{"id":102056,"date":"2020-05-22T10:30:46","date_gmt":"2020-05-22T10:30:46","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/05\/woerter-spescha-06-2020fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:53:27","modified_gmt":"2023-08-23T20:53:27","slug":"starker-trend-zur-konzentration-von-forschungs-und-entwicklungsausgaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/05\/starker-trend-zur-konzentration-von-forschungs-und-entwicklungsausgaben\/","title":{"rendered":"Starker Trend zur Konzentration von Forschungs- und Entwicklungsausgaben"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Jahrzehnten scheint es zunehmend schwieriger geworden zu sein, Innovationen hervorzubringen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Die Unternehmen m\u00fcssen immer mehr Mittel einsetzen, um erfolgreich neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln zu k\u00f6nnen. Dieser Trend kann langfristig die Innovationslandschaft eines Landes stark beeinflussen. Vergleicht man die Innovationsleistungen von verschiedenen L\u00e4ndern, zeigen sich \u00fcber die Zeit denn auch betr\u00e4chtliche Unterschiede.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei international vergleichenden Innovationsanalysen wie dem Global Innovation Index oder dem European Innovation Scoreboard befindet sich die Schweiz in der Regel in einer Spitzenposition. Dies ist prim\u00e4r auf verschiedene innovationsrelevante Infrastrukturindikatoren zur\u00fcckzuf\u00fchren: beispielsweise das allgemeine Humankapital, das sich mit der Dichte an Doktoratsabschl\u00fcssen oder als \u00ablife-long learning\u00bb messen l\u00e4sst, sowie diverse Patentindikatoren oder die Attraktivit\u00e4t des Hochschulsystems.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Gegensatz zu diesen sehr breit gefassten Studien fokussieren wir nur auf jene Innovationsindikatoren, welche die Verbreitung von Forschung und Entwicklung (F&amp;E) im Unternehmenssektor sowie die daf\u00fcr aufgewendeten Ressourcen messen. Die verschiedenen innovationsrelevanten Infrastrukturindikatoren werden in unserer Analyse explizit nicht ber\u00fccksichtigt (siehe <em>Kasten<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDabei zeigt sich Erstaunliches: Die permanent guten Werte der Schweiz bei den Infrastrukturindikatoren widerspiegeln sich nicht zwingend in den Innovationsanstrengungen der Unternehmen. So sinkt etwa der Anteil Unternehmen mit F&amp;E-Aktivit\u00e4ten in der Schweiz deutlich. Demnach ist eine sehr gut ausgebaute, innovationsrelevante Infrastruktur eine notwendige, jedoch keineswegs eine hinreichende Bedingung f\u00fcr nachhaltige Innovationsanstrengungen von Unternehmen.&#13;<\/p>\n<h2>Neue Impulse setzen kostet<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVon F&amp;E-Aktivit\u00e4ten spricht man bei angewandter Forschung mit direktem Bezug zu spezifischen Einsatzm\u00f6glichkeiten oder wenn bekannte wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entwicklung von neuen Produkten und Verfahren genutzt werden. Typische Beispiele sind etwa die Herstellung neuartiger Medikamente, Maschinen oder elektronischer Instrumente. Der Einsatz von F&amp;E ist in der Industrie deutlich h\u00e4ufiger verbreitet als im Dienstleistungssektor.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZudem sind solche Aktivit\u00e4ten \u00fcblicherweise teuer und riskant. Ein positiver Ertrag aus den Mitteln, die aufgewendet werden m\u00fcssen, ist nicht garantiert. Angesichts der steigenden Anforderungen f\u00fcr die Entwicklung von technischen Neuerungen kann es f\u00fcr Unternehmen durchaus Sinn machen, zuerst abzuwarten und erst dann dem Pfad der jeweiligen Marktf\u00fchrer zu folgen. F\u00fcr Unternehmen, die neue Impulse setzen wollen, f\u00fchrt jedoch kein Weg an der eigenst\u00e4ndigen Entwicklung von Innovationen und daher an Investitionen in F&amp;E vorbei.