{"id":102771,"date":"2020-02-25T11:31:07","date_gmt":"2020-02-25T11:31:07","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/02\/legge-lukaszukfr\/"},"modified":"2023-08-23T22:55:13","modified_gmt":"2023-08-23T20:55:13","slug":"freihandelsabkommen-nutzen-firmen-die-vorteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/02\/freihandelsabkommen-nutzen-firmen-die-vorteile\/","title":{"rendered":"Freihandelsabkommen: Nutzen Firmen die Vorteile?"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00f6konomische Literatur ist sich uneins, ob Freihandelsabkommen (FHA) positiv oder negativ zu bewerten sind.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Zwar wird der Handel durch den Abbau von Z\u00f6llen erleichtert, allerdings nur zwischen den beiden Freihandelspartnern. Beziehen Firmen ineffiziente Vorprodukte aus einem FHA-Partnerland nur deshalb, weil diese zollbeg\u00fcnstigt sind, dann kann dies den internationalen Handel verzerren. Der Grund f\u00fcr die Verzerrungen ist, dass dann zwar die billigste, aber nicht unbedingt die am effizientesten produzierte Ware importiert wird. Ausserdem haben FHA den Nachteil, dass Beh\u00f6rden pr\u00e4ferenzielle Z\u00f6lle nur dann gew\u00e4hren, wenn Firmen bei der Einfuhr nachweisen k\u00f6nnen, dass die G\u00fcter den Ursprungsregeln gen\u00fcgen. Diese Regeln stellen sicher, dass das Produkt zu einem massgeblichen Teil im Partnerland hergestellt wurde. So auch beispielsweise beim Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China: Produziert eine Firma Maschinen in der Schweiz, kann sie diese nur dann zollbeg\u00fcnstigt nach China exportieren, falls ein hinreichend grosser Teil der Wertsch\u00f6pfung in der Schweiz stattgefunden hat. Um diesen Nachweis zu erbringen, m\u00fcssen die Firmen den Herstellungsprozess entsprechend dokumentieren und gegebenenfalls anpassen. Das kostet. Firmen w\u00e4gen daher ab: Sollen sie das Abkommen nutzen und die Kosten f\u00fcr den Ursprungsnachweis in Kauf nehmen? Oder sollen sie darauf verzichten und stattdessen die \u00fcblichen Einfuhrz\u00f6lle entrichten?&#13;<\/p>\n<h2>Unvollst\u00e4ndige Exportdaten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Schweizer Handelspolitik sind Freihandelsabkommen von zentraler Bedeutung. Denn die Schweiz ist klein und hoch entwickelt und stark in die Weltwirtschaft eingebunden. Entsprechend wichtig ist es, zu verstehen, in welchem Ausmass heimische und ausl\u00e4ndische Firmen die bestehenden Abkommen nutzen. Im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) hat die Universit\u00e4t St. Gallen diese Frage untersucht.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm zu berechnen, wie stark die FHA beim Import genutzt werden, haben wir s\u00e4mtliche Einfuhrdaten der Eidgen\u00f6ssischen Zollverwaltung aufgearbeitet. Schwieriger war es, die Nutzung der FHA f\u00fcr Exporte zu berechnen. Denn diese kann nur mit den Zolldaten der Freihandelspartner kalkuliert werden. Das Seco hat diese Partner angefragt und die n\u00f6tigen Daten teilweise erhalten. Allerdings braucht es f\u00fcr eine genaue Auswertung sehr detaillierte Daten, welche nicht alle Handelspartner bereitgestellt haben. Gem\u00e4ss Seco soll deshalb k\u00fcnftig ein regelm\u00e4ssiger und standardisierter Datenaustausch zwischen den FHA-Partnerl\u00e4ndern erfolgen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDennoch: Insgesamt deckt unsere Auswertung den Grossteil des schweizerischen Aussenhandels ab. Die Zahlen zeigen, dass beim Import in die Schweiz rund 85 Prozent der Waren aus FHA-Partnerl\u00e4nder kommen. Beim Export gehen \u00fcber 75 Prozent in die FHA-Partnerl\u00e4nder, von denen Daten vorliegen.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Von der Analyse ausgeschlossen sind G\u00fcter, f\u00fcr die Einfuhrquoten gelten. Der Grund ist, dass keine detaillierten Daten zur Aussch\u00f6pfung der Quoten vorliegen. Die analysierten Importe belaufen sich insgesamt auf 175 Milliarden Franken, die Exporte auf 214 Milliarden Franken.