{"id":100680,"date":"2020-11-13T07:51:08","date_gmt":"2020-11-13T07:51:08","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/11\/des-ventes-aux-encheres-efficaces-quels-effets-au-quotidien\/"},"modified":"2023-08-23T22:52:05","modified_gmt":"2023-08-23T20:52:05","slug":"nobelpreis-fuer-effiziente-auktionen-eine-alltagsbetrachtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/11\/nobelpreis-fuer-effiziente-auktionen-eine-alltagsbetrachtung\/","title":{"rendered":"Nobelpreis f\u00fcr effiziente Auktionen \u2013 eine Alltagsbetrachtung"},"content":{"rendered":"<p>Elektrizit\u00e4tsauktionen beeinflussen unsere Strompreise, Emissionsauktionen haben Auswirkungen auf den CO<sub>2<\/sub>-Ausstoss, und sogar bei einer Google-Stichwortsuche bestimmt eine Auktion innerhalb von Millisekunden, welche Werbung angezeigt wird. Die beiden amerikanischen \u00d6konomen Paul Milgrom und Robert Wilson von der kalifornischen Stanford-Universit\u00e4t haben grundlegende Beitr\u00e4ge zum Verst\u00e4ndnis solcher Auktionen geleistet und mehrere neue Auktionsformen entwickelt, die in der Praxis weitverbreitet sind. F\u00fcr ihre Arbeiten auf diesem Gebiet sind sie im Oktober mit dem Wirtschaftsnobelpreis geehrt worden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Das bekannteste Auktionsformat ist die englische Auktion. Wir kennen sie aus dem Fernsehen, wenn ein Kunstwerk versteigert wird. Bei dieser Auktionsart kann ein Bieter ein Gebot \u00fcberbieten, indem er ein noch h\u00f6heres Gebot abgibt. Die Auktion endet, wenn niemand h\u00f6her bietet. Der Bieter mit dem h\u00f6chsten Gebot erh\u00e4lt den Zuschlag. Im Gegensatz dazu werden viele staatliche Auktionen in Form einer sogenannten Erstpreisauktion durchgef\u00fchrt. Bei dieser Auktionsform geben alle Bieter verdeckt nur ein Gebot ab. Der Bieter mit dem h\u00f6chsten Gebot gewinnt die Auktion und bezahlt den von ihm gebotenen Preis.&#13;<\/p>\n<h2>Der Fluch des Gewinners<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n\u00d6konomen wie William Vickrey (Nobelpreis 1996), John Riley und Roger Myerson (Nobelpreis 2007) haben Auktionsformen wie die englische Auktion und die Erstpreisauktion in einem Setting mit <em>privaten Werten<\/em> untersucht. Dabei kennt jeder Bieter den Wert, den er dem Auktionsobjekt beimisst, genau. Zudem ist dieser Wert unabh\u00e4ngig vom Wert, den das Objekt f\u00fcr andere Bieter hat. Bei einer Kunstauktion w\u00e4re dies eine vern\u00fcnftige Annahme, wenn ein Weiterverkauf des Kunstwerks nicht m\u00f6glich w\u00e4re. Unter dieser Annahme kann der Verk\u00e4ufer mit dem gleichen Verkaufserl\u00f6s rechnen \u2013 egal ob eine englische Auktion oder eine Erstpreisauktion als Auktionsform angewandt wird. Wilson, Milgrom und Robert Weber haben jedoch gezeigt, dass das nicht so ist, wenn die Annahmen ge\u00e4ndert werden und es nicht mehr um private Werte geht. Dann kommt es sehr wohl darauf an, welche Auktionsform man w\u00e4hlt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZum Beispiel bei einem Setting mit <em>gemeinsamen Werten<\/em>. Hier hat das Auktionsobjekt f\u00fcr alle Bieter den gleichen Wert, auch wenn sie es m\u00f6glicherweise unterschiedlich einsch\u00e4tzen. Ein Beispiel sind Auktionen f\u00fcr \u00d6lbohrlizenzen: Zwar sch\u00e4tzt wahrscheinlich jeder Bieter die Gr\u00f6sse des \u00d6lvorkommens anders ein, doch f\u00fcr alle Bieter h\u00e4tte der Erhalt der Lizenz schliesslich denselben Wert, weil sie alle das \u00d6l zum gleichen Preis verkaufen w\u00fcrden. Bei solchen Auktionen mit einem gemeinsamen Wert sind die Bieter mit dem \u00abFluch des Gewinners\u00bb konfrontiert. Denn in der Regel gewinnt jener Bieter, der den Wert des Auktionsobjekts am optimistischsten eingesch\u00e4tzt hat und daher m\u00f6glicherweise zu viel bezahlt