{"id":102726,"date":"2020-03-13T09:30:24","date_gmt":"2020-03-13T09:30:24","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/03\/eberhard-4-2020fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:55:28","modified_gmt":"2023-08-23T20:55:28","slug":"der-wert-der-schweiz-als-reiseland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/03\/der-wert-der-schweiz-als-reiseland\/","title":{"rendered":"Der Wert der Schweiz als Reiseland"},"content":{"rendered":"<p>Schweizer Tourismus-Fachleute wissen es nat\u00fcrlich schon lange, und es wird ihnen immer wieder versichert: Die Schweiz geniesst international einen sehr guten Ruf. Letztmals best\u00e4tigte das der <a href=\"https:\/\/www.eda.admin.ch\/dam\/eda\/de\/documents\/das-eda\/landeskommunikation\/Kurzbericht_PRS_Imagemonitor_2018.pdf\">Imagemonitor 2018<\/a>, eine internationale und repr\u00e4sentative Befragung von Pr\u00e4senz Schweiz, der Abteilung f\u00fcr Landeskommunikation im Aussendepartement. Laut dem Imagemonitor h\u00e4lt dieser positive Gesamteindruck unseres Landes in den meisten untersuchten L\u00e4ndern schon sehr lange an und blieb dabei erstaunlich stabil. Der Bericht zeigt auch, dass dieses Image inhaltlich insbesondere von den hiesigen Bilderbuch-Landschaften sowie den bekannten traditionellen Schweizer Produkten lebt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweiz ist weltweit vor allem auch dank des Tourismus bekannt und beliebt. Denn die Mehrheit der Befragten kennt die Schweiz als Urlaubsdestination oder hat sie sogar selber schon bereist. Gerade die ausgezeichnete Verkehrs- und Beherbergungsinfrastruktur sowie die hohe Dienstleistungsqualit\u00e4t verm\u00f6gen diesbez\u00fcglich positive Akzente zu setzen. Wenn man die Befragten bittet, spontan Begriffe zu nennen, die sie mit dem Tourismusland Schweiz verbinden, sind es Berge, Alpen, Schokolade und Uhren, die einen nachhaltigen Eindruck machen.&#13;<\/p>\n<h2>#VERLIEBTindieSCHWEIZ<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie hohe Zufriedenheit mit dem touristischen Angebot und deren Relevanz f\u00fcr das Image des Landes spiegelt sich auch im \u00abTourismus-Monitor Schweiz\u00bb, der von der nationalen Tourismus-Marketingorganisation Schweiz Tourismus durchgef\u00fchrt wird. Der \u00abMonitor\u00bb ist die gr\u00f6sste touristische G\u00e4stebefragung der Schweiz, die alle vier Jahre die Meinung von \u00fcber 20\u2019000 Ferieng\u00e4sten in der Schweiz einholt. Deshalb und aufgrund unserer Tourismuswerbung wissen wir: Attribute wie Berge, Landschaft und Natur sind vor allem in den \u00dcberseem\u00e4rkten bedeutend. Je ferner die L\u00e4nder, in denen wir f\u00fcr die Schweiz werben, desto mehr Einfluss auf das Schweizer Image haben die klassischen schneegekr\u00f6nten Berge, die tiefblauen Seen und die feine Schweizer Schokolade. H\u00e4ufig sind es ausl\u00e4ndische Touristinnen und Touristen, welche \u00fcber unsere pittoresken Berg- und Landschaftspanoramen schw\u00e4rmen und entsprechende Bilder und Filme auf Instagram, Twitter etc. mit dem Hashtag #Switzerland posten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUnd genau hier haken wir ein, gemeinsam mit unseren Partnern der Tourismuspromotion. Auch wir nutzen solche Hashtags gerne als Werbung f\u00fcr das Ferien- und Reiseland Schweiz \u2013 beispielsweise indem wir und unsere G\u00e4ste zeigen: Wir sind schwer #VERLIEBTindieSCHWEIZ. Mittlerweile sind es insgesamt mehr als vier Millionen Fans und Follower, die ihre Begeisterung \u00fcber die Schweiz auf unseren sozialen Medien teilen. Und zudem schicken wir j\u00e4hrlich fast 3000 Medienschaffende aus der ganzen Welt \u2013 darunter auch viele \u00abInfluencer\u00bb \u2013 los, die sch\u00f6ne Schweiz zu entdecken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese internationale touristische Kommunikation \u00fcber unser Land ist fast vollst\u00e4ndig positiv besetzt. Die Erlebnisse und Geschichten der Medienschaffenden und \u00abInfluencer\u00bb erreichen und beeinflussen so weltweit potenzielle G\u00e4ste. Die rund 17\u2019000 Berichterstattungen generieren insgesamt circa 14 Milliarden Views. Erg\u00e4nzt wird diese Medienarbeit mit zus\u00e4tzlichen Bildern, Erlebnissen und Geschichten \u00fcber die Schweiz, die von Schweiz-Reisenden unentgeltlich geteilt werden und so weitere rund sechs Milliarden Mal gesehen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese auffallende Kommunikation \u00fcber das Ferienland Schweiz f\u00fchrt nachweislich zu \u00fcber 14 Prozent aller \u00dcbernachtungen, die in der Schweiz zustande kommen. Dies beweist die Wirkungsforschung von Schweiz Tourismus, die von der Universit\u00e4t St. Gallen beglaubigt ist. Damit verf\u00fcgt die Kommunikation von Schweiz Tourismus \u00fcber eine enorm starke internationale Strahlkraft und tr\u00e4gt wesentlich zum hervorragenden Ruf der Schweiz in der Welt bei. Der Beitrag des Bundes sowie die zus\u00e4tzlichen Mittel der Tourismuspartner f\u00fcr gemeinsame Marketingaktivit\u00e4ten zahlen sich also aus.&#13;<\/p>\n<h2>Indischer Filmstar als Werbetr\u00e4ger<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin Beispiel ist Indien. Dort ist das Ferienland Schweiz bereits seit Jahrzehnten ber\u00fchmt und beliebt. Nicht zuletzt dank dem Auftritt als traumhafte Kulisse in unz\u00e4hligen Bollywood-Filmen. Die Schweizer Berge und Landschaften dienten auf der Kinoleinwand oft als Hintergrund f\u00fcr romantische Sing- und Tanzsequenzen der in ganz Asien bekannten und ber\u00fchmten Stars. Diese sch\u00f6ne, heile Welt galt f\u00fcr Inderinnen und Inder lange als die Traumdestination schlechthin.