{"id":103331,"date":"2019-11-20T07:30:10","date_gmt":"2019-11-20T07:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/11\/taglioni-12-2019fr\/"},"modified":"2025-06-16T12:37:03","modified_gmt":"2025-06-16T10:37:03","slug":"weltbank-setzt-auf-globale-wertschoepfungsketten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/11\/weltbank-setzt-auf-globale-wertschoepfungsketten\/","title":{"rendered":"Weltbank setzt auf globale Wertsch\u00f6pfungsketten"},"content":{"rendered":"<p>Globale Wertsch\u00f6pfungsketten haben in den vergangenen drei Jahrzehnten weltweit das Wirtschaftswachstum angekurbelt: Die Produktivit\u00e4t und die Einkommen stiegen, und die Armutsquote sank auf ein historisches Tief von zehn Prozent. Dank relativ hoher Wachstumsraten konnten \u00e4rmere L\u00e4nder den wirtschaftlichen R\u00fcckstand gegen\u00fcber den Industriestaaten etwas verringern. Am st\u00e4rksten ging die Armut in L\u00e4ndern zur\u00fcck, die in globale Wertsch\u00f6pfungsketten integriert wurden \u2013 unter anderem China, Vietnam und Bangladesch.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss dem Weltentwicklungsbericht 2020 der Weltbank deuten s\u00e4mtliche l\u00e4nder\u00fcbergreifende Erfahrungen sowohl auf Branchen- wie auch auf Unternehmensebene darauf hin, dass globale Wertsch\u00f6pfungsketten die Produktivit\u00e4t und Einkommen signifikant erh\u00f6hen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Im Vergleich mit konventionellem Handel kann das Pro-Kopf-Einkommen durch eine st\u00e4rkere Beteiligung an globalen Wertsch\u00f6pfungsketten um mehr als das Doppelte gesteigert werden.<\/p>\n<h2><strong>Zum Beispiel das Fahrrad<\/strong><\/h2>\n<p>Die Wirtschaftsrevolution, die durch globale Wertsch\u00f6pfungsketten ausgel\u00f6st wurde, l\u00e4sst sich anhand des Produkts Fahrrad erkl\u00e4ren. Das Handelsvolumen dieses weltweit am st\u00e4rksten verbreiteten Verkehrsmittels betrug im vergangenen Jahr 20 Milliarden Dollar. \u00dcber 160 L\u00e4nder handelten mit den Bauteilen und Komponenten, die f\u00fcr dessen Produktion ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Fahrr\u00e4der fr\u00fcher oft vollst\u00e4ndig in einem Land hergestellt wurden, arbeiten die Velohersteller heute grenz\u00fcberschreitend zusammen. Dabei entwerfen, produzieren und montieren sie die Bauteile dort, wo dies am kosteng\u00fcnstigsten m\u00f6glich ist. Damit steigern sich Effizienz, Produktivit\u00e4t und Gewinnmargen stark. So entwickelt der italienische Hersteller Bianchi in Italien Prototypen. Die Montage der Fahrr\u00e4der erfolgt gr\u00f6sstenteils in Taiwan und China, wobei die Bauteile unter anderem aus China, Italien, Japan und Malaysia stammen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum \u00abkonventionellen\u00bb Handel in anonymen M\u00e4rkten basieren globale Wertsch\u00f6pfungsketten in der Regel auf langfristigen Beziehungen zwischen Unternehmen. Dieser \u00abbeziehungsorientierte\u00bb Charakter von globalen Wertsch\u00f6pfungsketten macht sie zu einem starken Wachstumstreiber, da sie den Technologietransfer beg\u00fcnstigen: Die Unternehmen tauschen Technologien aus und wollen voneinander lernen. Da globale Wertsch\u00f6pfungsketten von einer starken Spezialisierung gepr\u00e4gt sind, k\u00f6nnen die einzelnen L\u00e4nder komparative Vorteile und Skalenertr\u00e4ge besser nutzen (siehe <em>Abbildung<\/em>).<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Globale Wertsch\u00f6pfungsketten<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2019\/11\/Taglioni_Grafik.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-91528\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2019\/11\/Taglioni_Grafik.png\" alt=\"\" width=\"1970\" height=\"1080\" \/><\/a><\/p>\n<h2><strong>Sand im Getriebe<\/strong><\/h2>\n<p>In den Nullerjahren verbreiteten sich globale Wertsch\u00f6pfungsketten besonders stark. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 flachte das Wachstum ab. Inzwischen machen globale Wertsch\u00f6pfungsketten gem\u00e4ss dem Weltentwicklungsbericht mehr als die H\u00e4lfte des gesamten Handels aus.