hat. Kluge Bieter antizipieren das und geben ein tieferes Gebot ab, was zu einem geringeren Auktionserl\u00f6s f\u00fchrt. Dieser Effekt ist bei Erstpreisauktionen besonders ausgepr\u00e4gt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Gegensatz dazu k\u00f6nnen bei englischen Auktionen die Bieter alle Gebote permanent mitverfolgen. Wenn bei einer bestimmten Gebotsh\u00f6he auch andere Bieter mitbieten, besteht eine gewisse Garantie daf\u00fcr, dass auch sie den aktuellen Preis noch nicht als zu hoch einsch\u00e4tzen. Dies veranlasst die noch beteiligten Bieter zu geringerer Zur\u00fcckhaltung und f\u00fchrt zu einem h\u00f6heren Auktionserl\u00f6s f\u00fcr den Auktionator.&#13;<\/p>\n<h2>Fehlschl\u00e4ge und unbeabsichtigte Folgen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der Praxis werden Auktionen oft in einem Setting eingesetzt, in dem es notwendig ist, dass die Bieter gleichzeitig mehrere Objekte ersteigern k\u00f6nnen. Beispielsweise mehrere Fischereilizenzen bei einer Versteigerung von Fischereirechten oder mehrere Staatsanleihen bei einer Auktion von Staatsanleihen. Auch bei einer Elektrizit\u00e4tsauktion will m\u00f6glicherweise jeder Gewinner ein anderes Energievolumen kaufen oder verkaufen. Milgrom und Wilson haben grundlegende Beitr\u00e4ge zum Design solch komplexer Auktionen geleistet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie schwierig die Ausgestaltung solcher Versteigerungen ist, zeigen Auktionen, bei denen die Beh\u00f6rden mehrere Lizenzen f\u00fcr Funkfrequenzen versteigern. Die Bieter sind Mobilfunkbetreiber, die diese Frequenzen ben\u00f6tigen, um ihren Nutzern drahtlose Breitbanddienste anzubieten. Daf\u00fcr ben\u00f6tigen sie mehrere Lizenzen, die beispielsweise verschiedene Regionen eines Landes oder verschiedene Frequenzb\u00e4nder abdecken. Einige der Lizenzen sind unter Umst\u00e4nden substitutiv (z.\u00a0B. m\u00f6chte ein Bieter eigentlich nur eines von mehreren Frequenzb\u00e4ndern ersteigern), w\u00e4hrend andere Lizenzen komplement\u00e4r sind (z.\u00a0B. ben\u00f6tigt ein Bieter eine Lizenz f\u00fcr jede Region, um ein landesweites Mobilfunknetz zu betreiben).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nRonald Coase (Nobelpreis 1991) hatte jahrelang daf\u00fcr pl\u00e4diert, Auktionen f\u00fcr die Zuteilung von Frequenzen zu nutzen. Doch einige der ersten Frequenzauktionen waren Misserfolge, wie das Beispiel Neuseeland zeigt, bei dem mehrere Lizenzen in nur einer einzigen Auktionsrunde versteigert wurden, was zu Verwirrung und Koordinationsproblemen bei den Bietenden f\u00fchrte (siehe <em>Kasten<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDoch auch Auktionen mit mehreren Auktionsrunden k\u00f6nnen zu unbeabsichtigten Ergebnissen f\u00fchren. So versteigerten die Schweizer Beh\u00f6rden im M\u00e4rz 2000 mehrere Frequenzlizenzen in aufeinanderfolgenden Auktionsrunden. Beim Gebot f\u00fcr die erste Lizenz mussten die Bieter dar\u00fcber spekulieren, wie hoch der Preis der zweiten oder der dritten Lizenz sein w\u00fcrde. Schliesslich wurde die wertvollste Lizenz zu einem tieferen Preis verkauft als einige der Lizenzen mit einem geringeren Wert.&#13;<\/p>\n<h2>Auktionsdesign als L\u00f6sung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGl\u00fccklicherweise gibt es Auktionsformate, bei denen die oben beschriebenen Koordinationsprobleme nicht auftreten. 