{"id":101621,"date":"2020-07-15T07:19:34","date_gmt":"2020-07-15T07:19:34","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/07\/schluep-8-9-2020fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:53:01","modified_gmt":"2023-08-23T20:53:01","slug":"das-coronavirus-der-bananen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/07\/das-coronavirus-der-bananen\/","title":{"rendered":"Das Coronavirus der Bananen"},"content":{"rendered":"<p>Bananen geh\u00f6ren nach \u00c4pfeln und Zitrusfr\u00fcchten zu den beliebtesten Fr\u00fcchten. In der Schweiz essen wir pro Kopf und Jahr rund elf Kilo davon. F\u00fcr S\u00e4uglinge ist Bananenmus oft die erste feste Nahrung, und auch betagte Menschen k\u00f6nnen das weiche Fruchtfleisch m\u00fchelos verzehren. Ihren Erfolg verdanken Bananen nicht zuletzt ihrem N\u00e4hrwert. Sie sind beliebt als schnelle Energiespender und beinhalten verschiedene wichtige Vitamine und Mineralstoffe.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVergangenes Jahr importierte die Schweiz rund 97\u2019000 Tonnen Bananen im Wert von 104 Millionen Franken. Davon stammen die meisten aus Lateinamerika \u2013 mehrheitlich aus Kolumbien, gefolgt von Panama, Peru und Ecuador (siehe <em>Karte<\/em>). Im Laden k\u00f6nnen wir haupts\u00e4chlich die Dessertbanane der Sorte Cavendish kaufen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGlobal gesehen wurden im Jahr 2018 \u00fcber 115 Millionen Tonnen Bananen geerntet, wovon ein F\u00fcnftel im Wert von rund 12 Milliarden Franken exportiert wurde. F\u00fcr einzelne lateinamerikanische L\u00e4nder sind die Erl\u00f6se aus dem Bananenexport volkswirtschaftlich zentral: In Ecuador machen sie 16 Prozent des gesamten Exporterl\u00f6ses aus, in Guatemala sind es 9 Prozent, in Costa Rica 8 Prozent und in Kolumbien 3 Prozent.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Bananenproduktion und Vorkommen TR4-Pilz<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/05\/Schluep.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-96464\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/05\/Schluep.png\" alt=\"\" width=\"3122\" height=\"1584\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine wichtige globale Rolle \u2013 gerade bei der Ern\u00e4hrungssicherheit \u2013 spielt auch die Kochbanane. In vielen Entwicklungsl\u00e4ndern der Tropen und Subtropen hat sie eine \u00e4hnliche Bedeutung wie bei uns die Kartoffel. Im ostafrikanischen Uganda beispielsweise bilden Kochbananen die wichtigste St\u00e4rkequelle. Im Gegensatz zu Dessertbananen sind Kochbananen roh ungeniessbar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGegen\u00fcber einj\u00e4hrigen Kulturpflanzen wie Getreide haben Bananen einen grossen Vorteil: Die mehrj\u00e4hrigen Pflanzen k\u00f6nnen recht lange Trockenperioden \u00fcberstehen. Diese Eigenschaft wird immer wertvoller, da der Klimawandel zu variableren Niederschlagsmustern f\u00fchrt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Fataler Pilz<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDoch die Bananenproduktion steckt in existenziellen N\u00f6ten. Neben dem Klimawandel bedrohen verschiedene Krankheiten den Anbau. Besonders zu schaffen macht den Bananenproduzenten die \u00abPanamakrankheit\u00bb: Sogenannte Fusarium-Pilze<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> befallen die Wurzeln der Pflanze und unterbrechen den Transport von Wasser und N\u00e4hrstoffen, was dazu f\u00fchrt, dass die Bananenstauden welken und absterben. Die Pilze k\u00f6nnen jahrelang im Boden \u00fcberdauern. Pestizide n\u00fctzen nichts. Einzig resistente Bananensorten \u00fcberleben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZum ersten Mal tauchte die Panamakrankheit Anfang des 20. Jahrhunderts auf. Wie verletzlich der auf eine Kultursorte beschr\u00e4nkte Plantagenanbau ist, zeigte sich schon damals. Die Handelssorte Gros Michel, die nicht resistent ist, wurde deshalb in den 1960er-Jahren gr\u00f6sstenteils von der resistenten Sorte Cavendish abgel\u00f6st.