{"id":102927,"date":"2020-02-20T08:55:53","date_gmt":"2020-02-20T08:55:53","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2020\/02\/landis-3-2020fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:55:07","modified_gmt":"2023-08-23T20:55:07","slug":"wie-gerecht-ist-die-co2-abgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/02\/wie-gerecht-ist-die-co2-abgabe\/","title":{"rendered":"Wie gerecht ist die CO<sub>2<\/sub>-Abgabe?"},"content":{"rendered":"<p>Wie kann man die Treibhausgasemissionen in der Schweiz effizient reduzieren? Aus \u00f6konomischer Sicht scheint eine CO<sub>2<\/sub>-Abgabe als beste Option, weil das Preissignal der unsichtbaren Hand des Marktes erlaubt, die kosteng\u00fcnstigsten Optionen f\u00fcr Emissionsreduktionen zu finden. W\u00e4hrend Marktversagen und Informationsasymmetrien zus\u00e4tzliche Politikinstrumente motivieren m\u00f6gen, empfehlen die meisten \u00d6konomen eine CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung als prim\u00e4res Instrument zur Erreichung der Emissionsreduktionsziele.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGleichzeitig besteht bei einer CO<sub>2<\/sub>-Abgabe die Gefahr, dass steigende Energiekosten das Budget von einkommensschwachen Haushalten \u00fcberproportional belasten. Davon zeugt die Diskussion um Brennstoffarmut in Grossbritannien und allgemeiner um Energiearmut in Europa. Wie die Proteste der Gelbwesten in Frankreich in den vergangenen zwei Jahren zeigen, lehnen gewisse Bev\u00f6lkerungsschichten steigende Energiepreise tendenziell ab. Es scheint also von grosser Wichtigkeit, dass eine CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung nicht als zus\u00e4tzliche Steuerlast empfunden wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn einer Studie f\u00fcr das eidgen\u00f6ssische Energieforschungsprogramm \u00abCompetence Center for Research in Energy, Society and Transition\u00bb habe ich anhand eines allgemeinen Gleichgewichtsmodells analysiert, wie Reduktionsziele, Bepreisungspolitiken und R\u00fcckverteilungsbudgets zusammenh\u00e4ngen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Wie viel CO<sub>2<\/sub> wird reduziert?<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas in der Studie verwendete allgemeine Gleichgewichtsmodell erlaubt es, die Auswirkungen von preisbasierter Klimapolitik sowohl auf Konsumentenpreise als auch auf die Einkommen der Haushalte aus Arbeit und Kapital abzusch\u00e4tzen. Das Modell erfasst insbesondere auch die Volumen der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe-Eink\u00fcnfte und verteilt diese gem\u00e4ss vorgegebenen Regeln an Teile der Wirtschaft zur\u00fcck.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den Politikszenarien gehe ich von den Emissionszielen aus, die sich die Schweiz im Mai 2017 im Rahmen der Energiestrategie 2050 gesetzt hat. Demnach sollen die Treibhausgasemissionen im Jahr 2050 gegen\u00fcber 1990 um 70 bis 85 Prozent sinken (siehe <em>Kasten<\/em>). Auf die f\u00fcr das Jahr 2050 projizierte Population gerechnet, entspricht dies einer Reduktion der Pro-Kopf-Emissionen auf 1 bis 2 Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalenten. Ein erstes Szenario geht dabei f\u00fcr 2050 von einer Emissionsobergrenze von 1,5 Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalente pro Kopf aus, ein zweites Szenario rechnet mit einer Reduktion auf 1,0 Tonnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGem\u00e4ss den Modellrechnungen reduziert sich die Kaufkraft der Konsumenten im ersten Szenario um 0,83 bis 0,88 Prozent; im zweiten Szenario betr\u00e4gt der R\u00fcckgang zwischen 1,42 und 1,58 Prozent. Damit die Emissionsziele erreicht werden, muss der Preis pro Tonne CO<sub>2<\/sub> zwischen 516 und 517 Franken (Szenario 1) beziehungsweise zwischen 943 und 946 Franken betragen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt werden im ersten Szenario Gelder im Umfang von 3,56 