{"id":101375,"date":"2020-07-24T07:58:42","date_gmt":"2020-07-24T07:58:42","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/07\/burkard-medilanski-8-9-2020fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:52:44","modified_gmt":"2023-08-23T20:52:44","slug":"burkard-medilanski-8-9-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/07\/burkard-medilanski-8-9-2020\/","title":{"rendered":"Klimakompensation im Ausland: Die Pionierrolle der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p>Die Schweiz und Peru wollen noch dieses Jahr das weltweit erste Zusammenarbeitsabkommen gem\u00e4ss Artikel\u00a06 des Pariser Klima\u00fcbereinkommens abschliessen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Dadurch kann die Schweiz einen Teil ihrer CO<sub>2<\/sub>-Emissionen aus dem Verkehr kompensieren und gleichzeitig die emissionsarme Entwicklung Perus unterst\u00fctzen. Die Kompensationspflicht, die f\u00fcr Importeure fossiler Brennstoffe gilt, war bereits bisher eine zentrale Massnahme der Schweizer Klimapolitik im Inland (Inlandkompensation).<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Anl\u00e4sslich der <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20170071\">derzeitigen Totalrevision des Bundesgesetzes \u00fcber die Verminderung von Treibhausgasemissionen<\/a> \u2013 kurz: CO<sub>2<\/sub>-Gesetz \u2013 wird erwartet, dass diese inl\u00e4ndische Massnahme auch nach 2020 weitergef\u00fchrt wird. Zus\u00e4tzlich wird das Gesetz aber vermutlich um die M\u00f6glichkeit zur CO<sub>2<\/sub>-Verminderung im Ausland erweitert (Auslandkompensation).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/20091310\/index.html\">geltende CO<sub>2<\/sub>-Gesetz<\/a>, das 2013 in Kraft trat, soll dazu beitragen, den globalen Temperaturanstieg auf weniger als 2 \u00b0C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu beschr\u00e4nken. Um dies zu erreichen, beinhaltet das Gesetz mehrere Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen in den Sektoren, die fossile Energietr\u00e4ger nutzen. Das betrifft insbesondere den Bau-, den Verkehrs-, den Industrie- und den Abfallsektor. Ebenso sind die Importeure fossiler Treibstoffe verpflichtet, einen Teil der Emissionen zu kompensieren, die durch die Verwendung der Treibstoffe entstehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr den Verkehr sieht das Gesetz einen Kompensationsmechanismus als Alternative zu einer CO<sub>2<\/sub>-Abgabe auf Treibstoff vor. Dieser Mechanismus war w\u00e4hrend der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls von 2008 bis 2012 noch freiwillig und wurde von der Stiftung Klimarappen<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> auf Initiative der Erd\u00f6lvereinigung (heute Avenergy Suisse) umgesetzt. Damals betrug die CO<sub>2<\/sub>-Abgabe 1,5\u00a0Rappen pro Liter Treibstoff. Die Stiftung finanzierte damit Projekte zur Kompensation von CO<sub>2<\/sub> in der Schweiz und erwarb im Ausland Emissionsminderungszertifikate auf den Kohlenstoffm\u00e4rkten, die dem Kyoto-Protokoll unterstellt waren. In der Schweiz hat sie so 2,7\u00a0Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalente im Wert von \u00fcber 400\u00a0Millionen Franken reduziert; im Ausland wurden per Ende\u00a0M\u00e4rz 2014 \u00fcber 16\u00a0Millionen Emissionsminderungszertifikate im Wert von 240\u00a0Millionen Franken erworben.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls von 2013 bis 2020 wurde die Kompensationspflicht der Importeure fossiler Treibstoffe im geltenden Gesetz verankert. Die Erd\u00f6lvereinigung hat deshalb im Jahr 2012 die Stiftung Klimaschutz und CO<sub>2<\/sub>-Kompensation (Klik)<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> gegr\u00fcndet, um die gesetzlichen Pflichten von \u00fcber 90\u00a0Prozent der Treibstoffimporteure zu erf\u00fcllen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Treibstoffimporteure haben die Vorgabe, 10 Prozent der Verkehrsemissionen im Jahr 2020 durch Projekte in der Schweiz zu kompensieren. Das entspricht rund 1,5\u00a0Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>, die durch Projekte wie etwa den Bau der Biogasanlage in D\u00fcdingen kompensiert werden. Dieses Kompensationsziel wird voraussichtlich erreicht, und es kann wegen der potenziellen Investitionen f\u00fcr die Unternehmen, welche die Projekte umsetzen, interessant sein. Denn so kommen im Jahr 2020 vor allem Schweizer Unternehmen und Organisationen 150\u00a0Millionen Franken<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> an Investitionen zugute.