{"id":101533,"date":"2020-07-21T09:05:28","date_gmt":"2020-07-21T09:05:28","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/07\/interview-wolter-8-9-2020fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:53:04","modified_gmt":"2023-08-23T20:53:04","slug":"ein-jahr-warten-bringt-gar-nichts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/07\/ein-jahr-warten-bringt-gar-nichts\/","title":{"rendered":"\u00abEin Jahr warten bringt gar nichts\u00bb"},"content":{"rendered":"<div class=\"content-copy-questions\">Herr Wolter, normalerweise beginnen rund zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre. Hat die Corona-Krise Auswirkungen darauf?<\/div>\n<p>Ohne Folgen bleibt das wegen der tiefen Rezession nicht. Unser Prognosemodell zeigt, dass wegen des Coronavirus in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren insgesamt rund 5000 bis 20\u2019000 Lehrvertr\u00e4ge weniger abgeschlossen werden k\u00f6nnten. Ob aus den Prognosen Realit\u00e4t wird, h\u00e4ngt vor allem von zwei Dingen ab: erstens, wie sich die Konjunktur in den n\u00e4chsten Monaten und Jahren tats\u00e4chlich entwickelt, und zweitens, wie effektiv die Massnahmen der Verbundpartner zur Bek\u00e4mpfung einer Lehrstellenkrise wirken.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Dennoch: Ende Juni waren bereits knapp 75 Prozent der Lehrvertr\u00e4ge unter Dach und Fach. Dies im Vergleich zum Total im Vorjahr. Das sieht doch erfreulich aus?<\/div>\n<p>Die Krise macht sich an gewissen Orten dieses Jahr noch nicht bemerkbar. Das ist sicherlich positiv. Viele Lehrvertr\u00e4ge wurden bereits vor der Corona-Krise unterzeichnet. Das ist insbesondere in der Deutschschweiz der Fall gewesen, wo \u00fcber 60 Prozent der Lehrstellen bei Ausbruch der Krise schon vergeben waren. Insgesamt rechnet das Modell f\u00fcr 2020 auch nur mit rund 3 Prozent weniger unterschriebenen Lehrvertr\u00e4gen im Vergleich zu einer Situation ohne Krise. Das entspricht etwas mehr als 2000 Ausbildungspl\u00e4tzen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wie l\u00e4sst sich diese Zahl einordnen?<\/div>\n<p>Ein Lehrvertrag, der nicht unterschrieben wird, bedeutet in der Regel, dass der Staat dann ein Br\u00fcckenangebot oder eine Zwischenl\u00f6sung finanzieren muss. \u00dcber den Daumen gepeilt, l\u00f6st das Kosten von zus\u00e4tzlich mindestens 5000 Franken pro Fall aus. Bei 2000 fehlenden Ausbildungspl\u00e4tzen sind das 10 Millionen Franken. Im Januar h\u00e4tte das noch einen Aufschrei provoziert, aber angesichts der zweistelligen Milliardenbeitr\u00e4ge durch die Corona-Hilfen des Bundes kann das niemanden mehr schocken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">In der Genferseeregion und im Tessin k\u00f6nnte die Situation dramatisch werden<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Bei den abgeschlossenen Lehrvertr\u00e4gen gibt es grosse regionale Unterschiede.<\/h3>\n<p>Ja, in der Westschweiz und im Tessin, wo traditionell die Lehrvertr\u00e4ge sp\u00e4ter unterzeichnet werden, sieht die Situation deutlich schlechter aus als in der Deutschschweiz. Bei Ausbruch der Krise waren in der Westschweiz rund 20 Prozent und im Tessin weniger als 10 Prozent der Lehrvertr\u00e4ge im Vergleich zum Vorjahr unterschrieben. In der Genferseeregion und im Tessin k\u00f6nnte die Situation somit dramatisch werden.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Weshalb gibt es diese Unterschiede zwischen der Deutschschweiz und der lateinischen Schweiz?<\/div>\n<p>Unter anderem, weil in der franz\u00f6sisch- und der italienischsprachigen Schweiz der Hang zur Allgemeinbildung gr\u00f6sser ist und man mit der Lehrstellensuche erst beginnt, wenn der Zulassungsentscheid zum Gymnasium oder f\u00fcr eine Fachmittelschule negativ ist. Auch die Betriebe warten mit der Vergabe der Lehrstellen, bis sich diese Jugendlichen melden.