Milliarden Franken und im zweiten Szenario von 4,47 Milliarden Franken an die Haushalte zur\u00fcckerstattet. Pro Kopf sind das 346 Franken beziehungsweise 434 Franken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAufgrund der grossen Volumina der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe-Eink\u00fcnfte ist auch die Verteilungswirkung potenziell gross. Strengere Ziele f\u00fchren zwar zu h\u00f6heren Wohlfahrtsverlusten, aber auch zu h\u00f6heren Budgets zur R\u00fcckverteilung. Das erkl\u00e4rt zu einem gewissen Grad, dass bei einem ambitionierteren Ziel in Szenario 2 die absoluten Kosten zwar h\u00f6her sind, aber die Verteilung der Kosten unter den Haushalten qualitativ \u00e4hnlich aussieht (siehe <em>Abbildung<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Effekte der Reduktionsszenarien auf die Kaufkraft von Haushalten (nach Einkommensquintilen im Jahr 2050)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/02\/Bildschirmfoto-2020-02-18-um-13.37.40.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-93308\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/02\/Bildschirmfoto-2020-02-18-um-13.37.40.png\" alt=\"\" width=\"2142\" height=\"1010\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Dargestellt sind die Auswirkungen auf die Kaufkraft der Haushalte, wenn die Einnahmen der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe direkt an die Einwohner r\u00fcckverteilt werden. Die blauen Boxen erstrecken sich vom ersten bis zum dritten Quartil der Verteilung der Auswirkungen im jeweiligen Einkommensquintil.<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Geringverdiener profitieren<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGem\u00e4ss heutiger Praxis fliesst ein Drittel der Einnahmen der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe (maximal 450 Millionen Franken) ins Geb\u00e4udeprogramm. Mit diesem Instrument unterst\u00fctzt der Bund Hausbesitzer, die Energieeffizienz der Geb\u00e4ude zu verbessern. Der Rest wird im Verh\u00e4ltnis der Abgabeertr\u00e4ge an Industrie und Haushalte r\u00fcckverteilt. Bei den Haushalten geschieht dies durch einen Pro-Kopf-Beitrag, der durch die Krankenversicherer an alle in der Schweiz wohnhaften Personen ausgezahlt wird. Im laufenden Jahr betr\u00e4gt er beispielsweise 77.40 Franken pro Person.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie R\u00fcckverteilung ist unabh\u00e4ngig von den j\u00e4hrlichen Emissionen der Empf\u00e4nger. Da die Betr\u00e4ge f\u00fcr alle Bewohner gleich hoch sind, fallen sie f\u00fcr Haushalte mit geringem Einkommen im Vergleich zu diesem gr\u00f6sser aus. Und weil einkommensschwache Haushalte in der Tendenz weniger ausgeben f\u00fcr Energie als Haushalte mit hohem Einkommen, besteht f\u00fcr sie eine gr\u00f6ssere Wahrscheinlichkeit, dass der r\u00fcckerstattete Betrag gr\u00f6sser ist als die Ausgaben f\u00fcr die CO<sub>2<\/sub>-Abgabe, die in den Konsumausgaben beinhaltet sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDies erkl\u00e4rt auch, warum der Effekt der CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung auf die Kaufkraft von einkommensschwachen Haushalten im Schnitt (prozentual) weniger abnimmt als auf jene von einkommensstarken Haushalten. Allerdings ist die Streuung beim tiefsten Einkommensquintil am gr\u00f6ssten: W\u00e4hrend die Kaufkraft des Durchschnittshaushalts nur minimal abnimmt, gibt es zahlreiche Haushalte, die einen grossen Ausgabenanteil f\u00fcr fossile Brennstoffe aufwenden. Von den Haushalten mit den h\u00f6chsten prozentualen Kaufkraftverlusten sind deshalb besonders viele im ersten Einkommensquintil angesiedelt. Hier kann es also zu H\u00e4rtef\u00e4llen kommen, wenn finanziell sowieso schwach gestellte Haushalte pl\u00f6tzlich mit empfindlich hohen Mehrausgaben konfrontiert werden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Sozialbeitr\u00e4ge oder Mehrwertsteuer?