&#13;<\/p>\n<h2>Gespr\u00e4che mit mehreren L\u00e4ndern<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nNach 2020 treten die Bestimmungen des Pariser Klima\u00fcbereinkommens an die Stelle des Kyoto-Protokolls. Dadurch ver\u00e4ndern sich die Rahmenbedingungen der internationalen Kohlenstoffm\u00e4rkte stark. Denn die Kompensationsaktivit\u00e4ten von Klik, die bis anhin auf die Schweiz beschr\u00e4nkt waren, werden neu aufs Ausland ausgedehnt. Durch die \u00dcbernahme des Pariser \u00dcbereinkommens hat sich die Schweiz zum Ziel gesetzt, bis 2030 die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen im Vergleich zum Stand von 1990 um 50\u00a0Prozent zu reduzieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei der Totalrevision des CO<sub>2<\/sub>-Gesetzes nach 2020 hat der Bundesrat vorgeschlagen, dass bis im Jahr 2030 h\u00f6chstens 40\u00a0Prozent dieser Reduktionen durch Massnahmen im Ausland erzielt werden sollen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Dies entspricht einem ambitionierten Ziel von rund 50\u00a0Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>, die im Zeitraum von 2021 bis 2030 durch Projekte im Ausland kompensiert werden sollen. Die Finanzierung w\u00fcrde somit \u00fcber 1,7\u00a0Milliarden Franken kosten, wenn man von einem hypothetischen Preis von 35\u00a0Franken pro Tonne f\u00fcr im Ausland verminderte CO<sub>2<\/sub>-Emissionen ausgeht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Pariser \u00dcbereinkommen schl\u00e4gt vor, dass die L\u00e4nder freiwillig zusammenarbeiten, um die nationalen Ziele f\u00fcr die Emissionsverminderung (Intended Nationally Determined Contribution, INDC) zu erreichen. Diese Zusammenarbeit kann sowohl bi- oder plurilateral<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> als auch multilateral<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nObwohl die Staaten an der letzten Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP25) noch keine Einigung \u00fcber die Regeln f\u00fcr die detaillierte Umsetzung von Artikel 6 des Pariser \u00dcbereinkommens erzielten, verfolgt die Schweiz dennoch bilaterale Vorbereitungen. Derzeit f\u00fchrt sie mit rund zehn L\u00e4ndern direkte Gespr\u00e4che. Dies mit dem Ziel, bilaterale Abkommen auszuhandeln, um die Kompensationsprojekte gem\u00e4ss Artikel\u00a06.2 des Pariser \u00dcbereinkommens umzusetzen. Hierbei m\u00fcssen die Vertragsparteien die wichtigsten Grunds\u00e4tze des Pariser \u00dcbereinkommens anwenden. Namentlich sind sie verpflichtet, die Umweltintegrit\u00e4t und die Transparenz zu gew\u00e4hrleisten, eine nachhaltige Entwicklung zu unterst\u00fctzen und ein verl\u00e4ssliches System anzuwenden, um Doppelz\u00e4hlungen bei den Emissionsverminderungen zu vermeiden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Kompensationsprojekte, welche die Stiftung Klik gest\u00fctzt auf ein bilaterales Abkommen finanziert, k\u00f6nnen unter anderem die Energieeffizienz im Bau- oder im Verkehrssektor erh\u00f6hen oder erneuerbare Energien f\u00f6rdern. Sie m\u00fcssen insbesondere drei grundlegende Kriterien erf\u00fcllen. Erstens: Die entsprechenden Emissionsverminderungen h\u00e4tten ohne das Projekt nicht erzielt werden k\u00f6nnen (sogenannte Zus\u00e4tzlichkeit der Emissionen). Zweitens: Das Projekt w\u00e4re nicht durchf\u00fchrbar gewesen, wenn nicht mit dem Verkauf der Bescheinigungen ein Ertrag erzielt worden w\u00e4re oder wenn es andere Hindernisse h\u00e4tte \u00fcberwinden m\u00fcssen; zum Beispiel, wenn es wegen ungeeigneter Rahmenbedingungen eine nicht etablierte Technologie h\u00e4tte nutzen m\u00fcssen (Zus\u00e4tzlichkeit der Investitionen). Und drittens: Das Projekt leistet vor Ort einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung.&#13;<\/p>\n<h2>Bessere \u00d6fen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUnter Mithilfe der Stiftung Klik sind zurzeit zwei Projekte f\u00fcr Peru in Ausarbeitung. Das \u00abTuki Wasi\u00bb-Projekt investiert in die Energieeffizienz der Haushalte. Insgesamt werden in den peruanischen Bergregionen 200\u2019000 verbesserte \u00d6fen verteilt, um den Verbrauch von Brennholz zu senken. Davon profitieren Familien, die in besonders bescheidenen Verh\u00e4ltnissen leben und nur Holz als Brennstoff verwenden. Ein neuer Ofen spart ca. 2,5\u00a0Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalente pro Jahr im Vergleich zu einem traditionellen Holzofen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBeim zweiten Projekt werden gr\u00fcne Kreditlinien eingef\u00fchrt, damit peruanische KMU Massnahmen mit geringem CO<sub>2<\/sub>-Ausstoss finanzieren k\u00f6nnen. Diese Kreditlinien st\u00fctzen sich auf die Vorarbeit des \u00abGreen Credit Trust Fund\u00bb, der vom Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) eingerichtet wurde und in Peru von 2004 bis 2018 bestand. Sie werden Garantien bieten und die Z\u00e4hlung der CO<sub>2<\/sub>-Reduktionen im Rahmen des internationalen Austauschs von Emissionsverminderungen (Internationally Transferred Mitigation Outcomes, ITMO) erm\u00f6glichen. Diese Garantien k\u00f6nnen den KMU den Zugang zu den Krediten lokaler Banken erleichtern, w\u00e4hrend die Ressourcen, die durch den Verkauf der ITMO mobilisiert werden, den Zeitraum f\u00fcr die Kreditr\u00fcckerstattung verk\u00fcrzen und die Solvenz der KMU verbessern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr jedes dieser beiden Projekte werden Emissionsverminderungen von 2\u00a0Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub> erwartet. Diese leisten einen Beitrag dazu, dass die Schweiz ihr Emissionsverminderungsziel erreicht.&#13;<\/p>\n<h2>Weitere Massnahmen sind n\u00f6tig<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit dem zunehmenden Ehrgeiz der L\u00e4nder, Treibhausgase zu vermindern, wird sich der Kompensationsmechanismus voraussichtlich \u00e4ndern. Ein Sonderbericht des Weltklimarats (IPCC) hat im Oktober 2018 die Auswirkungen einer Erderw\u00e4rmung von 1,5 \u00b0C bzw. 2 \u00b0C gegen\u00fcber dem vorindustriellen Niveau verglichen.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> Die Unterschiede sind betr\u00e4chtlich, insbesondere in Bezug auf das Wirtschaftswachstum in den tropischen L\u00e4ndern und auf der S\u00fcdhalbkugel. Der Bericht betont zudem, wie wichtig es ist, bis 2050 Klimaneutralit\u00e4t zu erreichen, damit die Erderw\u00e4rmung 1,5 \u00b0C nicht \u2013\u00a0oder nur sehr geringf\u00fcgig \u2013 \u00fcberschreitet. Im August 2019 teilte der Bundesrat mit, dass die Schweiz bis 2050 klimaneutral sein wolle.<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a> Im vergangenen M\u00e4rz schlug auch die Europ\u00e4ische Kommission vor, das Neutralit\u00e4tsziel im ersten europ\u00e4ischen Klimagesetz zu verankern.<a href=\"#footnote_12\" id=\"footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor\">[12]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Covid-19-Pandemie hat einen noch nie da gewesenen R\u00fcckgang der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen mit sich gebracht. Dieser R\u00fcckgang wurde Anfang April\u00a02020 auf durchschnittlich 17\u00a0Prozent gesch\u00e4tzt, doch er ist wahrscheinlich nur vor\u00fcbergehend, da er keine wesentlichen strukturellen Ver\u00e4nderungen im Wirtschafts-, im Energie- und im Verkehrssystem widerspiegelt.