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn diesem Artikel messen wir die Verbreitung der F&amp;E-Aktivit\u00e4ten von Unternehmen \u00fcber drei verschiedene Indikatoren: den Anteil Unternehmen mit F&amp;E-Aktivit\u00e4ten gemessen an allen Unternehmen, den Anteil der gesamten F&amp;E-Ausgaben am Umsatz aller Unternehmen sowie den Anteil der innovativen Unternehmen, welche F&amp;E-Kooperationen mit Hochschulen eingehen.&#13;<\/p>\n<h2>Tendenz zur Konvergenz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Anteil Unternehmen mit F&amp;E-Aktivit\u00e4ten hat sich \u00fcber die letzten Jahre international etwas angeglichen (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Einerseits weil sich in den einst f\u00fchrenden L\u00e4ndern Schweiz und Deutschland die Anteile verringert haben, andererseits weil in \u00d6sterreich, Frankreich und teilweise auch in Italien die Anteile steigen. Einen besonders starken Anstieg verzeichnen die Niederlande, welche hinter Finnland auf dem zweiten Platz liegen. Mehr oder weniger unver\u00e4ndert bleibt Schweden, dessen Anteil weiterhin konstant hoch ist. Der beobachtbaren Konvergenz entzieht sich nur Finnland: Dort ist es gelungen, den Vorsprung sogar noch weiter auszubauen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Anteil Unternehmen mit Forschung und Entwicklung nach L\u00e4ndern (2002\u20132016)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Woerter_Spescha_Abb1-DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Woerter_Spescha_Abb1-DE').highcharts({\ntitle: {\n        text: ''\n    },\n\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: ''\n        },labels: {\n            format: '{value}%',\n           \n        },\n    },\n\n   xAxis: {\n        categories: ['2002\u20132004', '2004\u20132006', '2006\u20132008', '2008\u20132010', '2010\u20132012', '2012\u20132014', '2014\u20132016']\n    },\n\n    legend: {\n      \n    },\n\n    plotOptions: {\n        series: {\n            label: {\n                connectorAllowed: false\n            },\n            pointStart: 2010\n        }\n    },\n    plotOptions: {\n            line: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n\n    series: [{\n        name: 'Deutschland',\n        data: [35.1, 32.8, 30.6, 31.1, 26.4, 25.1, 24.8]\n    }, {\n        name: 'Frankreich',\n        data: [22.9,\t22.5,\t22.1,\t22.9,\t23.7,\t26.9,\t28.5]\n    }, {\n        name: 'Italien',\n        data: [21.5,\t19.2,\t17.0,\t18.7,\t15.5,\t14.5,\t22.0]\n    }, {\n        name: 'Niederlande',\n        data: [23.1,\t22.6,\t20.6,\t26.8,\t32.4,\t33.7,\t36.4]\n    }, {\n        name: '\u00d6sterreich',\n        data: [null,\t19.4,\t20.5,\t22.4,\t20.0,\t22.3,\t23.0]\n    }, {\n        name: 'Finnland',\n        data: [null,\tnull,\t35.6,\t36.8,\t33.6,\t36.2,\t43.8]\n    }, {\n        name: 'Schweden',\n        data: [33.0,\t28.8,\t27.2,\t28.9,\t29.0,\t28.1,\t29.1]\n    }, {\n        name: 'Schweiz',\n        data: [40.9,\t34.4,\t31.4,\t30.9,\t26.4,\t25.8,\t25.5]\n    }],\n\n    responsive: {\n        rules: [{\n            condition: {\n                maxWidth: 500\n            },\n            chartOptions: {\n                legend: {\n                    layout: 'horizontal',\n                    align: 'center',\n                    verticalAlign: 'bottom'\n                }\n            }\n        }]\n    }\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nQuelle: Eurostat, KOF \/ Die Volkswirtschaft&#13;<\/p>\n<h2>Schweiz: Wenige Firmen investieren viel<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei den gesamten F&amp;E-Ausgaben als Anteil am Umsatz aller Unternehmen zeigen sich ebenfalls unterschiedliche Entwicklungen (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). W\u00e4hrend Schweden die Anteile \u00fcber den gesamten Untersuchungszeitraum konstant auf hohem Niveau halten konnte, konnten Unternehmen in Deutschland, \u00d6sterreich und vor allem in der Schweiz ihre F&amp;E-Ausgaben im Vergleich zum Umsatz deutlich erh\u00f6hen. In Finnland und in Frankreich haben sich die Anteile von einem ehemals relativ hohen Niveau tendenziell verringert. Lediglich Italien zeigt auf niedrigem Niveau nur geringe Ver\u00e4nderungen \u00fcber die Zeit.