{"id":100989,"date":"2020-10-19T09:11:19","date_gmt":"2020-10-19T09:11:19","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/10\/extension-de-la-prevoyance-individuelle-bonne-ou-mauvaise-idee\/"},"modified":"2023-08-23T22:52:09","modified_gmt":"2023-08-23T20:52:09","slug":"ausbau-der-selbstvorsorge-loesungsansatz-oder-irrweg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/10\/ausbau-der-selbstvorsorge-loesungsansatz-oder-irrweg\/","title":{"rendered":"Ausbau der Selbstvorsorge &#8211; L\u00f6sungsansatz oder Irrweg?"},"content":{"rendered":"<p>Rund 20 Prozent aller Staatsausgaben in der Schweiz werden f\u00fcr das Aufgabenfeld Alter aufgewendet.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Daran zeigt sich, wie wichtig ein ausgebautes Altersvorsorgesystem ist. Doch die demografischen und \u00f6konomischen Entwicklungen setzen der Altersvorsorge zu: Einerseits verschlechtert sich in der ersten S\u00e4ule wegen der steigenden Lebenserwartung das Verh\u00e4ltnis der Arbeits- zur Rentenzeit; andererseits fallen in der zweiten S\u00e4ule wegen der tiefen Zinsen wesentliche Beitr\u00e4ge aus, und der Umwandlungssatz ist zu hoch.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nW\u00e4hrend andere L\u00e4nder mit \u00e4hnlichen Problemen ihre Vorsorgesysteme bereits reformiert haben, gelingt es der Schweiz nicht, die notwendigen politischen Reformen durchzuf\u00fchren und die Sozialwerke nachhaltig zu sanieren.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Zudem ist das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung in die staatliche Altersvorsorge gering, wie das Vorsorgebarometer 2020 der Raiffeisenbank zeigt.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Gem\u00e4ss diesem sch\u00e4tzt die Bev\u00f6lkerung die Selbstvorsorge in der dritten S\u00e4ule als bedeutender ein. In den Vorschl\u00e4gen zur Reform des Schweizer Vorsorgesystems wurde die private Vorsorge bislang jedoch kaum ber\u00fccksichtigt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Einstellung der Bev\u00f6lkerung widerspiegelt sich in zwei grossen Trends, welche die Schweizer Altersvorsorge erfasst haben: Einerseits wird sie zunehmend individualisierter. Andererseits nimmt die Bedeutung der Kapitaldeckung, wie sie die private und die berufliche Vorsorge kennen<em>, <\/em>gegen\u00fcber der Umlagefinanzierung der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) zu. F\u00fcr die beiden Trends stehen einerseits die 1e-Pl\u00e4ne (individualisierte Anlagestrategien) in der beruflichen Vorsorge. Und andererseits der Ausbau der S\u00e4ule 3a in der privaten Vorsorge, wie ihn aktuell eine Motion des Obwaldner CVP-St\u00e4nderats Erich Ettlin fordert (siehe <em>Kasten<\/em>). Doch ist ein Ausbau der individualisierten kapitalgedeckten Selbstvorsorge \u00f6konomisch sinnvoll?&#13;<\/p>\n<h2>Politisch bedingtes Umlageverfahren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDass die Altersvorsorge mit 53 Prozent aller Sozialleistungen zu einem grossen Teil gesetzlich vorgeschrieben und nicht privat organisiert ist, hat politische Gr\u00fcnde. Denn nur mit einem obligatorischen Umlageverfahren gelingt es, relativ schnell eine Altersrente einzuf\u00fchren, die auch Personen zugutekommt, welche kaum Beitr\u00e4ge einbezahlt haben und trotzdem von der Rente profitieren, wie dies bei der ersten AHV-Generation 1948 der Fall war.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDoch w\u00e4re es aus \u00f6konomischer Sicht wohlfahrtssteigender gewesen, wenn man 1948 anstatt eines Umlageverfahrens ein Kapitaldeckungsverfahren eingef\u00fchrt h\u00e4tte? Und heute: W\u00fcrde eine Umstellung des Vorsorgesystems, bei dem die private Selbstvorsorge zulasten der AHV gest\u00e4rkt w\u00fcrde, die Wohlfahrt verbessern?