&#13;<\/p>\n<h2>Verbilligte Anoraks aus China<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBeim Import von G\u00fctern aus dem Ausland kommen verschiedene Zolls\u00e4tze zur Anwendung. Der Standardzoll ist der sogenannte MFN-Tarif (Most Favoured Nation oder Meistbeg\u00fcnstigungszollsatz). Jedes Mitgliedsland der Welthandelsorganisation (WTO) hat f\u00fcr alle Produktgruppen einen MFN-Zollsatz festgelegt. Betr\u00e4gt dieser null, so bietet ein FHA keinen Zollvorteil. In der Schweiz ist mehr als ein Drittel der Importe bereits zollfrei. Und auch die \u00fcbrigen Tarife sind niedrig. Trotzdem k\u00f6nnte die Mehrheit der Schweizer Importe von einem FHA zus\u00e4tzlich profitieren, wenn Firmen von den darin gew\u00e4hrten Zollpr\u00e4ferenzen Gebrauch machen. Dieser Zoll liegt tiefer als der MFN-Zollsatz und kommt dann zur Anwendung, wenn beim Import die im FHA festgelegten Ursprungsregeln erf\u00fcllt werden. So w\u00fcrden etwa Anoraks aus China normalerweise einem regul\u00e4ren Zollsatz von 575 Franken pro 100 kg unterliegen. Ist hingegen nachgewiesen, dass die Wertsch\u00f6pfung zu mindestens 40 Prozent in China erfolgte, entf\u00e4llt dieser Zoll vollst\u00e4ndig.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm die Nutzung von Freihandelsabkommen zu analysieren, werden zwei zentrale Kennziffern verwendet: einerseits die Nutzungsrate. Sie zeigt den Anteil der tats\u00e4chlich \u00fcber das Freihandelsabkommen eingef\u00fchrten Importe gemessen an all den G\u00fctern, die potenziell unter dem FHA g\u00fcnstiger h\u00e4tten importiert werden k\u00f6nnen. Dabei ausgeschlossen sind zollfreie sowie anderweitig beg\u00fcnstigte Waren, f\u00fcr die ein FHA keinen tieferen Zollsatz bietet.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Die andere wichtige Kennzahl ist die Einsparquote. Sie misst den Anteil der realisierten Zolleinsparungen im FHA gemessen an den potenziell m\u00f6glichen Einsparungen.&#13;<\/p>\n<h2>Hohe Nutzungsrate bei Exporten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWo Unternehmen von einem FHA profitieren k\u00f6nnen, tun sie das mehrheitlich. Das zeigen unsere Berechnungen der Nutzungsrate. Diese betr\u00e4gt importseitig rund 73 Prozent und blieb von 2016 bis 2018 stabil. Mit anderen Worten: Etwa drei Viertel aller Importe, bei denen Unternehmen von einem FHA-Pr\u00e4ferenzzoll profitieren k\u00f6nnen, gelangten in diesem Zeitraum tats\u00e4chlich pr\u00e4ferenziell in die Schweiz. Allerdings betraf dies vor allem G\u00fcter mit einer grossen Pr\u00e4ferenzmarge, d. h. G\u00fcter, bei denen der Unterschied zwischen MFN-Zoll und Zollpr\u00e4ferenz tendenziell h\u00f6her war. Dass die Einsparquote mit knapp 86 Prozent \u00fcber der Nutzungsrate liegt, verdeutlicht, dass die Pr\u00e4ferenzen h\u00e4ufiger bei Produkten mit \u00fcberdurchschnittlichem Einsparpotenzial genutzt wurden. Konkret wurden 2018 dank den Freihandelsabkommen bei den Importen 2,5 von theoretisch m\u00f6glichen 3 Milliarden Franken Zoll eingespart (siehe <em>Abbildung 1<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDeutlich h\u00f6her als bei den Importen ist die Nutzungsrate bei den Exporten in die untersuchten Partnerl\u00e4nder. 2018 betrug sie rund 80 Prozent.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Gleichzeitig wurden 80,4 Prozent der theoretisch m\u00f6glichen Zolleinsparungen auch realisiert. Das heisst: 1,8 von m\u00f6glichen 2,3 Milliarden Franken wurden eingespart.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: M\u00f6gliche und tats\u00e4chliche Zolleinsparungen in Freihandelsabkommen der Schweiz (2018)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Legge_Lukaszuk_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Legge_Lukaszuk_1_de').highcharts({\n      chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['Importe', 'Exporte']\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Zolleinsparungen (in Mio. Franken)'\n        },\n        stackLabels: {\n            enabled: false,\n\n        }\n    },\n  \n    tooltip: {\n        headerFormat: '<b>{point.x}<\/b><br\/>',\n        pointFormat: '{series.name}: {point.y} Mio. Franken <br\/>Total: {point.stackTotal} Mio. 