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Sie sagten zu Beginn, dass sich die Krise in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren auf den Lehrstellenmarkt auswirken wird. Hat die lange Dauer mit der Rezession zu tun?<\/div>\n<p>Teilweise. Aus der wissenschaftlichen Analyse der letzten dreissig Jahre wissen wir zwar, dass die Konjunktur eigentlich eine geringere Auswirkung auf den Lehrstellenmarkt in der Schweiz hat als beispielsweise demografische Aspekte wie Sch\u00fclerzahlen. Weil die jetzige Krise aber enorm ist, ist dieses Mal auch der Effekt der Konjunktur gr\u00f6sser als bei vergangenen Krisen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Versch\u00e4rfen die steigenden Sch\u00fclerzahlen in den n\u00e4chsten Jahren die Situation auf dem Lehrstellenmarkt zus\u00e4tzlich?<\/div>\n<p>Ja. Diese demografischen Prozesse sind zwar vom einen zum anderen Jahr kaum sp\u00fcrbar, aber \u00fcber zwei bis vier Jahre gesehen akzentuiert sich das Problem. Deshalb sollten im Moment eigentlich jedes Jahr mehr Lehrvertr\u00e4ge abgeschlossen werden als im Vorjahr, um das aufzufangen. Aber im Moment droht das Gegenteil.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Weshalb hat die Konjunktur historisch gesehen einen schwachen Einfluss auf das Angebot und die Nachfrage nach Lehrstellen?<\/div>\n<p>Die Berufsbildung hat sich in der Schweiz in den letzten zwanzig Jahren \u00fcber alle Branchen und Berufsgruppen hinweg etabliert. Einerseits in den modernen Dienstleistungsberufen wie der Informatik, andererseits aber auch in Gesundheitsberufen. Diese krisenrobusten Branchen stabilisieren den Einfluss der Konjunktur auf den Lehrstellenmarkt. Die Abst\u00fctzung war allerdings nicht immer so breit: In den Neunzigerjahren hatte der Strukturwandel die klassischen Berufsbildungsbranchen in der verarbeitenden Industrie und im Bausektor stark getroffen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Eine Empfehlung der Schweizerischen Berufsbildungs\u00e4mter-Konferenz (SBBK) besagt, dass Lehrvertr\u00e4ge noch bis Ende Oktober unterschrieben werden k\u00f6nnen. Welchen Zweck hat diese Massnahme?<\/div>\n<p>Dadurch soll vermieden werden, dass Lernende ohne Lehrvertrag im August 2020 ein Br\u00fccken- oder ein Auffangangebot in Anspruch nehmen m\u00fcssen und dadurch ein Jahr verlieren. Normalerweise werden die Lehrvertr\u00e4ge sp\u00e4testens im Juli unterschrieben, weil im August die Schulen beginnen. In der Schweiz ist es so, dass man nicht an eine Berufsfachschule kann, wenn man keinen Lehrvertrag hat. Da kratzt man also am Limit. Daraus ergeben sich nat\u00fcrlich auch Probleme f\u00fcr die Schulen, welche Klassen bilden m\u00fcssen und noch nicht wissen, ob noch drei oder vier zus\u00e4tzliche Lernende hinzukommen. Dass die Kantone zu solch drastischen Massnahmen schreiten, die systemisch enorm schwer zu verdauen sind, zeigt, wie ernst die Lage ist.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Der Bund unterst\u00fctzt Projekte von Kantonen und Wirtschaftsorganisationen, welche Lehrstellen f\u00f6rdern. Zum Beispiel mittels Coaching oder Mentoring. Weshalb unterst\u00fctzt der Staat nicht direkt die Firmen?