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInzwischen bef\u00e4llt ein aggressiverer Stamm des Bodenpilzes Tropical Race 4 (TR4) auch die Sorte Cavendish.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> TR4 wurde erstmals in den 1970er-Jahren bei Cavendish-Bananen in Taiwan nachgewiesen und hat sich seither in den gr\u00f6ssten asiatischen Anbaugebieten (Indien, China, Indonesien, Thailand und den Philippinen) ausgebreitet. Im Jahr 2019 wurde TR4 erstmals auf einer Cavendish-Plantage in Lateinamerika, im Norden Kolumbiens, best\u00e4tigt. Die Fusarium-Pandemie ist sozusagen das Coronavirus der Bananen, wobei die Sterblichkeitsrate weitaus h\u00f6her ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin weiterer Pilz, der die Cavendish-Bananen bef\u00e4llt, ist der \u00abBlack Sigatoka\u00bb. Er ruft eine vorzeitige Reifung der Bananen hervor, weshalb diese nicht mehr verkauft werden k\u00f6nnen. Seit Jahrzehnten wird dieser Pilz mit Pestiziden bek\u00e4mpft. Das ist nicht nur teuer, sondern hat negative Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie rasche Verbreitung von Krankheiten h\u00e4ngt sowohl mit dem Plantagenanbau zusammen als auch mit der vegetativen Vermehrung. Dabei gedeihen neue Bananenpflanzen aus genetisch identischen Seitensprossen. Weil das Erbgut uniform bleibt, k\u00f6nnen sich Bananen an die Bedrohung durch Krankheiten nicht anpassen. Werden kranke Pflanzen nicht erkannt und vernichtet, kommt es zu schwer kontrollierbaren \u00dcbertragungen auf neues Pflanzenmaterial. Wetterextreme werden ebenfalls mit einer erh\u00f6hten Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr die Panamakrankheit assoziiert. St\u00fcrme und dadurch ausgel\u00f6ste \u00dcberflutungen k\u00f6nnen die Verbreitung der Fusarium-Pilze ebenfalls beschleunigen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>In Quarant\u00e4ne<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei der Bek\u00e4mpfung der Panamakrankheit ging es bisher prim\u00e4r um die Eind\u00e4mmung der Ausbreitung der Fusarium-Pilze. Analog zum Coronavirus ist deshalb die Diagnose der Pilzkrankheit wichtig. In Kolumbien konnten 2019 die zust\u00e4ndigen Institute zusammen mit Bioversity International und dem Internationalen Zentrum f\u00fcr tropische Landwirtschaft (CIAT) (siehe<em> Kasten<\/em>) den TR4-Befall rasch nachweisen und entsprechende Quarant\u00e4nemassnahmen ergreifen. So informierte die Internationale Regionalorganisation gegen Pflanzen- und Tierkrankheiten (Oirsa) ihre Mitgliedsl\u00e4nder in Mittel- und S\u00fcdamerika, um die notwendigen Schutz- und Quarant\u00e4nemassnahmen umzusetzen. Die \u00dcbertragung der Krankheit findet nicht nur durch infiziertes Pflanzgut, sondern auch durch den Menschen statt, der die Fusarien beispielsweise an den Schuhen von einem Ort zum anderen tr\u00e4gt.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine langfristig nachhaltige Strategie in der Bek\u00e4mpfung von TR4 ist die Z\u00fcchtung von resistenten Sorten. Dies ist jedoch schwierig, weil sich resistente Wildbananen nicht einfach mit Kulturbananen kreuzen lassen, da diese steril sind. Ausserdem darf die Kulturbanane bei einer erfolgreichen Z\u00fcchtung nicht die vom Konsumenten gesch\u00e4tzten Eigenschaften wie den s\u00fcsslichen Geschmack, das weiche Fruchtfleisch oder die fleckenlose Schale verlieren.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Wildbananen im Vorteil<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAn der Universit\u00e4t Queensland (Australien) gelang es dem Team von Professor James Dale, die TR4-Resistenz einer Wildbananenart mithilfe biotechnologischer Verfahren in die Kulturbanane Cavendish einzubringen, wobei die restlichen Eigenschaften der Cavendish intakt blieben. Es handelt sich um eine sogenannte cisgene Art, bei der das neue Gen von der gleichen Gattung (Musa) stammt. Da auch die modifizierte (cisgene) Cavendish im Wesentlichen steril ist, ist eine Auskreuzung in wilde Bananenarten h\u00f6chst unwahrscheinlich. Gem\u00e4ss der Gruppe um Professor Dale sind deshalb genetisch ver\u00e4nderte Bananen kompatibel mit biologischem Landbau.