{"id":100871,"date":"2020-10-21T11:00:43","date_gmt":"2020-10-21T11:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/10\/kurz-schuetz-strohmaier-11-2020\/"},"modified":"2025-10-20T14:02:56","modified_gmt":"2025-10-20T12:02:56","slug":"missverstandene-oekonomen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/10\/missverstandene-oekonomen\/","title":{"rendered":"Missverstandene \u00d6konomen"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6konomen, die B\u00fccher schreiben, wollen Einfluss nehmen. Sie wollen \u00abInfluencer\u00bb oder intellektuelle Entrepreneurs sein. Ihr Gewerbe ist die \u00absch\u00f6pferische Zerst\u00f6rung\u00bb \u00fcberlieferter Lehren, Wirtschaftspolitiken und Sozialordnungen. Wir betrachten den Einfluss einiger ber\u00fchmter \u00d6konomen: Adam Smith, Friedrich List, Karl Marx, Joseph Schumpeter, John Maynard Keynes und Milton Friedman (siehe <em>Abbildung<\/em>).<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist: Sie wirken oft ganz anders als von ihnen beabsichtigt. Wenn Buchautoren im Durchschnitt kl\u00fcgere Leute sein sollten als ihre Leser, dann droht Ungemach: Das Missverst\u00e4ndnis macht sich auf den Weg.<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Sechs ber\u00fchmte \u00d6konomen<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/10\/Bildschirmfoto-2020-10-21-um-15.09.14.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-99472\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/10\/Bildschirmfoto-2020-10-21-um-15.09.14.png\" alt=\"\" width=\"2618\" height=\"1000\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Was wollte Smith?<\/h2>\n<p>Vom schottischen \u00d6konomen Adam Smith (1723\u20131790) heisst es, er habe in seinem 1776 erschienenen Werk \u00abWohlstand der Nationen\u00bb argumentiert, nichts weiter als Selbstsucht sei n\u00f6tig, um gesamtgesellschaftlich vorteilhafte Ergebnisse zu erzielen. Dieses Missverst\u00e4ndnis ist in wohlhabenden Kreisen vor allem in den USA auf fruchtbaren Boden gefallen. In der politischen Auseinandersetzung wird es zur Begr\u00fcndung eines reinen Laisser-faire bem\u00fcht. Aber die fragliche Auffassung h\u00e4lt Smith \u00abin fast jeder Beziehung f\u00fcr irrig\u00bb.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> W\u00e4re er ihr tats\u00e4chlich angehangen, h\u00e4tte es dann eines Werkes bedurft, das als Teil einer \u00abWissenschaft des Gesetzgebers\u00bb den Weg zu guter Regierung weist? Wenn die selbsts\u00fcchtigen Handlungen der Akteure die beste aller m\u00f6glichen Welten schaffen, wieso dann diese Wissenschaft? Weil die Pr\u00e4misse so nicht stimmt.<\/p>\n<p>Die Wirkungsweise des Eigeninteresses ist nicht segensreich, weil sie nat\u00fcrlicherweise allen zugutekommt. Sie ist es vielmehr nur dann, wenn Institutionen und Gesetze das Eigeninteresse dazu bringen, in Richtungen zu wirken, in denen es allgemein vorteilhaft ist. Dazu geh\u00f6rt unter anderem die Regulierung des Bankgewerbes, denn \u00abdie Aus\u00fcbung der nat\u00fcrlichen Freiheit einiger weniger, welche die Sicherheit der ganzen Gesellschaft gef\u00e4hrden k\u00f6nnte, wird und muss von den Rechtsordnungen aller Staaten verhindert werden\u00bb. Fazit: Smith ist ein Influencer, aber seine Botschaft wird h\u00e4ufig und manchmal vors\u00e4tzlich missverstanden.<\/p>\n<h2><strong>List \u2013 ein Held?<\/strong><\/h2>\n<p>Mehr als ein halbes Jahrhundert sp\u00e4ter, im Jahr 1841, ver\u00f6ffentlichte der deutsche \u00d6konom Friedrich List (1789\u20131846) \u00abDas nationale System der Politischen \u00d6konomie\u00bb.