<a href=\"#footnote_13\" id=\"footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor\">[13]<\/a> Die Pandemie hat also nicht dazu gef\u00fchrt, dass weniger Massnahmen erforderlich sind, um die Ziele des Pariser \u00dcbereinkommens zu erreichen. F\u00fcr die Klimaneutralit\u00e4t wird man sogar noch mehr als bisher unternehmen m\u00fcssen. Der aktuelle Kompensationsmechanismus, den die Schweiz bis 2030 vorsieht, muss l\u00e4ngerfristig m\u00f6glicherweise anderen Modellen weichen \u2013 Modellen, welche die Partnerl\u00e4nder unterst\u00fctzen, eine emissionsarme Entwicklung zu erreichen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Bafu (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Burkard (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr weitere Informationen siehe <a href=\"https:\/\/www.klimarappen.ch\/\">Klimarappen.ch<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Stiftung Klimarappen (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr weitere Informationen siehe <a href=\"https:\/\/www.klik.ch\/\">Klik.ch<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Bei einem durchschnittlichen Preis von 100\u00a0Franken pro Tonne CO2.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Im Juni 2020 beschloss der Nationalrat, den Anteil der Reduktionen in der Schweiz von 60 auf 75 Prozent zu erh\u00f6hen. Das w\u00fcrde die Reduktionen im Ausland auf 25 Prozent verringern.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Art.\u00a06.2 des Pariser \u00dcbereinkommens.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Art.\u00a06.4 des Pariser \u00dcbereinkommens.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">IPCC (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Bundesrat (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_12\" class=\"footnote--item\">Europ\u00e4ische Kommission (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_13\" class=\"footnote--item\">Le Qu\u00e9r\u00e9 et al. (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz und Peru wollen noch dieses Jahr das weltweit erste Zusammenarbeitsabkommen gem\u00e4ss Artikel\u00a06 des Pariser Klima\u00fcbereinkommens abschliessen. Dadurch kann die Schweiz einen Teil ihrer CO2-Emissionen aus dem Verkehr kompensieren und gleichzeitig die emissionsarme Entwicklung Perus unterst\u00fctzen. Die Kompensationspflicht, die f\u00fcr Importeure fossiler Brennstoffe gilt, war bereits bisher eine zentrale Massnahme der Schweizer Klimapolitik im [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":4478,"featured_media":101396,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[97],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":4478,"seco_co_author":[5062,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Dr. phil. nat., Leiter Sektion Klimapolitik und Projektleiter \u00abKlimapolitik post 2020\u00bb, Bundesamt f\u00fcr Umwelt (Bafu), Bern","seco_author_post_occupation_fr":"Chef de la section Politique climatique et responsable du projet \u00ab Politique climatique apr\u00e8s 2020 \u00bb, Office f\u00e9d\u00e9ral de l\u2019environnement (Ofev), Berne","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":5062,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Dr. sc. nat., wissenschaftlicher Mitarbeiter, Sektion Klimapolitik, Bundesamt f\u00fcr Umwelt (Bafu), Bern","seco_co_author_post_occupation_fr":"Collaborateur scientifique, section Politique climatique, Office f\u00e9d\u00e9ral de l\u2019environnement (Ofev), Berne"}],"short_title":"Schweiz: Pionierin bei Klimakompensation","post_lead":"Das Klima\u00fcbereinkommen von Paris f\u00f6rdert die Zusammenarbeit von L\u00e4ndern bei der CO<sub>2<\/sub>-Reduktion. Ein weltweit erstes Abkommen dieser Art soll noch 2020 zwischen der Schweiz und Peru abgeschlossen werden.","post_hero_image_description":"In den Bergregionen Perus will das Projekt \u00abTuki Wasi\u00bb mit neuen \u00d6fen die Energieeffizienz der Haushalte verbessern.","post_hero_image_description_copyright_de":"Microsol","post_hero_image_description_copyright_fr":"Microsol","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Bundesamt f\u00fcr Umwelt (2019). <a href=\"https:\/\/t.co\/E2xYtPuKVE?amp=1\">Joint statement by Peru and Switzerland on article\u00a06 cooperation (Paris Agreement)<\/a>.