<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nStatt die CO<sub>2<\/sub>-Einnahmen gleichm\u00e4ssig an die Bev\u00f6lkerung zu verteilen, k\u00f6nnte man mit dem Geld auch die Sozialbeitr\u00e4ge auf der Lohnabrechnung reduzieren. Von einer gleichm\u00e4ssigen Absenkung der Sozialabgaben w\u00fcrden jedoch in erster Linie die Haushalte mit hohen Einkommen profitieren. Denn unter den Haushalten mit tiefem Einkommen befinden sich viele ohne Arbeitseinkommen, seien sie nun pensioniert, in Ausbildung oder arbeitslos.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine weitere Variante w\u00e4re es, die Mehrwertsteuer zu reduzieren. Dabei k\u00f6nnte man gezielt jene Nichtenergieg\u00fcter entlasten, f\u00fcr welche einkommensschwache Haushalte einen gr\u00f6sseren Anteil ihrer Ausgaben verwenden als andere Haushalte. Meine Ergebnisse zeigen auf, dass eine solche Steuererleichterung starke regressive Gesamtkostenverteilungen vermeiden kann, aber den einkommensschwachen Haushalten weniger hilft als eine Pro-Kopf-R\u00fcckverteilung.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Differenzierte Steuerraten<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAbgesehen von solchen R\u00fcckverteilungsvarianten k\u00f6nnte man auch die Steuerraten anpassen. So wird die CO<sub>2<\/sub>-Abgabe derzeit nur auf Brennstoffe wie Heiz\u00f6l und Erdgas erhoben, und Treibstoffe wie Benzin und Diesel sind von der Abgabe nicht betroffen. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht kann eine reduzierte CO<sub>2<\/sub>-Abgabe auf Treibstoffe durchaus sinnvoll sein, da diese bereits mit vergleichsweise hohen Mineral\u00f6lsteuern belastet werden, w\u00e4hrend Brennstoffe weniger stark besteuert werden. Andererseits muss dann die CO<sub>2<\/sub>-Abgabe auf Brennstoffe h\u00f6her ausfallen, um dieselben Emissionsziele zu erreichen \u2013 wobei eine Abgabe auf Brennstoffe die einkommensschwachen Haushalte proportional st\u00e4rker betrifft als Haushalte mit h\u00f6herem Einkommen. Eine vollst\u00e4ndige Ausnahme der Treibstoffe von der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe d\u00fcrfte aber im Jahr 2050 keinen Sinn mehr machen.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZus\u00e4tzliche Unterschiede in der H\u00f6he der CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung entstehen durch das Emissionshandelssystem, da dieses die Wirtschaft aufteilt in Sektoren, die unter einem Emissionshandelssystem CO<sub>2<\/sub>-Emissionsrechte handeln, und Sektoren, deren Nachfrage nach Fossilen durch die CO<sub>2<\/sub>-Abgabe reguliert wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMeine Vergleiche zeigen, dass bei dem weniger ambitionierten Ziel die nationalen Gesamtkosten durch solche Steuerdifferenzierung anfangs noch reduziert werden k\u00f6nnen \u2013 bei st\u00e4rkeren Reduktionszielen fallen diese Kosteneinsparungen aber weg, da die Differenzen in den Abgaberaten ineffizient gross werden. Allerdings belasten reduzierte CO<sub>2<\/sub>-Abgaben auf Treibstoff die Wohlfahrt bereits auch bei weniger strengen Zielen, wenn man davon ausgeht, dass sich die dadurch verursachte st\u00e4rkere Ungleichverteilung der Kaufkraft negativ auf das Wohlfahrtsmass auswirkt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZusammengefasst legen die Resultate meiner Analysen nahe, dass die Methode der R\u00fcckverteilung in der gegenw\u00e4rtigen Klimapolitik gut gew\u00e4hlt wurde, w\u00e4hrend die Differenzierung der Abgabenraten sich nachteilig auf die Wohlfahrtsresultate auswirkt. Gleichzeitig muss aber festgehalten werden, dass die Wahl der R\u00fcckverteilungsmethode den gr\u00f6sseren Einfluss auf die Wohlfahrt hat als die Wahl zwischen den betrachteten Optionen zur Differenzierung der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Vgl Landis (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Bafu: R\u00fcckverteilung der CO2-Abgabe.