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Darin stellt er eine \u00abTheorie der produktiven Kr\u00e4fte\u00bb vor, die einem starken Staat eine zentrale Rolle f\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg zuschreibt. Um die produktiven Kr\u00e4fte zu entwickeln, m\u00fcsse der Staat geeignete Rahmenbedingungen schaffen, darunter effektive gesellschaftliche Institutionen, die Infrastruktur ausbauen und vor allem das \u00abgeistige Kapital\u00bb f\u00f6rdern. Zum Schutz seiner im Aufbau befindlichen Industrien habe der Staat protektionistische Massnahmen zu ergreifen. Die von Adam Smith propagierte Freihandelspolitik schade den wenig entwickelten L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Seine Botschaft wurde geh\u00f6rt: Einige der aufstrebenden L\u00e4nder haben ihre M\u00e4rkte erfolgreich so lange abgeschottet, bis ihre Unternehmungen konkurrenzf\u00e4hig wurden. In China ist Friedrich List ein Held. Protektionistische Politiken trifft man jedoch auch in entwickelten L\u00e4ndern an, sobald deren Industrien ihre vormaligen Wettbewerbsvorteile einb\u00fcssen, schrumpfen oder abwandern. List ist, wie die \u00abNeue Z\u00fcrcher Zeitung\u00bb anmerkte, \u00abTrumps Schutzpatron\u00bb.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a><\/p>\n<h2><strong>Die m<\/strong><strong>arxsche \u00abFibel\u00bb<\/strong><\/h2>\n<p>Geh\u00f6rig falsch verstanden worden ist Karl Marx (1818\u20131883): Im \u00abKapital\u00bb will er das \u00abBewegungsgesetz\u00bb der modernen Gesellschaft enth\u00fcllen und beweisen, dass die \u00abkapitalistische Produktionsweise\u00bb aus sich heraus einem Transformationsprozess unterliegt, der infolge einer langfristig fallenden Profitrate unausweichlich im Sozialismus endet.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Marx ist wissenschaftlicher und politischer Entrepreneur, sein Gewerbe die Disruption bestehender Verh\u00e4ltnisse \u2013 in der politischen \u00d6konomie und der realen Welt. \u00dcber den Sozialismus schreibt er allerdings kaum etwas.<\/p>\n<p>Dies h\u00e4lt seine Anh\u00e4nger nicht davon ab, so zu tun, als handle es sich beim \u00abKapital\u00bb um ein Handbuch f\u00fcr den Revolution\u00e4r und sozialistischen Staatsf\u00fchrer. Kein anderer \u00d6konom hat den Lauf der Geschichte im 20. Jahrhundert st\u00e4rker gepr\u00e4gt als Marx. Ganze L\u00e4nder sind in den Sog seiner Lehre geraten, mit zum Teil schwerwiegenden totalit\u00e4ren Folgen. Die Ironie dabei ist: Der humanistisch gepr\u00e4gte Influencer h\u00e4tte vermutlich so manche Wirkung seines Werks nicht gutgeheissen.<\/p>\n<h2><strong>Schumpeters Botschaft<\/strong><\/h2>\n<p>Im Jahr 2000, zum 50. Todestag Joseph A. Schumpeters (1883\u20131950), wurde dieser in der \u00abBusiness Week\u00bb als \u00abAmerica\u2019s hottest economist\u00bb bezeichnet. Der in Triesch, M\u00e4hren (seinerzeit \u00d6sterreich-Ungarn), geborene Schumpeter war gewiss einer der einflussreichsten \u00f6konomischen Influencer des 20. Jahrhunderts. In der \u00abTheorie der wirtschaftlichen Entwicklung\u00bb (1912) bezeichnet er Innovationen als die wichtigste Triebkraft \u00f6konomischer Dynamik.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Innovationen setzen sich in Prozessen \u00absch\u00f6pferischer Zerst\u00f6rung\u00bb durch, schaffen Neues und vernichten Altes, erh\u00f6hen Arbeitsproduktivit\u00e4t und Pro-Kopf-Einkommen. Die Schl\u00fcsselrolle kommt dabei dem \u00abUnternehmer\u00bb zu, dem \u00abTr\u00e4ger des Ver\u00e4nderungsmechanismus\u00bb.<\/p>\n<p>Seid innovativ, so lautet die Botschaft Schumpeters, und sie wird von der heutigen Wirtschaftspolitik geh\u00f6rt. Andere seiner Botschaften jedoch weniger: Wenn grosse Unternehmen zunehmend den Markt beherrschten, so f\u00fchrt er im 1950 erschienenen Buch \u00abKapitalismus, Sozialismus und Demokratie\u00bb aus, komme es \u00fcber die erfolgende B\u00fcrokratisierung zur allm\u00e4hlichen Herausbildung einer sozialistischen Wirtschaftsordnung.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Ist Schumpeter deshalb ein verkappter Sozialist? Oder hat er vielmehr die gef\u00e4hrlichen Tendenzen im heutigen Datenkapitalismus vorausgesehen?