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: F&amp;E-Ausgaben als Anteil des Umsatzes nach L\u00e4ndern (2002\u20132016)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Woerter_Spescha_Abb2-DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Woerter_Spescha_Abb2-DE').highcharts({\n title: {\n        text: ''\n    },\n\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: ''\n        }, labels: {\n            format: '{value}%',\n           \n        },\n    },\n   xAxis: {\n        categories: ['2002', '2004', '2006', '2008', '2010', '2012', '2014', '2016',]\n    },\n\n    legend: {\n      \n    },\n\n    plotOptions: {\n        series: {\n            label: {\n                connectorAllowed: false\n            },\n            pointStart: 2010\n        }\n    },\n    plotOptions: {\n            line: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n\n    series: [{\n        name: 'Deutschland',\n        data: [1.49,\t1.44,\t1.35,\t1.25,\t1.35,\t1.45,\t1.69,\t1.80]\n    }, {\n        name: 'Frankreich',\n        data: [2.15,\t2.23,\t2.00,\t1.77,\t1.64,\t1.74,\t1.76,\t1.64]\n    }, {\n        name: 'Italien',\n        data: [0.82,\t0.90,\t0.80,\t0.71,\t0.93,\t0.69,\t0.70,\t0.86]\n    }, {\n        name: 'Niederlande',\n        data: [1.08,\t1.18,\t1.24,\t1.33,\t1.08,\t1.50,\tnull,\tnull]\n    }, {\n        name: '\u00d6sterreich',\n        data: [null,\tnull,\tnull,\t1.41,\t1.68,\t1.72,\t1.96,\t2.19]\n    }, {\n        name: 'Finnland',\n        data: [2.15,\t2.24,\t2.24,\t2.32,\t2.41,\t2.29,\t2.31,\t1.90]\n    }, {\n        name: 'Schweden',\n        data: [null,\t2.93,\t3.00,\t2.84,\t2.36,\t2.98,\t2.86,\t3.40]\n    }, {\n        name: 'Schweiz',\n        data: [1.26,\t1.47,\t1.32,\t1.58,\t1.87,\t2.10,\t2.17,\t2.20]\n    }],\n\n    responsive: {\n        rules: [{\n            condition: {\n                maxWidth: 500\n            },\n            chartOptions: {\n                legend: {\n                    layout: 'horizontal',\n                    align: 'center',\n                    verticalAlign: 'bottom'\n                }\n            }\n        }]\n    }\n\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Eurostat, KOF \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie beiden Indikatoren aus Abbildung 1 und 2 zeigen kontrastierende Muster: Zum einen beobachten wir eine Gruppe von L\u00e4ndern, wo der Anteil der F&amp;E-aktiven Unternehmen abnimmt, w\u00e4hrend gleichzeitig der Umsatzanteil der F&amp;E-Ausgaben zunimmt. Das bedeutet, dass sich die steigenden F&amp;E-Anstrengungen zunehmend auf eine geringere Zahl von Unternehmen konzentrieren. Diese Entwicklung sehen wir in Deutschland und vor allem in der Schweiz.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGenau umgekehrt ist es in L\u00e4ndern wie Finnland oder Frankreich. Dort nimmt der Anteil der F&amp;E-aktiven Unternehmen zu, der durchschnittliche Umsatzanteil der F&amp;E-Ausgaben nimmt jedoch ab. Mit anderen Worten: Die F&amp;E-Anstrengungen haben sich auf eine gr\u00f6ssere Anzahl Unternehmen verteilt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin drittes Muster zeigt sich in \u00d6sterreich und bis 2012 auch in den Niederlanden: Dort nimmt sowohl der Anteil F&amp;E-aktiver Unternehmen als auch der Umsatzanteil der F&amp;E-Ausgaben zu. Einzig in Schweden bleibt die Situation auf konstant hohem Niveau: und zwar beim Anteil F&amp;E-aktiver Unternehmen wie auch beim F&amp;E-Umsatzanteil.