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas in der Wildart festgestellte TR4-Resistenzgen existiert auch in der Cavendish-Banane, ist dort aber wenig aktiv. Ein anderer Ansatz besteht deshalb darin, anhand von Genom-Editierung das entsprechende Gen zu reaktivieren. Dabei werden keine fremden Gene eingef\u00fcgt.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Die Frage ist allerdings, ob die Konsumenten cisgene oder Gen-editierte Bananen tats\u00e4chlich kaufen w\u00fcrden, auch wenn sie exakt dieselben Eigenschaften haben wie die konventionelle Kulturbanane und zudem erm\u00f6glichen, tonnenweise Pestizide einzusparen. Damit cisgene oder Gen-editierte Bananen eine Chance auf dem Markt haben, ist jedoch ein Umdenken bei Konsumenten und im Detailhandel gefragt.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Mehr Sorten<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUnabh\u00e4ngig von den M\u00f6glichkeiten der modernen Biotechnologie pl\u00e4diert Juan L. Restrepo, Direktor der Allianz von Bioversity International und CIAT, daf\u00fcr, die Vielfalt der Wildbananen (Agrobiodiversit\u00e4t) zu nutzen, um mehr Diversit\u00e4t bei der Kulturbanane zu erreichen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Die Probleme mit der Plantagen-Monokultur k\u00f6nnten damit ebenfalls angegangen werden. Die Ern\u00e4hrungssicherheit von Millionen von Menschen, Hunderttausende Jobs und eine Wertsch\u00f6pfungskette, die Milliarden wert ist, w\u00fcrden auf dem Spiel stehen, sagt Restrepo.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEr schl\u00e4gt deshalb vor, dass sich die betroffenen Akteure an der Schaffung einer Plattform f\u00fcr die gemeinsame Bek\u00e4mpfung von Bananenkrankheiten und die Erh\u00f6hung der Bananenvielfalt beteiligen, um die langfristigen strukturellen Probleme in den Griff zu bekommen. Das Ziel ist, geschmacklich und optisch vielf\u00e4ltige Bananen f\u00fcr den Detailhandel zu z\u00fcchten, die eine widerstandsf\u00e4hige und nachhaltige Bananenproduktion sicherstellen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAllerdings m\u00fcssten neue, auf Sortenvielfalt basierende Gesch\u00e4ftsmodelle auch finanziell nachhaltig sein. Sortenvielfalt ist mit h\u00f6heren Produktionskosten verbunden und nicht immer kompatibel mit den logistischen Anforderungen in der globalen Lieferkette. Ausserdem m\u00fcsste der Detailhandel bereit sein, die Sortenvielfalt im Regal zu offerieren \u2013 und zwar zu einem Preis, der sich f\u00fcr Bananenproduzenten rechnet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die grossen Bananenfirmen wie Chiquita, Dole oder Del Monte d\u00fcrfte die Cavendish-Banane auch in Zukunft der Verkaufsschlager unter den Bananen bleiben. Nicht zuletzt, da die Standards in der globalen Lieferkette auf die Sorte Cavendish ausgerichtet sind \u2013 was sich auf den Preis auswirkt.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Detailhandel in der Pflicht<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine genetisch verbesserte, resistente Cavendish-Banane, die bessere Ertr\u00e4ge mit weniger Pestiziden liefert, muss daher ebenfalls ein wesentliches Ziel einer solchen Plattform sein. Sie k\u00f6nnte auch ein Bewusstsein daf\u00fcr schaffen, dass die globale Bananen\u00f6konomie ein \u00d6kosystem mit vielf\u00e4ltigen Akteuren bildet, in dem alle Teil der L\u00f6sung sein k\u00f6nnen, wenn es eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit gibt. Dabei bildet der Dialog unter den involvierten Anspruchsgruppen (\u00abMulti-Stakeholder\u00bb-Dialog) die Grundlage f\u00fcr eine Regionen-spezifische Priorit\u00e4tensetzung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Marktmacht hat sich \u00fcber die letzten Jahrzehnte von den grossen Bananenmarken hin zu den Detailh\u00e4ndlern verschoben.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> In der ganzen Lieferkette sichern sich diese den gr\u00f6ssten Anteil der Margen im Bananengesch\u00e4ft (zwischen 21 und 43 Prozent).