<\/p>\n<h2><strong>Keynes pr\u00e4gt Konjunkturpolitik<\/strong><\/h2>\n<p>So aktuell Schumpeter derzeit ist, zeit seines Lebens stand er im Schatten von John Maynard Keynes (1883\u20131946). Der im gleichen Jahr wie Schumpeter geborene Brite beeinflusste wie kein anderer die Wirtschaftspolitik im 20. Jahrhundert. In \u00abThe Economic Consequences of the Peace\u00bb aus dem Jahr 1919 antizipierte er, noch ohne Geh\u00f6r zu finden, die katastrophalen Auswirkungen hoher Reparationszahlungen Deutschlands auf die europ\u00e4ische Wirtschaft insgesamt.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Kein anderes Werk erweitert das Verst\u00e4ndnis wirtschaftlicher Zusammenh\u00e4nge jedoch so sehr wie Keynes\u2019 \u00abAllgemeine Theorie der Besch\u00e4ftigung, des Zinses und des Geldes\u00bb aus dem Jahr 1936.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Keynes begreift die \u00d6konomie als interdependentes System, in dem Realwirtschaft und Finanzwirtschaft interagieren und die aggregierte effektive Nachfrage Besch\u00e4ftigung und Volkseinkommen bestimmt. Ist die effektive Nachfrage zu gering, dann kommt es zu Arbeitslosigkeit und unterausgelasteten Produktionskapazit\u00e4ten; eine vern\u00fcnftige Geld- und Fiskalpolitik ist deshalb gefragt.<\/p>\n<p>Doch Vernunft ist Ansichtssache. Starkes \u00abdeficit spending\u00bb wie unter Ronald Reagan wurde mit Keynes legitimiert und die resultierende Staatsverschuldung ihm angelastet. Die Geldpolitik der EU in der Finanzkrise 2008 h\u00e4tte Keynes wohl gutgeheissen, Bad Banks und die gleichzeitige Austerit\u00e4tspolitik vermutlich nicht. Und wie h\u00e4tte wohl die Wirtschaftspolitik ohne die Lektion der \u00abAllgemeinen Theorie\u00bb auf die aktuelle Pandemie reagiert?<\/p>\n<h2><strong>Friedmans \u00abBoys\u00bb<\/strong><\/h2>\n<p>Einer der radikalsten Proponenten der Idee des freien Marktes ist der US-\u00d6konom Milton Friedman (1912\u20132006). Er will den Einfluss des Staates zur\u00fcckdr\u00e4ngen, favorisiert Privatisierung und Deregulierung und bef\u00fcrwortet negative Einkommenssteuern statt Sozialleistungen. Friedman ist ein Social Influencer der ersten Stunde, nicht zuletzt aufgrund seiner popul\u00e4rwissenschaftlichen Schriften wie \u00abKapitalismus und Freiheit\u00bb<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> aus dem Jahr 1962 oder seiner Fernsehserie \u00abFree to Choose\u00bb. Sein Laisser-faire-Ansatz pr\u00e4gte die amerikanische Wirtschaftspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg.<\/p>\n<p>Als Mitbegr\u00fcnder der Chicagoer Schule beeinflusste er auch das Weltgeschehen. Nach dem Sturz des chilenischen Pr\u00e4sidenten Salvador Allende 1973 diktierten seine Sch\u00fcler \u2013 die sogenannten Chicago Boys \u2013 das Wirtschaftsprogramm unter Augusto Pinochets Milit\u00e4rjunta: Staatsunternehmen wurden aufgel\u00f6st, Steuern gesenkt und Importz\u00f6lle abgeschafft.<\/p>\n<p>Chile galt aufgrund des hohen Wirtschaftswachstums lange als Vorzeige\u00f6konomie S\u00fcdamerikas. Wirtschaftliche Stabilit\u00e4t wurde jedoch erst mit der R\u00fcckkehr zur Demokratie 1990 \u2013 und den folgenden Staatseingriffen \u2013 erreicht. Friedman selbst stand dem vermeintlichen \u00abWunder von Chile\u00bb, in dem eine Diktatur dem Volk ein neoliberales Wirtschaftsprogramm aufoktroyierte, ambivalent gegen\u00fcber. Autoritarismus sei mit Laisser-faire unvereinbar: \u00abWenn wir die \u00d6ffentlichkeit nicht davon \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, dass es w\u00fcnschenswert ist, diese Dinge zu tun, haben wir kein Recht, sie ihnen aufzuzwingen, selbst wenn wir die Macht dazu haben\u00bb, sagte er 1999 in einem Interview.