{"id":101188,"date":"2020-09-18T10:03:23","date_gmt":"2020-09-18T10:03:23","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/09\/medici-tschopp-grote-igic-hirschi-10-2020fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:52:33","modified_gmt":"2023-08-23T20:52:33","slug":"zwingt-automatisierung-zum-berufswechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/09\/zwingt-automatisierung-zum-berufswechsel\/","title":{"rendered":"Zwingt Automatisierung zum Berufswechsel?"},"content":{"rendered":"<p>Die hohe Durchl\u00e4ssigkeit und die diversen Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten im dualen Berufsbildungssystem der Schweiz erm\u00f6glichen eine Vielzahl beruflicher Karriereverl\u00e4ufe. Individuelle F\u00e4higkeiten und Interessen k\u00f6nnen sich innerhalb des Berufsbildungssystems entwickeln und dabei so miteinander vereint werden, dass der Wirtschaft f\u00fcr ihre unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse eine Vielzahl qualifizierter Arbeitskr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung stehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAktuelle Entwicklungen in Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft deuten darauf hin, dass ein immer h\u00f6heres Bildungsniveau verlangt wird. Dieser Trend spiegelt sich auch im Fachkr\u00e4ftemangel wider, wo hoch qualifizierte Arbeitnehmende in verschiedenen Branchen vermehrt nachgefragt werden.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Um diesem steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitnehmenden nachzukommen, muss die bew\u00e4hrte Schweizer Bildungslandschaft noch agiler werden. So m\u00fcssen beispielsweise Aus- und Weiterbildungsangebote berufsbegleitend nutzbar sein. Nur so k\u00f6nnen Arbeitnehmende lebenslang besch\u00e4ftigungsf\u00e4hig bleiben.&#13;<\/p>\n<h2>Zunehmende Akademisierung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Trend zu immer h\u00f6heren Bildungsniveaus stellt auch die duale Berufsbildung vor neue Fragen und Herausforderungen. Sind k\u00fcnftig noch Karriereverl\u00e4ufe m\u00f6glich, in welchen eine rein berufliche Grundbildung gen\u00fcgt, oder wird von immer mehr Arbeitnehmenden ein Terti\u00e4rabschluss auf Hochschulniveau verlangt? Nicht alle Berufe sind gleich stark von dieser Entwicklung betroffen. Daher gilt es in einem ersten Schritt zu verstehen, in welchen Berufsfeldern die berufliche Grundbildung auch zuk\u00fcnftig zu einem stabilen Karriereverlauf f\u00fchren kann und wo dies weniger wahrscheinlich ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDamit Personen lebenslang besch\u00e4ftigungsf\u00e4hig bleiben und sich dem Strukturwandel anpassen k\u00f6nnen, braucht es in einem ersten Schritt eine fundierte Analyse \u00fcber die Ausgangslage in den verschiedenen Berufen. Sie kann in einem zweiten Schritt helfen, Aus- und Weiterbildungen so zu gestalten, dass karrieref\u00f6rderliche Arbeitsbedingungen geschaffen werden und Arbeitnehmende in erfolgreichen Karriereverl\u00e4ufen unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) haben wir an der ETH Z\u00fcrich zusammen mit der Universit\u00e4t Bern deshalb die berufliche Mobilit\u00e4t von Personen mit einer Lehre untersucht und ihre beruflichen Karriereverl\u00e4ufe analysiert.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Zus\u00e4tzlich haben wir auch Kennzahlen zum Automatisierungspotenzial der Berufe ber\u00fccksichtigt, um die technologische Entwicklung in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen und ihre Auswirkungen auf individuelle Karriereverl\u00e4ufe erfassen zu k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h2>Studie zur beruflichen Mobilit\u00e4t<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine f\u00fcr unsere Analyse geeignete, repr\u00e4sentative Schweizer Stichprobe bietet die Panel-Studie TREE.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Sie erfasst den beruflichen Verlauf von Absolvierenden der obligatorischen Schule auf ihren nachobligatorischen Ausbildungs- und Erwerbswegen. Unsere Analyse beinhaltet rund 1000 Personen, die nach der obligatorischen Schulzeit im Jahr 2000 erfolgreich eine Berufslehre absolviert und sich auch im sp\u00e4teren Erwerbsleben im Jahr 2014 noch an der Befragung beteiligt haben (siehe <em>Kasten<\/em>). Die berechnete berufliche Mobilit\u00e4t zeigt auf, ob sie ihren Beruf in den maximal zehn Jahren nach Lehrabschluss gewechselt haben oder ob sie dem urspr\u00fcnglichen Lehrberuf erhalten geblieben sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm das Automatisierungs- und Substituierbarkeitspotenzial der Berufe einzusch\u00e4tzen, st\u00fctzt sich unsere Analyse auf den t\u00e4tigkeitsbasierten Ansatz. Dieser identifiziert das Substituierbarkeitspotenzial anhand des Anteils der Kernanforderungen eines Berufs, die durch eine Maschine oder einen Computer heute schon potenziell ersetzbar sind.