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGemessen am Anteil der F&amp;E-aktiven Unternehmen hat die Schweiz ihre Spitzenposition, welche sie noch um das Jahr 2000 innehatte, also verloren. Momentan befindet sie sich im Mittelfeld der europ\u00e4ischen Vergleichsl\u00e4nder. Allerdings hat sich der Umsatzanteil der F&amp;E-Ausgaben in der Schweiz stark erh\u00f6ht, aktuell liegt die Schweiz damit knapp vor \u00d6sterreich auf Platz zwei, jedoch deutlich hinter Schweden. Auch hier gleichen sich die Schweiz und Deutschland: Beide L\u00e4nder b\u00fcssten ihre fr\u00fcheren Spitzenpl\u00e4tze beim Anteil der F&amp;E-aktiven Unternehmen ein, konnten ihre F&amp;E-Ausgaben jedoch erh\u00f6hen.&#13;<\/p>\n<h2>Mehr Kooperationen mit Hochschulen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHohe technische Anspr\u00fcche bei der Entwicklung von Innovationen kann es f\u00fcr Unternehmen attraktiv machen, sich das notwendige Know-how vermehrt \u00fcber Forschungskooperationen mit Hochschulen einzuholen. So auch in der Schweiz: Hierzulande hat sich der Anteil innovativer Unternehmen mit solchen F&amp;E-Kooperationen deutlich erh\u00f6ht. Nur \u00d6sterreich verzeichnet einen st\u00e4rkeren Anstieg (siehe <em>Abbildung 3<\/em>). Die Zusammenarbeit mit Hochschulen kann sich positiv auf das Unternehmenswachstum auswirken. So zeigt sich etwa, dass Unternehmen, die Kooperationen mit Hochschulen eingehen, deutlich h\u00f6here Ums\u00e4tze mit Marktneuheiten generieren.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Somit sind Hochschulen ein wesentlicher Faktor f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t eines Forschungsstandortes. Sie helfen F&amp;E-treibenden Unternehmen, ihre starke Stellung im globalen Innovationsmarkt zu halten.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 3: Ver\u00e4nderung F&amp;E-Kooperationen\/Innovationskooperationen mit Universit\u00e4ten und Fachhochschulen (2002\u20132016)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Woerter_Spescha_Abb3-DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Woerter_Spescha_Abb3-DE').highcharts({\n title: {\n        text: ''\n    },\n\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Index (2002-2004=100)'\n        }\n    },\n\n   xAxis: {\n        categories: ['2002\u20132004', '2004\u20132006', '2006\u20132008', '2008\u20132010', '2010\u20132012', '2012\u20132014', '2014\u20132016']\n    },\n\n    legend: {\n      \n    },\n\n    plotOptions: {\n        series: {\n            label: {\n                connectorAllowed: false\n            },\n            pointStart: 2010\n        }\n    },\n    plotOptions: {\n            line: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n\n    series: [{\n        name: 'Deutschland',\n        data: [100,\t114,\t127,\t164,\t168,\t166,\t148]\n    }, {\n        name: 'Frankreich',\n        data: [100,\t111,\t123,\t128,\t115,\t121,\t134]\n    }, {\n        name: 'Italien',\n        data: [100,\t106,\t112,\t113,\t119,\t149,\t126]\n    }, {\n        name: 'Niederlande',\n        data: [100,\t91,\t112,\t67,\t89,\t117,\t74]\n    }, {\n        name: '\u00d6sterreich',\n        data: [100,\t161,\t196,\t217,\t218,\t227,\t232]\n    }, {\n        name: 'Finnland',\n        data: [100,\t108,\t84,\t92,\t79,\t69,\t72]\n    }, {\n        name: 'Schweden',\n        data: [100,\t90,\t84,\t80,\t102,\t88,\t92]\n    }, {\n        name: 'Schweiz',\n        data: [100,\t124,\t122,\t125,\t137,\t146,\t160]\n    }],\n\n    responsive: {\n        rules: [{\n            condition: {\n                maxWidth: 500\n            },\n            chartOptions: {\n                legend: {\n                    layout: 'horizontal',\n                    align: 'center',\n                    verticalAlign: 'bottom'\n                }\n            }\n        }]\n    }\n\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Eurostat, KOF \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Die Zahlen f\u00fcr die Schweiz beziehen sich auf F&amp;E-Kooperationen, die Zahlen f\u00fcr die europ\u00e4ischen Vergleichsl\u00e4nder betreffen Innovationskooperationen, welche auch Zusammenarbeiten im Innovationsbereich \u00fcber andere Kan\u00e4le als F&amp;E-Kooperation einschliessen.