitte M\u00e4rz bis Mitte Juni gegen\u00fcber der Vorjahresperiode um 38 Prozent zu steigern (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Nebst anf\u00e4nglichen Hamsterk\u00e4ufen haben vermutlich drei Entwicklungen zu dieser positiven Entwicklung beigetragen: Erstens haben die Haushalte aufgrund der verringerten Mobilit\u00e4t mehr zu Hause konsumiert. Zweitens war der Einkaufstourismus im nahen Ausland unterbunden. Drittens fand eine Verschiebung des Zahlungsverhaltens von Bargeld zu direkten Kartenzahlungen statt. Aggregierte Zahlen zeigen zurzeit eine Verringerung der <a href=\"http:\/\/monitoringconsumption.org\/Covid19_Cash\">Bargeldabhebungen<\/a> um 11 Prozent gegen\u00fcber Anfang 2020. Die direkten Zahlungen mit Debitkarten sind in dieser Zeit um 16 Prozent gestiegen. Ein Grund f\u00fcr den vermehrten Verzicht auf Bargeld ist vermutlich das gesteigerte Hygienebewusstsein. Zudem werden seit dem Lockdown weniger kleine Eink\u00e4ufe zum Beispiel an Kiosken get\u00e4tigt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr den \u00fcbrigen Detailhandel zeichnen die Kartenums\u00e4tze ein anderes Bild: Hier sind die Ums\u00e4tze w\u00e4hrend des Lockdowns aufgrund der Ladenschliessungen massiv eingebrochen. Nach der Wieder\u00f6ffnung der L\u00e4den zeigen die Ums\u00e4tze von Mai bis Mitte Juni allerdings starke Nachholk\u00e4ufe. Seither bewegen sich die Umsatzzahlen etwa 15 Prozent \u00fcber dem Vorjahresniveau. Ber\u00fccksichtigt man die allgemeine Verschiebung des Zahlungsverhaltens von Bargeld zu Karten, so l\u00e4sst sich vermuten, dass der Umsatz in dieser Kategorie zurzeit etwa gleich hoch ausf\u00e4llt wie im Vorjahr.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: W\u00f6chentliche Ums\u00e4tze mit Debitkarten an Verkaufsterminals (Januar bis Ende Oktober)&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/10\/BrownFenglerLalive_1.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-100048\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/10\/BrownFenglerLalive_1.png\" alt=\"\" width=\"1642\" height=\"936\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Monitoring Consumption Switzerland \/ Die Volkswirtschaft<\/span><em>&#13;<br \/>\n<\/em>&#13;<\/p>\n<h2><strong>St\u00e4dte als Verlierer<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nKartenums\u00e4tze lassen sich \u2013 unter Wahrung der Anonymit\u00e4t von H\u00e4ndlern und Konsumenten \u2013 auch geografisch aufschl\u00fcsseln. Unsere Umsatzdaten von Debitkarten nach Kanton und <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/grundlagen\/raumgliederungen.assetdetail.349566.html\">Agglomerationstyp<\/a> zeigen auf, dass es w\u00e4hrend der Pandemie zu einer starken geografischen Verschiebung des Konsums kam (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Konsumausgaben mit Debitkarten liegen in den meisten Regionen deutlich \u00fcber den Ausgaben von 2019. Diese allgemeine Zunahme l\u00e4sst sich \u2013 wie oben erw\u00e4hnt \u2013 teilweise mit der Verschiebung des Zahlungsverhaltens von Bargeld zu Karte erkl\u00e4ren. Allerdings f\u00e4llt die Zunahme der Kartenums\u00e4tze in den einzelnen Kantonen sehr unterschiedlich aus. In manchen Regionen, wie in den Kantonen Graub\u00fcnden, Thurgau, Basel-Landschaft sowie in der Innerschweiz, sind sie um rund ein Viertel h\u00f6her als 2019.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Ausgaben in den St\u00e4dten sind w\u00e4hrend des Lockdowns st\u00e4rker eingebrochen und haben sich seither langsamer erholt als in den Agglomerationen und l\u00e4ndlichen Gebieten. Dies erkl\u00e4ren wir mit zwei Faktoren. Erstens hat sich der Konsum aufgrund der ausbleibenden Pendler teilweise von den Innenst\u00e4dten in die Agglomerationen verschoben.