<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Bei Fair Trade oder biologischen Bananen unterscheiden sich die Margen unwesentlich von der traditionellen Lieferkette. Obwohl die Machtverh\u00e4ltnisse und die Interessen im Bananengesch\u00e4ft asymmetrisch sind, besteht Hoffnung. Denn angesichts der Herausforderungen und der Nachhaltigkeitsziele der UNO (SDGs), die das Engagement auch des Privatsektors einfordern, k\u00f6nnte ein \u00abMulti-Stakeholder\u00bb-Dialog ein Anfang sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Dale et al. (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Fusarium oxysporum f. sp. Cubense.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Dita et. al. (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Dita et al. (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Dale et. al. (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Maxmen (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Restrepo Ibiza (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">FAO (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Bartel et al. (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bananen geh\u00f6ren nach \u00c4pfeln und Zitrusfr\u00fcchten zu den beliebtesten Fr\u00fcchten. In der Schweiz essen wir pro Kopf und Jahr rund elf Kilo davon. F\u00fcr S\u00e4uglinge ist Bananenmus oft die erste feste Nahrung, und auch betagte Menschen k\u00f6nnen das weiche Fruchtfleisch m\u00fchelos verzehren. Ihren Erfolg verdanken Bananen nicht zuletzt ihrem N\u00e4hrwert. Sie sind beliebt als schnelle [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3350,"featured_media":101634,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[97],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3350,"seco_co_author":null,"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Dr. sc. tech., Leiterin Bereich Nachhaltige Wirkung, Zentrum f\u00fcr Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit (CCRS) an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich","seco_author_post_occupation_fr":"Responsable du secteur Impact durable, Centre pour la responsabilit\u00e9 entrepreneuriale et la durabilit\u00e9 (CCRS) \u00e0 l\u2019universit\u00e9 de Zurich","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"Das Coronavirus der Bananen","post_lead":"Ein Pilz bedroht den Bananenanbau weltweit. Einen Ausweg bieten neue Z\u00fcchtungen. Vor allem braucht es aber ein Umdenken beim Detailhandel und bei den Konsumenten.","post_hero_image_description":"Die meisten in der Schweiz verkauften Bananen stammen aus Kolumbien.","post_hero_image_description_copyright_de":"Shutterstock","post_hero_image_description_copyright_fr":"Shutterstock","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Bartel, C., Soldati, V., Ellenbroek, N. und Hunkeler, J. (2017). Embeddedness of Chiquita\u2019s Banana Production in Panama: The Potential to Mitigate Social and Ecological Problems. ATDF Journal, 9(1): 32\u201347.<\/li>&#13;\n \t<li>Dale, J., Paul, J.-Y., Dugdale, B. und Harding, R. (2017). Modifying Bananas: From Transgenics to Organics? Sustainability, 9(3), 333.<\/li>&#13;\n \t<li>Dita, M., Teixeira, L.A.J., O'Neill, W., Pattison, A.B., Weinert, M.P., Li, C.Y., Zheng, S.J., Staver, C., Thangavelu, R. und Viljoen, A. (2020). Current State of Fusarium Wilt of Banana in the Subtropics. Acta Horticulturae 1272, 45\u201356.<\/li>&#13;\n \t<li>FAO (2016). Ecuador\u2019s Banana Sector Under Climate Change: An Economic and Biophysical Assessment to Promote a Sustainable and Climate-Compatible Strategy. Von A. Elbehri, G. Calberto, C. Staver, A. Hospido, L. Roibas, D. Skully, P. Siles, J. Arguello, I. Sotomayor und A. Bustamante, Rom, Italien.<\/li>&#13;\n \t<li>Maxmen, A. (2019). CRISPR Might Be the Banana\u2019s Only Hope Against a Deadly Fungus. Nature, 574, 15.<\/li>&#13;\n \t<li>Restrepo Ibiza, J.L. (2019). <a href=\"https:\/\/www.portafolio.co\/opinion\/juan-lucas-restrepo-ibiza\/contra-natura-juan-lucas-restrepo-532834\">Contra natura<\/a>. Portafolio, 22. August.