{"id":103370,"date":"2019-11-15T13:35:19","date_gmt":"2019-11-15T13:35:19","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/11\/hauser-schlag-wolffr\/"},"modified":"2023-08-23T22:56:04","modified_gmt":"2023-08-23T20:56:04","slug":"hoehere-erwerbsbeteiligung-mildert-negative-wachstumseffekte-der-alterung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/11\/hoehere-erwerbsbeteiligung-mildert-negative-wachstumseffekte-der-alterung\/","title":{"rendered":"H\u00f6here Erwerbsbeteiligung mildert negative Wachstumseffekte der Alterung"},"content":{"rendered":"<p>Die Bev\u00f6lkerungsstruktur der westlichen Industriegesellschaften hat sich \u00fcber die letzten Jahrzehnte betr\u00e4chtlich ver\u00e4ndert. Sinkende Geburtenraten haben nicht nur begrenzend auf das Bev\u00f6lkerungswachstum insgesamt gewirkt, sondern haben zusammen mit einer steigenden Lebenserwartung auch das Durchschnittsalter der Bev\u00f6lkerung erh\u00f6ht. Prognosen weisen darauf hin, dass sich dieser Trend trotz steigender Zuwanderung k\u00fcnftig fortsetzen d\u00fcrfte. Dies gilt auch f\u00fcr die Schweiz. Die aktuellen Langfristszenarien zur Bev\u00f6lkerungsentwicklung des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS)<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> gehen f\u00fcr den Zeitraum bis 2065 von einem R\u00fcckgang des j\u00e4hrlichen Bev\u00f6lkerungswachstums aus. Gleichzeitig nimmt der Altersquotient zu. Mit anderen Worten: Der Anteil der \u00fcber 64-J\u00e4hrigen steigt im Verh\u00e4ltnis zu jenem der Erwerbsbev\u00f6lkerung der 15- bis und mit 64-J\u00e4hrigen. Am st\u00e4rksten ist dieser Anstieg im Zeitraum bis 2035.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie wissenschaftliche Literatur zeigt, dass diese Alterungstendenzen bedeutende volkswirtschaftliche Konsequenzen haben. Neben unmittelbaren Implikationen f\u00fcr die Sozialversicherungssysteme betreffen sie voraussichtlich auch das Erwerbspersonenpotenzial, die Konsumneigung, die Investitionen und \u2013 damit zusammenh\u00e4ngend \u2013 die Arbeitsproduktivit\u00e4t. Je nach Intensit\u00e4t der zuk\u00fcnftigen demografischen Verschiebungen sind die L\u00e4nder unterschiedlich stark davon betroffen. Wie sieht die Situation f\u00fcr die Schweiz aus? Wie gross ist hierzulande der Effekt des demografischen Wandels auf diese makro\u00f6konomischen Kerngr\u00f6ssen? In einer Simulationsstudie, die vom Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) in Auftrag gegeben wurde, haben wir vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut und der Konjunkturforschungsstelle Vierl\u00e4ndereck diese Frage untersucht.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>BFS-Szenarien als Grundlage<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Studie wurde ein gesamtwirtschaftliches Wachstumsmodell in Form eines Mehrgenerationenmodells an die Situation der Schweizer Volkswirtschaft angepasst, und darauf gest\u00fctzt wurden Simulationen bis zum Jahr 2060 durchgef\u00fchrt. Der Vorteil einer solchen Modellierung ist, dass damit im Vergleich zu sonstigen Makromodellen wie etwa dem traditionellen Solow-Modell auch altersklassenspezifische Effekte und Wechselwirkungen zwischen den Generationen ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. Der explizite Fokus des Modells lag dabei nicht auf den fiskalischen Effekten f\u00fcr die Sozialversicherungen und die \u00f6ffentlichen Haushalte im Allgemeinen, sondern auf den Implikationen f\u00fcr die gesamtwirtschaftlichen Produktionspotenziale.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAls Datengrundlage dienten neben den amtlichen volkswirtschaftlichen Kennziffern auch die Szenarien des BFS zur langfristigen Bev\u00f6lkerungs- und Erwerbst\u00e4tigenentwicklung. Diese Szenarien fallen recht unterschiedlich aus, je nachdem, welche soziodemografischen Annahmen ihnen zugrunde liegen. Um dies zu verdeutlichen, wurden einerseits eine Gruppe an Hauptszenarien, bestehend aus dem Referenzszenario des BFS sowie zwei Szenarien mit einer hohen und einer tiefen Bev\u00f6lkerungsentwicklung, sowie anderseits verschiedene Sonderszenarien mit Fokus auf Zuwanderung und Erwerbst\u00e4tigkeit simuliert. Um die spezifischen Folgen von Verschiebungen in der Altersstruktur von den Folgen einer reinen Ver\u00e4nderung der Bev\u00f6lkerungszahl zu trennen, wurde zudem ein zus\u00e4tzliches Szenario als hypothetischer Benchmark konstruiert. Im Gegensatz zum Referenzszenario bleibt die Altersstruktur in diesem Szenario unver\u00e4ndert, doch es wird ein Bev\u00f6lkerungswachstum unterstellt, das identisch ist mit jenem im Referenzszenario.&#13;<\/p>\n<h2>Alterung bremst BIP-Wachstum<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Simulationsergebnisse zeigen, dass bei unver\u00e4nderter Altersstruktur die Schweizer Wirtschaftsleistung deutlich st\u00e4rker wachsen w\u00fcrde als in den Hauptszenarien mit demografischem Wandel (siehe <em>Abbildung a<\/em>): Ohne Strukturver\u00e4nderung w\u00fcrde das Bruttoinlandprodukt (BIP) \u00fcber dem Gesamtzeitraum von 2018 bis 2060 durchschnittlich um j\u00e4hrlich 1,6 Prozent ansteigen, im Referenzszenario sind es nur 1,2 Prozent. Noch deutlicher wird es bei einer Pro-Kopf-Betrachtung: Im Referenzszenario betr\u00e4gt das durchschnittliche Wachstum 0,7 Prozent, ohne Strukturver\u00e4nderung sind es 1,2 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVerantwortlich daf\u00fcr sind im Wesentlichen zwei Effekte. Zum einen