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Das Substituierbarkeitspotenzial wird als hoch eingestuft, wenn mindestens 70 Prozent der T\u00e4tigkeiten bereits heute automatisiert werden k\u00f6nnten. Umgekehrt wird ein Beruf als gering substituierbar eingesch\u00e4tzt, wenn maximal 30 Prozent der T\u00e4tigkeiten ersetzbar sind.&#13;<\/p>\n<h2>Praxisassistentinnen wechseln Beruf kaum<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Mobilit\u00e4tsanalyse zeigt teils markante Unterschiede in den Wechselraten \u2013 das heisst im Anteil der Personen, die nach Abschluss der beruflichen Grundbildung ihren Beruf gewechselt haben: W\u00e4hrend bei den Polymechanikern zehn Jahre nach Lehrabschluss nur noch 17 Prozent im angestammten Beruf t\u00e4tig waren, waren es bei den Medizinischen Praxisassistentinnen noch 62 Prozent (siehe <em>Tabelle<\/em>). Interessant ist auch die grosse Spannweite der absolvierten Weiterbildungen auf Terti\u00e4rstufe: Bei den Polymechanikern betr\u00e4gt der Anteil 90 Prozent, bei den Detailhandelsfachpersonen und den Gesundheitsfachpersonen sind es rund 20 Prozent. Es zeigen sich also relativ grosse Unterschiede in den Weiterbildungsh\u00e4ufigkeiten zwischen den Berufen, was auf unterschiedliche Anforderungen des Arbeitsmarktes hinweisen k\u00f6nnte. Diese These bleibt allerdings zu pr\u00fcfen, da auch andere Faktoren, beispielsweise Geschlechtereffekte, eine Rolle spielen k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNeben den rein deskriptiven Beschreibungen haben wir die Berufe zudem anhand einiger Arbeitsbedingungen verglichen, welche einen Einfluss auf die gefundene berufliche Mobilit\u00e4t haben k\u00f6nnen. Einsch\u00e4tzungen der befragten Personen am Ende der Lehrzeit bringen Unterschiede in verschiedenen Bereichen hervor; so sch\u00e4tzen angehende K\u00f6che und K\u00f6chinnen ihre berufsbedingte Belastung beispielsweise signifikant h\u00f6her ein, als dies Lernende im kaufm\u00e4nnischen Bereich oder im Detailhandel tun.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr Informatikerinnen und Informatiker scheinen die Aufstiegs- und Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten in den Betrieben besser zu sein, als dies f\u00fcr Medizinische Praxisassistentinnen und Detailhandelsangestellte der Fall ist. Betrachtet man jedoch die Zufriedenheit mit dem Lehrberuf insgesamt, f\u00e4llt nur ein statistisch relevanter Unterschied auf: Kaufm\u00e4nnische Lernende sind demnach am Ende der Ausbildung unzufriedener als angehende Informatiker und Informatikerinnen. Schaut man sich dieselben Merkmale nach rund zehn Jahren im Erwerbsleben an, sind allerdings kaum mehr Unterschiede zwischen den Berufen erkennbar. Die Mechanismen, welche hinter dieser Angleichung stehen, sowie die Frage, ob die Arbeitsbedingungen die sp\u00e4tere berufliche Mobilit\u00e4t beeinflussen, m\u00fcssen weiter erforscht werden. Eine solche Untersuchung ist gerade im Kontext fortschreitender technologischer Entwicklung und ihrer Auswirkungen auf die einzelnen Berufe relevant, weil sie aufzeigen kann, wie unerw\u00fcnschte Mobilit\u00e4t durch eine bewusste Gestaltung der Arbeitsbedingungen bereits w\u00e4hrend der Ausbildung reduziert werden kann.&#13;<\/p>\n<h2>Hohes Automatisierungspotenzial bei Polymechanikern<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUnser Forschungsinteresse gilt auch der Frage, wie stabil Erwerbsverl\u00e4ufe in den verschiedenen Berufen sind. F\u00fcr die berufliche Mobilit\u00e4t ist deshalb auch das Automatisierungspotenzial entscheidend. Dieses gibt Aufschluss dar\u00fcber, wie stark ein Beruf durch die Automatisierung bedroht ist beziehungsweise wie gut gewisse T\u00e4tigkeiten durch Technologie substituiert werden k\u00f6nnen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass es auch hier grosse Unterschiede zwischen den Berufen gibt. So weist beispielsweise der Polymechanik-Beruf ein sehr hohes Substituierbarkeitspotenzial auf, w\u00e4hrend dieses bei medizinischen Berufen deutlich tiefer ist. Unsere Analysen zeigen, dass Berufe mit hohem Substituierbarkeitspotenzial auch eine hohe berufliche Mobilit\u00e4t verzeichnen. In Berufen, in denen viele T\u00e4tigkeiten potenziell durch technologische Entwicklungen ersetzt werden k\u00f6nnen, verlassen Personen den Lehrberuf also h\u00e4ufiger als in Berufen mit tiefem Substituierbarkeitspotenzial.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZwischen der technologischen Machbarkeit und der tats\u00e4chlichen Substituierung der T\u00e4tigkeiten, respektive der Berufe, gibt es jedoch keinen zwingenden Zusammenhang. Nicht zuletzt m\u00fcssen vorab auch ethische Fragen gekl\u00e4rt und rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. So gilt es beispielsweise zu pr\u00fcfen, welche Entscheidungen wir als Gesellschaft f\u00fcr richtig und falsch halten, und zu definieren, wer die Verantwortung f\u00fcr Sch\u00e4den und Fehler \u00fcbernimmt.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Das Substituierbarkeitspotenzial ist deshalb nur einer von vielen m\u00f6glichen Treibern der beruflichen Mobilit\u00e4t.