&#13;<\/p>\n<h2>Umstellung lohnt sich nicht<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie erste Frage l\u00e4sst sich schnell beantworten: H\u00e4tte man 1948 ein Vorsorgesystem im Kapitaldeckungssystem konzipiert, w\u00e4re es dem Umlageverfahren \u00f6konomisch \u00fcberlegen gewesen. Denn jedes Vorsorgesystem, das einen Kapitalstock \u00e4ufnet, erh\u00f6ht grunds\u00e4tzlich das Rentenpotenzial. Dass beinahe alle Staaten zu Beginn trotzdem auf ein Umlagesystem f\u00fcr die Altersvorsorge gesetzt haben, hatte wie erw\u00e4hnt politische und nicht \u00f6konomische Gr\u00fcnde.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nHeute ist die Situation anders: Man kann nicht von Grund auf ein neues System aufbauen, sondern m\u00fcsste ein bereits gegebenes Umlageverfahren umstellen. Aber die wissenschaftliche Literatur kommt zum Ergebnis, dass eine heutige Umstellung nicht wohlfahrtsf\u00f6rdernd ist.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Dies w\u00e4re nur dann der Fall, wenn die im Umlagesystem bereits laufenden Leistungen der Rentenbeziehenden gek\u00fcrzt und die eingesparten Mittel f\u00fcr den Aufbau der Kapitaldeckung der aktiven Generation verwendet w\u00fcrden. Doch bereits laufende Renten werden kaum je gek\u00fcrzt. Auch in den aktuellen politischen Pl\u00e4nen zur St\u00e4rkung der privaten und der beruflichen Vorsorge ist dies nicht vorgesehen. Ausser den Beitr\u00e4gen an das bisherige Umlagesystem m\u00fcsste die aktive Generation zus\u00e4tzliche Beitr\u00e4ge f\u00fcr die eigene Kapitaldeckung aufbringen. In der Konsequenz bedeutet das: Hat man sich einmal f\u00fcr ein Umlagesystem entschieden (und dies gilt auch f\u00fcr jeden Ausbau), bleibt man darin \u00abgefangen\u00bb, sofern man keine laufenden Renten k\u00fcrzen will. Deshalb sollte man jeden Ausbau der AHV sehr sorgf\u00e4ltig pr\u00fcfen.&#13;<\/p>\n<h2>Individualisierung schm\u00e4lert Renditen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSo viel zur Umstellung auf Kapitaldeckung. Doch was bedeutet der Individualisierungstrend in der Vorsorge aus \u00f6konomischer Sicht? Es gibt einige Evidenz daf\u00fcr, dass die Individualisierung insgesamt zu tieferen Renditen im Vorsorgesystem f\u00fchrt als mit kollektiven kapitalgedeckten Vorsorgeformen wie etwa den Pensionskassen. Denn Pensionskassen k\u00f6nnen substanzielle Kapitalmarktrisiken eingehen, ohne dass die Versicherten diese Risiken individuell tragen m\u00fcssen. Allf\u00e4llige Renditeschwankungen k\u00f6nnen \u00fcber den Deckungsgrad kompensiert werden. Und weil solche kollektiven kapitalgedeckten Systeme risikoreicher investieren als individuelle kapitalgedeckte Systeme, sind l\u00e4ngerfristig h\u00f6here Renditen zu erwarten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWeitere wichtige Treiber daf\u00fcr, dass die Rendite mit der Individualisierung schrumpft, sind Anlagefehler wie mangelhafte Diversifikation, zu vorsichtiges Anlegen oder hohe Kosten aufgrund der schwachen Verhandlungsposition gegen\u00fcber Finanzdienstleistern, welche die Vorsorgeverm\u00f6gen verwalten. So ist etwa die Performance des staatlichen schwedischen Vorsorgefonds h\u00f6her als die individuellen Portfolios der rund 800 privaten Angebote. Denn die Kosten des Fonds sind aufgrund des grossen Anlagevolumens sehr tief, und es wird ein klares Anlagekonzept verfolgt. Somit gilt: Eine Individualisierung der kapitalgedeckten Altersvorsorge anhand von 1e-Pl\u00e4nen vermeidet einerseits zwar systemfremde Umverteilungselemente, denn die Anlageertr\u00e4ge der Pensionskassen werden aktuell \u00fcberwiegend f\u00fcr die zu hohen Altersrenten verwendet und nicht den Aktiven im Sparprozess gutgeschrieben. Andererseits vermindert man mit einer Individualisierung aber auch das Renditepotenzial im Vorsorgesystem.