<\/div>\n<p>Das w\u00e4re aus zwei Gr\u00fcnden weniger effizient. Erstens: In den Neunzigerjahren glaubte man, dass eine Lehre ein Verlustgesch\u00e4ft f\u00fcr einen Betrieb darstellt. Heute wissen die Betriebe, dass sie im Durchschnitt einen Gewinn machen am Ende der Lehre. Wer heute nicht ausbildet, tut dies, weil ihm im \u00f6konomischen Sinn das Wasser bis zum Hals steht. Er kann nicht garantieren, dass er die n\u00e4chsten drei bis vier Jahre Lernende ausbilden und bezahlen kann. Wenn ein solcher Betrieb also nicht ausbildet, tut er dem System der Berufsbildung vielleicht sogar einen Gefallen. Denn m\u00f6glicherweise st\u00e4nden diese Lernenden ein Jahr sp\u00e4ter wieder auf der Strasse, weil der Betrieb in Konkurs gegangen ist. Der zweite Grund sind sogenannte Mitnahmeeffekte: Der Staat kann nicht unterscheiden zwischen Betrieben, welche man wegen der Unterst\u00fctzung zu einer Ausbildung \u00fcberreden konnte, und solchen, die auch sonst ausgebildet h\u00e4tten. Studien zeigen, dass die Mehrheit der Betriebe, die solche Hilfen bekommen, auch sonst ausgebildet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Selbst in einer Hochkonjunktur hat man bis zu 10\u2019000 offene Lehrstellen<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Trotz Krise gibt es weiterhin Lehrbetriebe, die keine Lernende finden. Gem\u00e4ss der Lehrstellen-Datenbank Lena sind rund 16\u2019000 Lehrstellen noch nicht besetzt.<\/h3>\n<p>Das spricht nicht gegen eine Krise. Selbst in einer Hochkonjunktur hat man bis zu 10\u2019000 offene Lehrstellen und gleichzeitig ein Mehrfaches an Jugendlichen, die keine Lehrstelle fanden und in eine Zwischenl\u00f6sung gingen. Kurz: Wenn alle Jugendlichen eine Lehrstelle finden sollen, braucht es einen sehr grossen \u00dcberhang an Lehrstellen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Was ist der Grund f\u00fcr dieses Mismatching?<\/div>\n<p>Angebot und Nachfrage passen sowohl geografisch als auch in Bezug auf den spezifischen Beruf nicht immer zusammen. Wenn man Jugendliche fragt, wo sie eine Lehrstelle haben m\u00f6chten, dann w\u00fcrden alle am liebsten nur in der eigenen Gemeinde arbeiten. Aber die Lehrberufe sind nat\u00fcrlich regional enorm unterschiedlich verteilt, wenn man nur schon an die Branchencluster denkt.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Sie sagen also, die Lehrstellensuchenden m\u00fcssten \u00fcber ihren Schatten springen und auch eine weiter entfernte Stelle annehmen oder eine Lehre in einem anderen Beruf machen?<\/div>\n<p>Es gibt viele Jugendliche, die damit rechnen, dass sie in einem Jahr die besseren Chancen f\u00fcr ihre Traumlehrstelle haben. Leider geht dieser Plan meistens nicht auf. Wenn ich sage, dass sich die Jugendlichen nun ein bisschen weniger w\u00e4hlerisch verhalten sollen, dann werde ich in den Medien als zynisch bezeichnet. Aber in der gegenw\u00e4rtigen Situation ist es leider eben so. Unsere Prognosen zeigen: In einem Jahr wird die Situation voraussichtlich nicht besser sein, sondern vielleicht sogar schlechter. Ein Jahr warten bringt gar nichts. Denn dann steht man wieder im Wettbewerb mit den frischen Schulabg\u00e4ngern mit guten Noten, die um dieselben knappen und sehr beliebten Lehrberufe buhlen.<\/p>\n<h3>Trotzdem: Die Wahl des Lehrberufs ist eine wichtige Weichenstellung f\u00fcr das weitere Berufsleben.<\/h3>\n<p>\u00dcberhaupt nicht. Unser Berufsbildungssystem ist sehr flexibel, was die weiteren beruflichen und bildungsm\u00e4ssigen Entwicklungen nach der Lehre anbelangt. Neue Zahlen des Bundesamts f\u00fcr Statistik zeigen, dass f\u00fcnf Jahre nach der Lehre ein Grossteil der Lernenden nicht nur den Beruf gewechselt hat, sondern ein Viertel dank dem Berufswechsel einen beruflichen Aufstieg geschafft hat. Zudem kommt dann noch die M\u00f6glichkeit hinzu, sich an der Fachhochschule oder der h\u00f6heren Berufsbildung weiterzuentwickeln. Deshalb sollte man jetzt nicht ein bis zwei Jahre verlieren, nur weil man seine Traumlehre nicht bekommen hat. Diese Zeit investiert man besser sp\u00e4ter in eine Weiterbildung oder in den beruflichen Aufstieg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Wer gleich nach der Lehre arbeitslos wird, kann viele Jahre an den Folgen leiden<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">H\u00e4rter als die angehenden Lehrlinge k\u00f6nnte die Corona-Krise die Berufseinsteiger nach der Lehre treffen. Sehen Sie das auch so?