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIst eine hohe Mobilit\u00e4t nun problematisch oder in gewissen F\u00e4llen sogar erw\u00fcnscht? Problematisch ist eine hohe Mobilit\u00e4t dann, wenn nicht mehr gen\u00fcgend ausgebildete Personen auf dem Arbeitsmarkt verf\u00fcgbar sind. Umgekehrt sind hohe Mobilit\u00e4tszahlen erw\u00fcnscht, wenn sich Arbeitnehmende innerhalb des Berufes weiterbilden und damit die gesamte Branche des Lehrberufs st\u00e4rken. Die hier dargestellten Ergebnisse aus unserer Analyse lassen keine Aussagen dar\u00fcber zu, ob die Mobilit\u00e4t in einem Beruf als zu hoch oder zu tief wahrgenommen wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn weiteren Phasen des laufenden Projekts wurden die Gr\u00fcnde f\u00fcr die beobachtbare Mobilit\u00e4t untersucht und umgekehrt gepr\u00fcft, welche Faktoren zu einem langfristigen Verbleib im Lehrberuf beitragen. Entsprechend unseren Erkenntnissen wurden spezifische Handlungsempfehlungen f\u00fcr Berufe mit unerw\u00fcnscht hoher beruflicher Mobilit\u00e4t abgeleitet und in einem praxisorientierten Leitfaden zusammengefasst.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Damit sollen Arbeitnehmende zum Verbleib im Beruf motiviert werden k\u00f6nnen, um so dem Ziel der lebenslangen Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit einen Schritt n\u00e4her zu kommen und dem weiterhin drohenden Fachkr\u00e4ftemangel gezielt entgegenzutreten.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Mobilit\u00e4tsanalyse ausgew\u00e4hlter Berufe (zehn Jahre nach Lehrabschluss)<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table style=\"height: 347px;\" width=\"606\">&#13;<\/p>\n<thead>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><strong>Lehrberuf mit Eidg. F\u00e4higkeitszeugnis<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><strong>Frauenanteil, in&nbsp;%<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><strong>noch im Lehrberuf, in&nbsp;%<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><strong>Beruf gewechselt, in&nbsp;%<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><strong>Weiterbildung terti\u00e4r, in&nbsp;%<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><strong>Substituierbarkeitspotenzial, in&nbsp;%<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;\n<\/thead>\n<p>&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Interactive Media Designer\/-in; Mediamatiker\/-in<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>26<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>0<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>87<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>43<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>70<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Polymechaniker\/-in<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>0<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>17<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>77<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>90<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>100<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Schreiner\/-in<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>12<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>30<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>61<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>33<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>58<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Detailhandelsfachmann\/-frau<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>67<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>30<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>57<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>19<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>63<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Kaufmann\/-frau<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>65<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>36<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>55<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>46<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>57<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Elektroinstallateur\/-in<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>45<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>53<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>41<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>63<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Informatiker\/-in<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>15<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>38<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>52<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>58<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>43<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>G\u00e4rtner\/-in<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>47<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>43<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>50<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>23<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>50<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Koch\/K\u00f6chin; Di\u00e4tkoch\/-k\u00f6chin<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>40<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>31<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>49<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>26<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>43<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Fachmann\/-frau