<\/p>\n<p>In j\u00fcngster Zeit kamen vermehrt Bedenken auf, dass neue Technologien eine Herausforderung f\u00fcr den Handel darstellen, da die Unternehmen die Produktion wieder in ihre Heimatl\u00e4nder verlagern und Roboter anstelle von Menschen einsetzen k\u00f6nnten. Wie gross ist die Bedrohung durch die Automatisierung f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder tats\u00e4chlich? Bis heute haben sich Technologien wie die Automatisierung und der 3-D-Druck positiv auf den Handel ausgewirkt. Solche Technologien haben den Handel angekurbelt und die Produktivit\u00e4t gesteigert. Dabei werden auch innovative Produkte wie 3-D-Drucker, Roboter, Solarmodule und Akkus in globalen Wertsch\u00f6pfungsketten gefertigt.<\/p>\n<p>Eine Bedrohung f\u00fcr den weltweiten Handel stellen Handelsstreitigkeiten und zunehmender Protektionismus dar. Der Zugang zu den M\u00e4rkten ist unsicherer, und wenn sich die Handelsstreitigkeiten weiter versch\u00e4rfen, k\u00f6nnte sich dies f\u00fcr Millionen von Menschen nachteilig auswirken. Denn globale Wertsch\u00f6pfungsketten erfordern ein offenes Handelsumfeld, Sicherheit und Stabilit\u00e4t. Die Unternehmen m\u00fcssen hohe Investitionen t\u00e4tigen, die mit irreversiblen Kosten verbunden sind. Angesichts der derzeitigen Voraussetzungen ist daher zu bef\u00fcrchten, dass die Unternehmen von derartigen Investitionen absehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Der Weltentwicklungsbericht zeigt, dass im schlimmsten Fall \u2013 sprich: wenn der Handelskonflikt eskaliert und das Vertrauen der Investoren stark abnimmt \u2013 \u00fcber 30 Millionen Menschen in die Armut zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden k\u00f6nnten. Das weltweite Einkommen k\u00f6nnte bei diesem Szenario um bis zu 1,4 Billionen Dollar sinken. Das sind insbesondere f\u00fcr kleine Volkswirtschaften schlechte Nachrichten. F\u00fcr sie ist der Handel oft der einzig m\u00f6gliche Weg zur wirtschaftlichen Entwicklung.<\/p>\n<h2><strong>Protektionismus keine L\u00f6sung<\/strong><\/h2>\n<p>Trotz all dieser positiven Eigenschaften, die globale Wertsch\u00f6pfungsketten mit sich bringen, l\u00e4sst es sich nicht bestreiten, dass sie einige Personengruppen vor neue Herausforderungen stellen und mit zus\u00e4tzlichen Belastungen f\u00fcr die Umwelt verbunden sind.<\/p>\n<p>Viele Menschen sind vom Freihandel entt\u00e4uscht, insbesondere in Regionen, die unter der Konkurrenz durch Importg\u00fcter leiden und in denen die Arbeitnehmenden M\u00fche haben, neue Stellen zu finden. Allerdings legt der Weltentwicklungsbericht dar, dass eine restriktive Handelspolitik in selektiven Branchen zum Schutz der Besch\u00e4ftigten nicht erfolgversprechend ist. So gelang es Brasilien und S\u00fcdafrika nicht, mit dieser Strategie eine wettbewerbsf\u00e4hige Autoindustrie aufzubauen \u2013 w\u00e4hrend auf der anderen Seite L\u00e4nder wie Mexiko und Thailand davon profitierten, dass sie in globale Wertsch\u00f6pfungsketten eingebunden sind. F\u00fcr das langfristige Wachstum und die Integration scheint es somit besser, die betroffenen Arbeitnehmenden mit nationalen politischen Strategien dabei zu unterst\u00fctzen, sich an strukturelle Ver\u00e4nderungen anzupassen.<\/p>\n<p>Die Industriel\u00e4nder m\u00fcssen in die Ausbildung und in Arbeitsvermittlungsdienste investieren sowie eine angemessene Mobilit\u00e4t gew\u00e4hrleisten. Die Entwicklungsl\u00e4nder wiederum m\u00fcssen sicherstellen, dass sich kleine und mittlere Unternehmen an globale Wertsch\u00f6pfungsketten anschliessen k\u00f6nnen. Ausserdem braucht es angemessene arbeitsrechtliche Regelungen, damit mehr Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft von den Vorteilen globaler Wertsch\u00f6pfungsketten profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2><strong>Kapitalbesteuerung als Herausforderung<\/strong><\/h2>\n<p>\u00c4ngste l\u00f6sen auch die zunehmende Marktmacht der gr\u00f6ssten internationalen Konzerne aus. Die Gewinnmargen nehmen immer mehr zu. Viele Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Industriel\u00e4ndern, wobei die Kapitalbesteuerung in der globalen digitalen Wirtschaft immer schwieriger wird. Gleichzeitig sind Arbeitnehmende mit h\u00f6heren Einkommenssteuern konfrontiert.<\/p>\n<p>Um diesen Bedenken Rechnung zu tragen, schl\u00e4gt der Weltentwicklungsbericht eine politische Agenda vor, um die internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Unternehmensbesteuerung, Durchsetzung des Wettbewerbs und Datenaustausch voranzutreiben.