<\/div>\n<p>Ja, Berufseinsteiger nach der Lehre trifft der Wirtschaftseinbruch doppelt hart. Einerseits, weil sie jetzt keine Stelle finden, und andererseits, weil sie an diesen Einstiegsproblemen noch Jahre leiden k\u00f6nnen, selbst dann, wenn die Wirtschaft wieder rund l\u00e4uft. Wer gleich nach der Lehre arbeitslos wird, kann viele Jahre an den Folgen leiden, etwa in Form tieferer L\u00f6hne oder eines erh\u00f6hten Risikos f\u00fcr Arbeitslosigkeit. Diese Vernarbungseffekte kann ein junger Mensch zwar reduzieren, wenn er sp\u00e4ter den Job wechselt. Aber das k\u00f6nnen nur die Besten.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">In normalen Zeiten bleiben rund 40 Prozent der Lernenden nach dem Abschluss im Lehrbetrieb. K\u00f6nnte diese Zahl in der Rezession deutlich sinken?<\/div>\n<p>Eher das Gegenteil wird der Fall sein. Grosse und mittlere Firmen, die einerseits sogenannte interne Arbeitsm\u00e4rkte anbieten k\u00f6nnen, wie grosse Detailh\u00e4ndler, Banken, Versicherungen, SBB oder Post, k\u00f6nnen ihren Lernenden Stellen an den unterschiedlichsten Standorten und in den unterschiedlichsten Bereichen anbieten. Andererseits werden die meisten gr\u00f6sseren Betriebe die Krise auch besser verkraften k\u00f6nnen als Klein- und Kleinstbetriebe. Ein weiterer Effekt wird sein, dass einige dieser Jugendlichen, die unter normalen Umst\u00e4nden nicht geblieben w\u00e4ren, jetzt in der Krise bleiben, weil sie keine andere M\u00f6glichkeit haben. Ein dritter, gegenl\u00e4ufiger Effekt hat zur Folge, dass mehr Lernende sofort in eine weitere Ausbildung wechseln \u2013 sei dies die Berufsmaturit\u00e4t nach der Lehre oder, falls sie die Berufsmaturit\u00e4t schon haben, der direkte \u00dcbertritt an H\u00f6here Fachschulen oder Fachhochschulen. L\u00e4ngerfristig gesehen ist dieser letzte Punkt einer der wenigen positiven Aspekte dieser Krise.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Weshalb?<\/div>\n<p>Weil der Entscheid, aufgrund einer guten konjunkturellen Lage auf ein Studium zu verzichten, auf lange Sicht nie ein guter Entscheid war. Denn ein Studium ist eine Investition in die n\u00e4chsten vierzig Jahre. So gesehen kann es sein, dass diese Jugendlichen \u2013 \u00fcber das Leben betrachtet \u2013 als Gewinner aus der Krise hervorgehen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Seit Beginn der Corona-Krise schnellt die Jugendarbeitslosigkeit \u00fcberdurchschnittlich in die H\u00f6he \u2013 woran liegt das?<\/div>\n<p>Dieser Effekt ist nicht Corona-spezifisch, er hat nun einfach fr\u00fcher im Jahr stattgefunden. Die Lage wird sich aber nach den Sommerferien nochmals akzentuieren. Jugendliche, die zum ersten Mal auf den Arbeitsmarkt treten, profitieren in Wachstumsphasen von den zus\u00e4tzlich geschaffenen Stellen, und diese offenen Stellen fehlen jetzt. Hinzu kommt: \u00dcberproportional viele junge Menschen sind in befristeten Arbeitsvertr\u00e4gen besch\u00e4ftigt, die jetzt dummerweise gerade auslaufen k\u00f6nnen. Auch die freiwilligen Fluktuationsraten spielen eine grosse Rolle. In einem normalen Jahr wechseln rund 10 bis 15 Prozent der ganzen Erwerbsbev\u00f6lkerung ihre Stelle. Von dieser Stellenrotation auf dem Jobkarussell haben die Jugendlichen bisher profitiert: Immer wenn jemand abgesprungen ist, wurde eine Stelle frei. Nun ist die Situation so, dass alle auf dem Karussell sitzen bleiben und niemand mehr absteigt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Wolter, normalerweise beginnen rund zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre. Hat die Corona-Krise Auswirkungen darauf? 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