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIst eine Umstellung zu einem individualisierten Kapitaldeckungsverfahren heute \u00f6konomisch sinnvoll? Nein, weder die Umstellung vom Umlage- zum Kapitaldeckungssystem noch die Individualisierung f\u00f6rdern die Wohlfahrt. Die Entwicklungen sind lediglich ein Indiz f\u00fcr den Reformstau in der Altersvorsorge, nicht aber die L\u00f6sung. Wichtiger w\u00e4re es, die Reformen in der Altersvorsorge \u2013 beispielsweise den viel zu hohen Umwandlungssatz im BVG<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> \u2013 anzugehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie individuelle kapitalgedeckte Selbstvorsorge im Rahmen der S\u00e4ule 3a ist ein zentraler Bestandteil der Vorsorge. Sie dient allerdings vielmehr der Erg\u00e4nzung und nicht als Ersatz f\u00fcr die beiden anderen S\u00e4ulen. Sie ist ausserdem freiwillig, auch wenn sie durch Steuervorteile gef\u00f6rdert wird. In der Forschungsliteratur ist die Wirkung dieser Steueranreize jedoch umstritten. Es ist unklar, ob sie zu zus\u00e4tzlichen Ersparnissen oder lediglich zu einer Reallokation von ohnehin Erspartem in die S\u00e4ule 3a f\u00fchren. Zudem ist ungewiss, ob die steuerlichen Anreize zielgruppengerecht wirken und tats\u00e4chlich diejenigen einzahlen, die auch sparen sollten. Dies sind beispielsweise Teilzeiterwerbende, h\u00e4ufig Frauen, oder einkommensschwache Personen, welche aus den ersten beiden S\u00e4ulen eine tiefere Rente erhalten. Eventuell w\u00fcrden andere Anreize und Vorgehensweisen zu effizienteren Ergebnissen f\u00fchren. Diskutiert werden beispielsweise sogenannte Matching Grants, bei denen anstelle eines Steuerabzuges f\u00fcr jeden einbezahlten Franken durch den Staat ein weiterer Franken einbezahlt w\u00fcrde.&#13;<\/p>\n<h2>S\u00e4ule 3a: Nur ein Drittel zahlt ein<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie nimmt die Bev\u00f6lkerung in der Schweiz ihre Selbstvorsorge wahr? Per Ende 2018 waren schweizweit 123 Milliarden Franken in der S\u00e4ule 3a angespart.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Davon lagen 59,0 Milliarden Franken auf Vorsorgekonten und 18,5 Milliarden in Anlagefonds von Banken. 45,7 Milliarden Franken waren in Lebensversicherungen investiert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich kann jede Person die freiwillige S\u00e4ule 3a nutzen, die in der Schweiz ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen erzielt. Betrachtet man das Segment der Unselbstst\u00e4ndigerwerbenden detaillierter, dann zeigt sich, dass nicht alle j\u00e4hrlich den maximalen Betrag von zurzeit 6826 Franken einzahlen. Nur knapp jeder dritte Steuerpflichtige nahm 2016 eine Einzahlung vor. Entscheidend daf\u00fcr, ob vorgesorgt wird, ist die finanzielle Lage: Wer es sich leisten kann, spart f\u00fcr das Alter. Mit zunehmender Steuerbelastung und mit steigendem Einkommen wird mehr vorgesorgt. Auch ein h\u00f6heres Alter und ein h\u00f6heres Ausbildungsniveau f\u00f6rdern die private Altersvorsorge. Unterschiede gibt es auch zwischen den Kantonen (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Die tiefsten Beitr\u00e4ge pro Steuerpflichtigen weist der Kanton Genf aus. In l\u00e4ndlichen Kantonen \u2013 beispielsweise in der Innerschweiz \u2013 liegen die geleisteten Beitr\u00e4ge deutlich h\u00f6her. Durchschnittlich am meisten zahlen die Appenzell Innerrhoder ein.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Durchschnittlicher Beitrag pro Steuerpflichtigen in die S\u00e4ule 3a nach Kanton (2016)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='hofmann_moor_de_1'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#hofmann_moor_de_1').