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So ist etwa die FHA-Nutzungsrate bei EU- und Efta-Partnern deutlich h\u00f6her als in anderen L\u00e4ndern. Verbesserungspotenzial gibt es vor allem bei Importen aus Deutschland und beim Handel mit China. Allerdings muss die Nutzungsrate relativiert werden: Da es bei einigen G\u00fctern schwieriger ist, die Zollpr\u00e4ferenzen zu nutzen, ist auch die Komposition der importierten Produkte aus dem jeweiligen Land entscheidend. Anhand des Produktmixes haben wir deshalb f\u00fcr jedes Land eine erwartete Nutzungsrate gesch\u00e4tzt. So erwarten wir beispielsweise f\u00fcr die Importe aus China eine im Vergleich zu den anderen L\u00e4ndern tiefe Nutzungsrate, da die Schweiz viele Textilien aus China importiert (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Beim Import von Textilien ist die Nutzung von Freihandelsabkommen aufgrund der restriktiven Ursprungsregeln und fragmentierten Wertsch\u00f6pfungsketten generell schwieriger als bei anderen Industrieprodukten. Tiefe Nutzungsraten aufgrund des Produktmixes erwarten wir ferner auch bei Importen aus Grossbritannien oder bei Exporten nach Japan.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Erwartete und tats\u00e4chliche Nutzungsrate von FHA nach L\u00e4ndern (2018)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Legge_Lukaszuk_2_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Legge_Lukaszuk_2_1_de').highcharts({\n          title: {\n        text: 'Import'\n    },\n      xAxis: {\n        categories: ['Deutschland', 'Italien', 'Frankreich', 'China', 'Grossbritannien', '\u00d6sterreich', 'Niederlande', 'Spanien', 'Tschechien', 'Japan']\n    },\n   yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Nutzungsrate auf Importseite'\n        },\n        labels: {\n            format: '{value}%'\n        },\n    },\n    tooltip: {\n        headerFormat: '<b>{series.name}<\/b><br\/>',\n        pointFormat: '{point.y}%'\n    },\n    series: [{\n        type: 'column',\n        name: 'Tats\u00e4chliche Nutzungsrate',\n        data: [74.8,86.8,83.8,43.0,60.6,89.0,65.7,86.3,84.3,46.8],\n        marker: {\n            enabled: false\n        },\n        \n    }, {\n        type: 'scatter',\n        name: 'Erwartete Nutzungsrate auf Basis des Produktmixes',\n        data: [77.1,69,63.5,52.5,54,79.2,77,78.7,76.3,67.7],\n       \n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Legge_Lukaszuk_2_2_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Legge_Lukaszuk_2_2_de').highcharts({\n          title: {\n        text: 'Export'\n    },\n      xAxis: {\n        categories: ['Deutschland', 'Frankreich', 'China', 'Italien', 'Grossbritannien', 'Japan', 'Belgien', '\u00d6sterreich', 'Niederlande', 'Spanien']\n    },\n   yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Nutzungsrate auf Exportseite'\n        },\n        labels: {\n            format: '{value}%'\n        },\n    },\n    tooltip: {\n        headerFormat: '<b>{series.name}<\/b><br\/>',\n        pointFormat: '{point.y}%'\n    },\n    series: [{\n        type: 'column',\n        name: 'Tats\u00e4chliche Nutzungsrate',\n        data: [93.3,94.7,35.9,94.5,89.3,53.7,85.8,93.8,83.5,83.4],\n        marker: {\n            enabled: false\n        },\n        \n    }, {\n        type: 'scatter',\n        name: 'Erwartete Nutzungsrate auf Basis des Produktmixes',\n        data: [76.7,86,81.7,88.8,86.7,55.9,85.1,88.6,79.1,81.7],\n       \n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Gezeigt sind jeweils die Top-10-Partnerl\u00e4nder nach Handelsvolumen.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Eigene Berechnung und Darstellung der Autoren \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUnterschiede gibt es auch zwischen den Branchen. Ein bedeutender Teil der realisierten Zolleinsparungen konzentriert sich auf einige Sektoren. So haben Schweizer Firmen vor allem beim Import von Kunststoffen, Molkereiprodukten und Papierwaren von den Freihandelsabkommen profitiert. Allein 55 Millionen Franken wurden bei Werbedrucken, Verkaufskatalogen und dergleichen aus Deutschland eingespart. Auf der Exportseite profitieren die Handelspartner insbesondere im Uhrensektor mit Einsparungen von \u00fcber 300 Millionen Franken. Dennoch k\u00f6nnten noch deutlich mehr Zollabgaben eingespart werden, wenn die m\u00f6glichen Einsparungen auch tats\u00e4chlich realisiert w\u00fcrden. Am gr\u00f6ssten ist das ungenutzte Sparpotenzial beim Import von Kleidung oder Verkehrsmitteln sowie beim Export von Maschinen.