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Somit erlitt auch Friedman das Schicksal seiner Zunftgenossen: Seine Schriften entwickelten eine nicht intendierte Eigendynamik. Oder wie es der Volksmund sagt: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Smith [1776] (1999).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">List [1841] (1877).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">NZZ (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Marx [1867\u20131894] (1962\u20131964).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Schumpeter [1912] (1987).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Schumpeter [1950] (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Keynes [1919] (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Keynes [1936] (2009).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Friedman [1962] (1971).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Robinson (1999).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6konomen, die B\u00fccher schreiben, wollen Einfluss nehmen. 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Das nationale System der Politischen \u00d6konomie.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Marx, Karl [1867-1894] (1962\u20131964). Das Kapital. Kritik der politischen \u00d6konomie. Buch I\u2013III. In: Karl Marx und Friedrich Engels, Werke, B\u00e4nde 23\u201325.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>NZZ (2017). <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/friedrich-list-trumps-schutzpatron-ld.143141?reduced=true,%20letzter%20Zugriff:%2031.%20August%202020.\">Trumps Schutzpatron<\/a>. 2. Februar.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Robinson, Peter M. (1999). <a href=\"https:\/\/youtu.be\/JSumJxQ5oy4\">Take It to the Limits. Milton Friedman on Libertarianism<\/a>.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Schumpeter, Joseph Alois [1912] (1987). Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Schumpeter, Joseph Alois [1950] (2020). Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Smith, Adam [1776] (1999). Untersuchung \u00fcber Wesen und Ursachen des Reichtums der V\u00f6lker.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"Karl Marx musste im Laufe der Geschichte schon f\u00fcr vieles herhalten. 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Den pr\u00e4gendsten Einfluss \u00fcbt heute wohl Keynes\u2019 Werk aus: Die Wirtschaftspolitik in der Corona-Krise w\u00fcrde ohne ihn anders ausfallen.","magazine_issue":"20201101","seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":"","korrektor":"","planned_publication_date":"2020-10-21 09:00:43","original_files":null,"external_release_for_author":"20201008","external_release_for_author_time":"22:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5f4d123ae1213"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/100871"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4721"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=100871"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/100871\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":214693,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/100871\/revisions\/214693"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156767"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/155946"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5087"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5086"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4721"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/211257"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=100871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=100871"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=100871"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=100871"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=100871"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=100871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}