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nHeutzutage sehnen sich aber insbesondere junge, urbane Inder nach anderen Ferienzielen und -erlebnissen. Die Urlaubsdestinationen ihrer Eltern oder gar Grosseltern verm\u00f6gen die heutigen Generationen in den indischen St\u00e4dten kaum mehr vom Hocker zu reissen. Sie lassen sich mit dem antiquierten Filmkulissen-Image deshalb kaum mehr begeistern. Neue und hippe Destinationen drohten deshalb der Schweiz den Rang abzulaufen, und es bestand die Gefahr, dass das Image des Reiselandes Schweiz in Indien langsam verstaubte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDoch Schweiz Tourismus entschied sich, Gegensteuer zu geben. Der indische Social-Media- und Filmstar Ranveer Singh \u2013 mit Jahrgang 1985 selber ein Millennial \u2013 wurde als neuer Marken- und Imagebotschafter f\u00fcr die Schweiz engagiert. Ranveer teilt mit seinen Anh\u00e4ngern, von denen er allein auf Twitter \u00fcber 13 Millionen und auf Instagram fast 30 Millionen hat, seine Schweizer Ferienerlebnisse. So zeigt er, wie perfekt die Schweiz auch auf die Bed\u00fcrfnisse von jungen G\u00e4sten zugeschnitten ist, die hippe Aktivit\u00e4ten und aktive oder gar abenteuerliche Ferien suchen. Und auch in seinen Filmen kommt die Schweiz als Kulisse vor, unter seinem Namen und mit seinem Gesicht jedoch in neuem Glanz und im neuen Kleid. Das zeigt Wirkung: Wir stellen fest, dass Ferien in der Schweiz f\u00fcr indische G\u00e4ste nun pl\u00f6tzlich als \u00absexy\u00bb und \u00abtrendy\u00bb gelten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese f\u00fcr unser Land neuen Imagekomponenten fallen auf und sorgen f\u00fcr Nachfrage. Als Folge dieser Kampagne nimmt die Anzahl der j\u00fcngeren indischen G\u00e4ste in der Schweiz in letzter Zeit merklich zu, eine neue Generation von Inderinnen und Indern kommt auf Ranveers Spuren in die Schweiz. Aber nicht nur sie: Die Hotel\u00fcbernachtungen von G\u00e4sten aus Indien generell haben dank Ranveer Singh einen eigentlichen Boom erfahren. 2018 kamen beinahe 810\u2019000 Logiern\u00e4chte zustande; das sind fast zehn Prozent mehr als noch im Vorjahr. 2019 sind die \u00dcbernachtungen zwar wieder leicht zur\u00fcckgegangen auf 793\u2019000, aber dennoch: Schweiz Tourismus ist es also gelungen, den Staub auf dem Image der Schweiz in Indien wegzublasen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDoch damit nicht genug. In Zukunft wollen wir noch st\u00e4rker auf Erstbesucher, eine h\u00f6here Wertsch\u00f6pfung und bessere geografische und saisonale Verteilung der Nachfrage fokussieren. Dabei spielen starke Imagekomponenten wie eine funktionierende und hochwertige touristische Infrastruktur und eine unglaublich vielf\u00e4ltige und eindr\u00fcckliche Natur eine grosse Rolle. Auch die individualisierte Ansprache potenzieller G\u00e4ste mit spezifischen Interessen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ihnen soll gezeigt werden, dass solche zu ihren Interessen passenden Erlebnisse auch in der Schweiz m\u00f6glich sind. Hierzu geh\u00f6rt auch eine klarere Kommunikation \u00fcber die zahlreich vorhandenen, klimafreundlichen Reiseangebote vom \u00f6ffentlichen Verkehr bis zu den entsprechenden Initiativen der Unterkunftsbranche. Denn unsere weltweiten Kommunikationsmassnahmen und unsere Kampagnen sollen auch in Zukunft ihre eindr\u00fcckliche Strahlkraft erhalten und damit das Image der Schweiz st\u00e4rken.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schweizer Tourismus-Fachleute wissen es nat\u00fcrlich schon lange, und es wird ihnen immer wieder versichert: Die Schweiz geniesst international einen sehr guten Ruf. Letztmals best\u00e4tigte das der Imagemonitor 2018, eine internationale und repr\u00e4sentative Befragung von Pr\u00e4senz Schweiz, der Abteilung f\u00fcr Landeskommunikation im Aussendepartement. 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Teil der nationalen Tourismuswerbung kann sogar ein Imagewandel sein: so geschehen in Indien, wo die Schweiz sich von der verstaubten Grosseltern-Destination zu einem hippen und gesuchten Reiseziel auch f\u00fcr junge Leute mausern konnte.","magazine_issue":"20200401","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20200324","original_files":null,"external_release_for_author":"20200302","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5e2eb710ea657"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102726"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4986"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=102726"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102726\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125844,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102726\/revisions\/125844"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4986"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156827"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156030"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=102726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=102726"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=102726"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=102726"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=102726"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=102726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}