&#13;<\/p>\n<h2>Sparpotenzial bei Autoimporten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUnsere Studie zeigt auch auf, bei welchen Handelsbeziehungen und Produktgruppen die Nutzungsrate von Freihandelsabkommen noch relativ niedrig ist. Beispielsweise k\u00f6nnte bei Autoimporten aus Deutschland oder Kleiderimporten aus China deutlich mehr gespart werden. Was der Grund daf\u00fcr ist, bleibt zu kl\u00e4ren. M\u00f6glich ist, dass die Nutzung von FHA aufgrund globaler Wertsch\u00f6pfungsketten schwierig ist. Deshalb m\u00fcsste man untersuchen, ob die Nutzung von FHA in diesen und anderen Branchen aufgrund von restriktiven Ursprungsregeln eingeschr\u00e4nkt wird. Bei globalen Wertsch\u00f6pfungsketten m\u00fcssen auch M\u00f6glichkeiten zur Kumulation des Ursprungs ber\u00fccksichtigt werden. In weiteren Untersuchungen w\u00e4re es interessant, zu erfahren, welche Determinanten (Transaktionsvolumen, Einsparpotenzial oder Pr\u00e4ferenzmarge) wie stark beeinflussen, ob eine Firma ein FHA nutzt oder nicht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus der Beantwortung dieser Fragen lassen sich dann Massnahmen ableiten, welche die Schweizer Handelspolitik umsetzen kann, etwa um die Nutzung von FHA vor allem bei Produkten mit hohem Zollersparnispotenzial zu erh\u00f6hen. Ganz allgemein bleibt jedoch die Frage offen, ob Freihandelsabkommen handelsschaffend oder verzerrend sind. Auch hier k\u00f6nnte weitere Forschung wichtige Erkenntnisse f\u00fcr die Politik liefern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Dani Rodrik (2018). What Do Trade Agreements Really Do? In:\u00a0 Journal of Economic Perspectives, 23(2), S.73\u201390.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Legge, Stefan und Piotr Lukaszuk (2019). Analyse zur Nutzung von Freihandelsabkommen im Auftrag des Seco. Universit\u00e4t St. Gallen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Enthalten sind die Daten der EU, von Albanien, Bosnien und Herzegowina, China, Hongkong, Japan, Kanada, Korea, Mexiko, Serbien, S\u00fcdafrika, der T\u00fcrkei, der Ukraine.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Anderweitig beg\u00fcnstigte Waren umfassen etwa R\u00fccksendungen oder zollbeg\u00fcnstigte, zweckgebundene Einfuhren.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Allerdings hat die Nutzungsrate gegen\u00fcber dem Vorjahr um rund 3 Prozentpunkte abgenommen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00f6konomische Literatur ist sich uneins, ob Freihandelsabkommen (FHA) positiv oder negativ zu bewerten sind. 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Hierzu z\u00e4hlen Informationen zum bilateralen Handel, der Umfang von pr\u00e4ferenziellen Zollmargen, Nutzungsraten f\u00fcr die wichtigsten Sektoren sowie potenzielle und realisierte Zolleinsparungen. Der FHA-Monitor ist demn\u00e4chst online erh\u00e4ltlich auf Seco.admin.ch."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":102774,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":102778,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"92249","post_abstract":"F\u00fcr eine kleine, hoch entwickelte Volkswirtschaft wie die Schweiz ist der internationale Handel zentral. Seit Jahrzehnten ist die schweizerische Politik darum bem\u00fcht, diesen Handel durch den Abschluss von Freihandelsabkommen (FHA) zu erleichtern. Beim Import verbilligen sich dadurch die ausl\u00e4ndischen Waren f\u00fcr Konsumenten und Firmen. Beim Export verbessern FHA die Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Schweizer Firmen im Ausland. Zentraler Bestandteil von FHA sind die pr\u00e4ferenziellen Z\u00f6lle. Diese sind tiefer als regul\u00e4re Einfuhrz\u00f6lle. Allerdings kommen sie nur zur Anwendung, wenn die pr\u00e4ferenziellen Ursprungsregeln erf\u00fcllt sind. Eine Studie zeigt nun, wie stark Firmen beim Im- und Export von pr\u00e4ferenziellen Z\u00f6llen profitieren. Dabei wird klar, dass die Nutzungsrate von FHA stark \u00fcber L\u00e4nder und Produkte hinweg variiert. 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