Gesundheit<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>90<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>40<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>40<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>20<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>22<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Medizinische Praxisassistent\/-in<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>100<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>62<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>31<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>23<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>20<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Medici et al. (2020), TREE<\/span><\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Amosa (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Medici, Tschopp, Grote und Hirschi (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">TREE (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Dengler und Matthes (2015) und (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Schaudel\u00a0 (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Medici, Roth, Grote, Hirschi und Igic (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die hohe Durchl\u00e4ssigkeit und die diversen Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten im dualen Berufsbildungssystem der Schweiz erm\u00f6glichen eine Vielzahl beruflicher Karriereverl\u00e4ufe. Individuelle F\u00e4higkeiten und Interessen k\u00f6nnen sich innerhalb des Berufsbildungssystems entwickeln und dabei so miteinander vereint werden, dass der Wirtschaft f\u00fcr ihre unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse eine Vielzahl qualifizierter Arbeitskr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung stehen.&#13; &#13; Aktuelle Entwicklungen in Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":5073,"featured_media":101201,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[76],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":5073,"seco_co_author":[3448,4626,5080,5074,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Doktorandin, Lehrstuhl f\u00fcr Arbeits- und Organisationspsychologie, ETH Z\u00fcrich","seco_author_post_occupation_fr":"Doctorante, chaire de psychologie du travail et des organisations, \u00c9cole polytechnique f\u00e9d\u00e9rale de Zurich (EPFZ)","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":3448,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Dr. sc., Dozentin an der P\u00e4dagogischen Hochschule Luzern","seco_co_author_post_occupation_fr":"Charg\u00e9e de cours, Haute \u00e9cole p\u00e9dagogique de Lucerne"},{"seco_co_author":4626,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Professorin f\u00fcr Arbeits- und Organisationspsychologie, Departement Management, Technologie und \u00d6konomie, ETH Z\u00fcrich","seco_co_author_post_occupation_fr":"Professeure de psychologie du travail et des organisations, D\u00e9partement de gestion, technologie et \u00e9conomie, \u00c9cole polytechnique f\u00e9d\u00e9rale de Zurich (EPFZ)"},{"seco_co_author":5080,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Dr. phil., Postdoc und Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut f\u00fcr Psychologie, Universit\u00e4t Bern","seco_co_author_post_occupation_fr":"Collaboratrice scientifique, Institut de psychologie, universit\u00e9 de Berne"},{"seco_co_author":5074,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Professor f\u00fcr Arbeits- und Organisationspsychologie, Universit\u00e4t Bern","seco_co_author_post_occupation_fr":"Professeur de psychologie du travail et des organisations, universit\u00e9 de Berne"}],"short_title":"Automatisierung erh\u00f6ht die berufliche Mobilit\u00e4t","post_lead":"Je h\u00f6her der Anteil automatisierbarer T\u00e4tigkeiten, desto weniger Personen arbeiten zehn Jahre nach dem Lehrabschluss noch im selben Beruf. Das zeigt eine neue Studie zur beruflichen Mobilit\u00e4t von jungen Erwachsenen.","post_hero_image_description":"Rund vier von f\u00fcnf Polymechanikern wechseln nach Lehrabschluss ihren Beruf.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"Keystone","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Amosa (2015). <a href=\"https:\/\/www.amosa.net\/fileadmin\/user_upload\/projekte\/FMB\/01_FMB_Schlussbericht_DE.pdf\">Arbeitsmarktmobilit\u00e4t und Fachkr\u00e4ftemangel \u2013 Chancen und Herausforderungen f\u00fcr Stellensuchende und Unternehmen<\/a>.