sinkt mit der Alterung die Erwerbsquote. Zwar erwarten die BFS-Hauptszenarien einen Anstieg der Erwerbst\u00e4tigkeit im h\u00f6heren Alterssegment, dennoch wird das Niveau der Erwerbsquoten in diesem Bereich auch zuk\u00fcnftig niedriger ausfallen als bei j\u00fcngeren Altersgruppen. Insgesamt senkt die Verschiebung der Bev\u00f6lkerungsanteile die Erwerbsquote also. Zum anderen beeinflusst der Effekt der Alterung auch die Arbeitsproduktivit\u00e4t. Denn gem\u00e4ss der von uns gesch\u00e4tzten altersabh\u00e4ngigen Produktivit\u00e4tsverteilung hat der relativ zunehmende Anteil \u00e4lterer Personen auch einen (leicht) negativen Nettoeffekt auf die Arbeitseffizienz. M\u00f6gliche Ver\u00e4nderungen im Erwerbsverhalten infolge steigender L\u00f6hne, welche im Modell grunds\u00e4tzlich ber\u00fccksichtigt sind, spielen dagegen nur eine geringe Rolle.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAbsolut betrachtet zeigt sich, dass die Unterschiede im Niveau des BIP zwischen den drei Hauptszenarien im Zeitverlauf immer gr\u00f6sser werden. Die Pro-Kopf-Entwicklungen machen allerdings deutlich, dass f\u00fcr diese Unterschiede fast ausschliesslich die Altersstruktur verantwortlich ist und nicht das Bev\u00f6lkerungswachstum. Denn die \u00f6konomischen Wachstumsdivergenzen zwischen den Hauptszenarien fallen pro Kopf nur marginal aus (siehe <em>Abbildung b<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Simulation des Bruttoinlandprodukts absolut und pro Kopf nach Szenarien (2018\u20132060)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Hauser_Schlag_Wolf_de_1'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Hauser_Schlag_Wolf_de_1').highcharts({\n    chart: {\n\n    },\n    title: {\n        text: 'a) Bruttoinlandprodukt absolut'\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['2018', '2019', '2020', '2021', '2022', '2023', '2024', '2025', '2026', '2027', '2028', '2029', '2030', '2031', '2032', '2033', '2034', '2035', '2036', '2037', '2038', '2039', '2040', '2041', '2042', '2043', '2044', '2045', '2046', '2047', '2048', '2049', '2050', '2051', '2052', '2053', '2054', '2055', '2056', '2057', '2058', '2059', '2060'],\n            \n    },\n       \n         \n   \n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'in Mrd. 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(2019) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Mittlere Altersklasse tr\u00e4gt die Hauptlast<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUnsere Simulationsergebnisse erlauben auch Aussagen \u00fcber die Zusammensetzung der Wirtschaftsleistung. Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandprodukts erwarten wir, dass der Anteil des \u00f6ffentlichen Konsums infolge der wachsenden Ausgaben f\u00fcr die Staatshaushalte mittelfristig ansteigen wird. Die Anteile von privatem Konsum und Investitionen werden hingegen leicht zur\u00fcckgehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Mehrgenerationenstruktur des Modells erm\u00f6glicht zudem Prognosen zur zuk\u00fcnftigen Verteilung des Einkommens nach Altersklassen. Demnach k\u00f6nnen zwar alle Altersgruppen in den Hauptszenarien einen langfristigen realen Pro-Kopf-Zuwachs erzielen, denn das verf\u00fcgbare Einkommen<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> steigt. Ein spezifischer Verteilungseffekt zeigt sich jedoch darin, dass mit der Alterung dieser Zuwachs vor allem bei den Angeh\u00f6rigen mittlerer Altersklassen deutlich geringer ausfallen wird. Urs\u00e4chlich hierf\u00fcr ist der zwischen den Generationen ungleich verteilte strukturbedingte Anstieg in den \u00f6ffentlichen Ausgaben. Im Modell sind es prim\u00e4r die mittleren Altersklassen, die angesichts ihrer h\u00f6heren Erwerbsquoten die Hauptlast zu tragen haben. Diese Ergebnisse haben sich im Rahmen von Sensitivit\u00e4tsanalysen als grunds\u00e4tzlich robust gegen\u00fcber Parameter\u00e4nderungen erwiesen.&#13;<\/p>\n<h2>Mehr Zuwanderung reicht nicht<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Ergebnisse der Sonderszenarien k\u00f6nnen hier nur \u00fcberblicksartig dargestellt werden. Die insgesamt f\u00fcnf zus\u00e4tzlichen Szenarien bestehen aus Modifikationen der in die Simulationen einfliessenden Bev\u00f6lkerungs- und Erwerbsszenarien<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>. Diese simulieren eine verst\u00e4rkte Zuwanderung, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine h\u00f6here Erwerbsbeteiligung \u00e4lterer Personen sowie Anpassungen in der Erwerbst\u00e4tigkeit infolge von Reformen beim gesetzlichen Renteneintrittsalter (\u00abRente 2030\u00bb und \u00abRente 2040\u00bb<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Szenario mit der verst\u00e4rkten Zuwanderung w\u00fcrde zun\u00e4chst im Vergleich zum Referenzszenario zu einer positiveren wirtschaftlichen Entwicklung f\u00fchren \u2013 in der Pro-Kopf-Betrachtung allerdings nur in sehr geringem Masse (siehe <em>Tabelle<\/em>). Deshalb k\u00f6nnen die Auswirkungen des Alterungsprozesses der einheimischen Bev\u00f6lkerung nicht allein durch Zuwanderung kompensiert werden. Dasselbe gilt grunds\u00e4tzlich auch f\u00fcr h\u00f6here altersspezifische Erwerbsquoten. Die Szenarien mit erh\u00f6hter Erwerbst\u00e4tigkeit prognostizieren jeweils eine g\u00fcnstigere Entwicklung des BIP pro Kopf, und zwar sowohl im Vergleich zu den Hauptszenarien als auch zum Sonderszenario mit erh\u00f6hter Zuwanderung. Dies gilt vor allem f\u00fcr das Szenario, das von einer erh\u00f6hten Erwerbst\u00e4tigkeit \u00e4lterer Personen ausgeht. Doch auch hier gilt: Die Zunahmen der Erwerbst\u00e4tigkeit k\u00f6nnen die negativen Effekte der Alterung nicht vollst\u00e4ndig ausgleichen. Was konkrete Schlussfolgerungen f\u00fcr die politische Ebene anbelangt, ist angesichts des Abstraktionsniveaus der makro\u00f6konomischen Modellierung allerdings Zur\u00fcckhaltung geboten. Grunds\u00e4tzlich kann aber die Erwartung abgeleitet werden, dass im Zuge des demografischen Wandels auch zuk\u00fcnftig Fragen der intergenerationellen Verteilung aktuell bleiben werden.