1994 wurde in den USA erstmals die sogenannte <em>Simultaneous Multi Round Ascending Auction (SMRA) <\/em>angewandt. Milgrom und Wilson hatten einen wesentlichen Anteil an ihrer Entwicklung. Die SMRA wird in mehreren Runden durchgef\u00fchrt, wobei die Bieter in jeder Runde Gebote f\u00fcr mehrere Lizenzen abgeben k\u00f6nnen. Mit dieser Auktionsform werden der Fluch des Gewinners und die Koordinationsprobleme der Bieter vermieden. Nach ihrem Erfolg in den USA wurde die SMRA zum weltweiten Standard f\u00fcr Mobilfunkauktionen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDoch auch die SMRA ist nicht makellos. Denn die Bieter k\u00f6nnen nur getrennte Gebote f\u00fcr einzelne Lizenzen abgeben, obwohl der Wert f\u00fcr den Bieter vom gesamten Paket der ersteigerten Lizenzen abh\u00e4ngt. Bei komplement\u00e4ren Lizenzen ergibt sich daraus das sogenannte Exposure-Problem: In der Hoffnung, ein Paket mit zwei Lizenzen zu ersteigern, gibt ein Bieter ein hohes Gebot f\u00fcr eine Lizenz A und eine Lizenz B ab. Wenn der Preis der Lizenz B schliesslich so hoch ist, dass der Bieter nicht mehr mithalten kann, bleibt ihm nur die Lizenz A, die f\u00fcr ihn ohne die Lizenz B m\u00f6glicherweise nur von geringem Wert ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem k\u00f6nnen sogenannte <em>kombinatorische Auktionen<\/em> sein, bei denen Gebote auf Pakete von Objekten abgegeben werden k\u00f6nnen. In den fr\u00fchen Nullerjahren schlug Paul Milgrom (zusammen mit Lawrence Ausubel und Peter Cramton) die <em>Combinatorial Clock Auction (CCA) <\/em>vor, die als erste praktikable kombinatorische Auktion f\u00fcr Mobilfunkfrequenzen gew\u00fcrdigt wurde. Dabei wird die Versteigerung in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase geben die Bieter wie bei der SMRA Gebote f\u00fcr einzelne Lizenzen ab. In der zweiten Phase k\u00f6nnen die Bieter eine begrenzte Anzahl von Geboten f\u00fcr Pakete von Lizenzen abgeben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAlle, die heute in der Schweiz ein 4G\/LTE-Mobiltelefon benutzen, sind mit dieser Auktionsform in Ber\u00fchrung gekommen. 2012 setzten die Schweizer Beh\u00f6rden n\u00e4mlich auf eine CCA, um ihre Frequenzen zu versteigern. Die Auktion war ein grosser Erfolg: Die Frequenzen wurden den Mobilfunkbetreibern effizient zugeteilt, und die Auktion brachte den Schweizer Steuerzahlern rund 1 Milliarde Franken ein.&#13;<\/p>\n<h2>Frequenzen neu vergeben<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nStandardm\u00e4ssige Frequenzauktionen sind bereits ziemlich komplex, doch es gibt einige Anwendungen mit einem noch h\u00f6heren Komplexit\u00e4tsgrad. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die <em>Incentive-Auktion<\/em>, die Paul Milgrom f\u00fcr die US-Kommunikationsbeh\u00f6rde mitentwickelte. Das Ziel dieser Auktionsform bestand darin, die von Fernsehsendern genutzten Frequenzen zur\u00fcckzukaufen und diese in der Folge an Mobilfunkbetreiber zu verkaufen. Um den Wert einer von einem Fernsehsender genutzten Frequenz zu kennen, mussten die Verantwortlichen wissen, wie viel die Mobilfunkbetreiber f\u00fcr die betreffende Frequenz zu zahlen bereit waren. Um dieses Problem zu l\u00f6sen, besteht die Incentive-Auktion aus zwei miteinander verkn\u00fcpften Auktionsphasen. In einer <em>Reverse-Auktion<\/em> werden zun\u00e4chst Frequenzen von den Fernsehstationen zur\u00fcckgekauft, und in einer <em>Forward-Auktion<\/em> werden diese Frequenzen dann an die Mobilfunkbetreiber verkauft. Die Incentive-Auktion wird nur abgeschlossen, wenn die in der Forward-Auktion erzielten Mittel ausreichen, um die Fernsehsender zu entsch\u00e4digen. Andernfalls werden weniger Frequenzen freigegeben, und die beiden Auktionsphasen werden wiederholt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm einen ausreichend grossen zusammenh\u00e4ngenden Frequenzenblock freizugeben, mussten auch viele der TV-Stationen auf eine neue Frequenz verlegt werden. Die dabei zu ber\u00fccksichtigenden Interferenzbeschr\u00e4nkungen sind ein rechnerisch anspruchsvolles Problem, dessen L\u00f6sung im schlimmsten Fall auch mithilfe der schnellsten Computer Hunderte von Jahren dauern k\u00f6nnte. Doch gemeinsam