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Zweitens haben sich im Sommer mehr Personen f\u00fcr Ferien in der Schweiz, besonders in den Bergkantonen, entschieden.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Debitkartenausgaben nach Kanton (Mitte M\u00e4rz bis Ende September)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/10\/BrownFenglerLalive_2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-100042\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/10\/BrownFenglerLalive_2.png\" alt=\"\" width=\"1654\" height=\"1044\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Dargestellt ist die prozentuale Ver\u00e4nderung der kantonalen Debitkartenausgaben zwischen 2019 und 2020 in den Kalenderwochen 12 bis 40.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Monitoring Consumption Switzerland \/ Die Volkswirtschaft<\/span><em>&#13;<br \/>\n<\/em>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Der Einkaufstourismus ist zur\u00fcck<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDa wir die Kartenums\u00e4tze nach dem Herausgeberprinzip erfassen, k\u00f6nnen wir auch Eink\u00e4ufe und Bargeldbez\u00fcge der Karteninhaber im Ausland berechnen. Im Projekt\u00a0\u00abMonitoring Consumption Switzerland\u00bb schl\u00fcsseln wir die Debitkartentransaktionen nach Deutschland, Frankreich, Italien und \u00d6sterreich sowie der \u00fcbrigen Welt auf. Damit l\u00e4sst sich etwa beobachten, wie die Einschr\u00e4nkungen und Lockerungen des internationalen Reiseverkehrs sich auf den Einkaufstourismus auswirkten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAufschlussreich ist der Blick auf die Ums\u00e4tze von Schweizer Debitkarten an Verkaufsterminals in Deutschland, der wichtigsten Destination f\u00fcr Schweizer Einkaufstouristen (siehe <em>Abbildung 3<\/em>): Anfang Januar t\u00e4tigten Personen mit Schweizer Debitkarten in Deutschland Eink\u00e4ufe in der H\u00f6he von 15 Millionen Franken pro Woche. Dies entspricht ungef\u00e4hr dem Vorjahreswert. Bis M\u00e4rz steigen beide Zeitreihen synchron bis auf 19 Millionen Franken pro Woche, wobei die saisonalen Muster des Vorjahres genau repliziert werden. Mit der Grenzschliessung ab Mitte M\u00e4rz kommen die Ums\u00e4tze in Deutschland fast zum Erliegen, nur um mit der Grenz\u00f6ffnung ab Mitte Juni hinaufzuschiessen \u2013 sogar leicht \u00fcber das Niveau von 2019 hinaus. Seit August haben sich die Zahlungen weitestgehend auf dem Niveau von 2019 eingependelt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn der \u00f6ffentlichen Diskussion wird der Auslandkonsum oft nach \u00abFerien\u00bb und \u00abEinkaufstourismus\u00bb unterschieden. Obwohl eine scharfe Unterscheidung schwierig ist, geben unsere Daten einige Anhaltspunkte. So zeigen die direkten Zahlungen mit Debitkarten in Deutschland, dass Eink\u00e4ufe im Detailhandel 63 Prozent der Kartenums\u00e4tze ausmachen. Diese k\u00f6nnen wohl mehrheitlich dem Einkaufstourismus zugeordnet werden. Nimmt man an, dass dieses Verh\u00e4ltnis konstant geblieben ist, gingen in Deutschland wegen der Grenzschliessung jede Woche 14 Millionen Franken an Einkaufstourismusgeldern verloren. Dies summiert sich von Mitte M\u00e4rz bis Mitte Juni zu 180 Millionen Franken \u2013 wobei Eink\u00e4ufe mit Bargeld und Kreditkarten noch gar nicht ber\u00fccksichtigt sind.