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Die Allianz Bioversity International und CIAT","kasten_box":"Seit Januar 2020 b\u00fcndeln Bioversity International (Zentrum f\u00fcr Agrobiodiversit\u00e4t) und CIAT (Internationales Zentrum f\u00fcr tropische Landwirtschaft) die Aktivit\u00e4ten in einer <a href=\"https:\/\/ciat.cgiar.org\/alliance\">Allianz<\/a>. Mit forschungsbasierten L\u00f6sungen soll die Vielfalt landwirtschaftlicher Kulturpflanzen nutzbar gemacht werden. Bioversity International und CIAT sind zwei von insgesamt f\u00fcnfzehn internationalen Agrarforschungszentren der Globalen Partnerschaft f\u00fcr Agrarforschung (CGIAR), die 1971 gegr\u00fcndet wurde. Die Schweiz ist ein Gr\u00fcndungsmitglied und aktuell Mitglied des Verwaltungsrats der CGIAR. F\u00fcr den Zeitraum 2020 bis 2021 unterst\u00fctzt die Schweiz die CGIAR mit rund 33 Millionen Franken.&#13;\n&#13;\nBei der Allianz koordiniert der Agraringenieur Nicolas Roux das Bananennetzwerk \u00ab<a href=\"http:\/\/www.musanet.org\">MusaNet<\/a>\u00bb. Darin haben sich alle wichtigen Interessenvertreter in einer Partnerschaft zusammengeschlossen, um die genetischen Ressourcen von Bananen, insbesondere die weltweit wichtigen Musa-Sammlungen, effizient und wirksam zu erhalten und deren Nutzung zu erleichtern. Die weltweit gr\u00f6sste Bananen-Gendatenbank befindet sich an der Universit\u00e4t Leuven in Belgien. Die Allianz stellt auch das Sekretariat der Plattform \u00ab<a href=\"http:\/www.promusa.org\/\">Pro Musa<\/a>\u00bb, wo Nachrichten, Wissen und Informationen \u00fcber Bananen ausgetauscht werden. Zudem koordiniert die Allianz die Bananen-Forschungsnetzwerke, die auf regionaler Ebene bestehen (zum Beispiel Musalac in Lateinamerika)."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":101624,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":101628,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"96088","post_abstract":"Die Banane ist die meistgehandelte Frucht weltweit und ein Grundnahrungsmittel f\u00fcr Millionen von Menschen. Doch der Anbau ist durch die Panamakrankheit bedroht. Diese hat das Potenzial, insbesondere den Exportl\u00e4ndern Mittel- und S\u00fcdamerikas grosse volkswirtschaftliche Sch\u00e4den zuzuf\u00fcgen. Die Allianz der internationalen Agrarforschungszentren Bioversity International (Zentrum f\u00fcr Agrobiodiversit\u00e4t) und Internationales Zentrum f\u00fcr tropische Landwirtschaft (CIAT) geht die Probleme in Zusammenarbeit mit Bananenforschungsinstituten weltweit an. Ziel ist die Z\u00fcchtung von krankheitsresistenten Bananensorten, die weiterhin die Eigenschaften haben, die vom Kunden nachgefragt werden. Eine gr\u00f6ssere Sortenvielfalt soll die strukturellen Probleme l\u00f6sen helfen. F\u00fcr den Erfolg zentral ist die Zusammenarbeit der wichtigsten Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Staat sowie Bauern- und Konsumentenorganisationen.","magazine_issue":"20200809","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20200724","original_files":null,"external_release_for_author":"20200704","external_release_for_author_time":"17:30:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5eccdbac9cca9"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101621"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3350"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=101621"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101621\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125755,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101621\/revisions\/125755"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3350"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101634"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=101621"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=101621"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=101621"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=101621"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=101621"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=101621"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}