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    colors:['#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#e84066', '#88c0d3', '#88c0d3',  '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3', '#88c0d3' ],\n   \n    xAxis: {\n        categories: ['GE', ' TI', ' BS', ' VD', ' NE', ' VS', ' JU', ' GL', ' CH', ' GR', ' SH', ' BE', ' AR', ' UR', ' ZH', ' SG', ' FR', ' SO', ' NW', ' BL', ' ZG', ' AG', ' TG', ' OW', ' SZ', ' LU', ' AI'        ],\n         \n\n\n        crosshair: true\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: 'Beitrag, in Franken'\n        }\n    },\n     tooltip: {\n        pointFormat: 'Durchschnittlicher {series.name}: <b>{point.y} Franken<\/b>'\n    },\n    plotOptions: {\n        column: {\n            pointPadding: 0.2,\n            borderWidth: 0\n        },\n        series: {\n                colorByPoint: true\n                \n            }\n           \n       \n    },\n    series: [{           \nshowInLegend:false,\n\n        name: '3a-Beitrag',\n        data: [1261, 1319, 1470, 1660, 1759, 1762, 1986, 1998, 2044, 2057, 2062, 2091, 2177, 2209, 2224, 2225, 2238, 2267, 2296, 2321, 2333, 2344, 2359, 2426, 2435, 2505, 2813],\n       \n    }, ]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: ESTV \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt zeigen sich auch grosse Unterschiede beim Anteil der Einzahlenden wie auch bei der H\u00f6he der Beitr\u00e4ge. Am h\u00f6chsten ist der Anteil derjenigen, die keine Einzahlungen vornehmen, im Kanton Basel-Stadt. Schweizweit hat nur etwas mehr als ein Viertel den ann\u00e4hernd vollen Beitrag einbezahlt. Neue Daten der Eidgen\u00f6ssischen Steuerverwaltung zeigen zudem, dass \u00fcber die H\u00e4lfte der Unselbstst\u00e4ndigerwerbenden keine Beitr\u00e4ge in die S\u00e4ule 3a leistet (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nOb der in der Motion Ettlin vorgeschlagene Ausbau der S\u00e4ule 3a mit Einkaufsm\u00f6glichkeiten und die 1e-Pl\u00e4ne im BVG \u2013 beides individualisierte kapitalgedeckte Strategien \u2013 die Probleme in der Altersvorsorge wirklich l\u00f6sen k\u00f6nnen, bleibt offen. Diese k\u00f6nnen die 1. und die 2. S\u00e4ule erg\u00e4nzen, die notwendigen AHV- und BVG-Reformen m\u00fcssen aber trotzdem umgesetzt werden.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Anteil der in die S\u00e4ule 3a Einzahlenden nach Beitragsh\u00f6he (2016)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='hofmann_moor_de_2'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#hofmann_moor_de_2').highcharts({\n \n   chart: {\n        plotBackgroundColor: null,\n        plotBorderWidth: null,\n        plotShadow: false,\n        type: 'pie'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    tooltip: {\n        pointFormat: '{series.name}: <b>{point.percentage:.1f}%<\/b>'\n    },\n    accessibility: {\n        point: {\n            valueSuffix: '%'\n        }\n    },\n    plotOptions: {\n        pie: {\n            allowPointSelect: true,\n            cursor: 'pointer',\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n            showInLegend: true\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Anteil',\n        colorByPoint: true,\n        data: [{\n            name: 'nicht Einzahlende',\n            y: 53.6,\n        }, {\n            name: 'gering (1-2000 Franken)',\n            y: 6.3\n        }, {\n            name: 'mittel (2001-4000 Franken)',\n            y: 8\n        }, {\n            name: 'hoch (4001-6000 Franken)',\n            y: 5.1\n        }, {\n            name: 'voll (6001 Franken-Maximalbeitrag)',\n            y: 27\n        }, ]\n    }]\n});\n\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Grafik bildet nur unselbstst\u00e4ndig Erwerbende ab.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: ESTV \/ Die Volkswirtschaft<\/span><\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Vgl. BFS, <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/volkswirtschaft\/volkswirtschaftliche-gesamtrechnung\/oeffentliche-haushalte.assetdetail.11787278.html\">Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Staatsausgaben nach Aufgabenbereichen 2018<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. <a href=\"https:\/\/www.mercer.com.au\/our-thinking\/mmgpi.html\">Melbourne Mercer Global Pension Index<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Vgl. Raiffeisen (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Blankart (2017), S. 288.