<\/p>\n<p>Besorgniserregend ist auch die Abnahme des Anteils der Arbeit am Gesamteinkommen. So ist in 63 Industrie- und Entwicklungsl\u00e4ndern die Integration globaler Wertsch\u00f6pfungsketten mit einem R\u00fcckgang des Arbeitsanteils um 2,2 Prozentpunkte verbunden \u2013 wobei globale Wertsch\u00f6pfungsketten 0,6 Prozentpunkte beitragen. Insgesamt gehen globale Wertsch\u00f6pfungsketten jedoch mit mehr und besseren Arbeitspl\u00e4tzen einher, was entsprechende Auswirkungen auf die Armutsbek\u00e4mpfung hat. Im Weltentwicklungsbericht stellten wir beispielsweise in komplett unterschiedlichen L\u00e4ndern wie \u00c4thiopien und Mexiko fest, dass Unternehmen, die in globale Wertsch\u00f6pfungsketten integriert sind, deutlich h\u00f6here L\u00f6hne bezahlen als die anderen Firmen. In Mexiko verzeichneten Gemeinden mit einem h\u00f6heren Anteil von Personen, die bei international t\u00e4tigen Unternehmen besch\u00e4ftigt sind, von 1993 bis 2013 bei den \u00e4rmsten und sozial schw\u00e4chsten Haushalten einen st\u00e4rkeren R\u00fcckgang der Armut.<\/p>\n<h2><strong>Umwelttechnologien als Ausweg<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr die Umwelt sind globale Wertsch\u00f6pfungsketten ein zweischneidiges Schwert. Ein rasantes Wirtschaftswachstum wirkt sich vielerorts negativ auf die Umwelt aus: Wenn die Wertsch\u00f6pfungsketten und die Wirtschaftst\u00e4tigkeit zunehmen, steigt auch der CO<sub>2<\/sub>-Ausstoss. Zus\u00e4tzlich vergr\u00f6ssern globale Wertsch\u00f6pfungsketten die Abfallmenge, weil die Produktion w\u00e4chst und f\u00fcr den Transport mehr Verpackungen ben\u00f6tigt werden. Besonders akut ist die Problematik beim Elektronikm\u00fcll.<\/p>\n<p>Dennoch besteht Hoffnung, dass der Wissenstransfer zwischen den Unternehmen die weltweite Verbreitung von Umwelttechnologien beschleunigt. Aufgrund ihrer Gr\u00f6sse k\u00f6nnen f\u00fchrende Unternehmen in globalen Wertsch\u00f6pfungsketten h\u00f6here Investitionen in Innovationen f\u00fcr umweltfreundliche Techniken t\u00e4tigen und bei den Lieferanten innerhalb der Wertsch\u00f6pfungskette h\u00f6here Standards durchsetzen. Da viele umweltfreundliche G\u00fcter wie Elektroautos, Solarmodule und Windkraftanlagen zu tieferen Kosten produziert werden, erleichtern globale Wertsch\u00f6pfungsketten auch die Herstellung neuer umweltschonender Erzeugnisse und tragen dazu bei, die Umweltkosten des Konsums zu senken.<\/p>\n<h2><strong>Reformen in den Entwicklungsl\u00e4ndern<\/strong><\/h2>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen: Globale Wertsch\u00f6pfungsketten k\u00f6nnen weiterhin als treibende Kraft f\u00fcr eine nachhaltige und integrative Entwicklung wirken, wenn die Entwicklungsl\u00e4nder die Handels- und Investitionsreformen beschleunigen und die Vernetzung verbessern. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen die Industriel\u00e4nder eine offene und berechenbare Politik verfolgen, und alle Staaten m\u00fcssen ihren Sozial- und Umweltschutz ausbauen, um sicherzustellen, dass alle von den Vorteilen globaler Wertsch\u00f6pfungsketten profitieren k\u00f6nnen und diese erhalten bleiben. Dies setzt voraus, dass die L\u00e4nder kooperativ handeln und ihren Fokus nicht nur auf das kurzfristige Wachstum richten. Sie m\u00fcssen sich f\u00fcr Nachhaltigkeit und gemeinsamen Wohlstand einsetzen. Diese Elemente sollten ein wesentlicher Bestandteil ihrer Pl\u00e4ne f\u00fcr wirtschaftliches Wachstum sein.<\/p>\n<p>Im Zeitalter globaler Wertsch\u00f6pfungsketten ist die internationale Zusammenarbeit besonders wichtig. Die staatliche Politik und die wirtschaftlichen Bedingungen in einem Land wirken sich durch Produktionsverkn\u00fcpfungen stark auf die Handelspartner aus. Dabei kommen die Vorteile eines koordinierten politischen Handelns bei globalen Wertsch\u00f6pfungsketten noch st\u00e4rker zum Tragen als beim konventionellen Handel, da G\u00fcter und Dienstleistungen mehrere Landesgrenzen passieren. Deshalb m\u00fcssen alle Staaten zusammenarbeiten, um gegen handelsverzerrende Massnahmen vorzugehen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Der <a href=\"https:\/\/www.worldbank.org\/en\/publication\/wdr2020\">\u00abWorld Development Report\u00bb<\/a> (2019) ist unter Worldbank.org abrufbar.