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Durchschnittliche j\u00e4hrliche Wachstumsraten des Schweizer Bruttoinlandprodukts pro Kopf, nach verschiedenen Szenarien (2018\u20132060), in Prozent<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table style=\"height: 329px;\" width=\"1236\">&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\"><strong>2018\u20132025<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\"><strong>2026\u20132030<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\"><strong>2031\u20132035<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\"><strong>2036\u20132040<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\"><strong>2041\u20132045<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\"><strong>2046\u20132050<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\"><strong>2051\u20132055<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\"><strong>2056\u20132060<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Ohne Strukturver\u00e4nderung (Benchmark)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">1,14<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">1,14<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">1,16<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">1,16<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">1,15<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">1,12<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">1,09<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">1,07<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><em><strong>Hauptszenarien:<\/strong><\/em><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Referenz<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,63<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,52<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,64<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,75<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,81<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,81<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,80<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,86<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Hohe Bev\u00f6lkerungsentwicklung<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,64<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,52<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,64<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,76<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,82<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,81<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,77<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,81<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Tiefe Bev\u00f6lkerungsentwicklung<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,61<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,50<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,63<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,75<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,83<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,82<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,82<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,90<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><em><strong>Sonderszenarien:<\/strong><\/em><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Hoher Wanderungssaldo<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,64<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,56<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,64<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,70<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,80<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,79<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,77<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,81<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,86<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,63<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,70<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,81<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,85<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,83<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,80<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,86<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>St\u00e4rkere Erwerbsbeteiligung im h\u00f6heren Alter<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,94<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,72<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,73<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,81<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,87<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,85<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,81<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,85<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Rente 