<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Ursachen unbekannt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie genauen Ursachen f\u00fcr den sinkenden Anteil F&amp;E-aktiver Unternehmen in der Schweizer Wirtschaft sind momentan noch nicht bekannt. In den bisherigen Innovationsumfragen der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Z\u00fcrich wurden allerdings regelm\u00e4ssig \u00abhohe Kosten\u00bb, \u00ablange Amortisationsdauer\u00bb und \u00ableichte Kopierbarkeit\u00bb als die wichtigsten Innovationshemmnisse genannt. Diese haben im Zeitablauf jedoch nicht speziell an Bedeutung gewonnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm die effektiven Gr\u00fcnde f\u00fcr den R\u00fcckgang der F&amp;E-aktiven Unternehmen und die Konzentration der F&amp;E-Aktivit\u00e4ten im Detail zu untersuchen, hat die KOF im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) ein entsprechendes Forschungsprojekt gestartet. Erste Resultate sollten gegen Ende 2020 verf\u00fcgbar sein. Die weitere Entwicklung der F&amp;E-Landschaft sollte von der Politik unbedingt im Auge behalten werden. Denn innovative Produkte und Dienstleistungen, welche \u00fcber F&amp;E entwickelt wurden, wirken sich positiver auf das Umsatzwachstum aus.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Der R\u00fcckgang des Anteils der F&amp;E-aktiven Unternehmen in der Schweiz und Deutschland k\u00f6nnte daher zur Folge haben, dass innovationsbedingte Wachstumsimpulse dort k\u00fcnftig schw\u00e4cher ausfallen als in L\u00e4ndern mit einer positiveren Innovationsdynamik wie beispielsweise den Niederlanden oder in Finnland.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Bloom et al. (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Arvanitis et al. (2008).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Spescha und Woerter (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Jahrzehnten scheint es zunehmend schwieriger geworden zu sein, Innovationen hervorzubringen. Die Unternehmen m\u00fcssen immer mehr Mittel einsetzen, um erfolgreich neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln zu k\u00f6nnen. Dieser Trend kann langfristig die Innovationslandschaft eines Landes stark beeinflussen. Vergleicht man die Innovationsleistungen von verschiedenen L\u00e4ndern, zeigen sich \u00fcber die Zeit denn auch betr\u00e4chtliche Unterschiede.&#13; [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3015,"featured_media":102069,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[69,66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[],"post_content_subject":[125,230],"acf":{"seco_author":3015,"seco_co_author":[4235,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Titularprofessor und Leiter der Division Innovations\u00f6konomik, KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Z\u00fcrich","seco_author_post_occupation_fr":"Professeur titulaire et responsable de la division \u00c9conomie de l\u2019innovation, Centre de recherches conjoncturelles KOF de l\u2019EPF Zurich","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":4235,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Dr. sc., Wissenschaftlicher Mitarbeiter, KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Z\u00fcrich","seco_co_author_post_occupation_fr":"Collaborateur scientifique, Centre de recherches conjoncturelles (KOF) de l\u2019\u00c9cole polytechnique f\u00e9d\u00e9rale de Zurich (EPFZ)"}],"short_title":"Konzentration von Forschungs- und Entwicklungsausgaben","post_lead":"Der Anteil Firmen, die in Innovation investieren, sinkt in der Schweiz schon seit L\u00e4ngerem. 