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Vgl. Landis et al. (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kann man die Treibhausgasemissionen in der Schweiz effizient reduzieren? Aus \u00f6konomischer Sicht scheint eine CO2-Abgabe als beste Option, weil das Preissignal der unsichtbaren Hand des Marktes erlaubt, die kosteng\u00fcnstigsten Optionen f\u00fcr Emissionsreduktionen zu finden. 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(2018). <a href=\"https:\/\/ideas.repec.org\/a\/kap\/enreec\/v70y2018i2d10.1007_s10640-017-0130-y.html\">Differentiated Carbon Prices and the Economic Cost of Decarbonization<\/a>, in: Environmental &amp; Resource Economics 70, 483\u2013516.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Energiestrategie der Schweiz","kasten_box":"Mit der Energiestrategie 2050 will der Bundesrat die Energieeffizienz erh\u00f6hen und die erneuerbaren Energien st\u00e4rken. Am 21. Mai 2017 hat das Stimmvolk das revidierte Energiegesetz angenommen. Derzeit ber\u00e4t das Parlament eine Totalrevision des CO<sub>2<\/sub>-Gesetzes nach 2020. Der Bundesrat schl\u00e4gt Massnahmen vor, um den inl\u00e4ndischen CO<sub>2<\/sub>-Ausstoss im Verkehr, bei den Geb\u00e4uden und Industrie bis 2030 gegen\u00fcber dem Jahr 1990 um mindestens 30 Prozent zu senken."},{"kasten_title":"Von der Forschung in die Politik","kasten_box":"Aktuelle wissenschaftliche Studien aus dem \u00abSwiss Journal of Economics and Statistics\u00bb mit einem starken Bezug zur schweizerischen Wirtschaftspolitik erscheinen in einer Kurzfassung in der \u00abVolkswirtschaft\u00bb."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":102930,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":102934,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"92412","post_abstract":"Die Reduktionsziele f\u00fcr Treibhausgasemissionen in der Schweiz verursachen Kosten. F\u00fcr die gesellschaftliche Akzeptanz der Massnahmen spielt aber nicht nur die Kostenh\u00f6he, sondern auch deren Verteilung eine Rolle. Insbesondere CO<sub>2<\/sub>-Abgaben verursachen Kaufkraftverluste, die f\u00fcr Haushalte mit tiefem Einkommen disproportional hoch ausfallen k\u00f6nnen. CO<sub>2<\/sub>-Abgaben generieren aber auch Staatseinkommen, das nach g\u00e4ngiger Praxis an die Haushalte r\u00fcckverteilt wird. Eine Studie der ETH Z\u00fcrich vergleicht verschiedene Methoden der R\u00fcckverteilung und findet, dass die derzeit praktizierte R\u00fcckverteilung von CO<sub>2<\/sub>-Abgabe-Einkommen bis in absehbare Zukunft auch bei ambitionierten Zielen disproportional hohe Kaufkraftverluste bei einkommensschwachen Haushalten kompensieren wird. Andere analysierte Methoden der R\u00fcckverteilung sind weniger gut geeignet, einkommensschwache Haushalte vor hohen Politikkosten zu sch\u00fctzen.","magazine_issue":"20200301","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20200228","original_files":null,"external_release_for_author":"20200131","external_release_for_author_time":"23:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5e130fbb1c457"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102927"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4975"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=102927"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102927\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125861,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102927\/revisions\/125861"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4975"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12869"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=102927"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=102927"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=102927"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=102927"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=102927"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=102927"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}