<\/li>&#13;\n \t<li>Bundesamt f\u00fcr Statistik (2014). <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/arbeit-erwerb\/nomenclaturen\/sbn2000.html\">Schweizer Berufsnomenklatur 2000 \u2013 SBN 2000<\/a>.<\/li>&#13;\n \t<li>Dengler, K. und Matthes, B. (2015). Folgen der Digitalisierung f\u00fcr die Arbeitswelt: Substituierbarkeitspotenziale von Berufen in Deutschland. IAB-Forschungsbericht.<\/li>&#13;\n \t<li>Dengler, K. und Matthes, B. (2018). Substituierbarkeitspotenziale von Berufen: Wenige Berufsbilder halten mit der Digitalisierung Schritt. IAB-Kurzbericht, 4, 12.<\/li>&#13;\n \t<li>Medici, G., Roth, M., Grote, G., Hirschi, A. und Igic, I. (2019). <a href=\"https:\/\/polybox.ethz.ch\/index.php\/s\/W22b7U7NQtPjtby\">Identifikation im Beruf durch Arbeitsgestaltung. Ein Praxisleitfaden.<\/a> ETH Z\u00fcrich &amp; Universit\u00e4t Bern.<\/li>&#13;\n \t<li>Medici, G., Tschopp, C., Grote, G. und Hirschi, A. (2020). <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0001879120301056?via%3Dihub\">Grass Roots of Occupational Change: Understanding Mobility in Vocational Careers<\/a>.\u00a0In: Journal of Vocational Behavior (in press).<\/li>&#13;\n \t<li>Schaudel, D. (2012). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1524\/auto.2012.0972\">Ethik und\/oder\/wegen Automatisierung!?<\/a> at \u2013 Automatisierungstechnik, 60(1), 4\u20139.<\/li>&#13;\n \t<li>TREE (2016). Dokumentation zur 1. TREE-Kohorte (TREE1), 2000\u20132016. Bern: TREE.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Die Studie im Detail","kasten_box":"Alle in der Stichprobe enthaltenen Personen haben ihre Ausbildung mit dem Eidgen\u00f6ssischen F\u00e4higkeitszeugnis (EFZ) abgeschlossen. Anhand der Schweizer Berufsnomenklatur 2000 des Bundesamts f\u00fcr Statistik[fnd]BFS (2014).[\/fnd] wurden die Lehrberufe mit den \u00fcber die Jahre hinweg berichteten Erwerbsberufen systematisch miteinander verkn\u00fcpft, wodurch unterschiedliche H\u00e4ufigkeiten von Berufswechseln pro Beruf identifizierbar werden. Die Schweizer Berufsnomenklatur gruppiert Berufe anhand der Zugeh\u00f6rigkeit zu verschiedenen Wirtschaftsbranchen und strukturiert sie auf f\u00fcnf hierarchischen Ebenen. Analyseebene f\u00fcr unsere Berechnungen war die tiefste Ebene, auf welcher Berufsarten, also beispielsweise Maler\/-innen vs. Elektromonteur\/-innen, miteinander verglichen werden k\u00f6nnen. \u00c4nderungen in Berufsbezeichnungen oder die Entstehung neuer Berufe (z.B. Fachfrau\/-mann Gesundheit) wurden in der Gruppierung der Berufe und der darauf basierenden Mobilit\u00e4tsanalyse ber\u00fccksichtigt. Die berechnete berufliche Mobilit\u00e4t zeigt auf, ob der Beruf in den maximal zehn Jahren nach Lehrabschluss gewechselt wurde oder ob Individuen dem Lehrberuf erhalten geblieben sind."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":101191,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":101195,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"97076","post_abstract":"Der technologische, wirtschaftliche und soziale Wandel verlangt nach gut ausgebildeten Personen, die sich im Verlauf ihrer Karriere weiterentwickeln und sich den Gegebenheiten anpassen k\u00f6nnen. F\u00fcr die Schweiz und ihr etabliertes Modell der Berufsbildung stellt sich nun die Frage, ob die berufliche Grundbildung f\u00fcr stabile Karriereverl\u00e4ufe sorgt. Forschende der ETH Z\u00fcrich und der Universit\u00e4t Bern haben die berufliche Mobilit\u00e4t nach absolvierter Lehre analysiert und den Einfluss technologischer Entwicklungen ber\u00fccksichtigt. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Berufen, sowohl in der Mobilit\u00e4t wie auch im Substituierbarkeitspotenzial. Es fand sich zudem ein Zusammenhang zwischen Substituierbarkeitspotenzial und beruflicher Mobilit\u00e4t.","magazine_issue":"20201001","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20200922","original_files":null,"external_release_for_author":"20200907","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5f0599e02d5df"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101188"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5073"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=101188"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101188\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125724,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101188\/revisions\/125724"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5074"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5080"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4626"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3448"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5073"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101201"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=101188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=101188"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=101188"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=101188"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=101188"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=101188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}