mit Informatikern konnte ein neuer Algorithmus entwickelt werden, mit dem das Problem in 96\u00a0Prozent der F\u00e4lle innerhalb einer Minute gel\u00f6st wurde. In den \u00fcbrigen 4\u00a0Prozent der F\u00e4lle wurde einfach davon ausgegangen, dass eine Verlegung auf eine andere Frequenz nicht m\u00f6glich war. Die Incentive-Auktion wurde 2016\/2017 erfolgreich durchgef\u00fchrt. F\u00fcr die Mobilfunkbetreiber wurde ein grosses Volumen von Frequenzen frei gemacht, und f\u00fcr die amerikanischen Steuerzahler wurden so rund 10 Milliarden Dollar eingenommen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuktionen mit mehreren Runden wie die SMRA, die CCA und die Incentive-Auktion l\u00f6sen Koordinationsprobleme unter Einhaltung komplexer Beschr\u00e4nkungen. Sie dauern jedoch lange. Zudem besteht ein gewisses Risiko f\u00fcr Absprachen, da sie es den Bietern erm\u00f6glichen, auf die Gebote anderer Bieter zu reagieren. Aus diesen Gr\u00fcnden werden Auktionen mit nur einer Runde immer noch h\u00e4ufig verwendet, beispielsweise wenn mehrere gleichartige Objekteinheiten wie Staatsanleihen oder Elektrizit\u00e4t versteigert werden sollen. In den vergangenen Jahren gab es auch in diesem Bereich Fortschritte. Das Nobelpreiskomitee erw\u00e4hnte zum Beispiel ausdr\u00fccklich die Arbeit von Paul Klemperer, der die sogenannte <em>Product-Mix-Auktion<\/em> erfunden hat, in welcher die Bieter in einer einzigen Runde mehrere sich gegenseitig ausschliessende Gebote auf verschiedene Pakete von Objekten abgeben k\u00f6nnen. Solche Auktionen wurden von der britischen Zentralbank w\u00e4hrend der Finanzkrise im Jahr 2008 verwendet um Liquidit\u00e4t bereitzustellen, und sie werden mittlerweise regelm\u00e4ssig von Zentralbanken weltweit eingesetzt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Zusammenhang mit den verschiedenen Auktionsformen bestehen weiterhin viele offene Fragen und Herausforderungen. Auch an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich und insbesondere bei den Mitgliedern des Zurich Center for Market Design wird intensiv an diesen geforscht. Ihre aktuelle Forschungst\u00e4tigkeit umfasst die Untersuchung von Auktionen f\u00fcr multiple Objekteinheiten, den Einsatz des maschinellen Lernens zur Verbesserung von kombinatorischen Auktionen sowie das Design von einfachen und verhaltens\u00f6konomisch fundierten Auktionen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elektrizit\u00e4tsauktionen beeinflussen unsere Strompreise, Emissionsauktionen haben Auswirkungen auf den CO2-Ausstoss, und sogar bei einer Google-Stichwortsuche bestimmt eine Auktion innerhalb von Millisekunden, welche Werbung angezeigt wird. 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F\u00fcr welche Lizenz sollten sie also ein Gebot einreichen? Falls sie nur f\u00fcr eine Lizenz ein hohes Gebot abgaben, gingen sie das Risiko ein, von einem Konkurrenten \u00fcberboten zu werden. Vielleicht sollten sie somit mehrere tiefe Gebote f\u00fcr alle Lizenzen abgeben, aber sie mussten damit rechnen, dass die anderen Bieter dasselbe taten. Wie Milgrom in seinem Lehrbuch \u00fcber Auktionen von 2004 festhielt, mussten f\u00fcr das Mitbieten bei dieser Auktion zahlreiche Spekulationen angestellt werden. Das Ergebnis spricht f\u00fcr sich selbst: Die mit der Auktion erzielten Einnahmen entsprachen lediglich 15\u00a0Prozent des urspr\u00fcnglich von der zust\u00e4ndigen Stelle erwarteten Auktionserl\u00f6ses. 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Die amerikanischen \u00d6konomen Paul Milgrom und Robert Wilson von der kalifornischen Stanford-Universit\u00e4t haben mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten signifikant zum Erfolg heutiger Auktionsformate beigetragen. 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