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 3. Zahlungen mit Schweizer Debitkarten in Deutschland (<\/strong><strong>Januar bis Ende Oktober<\/strong><strong>)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/10\/brown-fengler-lalive_3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-99865\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/10\/brown-fengler-lalive_3.png\" alt=\"\" width=\"1946\" height=\"588\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Monitoring Consumption Switzerland \/ Die Volkswirtschaft<\/span><em>&#13;<br \/>\n<\/em>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Instrument f\u00fcr Politikanalyse<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZusammenfassend l\u00e4sst sich sagen: Kartenums\u00e4tze bieten in der Pandemie eine wichtige Erg\u00e4nzung zu herk\u00f6mmlichen Konjunkturindikatoren. Sie zeigen ein aktuelles und detailliertes Bild des privaten Konsums. L\u00e4ngerfristig liegt das gr\u00f6sste Potenzial dieser Daten wohl in der M\u00f6glichkeit, den Konsum detailliert nach H\u00e4ndlertyp und Umsatzort zu erfassen. Dies erm\u00f6glicht ein zeitnahes Monitoring der wirtschaftlichen Entwicklung in einzelnen Sektoren und Regionen. Dar\u00fcber hinaus sind die Daten auch hilfreich f\u00fcr eine Auswertung von regional und zeitlich begrenzten Politikmassnahmen.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBeispielsweise l\u00e4sst sich anhand von Kartenums\u00e4tzen analysieren, inwiefern die Maskenpflicht in einzelnen Kantonen sich auf den Detailhandel auswirkt. Erste Analysen deuten darauf hin, dass der Lebensmittel-Detailhandel von der Maskenpflicht kaum beeinflusst wird, w\u00e4hrend die Ums\u00e4tze im \u00fcbrigen Detailhandel leicht zur\u00fcckgehen.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Ebenfalls lassen sich die Konsumauswirkungen lokaler Lockdowns messen, wie sie etwa in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zum Teil eingef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Vgl. Brown, Fengler, Lalive, Rohrkemper, Spycher (2020): Spreading Out: COVID-19 and the Changing Geography of Consumption, LSE Business Review.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Ein \u00e4hnliches Projekt mit US-Daten findet sich unter <a href=\"https:\/\/tracktherecovery.org\/\">Tracktherecovery.org<\/a>\/.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">NZZ vom 07.10.2020: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/nach-einem-monat-maskenpflicht-haben-supermaerkte-kaum-mehr-einbussen-echtzeitdaten-zeigen-eine-gewoehnung-ld.1579539?reduced=true\">Nach einem Monat Maskenpflicht haben Superm\u00e4rkte kaum mehr Einbussen. Daten zeigen: Die Leute gew\u00f6hnen sich an die Pflicht<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend des Lockdowns im Fr\u00fchling 2020 waren die Konsumm\u00f6glichkeiten in der Schweiz stark eingeschr\u00e4nkt. Zahlreiche Detailh\u00e4ndler und Dienstleister mussten w\u00e4hrend Wochen schliessen, und auch der Einkaufstourismus im nahen Ausland wurde unterbunden; viele Produkte konnten nur noch online bezogen werden. 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Wie die Covid-19-Pandemie den Privatkonsum beeinflusst, ist daher zentral f\u00fcr die konjunkturelle Entwicklung der Gesamtwirtschaft. Will man Unterst\u00fctzungsmassnahmen f\u00fcr einzelne Sektoren und\/oder Regionen einsch\u00e4tzen, ben\u00f6tigt man zudem Informationen dar\u00fcber, wie stark diese von der Pandemie betroffen sind. Mit dem w\u00e4hrend des Lockdowns im Fr\u00fchling 2020 lancierten Projekts \u00abMonitoring Consumption Switzerland\u00bb liefern wir anhand von Umsatzzahlen von Debitkarten und Kreditkarten die Datenbasis. 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