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Globale Wertsch\u00f6pfungsketten haben in den vergangenen drei Jahrzehnten weltweit das Wirtschaftswachstum angekurbelt: Die Produktivit\u00e4t und die Einkommen stiegen, und die Armutsquote sank auf ein historisches Tief von zehn Prozent. Dank relativ hoher Wachstumsraten konnten \u00e4rmere L\u00e4nder den wirtschaftlichen R\u00fcckstand gegen\u00fcber den Industriestaaten etwas verringern. Am st\u00e4rksten ging die Armut in L\u00e4ndern zur\u00fcck, die in globale [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":4955,"featured_media":211257,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[97],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":4955,"seco_co_author":"","author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Leitende \u00d6konomin, Projektleiterin Weltentwicklungsbericht 2020, Weltbank, Washington D.C.","seco_author_post_occupation_fr":"\u00c9conomiste principale, responsable de projet du \u00ab Rapport sur le d\u00e9veloppement dans le monde 2020 \u00bb, Banque mondiale, Washington D. C.","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"Weltbank setzt auf globale Wertsch\u00f6pfungsketten","post_lead":"Globale Wertsch\u00f6pfungsketten sind ein Treiber f\u00fcr das Wirtschaftswachstum und die Reduktion der Armut. Dies zeigt ein Bericht der Weltbank.","post_hero_image_description":"Wirtschaftspolitik ist die Gesamtheit der Massnahmen, mit denen der Staat auf die Wirtschaft einwirkt.","post_hero_image_description_copyright_de":"KI-generiert \/ Die Volkswirtschaft","post_hero_image_description_copyright_fr":"Alamy","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"Die Komponenten von Velos stammen h\u00e4ufig aus Asien. Bianchi-Fabrik im lombardischen Treviglio.","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":103334,"main_focus":"","serie_email":"","frontpage_slider_bild":211257,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"90527","post_abstract":"Dank globaler Wertsch\u00f6pfungsketten beschleunigte sich seit den sp\u00e4ten Achtzigerjahren das weltweite Wachstum, die Produktivit\u00e4t und die Einkommen stiegen, und die Armutsquoten gingen zur\u00fcck. Doch wom\u00f6glich steht die Welt derzeit an einem Wendepunkt: Viele Menschen und Unternehmen machen sich Sorgen \u00fcber Ungleichheit und Umweltzerst\u00f6rung. Tendenziell reagieren die Staaten auf diese Ausgangslage mit einer restriktiven Handelspolitik, um so die Unzul\u00e4nglichkeiten des derzeitigen Handelssystems zu beseitigen. Doch ein solcher Protektionismus schadet letztlich allen. Demgegen\u00fcber kommt ein offener und planbarer Handel sowohl der Wirtschaft und der Bev\u00f6lkerung wie letztlich auch der Umwelt zugute. Globale Wertsch\u00f6pfungsketten sind dabei nach wie vor entscheidend: Gerade kleine Volkswirtschaften brauchen den Handel, um sich zu entwickeln. Dennoch braucht es Regeln, damit der Handel reibungslos funktioniert. Dazu m\u00fcssen die Staaten zusammenarbeiten.","magazine_issue":"20191201","seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":"","korrektor":"","planned_publication_date":"2019-11-20 06:30:10","original_files":null,"external_release_for_author":"20191103","external_release_for_author_time":"23:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5da447a296f3d"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103331"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4955"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103331"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103331\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":211428,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103331\/revisions\/211428"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4955"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/211257"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103331"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=103331"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=103331"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=103331"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=103331"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=103331"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}