2030<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,63<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,73<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,70<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,77<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,85<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,83<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,79<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,84<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Rente 2040<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,63<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,52<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,64<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,96<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,91<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,83<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,79<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"text-align: center;\">0,84<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Hauser et al. (2019)<\/span><\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe BFS (2015a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Hauser, Schlag und Wolf (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">D. h. unter Ber\u00fccksichtigung von Steuern und Transfers.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe BFS (2015a) sowie BFS (2015b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Zur Konstruktion und detaillierten Beschreibung der Sonderszenarien vgl. Hauser et al. (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bev\u00f6lkerungsstruktur der westlichen Industriegesellschaften hat sich \u00fcber die letzten Jahrzehnte betr\u00e4chtlich ver\u00e4ndert. Sinkende Geburtenraten haben nicht nur begrenzend auf das Bev\u00f6lkerungswachstum insgesamt gewirkt, sondern haben zusammen mit einer steigenden Lebenserwartung auch das Durchschnittsalter der Bev\u00f6lkerung erh\u00f6ht. Prognosen weisen darauf hin, dass sich dieser Trend trotz steigender Zuwanderung k\u00fcnftig fortsetzen d\u00fcrfte. 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Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) \u2013 Statistik der Schweiz, Neuenburg.<\/li>&#13;\n \t<li>Hauser, Luisa-Marie, Carsten-Henning Schlag und Andr\u00e9 Wolf (2019). <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/wirtschaftslage---wirtschaftspolitik\/wirschaftspolitik\/Wachstumpolitik\/wachstum_demografie.html\">Demografischer Wandel in der Schweiz: Makro\u00f6konomische Wachstumseffekte in einem Mehrgenerationenmodell<\/a>. Grundlagen f\u00fcr die Wirtschaftspolitik Nr. 3. Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft SECO, Bern.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":103373,"main_focus":[156058,156847],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":103377,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"90487","post_abstract":"Eine Studie im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft hat sich mit den gesamtwirtschaftlichen Effekten der zuk\u00fcnftigen demografischen Entwicklung in der Schweiz auseinandergesetzt. Den aktuellen Langfristprojektionen zur Bev\u00f6lkerungsentwicklung des Bundesamtes f\u00fcr Statistik gem\u00e4ss ist mit einer fortschreitenden Alterung der Schweizer Bev\u00f6lkerung zu rechnen. Die Studie hat diese Projektionen in ein dynamisches Mehrgenerationenmodell einfliessen lassen. Die Auswirkungen auf die zuk\u00fcnftige Entwicklung von Wertsch\u00f6pfung und anderer makro\u00f6konomischer Aggregate wie Staatsausgaben und Investitionen in der Schweiz wurden mittels verschiedener Szenarien evaluiert. Die Resultate zeigen, dass sich im Vergleich mit einer Entwicklung ohne Ver\u00e4nderungen in der Altersstruktur merkliche Einbussen im Pro-Kopf-Wachstum des BIP ergeben. Eine Betrachtung von Sonderszenarien zeigt, dass diese Einbussen durch eine realistische Zunahme der Erwerbst\u00e4tigkeit sp\u00fcrbar abgemildert, wenngleich nicht vollst\u00e4ndig beseitigt werden k\u00f6nnen.","magazine_issue":"20191201","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20191128","original_files":null,"external_release_for_author":"20191116","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5d9f35a12bc56"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103370"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4952"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103370"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103370\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125898,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103370\/revisions\/125898"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4951"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3892"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4952"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156847"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156058"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18452"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103370"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=103370"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=103370"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=103370"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=103370"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=103370"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}