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(2017). <a href=\"https:\/\/www.nber.org\/papers\/w23782\">Are Ideas Getting Harder to Find?<\/a> (No. w23782). National Bureau of Economic Research.<\/li>&#13;\n \t<li>Spescha, A. und Woerter, M. (2018). <a href=\"https:\/\/www.sbfi.admin.ch\/sbfi\/de\/home\/dienstleistungen\/publikationen\/publikationsdatenbank\/inno-ch-pw.html\">Innovation in der Schweizer Privatwirtschaft \u2013 Ergebnisse der Innovationserhebung 2016<\/a>, KOF Konjunkturforschungsstelle der ETHZ im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)<\/li>&#13;\n \t<li>Spescha, A. und Woerter, M. (2019). <a href=\"https:\/\/www.sbfi.admin.ch\/sbfi\/de\/home\/dienstleistungen\/publikationen\/publikationsdatenbank\/inno-ch-pw.html\">Innovation and Firm Growth over the Business Cycle. In: Industry and Innovation, 26(3), 321\u2013347.<\/a><\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Datengrundlage","kasten_box":"Die Daten \u00fcber die europ\u00e4ischen L\u00e4nder stammen aus der Datenbank des statistischen Amtes der Europ\u00e4ischen Union (Eurostat). Diese werden seit 2004 \u00fcber den Community Innovation Survey (CIS) erhoben. Die Daten f\u00fcr die Schweiz werden von der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Z\u00fcrich im Rahmen von Innovationsumfragen erhoben. Die Basis in allen gezeigten Grafiken sind alle Unternehmen eines Landes, welche gem\u00e4ss Eurostat in den innovationsrelevanten Branchen aktiv sind. Es werden dabei nur Unternehmen mit mindestens zehn Besch\u00e4ftigten ber\u00fccksichtigt. Die Referenzzeitr\u00e4ume f\u00fcr die Schweiz weichen in den ersten vier Beobachtungszeitr\u00e4umen leicht von den \u00fcbrigen L\u00e4ndern ab: n\u00e4mlich 2000\u20132002, 2003\u20132005, 2006\u20132008, 2009\u20132011. 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Gleichzeitig haben sich jedoch in beiden L\u00e4ndern die F&amp;E-Ausgaben als Anteil am Umsatz deutlich erh\u00f6ht, wodurch eine Konzentration der F&amp;E-Aktivit\u00e4ten stattgefunden hat. Eine umgekehrte Tendenz zeigt sich in den Niederlanden und in \u00d6sterreich. Da F&amp;E-Aktivit\u00e4ten ein wichtiger Bestandteil f\u00fcr die Entwicklung von neuen Produkten und Verfahren sind, k\u00f6nnten die innovationsbedingten Wachstumsimpulse in der Schweiz und Deutschland k\u00fcnftig schw\u00e4cher ausfallen als in L\u00e4ndern mit einer breiter aufgestellten Innovationslandschaft wie beispielsweise den Niederlanden.","magazine_issue":"20200601","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20200525","original_files":null,"external_release_for_author":"20200430","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5e25579e4a651"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102056"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3015"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=102056"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102056\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125792,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102056\/revisions\/125792"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4235"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3015"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156807"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156002"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/102069"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=102056"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=102056"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=102056"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=102056"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=102056"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=102056"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}