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Blankart (2017), S. 288.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Bundesgesetz \u00fcber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">vgl. Sch\u00fcpbach und M\u00fcller (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 20 Prozent aller Staatsausgaben in der Schweiz werden f\u00fcr das Aufgabenfeld Alter aufgewendet. Daran zeigt sich, wie wichtig ein ausgebautes Altersvorsorgesystem ist. 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ZBB Zeitschrift f\u00fcr Bankrecht und Bankwirtschaft, 4\/2018: 221\u2013245.<\/li>&#13;\n \t<li>Hofmann, Roland (2018). Die gebundene Vorsorge \u00abS\u00e4ule 3a\u00bb in der Schweiz: finanzwissenschaftliche Aspekte der Sparf\u00f6rderung. IFF Forum f\u00fcr Steuerrecht, 2\/2018: 122\u2013140.<\/li>&#13;\n \t<li>Raiffeisen (2020). <a href=\"https:\/\/www.raiffeisen.ch\/rch\/de\/privatkunden\/vorsorge-versicherung\/schweizer-vorsorgesystem\/vorsorgebarometer.html\">Raiffeisen Vorsorgebarometer 2020<\/a>: 10.<\/li>&#13;\n \t<li>Sch\u00fcpbach, Salome und M\u00fcller, Stefan (2019). Wie viel Kapital steckt in der S\u00e4ule 3a? Soziale Sicherheit CHSS, 2019\/4: 57\u201359.<\/li>&#13;\n \t<li>Sigg, Anita; Grimm, Selina und Hofmann, Roland (2019). Digitales Nudging. Mit Digitalisierung das Sparen in der 3. S\u00e4ule f\u00f6rdern. SPV Schweizer Personalvorsorge, 2019\/5: 10\u201311.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Einkauf in die S\u00e4ule 3a","kasten_box":"Die <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20193702\">Motion<\/a> des Obwaldner CVP-St\u00e4nderats Erich Ettlin fordert die M\u00f6glichkeit eines Einkaufs in die S\u00e4ule 3a. National- und St\u00e4nderat haben sie im Juni 2020 angenommen. Mit der Annahme der Motion wird der Bundesrat beauftragt, einen nachtr\u00e4glichen Einkauf in die S\u00e4ule 3a zu erm\u00f6glichen. Wer zum Beispiel wegen Teilzeitpensum, Selbstst\u00e4ndigkeit oder Babypause keine oder nur Teilbetr\u00e4ge einbezahlen konnte, soll in sp\u00e4teren Jahren diese verpassten Einzahlungen nachholen k\u00f6nnen, wobei die Eink\u00e4ufe zeitlich und finanziell beschr\u00e4nkt werden sollen. Ein Einkauf darf nur alle f\u00fcnf Jahre erfolgen, h\u00f6chstens 34\u2019128 Franken betragen, und vom maximalen Einkaufsbetrag werden Vorbez\u00fcge f\u00fcr Wohneigentum abgezogen.&#13;\n&#13;\nDie Motion hat zum Ziel, die private Vorsorge f\u00fcr den Mittelstand zu st\u00e4rken. Angesichts des steigenden Drucks auf die 1. und die 2. S\u00e4ule des Schweizer Altersvorsorgesystems werde die Eigenverantwortung wichtiger. Der Bundesrat ist nun beauftragt, die gesetzlichen \u00c4nderungen im Detail auszuarbeiten. Die neuen Bestimmungen werden voraussichtlich fr\u00fchestens 2023 in Kraft treten."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":100992,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":100996,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"98178","post_abstract":"Neue Daten der Eidgen\u00f6ssischen Steuerverwaltung zeigen gem\u00e4ss einer Auswertung der Hochschule ZHAW, dass es bei den Einzahlungen in die gebundene Altersvorsorge grosse kantonale Unterschiede gibt. Die Steuerpflichtigen des Kantons Appenzell Innerrhoden zahlen im Durchschnitt mehr als doppelt so viel in die S\u00e4ule 3a ein wie diejenigen aus dem Kanton Genf. Eine vom Parlament angenommene Motion will neue M\u00f6glichkeiten schaffen und die Eigenverantwortung st\u00e4rken, indem nachtr\u00e4glich ein Einkauf in die S\u00e4ule 3a m\u00f6glich sein soll. Aus empirischer Sicht ist die Umstellung des Altersvorsorgesystems von einem Umlage- auf ein Kapitaldeckungsverfahren nicht wohlfahrtsf\u00f6rdernd. Die zunehmende Individualisierung \u00fcber die St\u00e4rkung der privaten Altersvorsorge f\u00fchrt insgesamt zu tieferen Renditen im Vorsorgesystem. 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