<\/li>&#13;\n \t<li>Bundesrat (2019). <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-76206.html\">Bundesrat will bis 2050 eine klimaneutrale Schweiz<\/a>. Medienmitteilung, 28.\u00a0August, Bern.<\/li>&#13;\n \t<li>Burkard Reto (2019). Die Kompensationspflicht f\u00fcr Treibstoffimporteure: eine zentrale Massnahme der Schweizer Klimapolitik. Schweizerische Zeitschrift f\u00fcr Forstwesen, Januar, Vol.\u00a0170, Nr.\u00a01, 10\u201317.<\/li>&#13;\n \t<li>Europ\u00e4ische Kommission (2020). <a href=\"https:\/\/op.europa.eu\/de\/publication-detail\/-\/publication\/2bc20534-5e33-11ea-b735-01aa75ed71a1\">Vorschlag f\u00fcr eine Verordnung des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates zur Schaffung des Rahmens f\u00fcr die Verwirklichung der Klimaneutralit\u00e4t und zur \u00c4nderung der Verordnung (EU) 2018\/1999 (Europ\u00e4isches Klimagesetz)<\/a>. 4. M\u00e4rz, Br\u00fcssel.<\/li>&#13;\n \t<li>IPCC \u2013 Weltklimarat (2018). <a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\/sr15\/chapter\/spm\/\">Summary for Policymakers<\/a>. In: IPCC (2018), Global Warming of 1.5\u00b0C.<\/li>&#13;\n \t<li>Le Qu\u00e9r\u00e9 C., Jackson R. B., Jones M. W. et al. (2020). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41558-020-0797-x\">Temporary reduction in daily global CO2 emissions during the COVID-19 forced confinement<\/a>. Nature Climate Change, 19. Mai.<\/li>&#13;\n \t<li>Stiftung Klimarappen (2013). <a href=\"https:\/\/www.klimarappen.ch\/de\/.4.html\">Abschlussbericht 2005\u20132013<\/a>.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":101378,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":101382,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"96343","post_abstract":"Die Schweiz k\u00f6nnte weltweit das erste Land werden, das einen Teil seiner Treibhausgasemissionen durch die Zusammenarbeit mit Partnerl\u00e4ndern gem\u00e4ss Artikel 6 des Klima\u00fcbereinkommens von Paris kompensiert. Diese neue Art der Zusammenarbeit f\u00f6rdert eine emissionsarme Entwicklung und ist zugleich eine grosse Chance f\u00fcr Investitionen. Ein entsprechendes Abkommen wird demn\u00e4chst mit Peru abgeschlossen. Es soll zwei Projekte erm\u00f6glichen: Einerseits sollen bessere \u00d6fen den Holzverbrauch in peruanischen Haushalten verringern, andererseits sollen gr\u00fcne Kreditgarantien f\u00fcr peruanische KMU vergeben werden. Angesichts der aktuellen politischen Ambitionen bis 2050 klimaneutral zu werden, k\u00f6nnte der aktuelle Kompensationsmechanismus l\u00e4ngerfristig anderen Modellen weichen, welche die Partnerl\u00e4nder dabei unterst\u00fctzen, sich emissions\u00e4rmer zu entwickeln.","magazine_issue":"20200809","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20200724","original_files":null,"external_release_for_author":"20200724","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5edf70837422c"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101375"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4478"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=101375"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101375\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125739,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101375\/revisions\/125739"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5062"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4478"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101396"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=101375"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=101375"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=101375"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=101375"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=101375"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=101375"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}