{"id":103396,"date":"2019-11-15T13:35:01","date_gmt":"2019-11-15T13:35:01","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/11\/bill-koerbler-eichler-12-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:56:01","modified_gmt":"2023-08-23T20:56:01","slug":"bip-pro-kopf-groesste-einbussen-in-den-naechsten-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/11\/bip-pro-kopf-groesste-einbussen-in-den-naechsten-jahren\/","title":{"rendered":"BIP pro Kopf: Gr\u00f6sste Einbussen in den n\u00e4chsten Jahren"},"content":{"rendered":"<p>Wie h\u00e4ngen das Wachstumspotenzial einer Volkswirtschaft und die demografische Entwicklung zusammen? Um ad\u00e4quat auf die anstehenden Herausforderungen einer immer st\u00e4rker alternden Bev\u00f6lkerung zu reagieren, ist es essenziell, dies zu verstehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) haben wir analysiert, in welcher Art und in welchem Umfang die demografischen Ver\u00e4nderungen in den kommenden Jahrzehnten das Schweizer Wirtschaftswachstum pro Kopf beeinflussen werden. Dar\u00fcber hinaus zeigen wir, wie verschiedene alternative Entwicklungen \u2013 die auch politisch angestossen werden k\u00f6nnen \u2013 die Resultate ver\u00e4ndern. Die Analysen st\u00fctzen sich auf Berechnungen mit unserem makro\u00f6konomischen Strukturmodell. In unserer Analyse haben wir drei Haupteinflussbereiche der demografischen Ver\u00e4nderung in Bezug auf das Wachstumspotenzial einer Volkswirtschaft ber\u00fccksichtigt.&#13;<\/p>\n<h2>Drei Einflussbereiche<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer erste und wichtigste Einflussbereich ist die ver\u00e4nderte Verf\u00fcgbarkeit der Arbeitskr\u00e4fte. Die Zunahme an Arbeitskr\u00e4ften ist traditionell einer der zentralen Treiber des Wirtschaftswachstums. Denn mehr Arbeitskr\u00e4fte produzieren naturgem\u00e4ss auch mehr G\u00fcter und Dienstleistungen, sodass das BIP steigt. W\u00e4chst die Bev\u00f6lkerung und damit das Arbeitsangebot weniger stark oder beginnt sogar zu schrumpfen, f\u00e4llt dieser Wachstumstreiber weg. Diese Entwicklung beeinflusst zun\u00e4chst das absolute BIP. Eine noch gr\u00f6ssere Herausforderung f\u00fcr die Volkswirtschaft entsteht, wenn sich in dem Prozess auch das Verh\u00e4ltnis von erwerbst\u00e4tiger zu nicht erwerbst\u00e4tiger Bev\u00f6lkerung \u00e4ndert. Dann ver\u00e4ndert sich auch die Wachstumsdynamik pro Kopf.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer zweite Einflussbereich ist die Produktivit\u00e4t. Es ist naheliegend, dass mit dem Alter das Erfahrungswissen erst zunimmt, sich die Wissensbasis ab einem gewissen Alter jedoch wieder tendenziell abwertet und auch das physische und kognitive Leistungsverm\u00f6gen abnimmt. Grafisch zeigt sich das in einem umgekehrt u-f\u00f6rmigen Verlauf der individuellen Produktivit\u00e4t mit dem Alter. Gem\u00e4ss unseren Modellsimulationen, die auf empirischen Evidenzen beruhen, verorten wir den H\u00f6hepunkt der produktiven Leistungsf\u00e4higkeit in der Alterskohorte der 35- bis 44-J\u00e4hrigen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Allerdings besteht eine hohe Unsicherheit, sowohl was die Gr\u00f6ssenordnung der Effekte angeht als auch hinsichtlich der Ursachen.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie dritte M\u00f6glichkeit, wie die demografische Struktur das Wachstumspotenzial einer Volkswirtschaft beeinflussen kann, ist eine sich ver\u00e4ndernde Konsumneigung. Im Zentrum steht das Lebenszyklusmodell. Dieses besagt, dass Individuen Einkommensschwankungen in den unterschiedlichen Lebensphasen ausgleichen wollen, da sie einen konstanten Lebensstandard bevorzugen. F\u00fcr das (tiefere) Renteneinkommen liegt die Konsumneigung im Modell h\u00f6her als f\u00fcr das Erwerbseinkommen. Zugespitzt formuliert: W\u00e4hrend der Erwerbszeit wird gespart, um sich w\u00e4hrend der Rente den gleichen Lebensstandard leisten zu k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: \u00a0J\u00e4hrlicher Einfluss demografischer Effekte auf das BIP pro Kopf (2021\u20132065)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Bill_Koerber_Eichler_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Bill_Koerber_Eichler_1_de').highcharts({\n   chart: {\n        type: ''\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['2021', '2022', '2023', '2024', '2025', '2026', '2027', '2028', '2029', '2030', '2031', '2032', '2033', '2034', '2035', '2036', '2037', '2038', '2039', '2040', '2041', '2042', '2043', '2044', '2045', '2046', '2047', '2048', '2049', '2050', '2051', '2052', '2053', '2054', '2055', '2056', '2057', '2058', '2059', '2060', '2061', '2062', '2063', '2064', '2065']\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            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class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Insgesamt resultiert daraus beim Schweizer BIP-pro-Kopf-Niveau bis zum Jahr 2065 eine Einbusse von rund 11 Prozent gegen\u00fcber einer Entwicklung ohne Alterung (siehe <em>Abbildung 2, Referenzszenario<\/em>). Die H\u00f6he und die Richtung, in welcher die drei Effekte das BIP pro Kopf beeinflussen, schwanken im Zeitverlauf jedoch erheblich.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin klar negativer Effekt auf das BIP-Wachstum pro Kopf ist insbesondere bis Anfang der 2030er-Jahre festzustellen. Ausschlaggebend ist der bevorstehende Austritt der Babyboomer-Generation aus dem Erwerbsleben. Die Erwerbsbev\u00f6lkerung steigt aber trotz des Austritts der Babyboomer weiterhin an. Das f\u00fchrt insgesamt dazu, dass zwar ein kleinerer, aber immer noch positiver Wachstumsimpuls auf die gesamtwirtschaftliche Leistung resultiert. F\u00fcr das BIP pro Kopf ist jedoch die Entwicklung der Gesamtbev\u00f6lkerung massgebend. Und diese w\u00e4chst bis Anfang der 2030er-Jahre um bis zu 0,5\u00a0Prozent dynamischer als die Erwerbsbev\u00f6lkerung. Das hat entsprechend negative Impulse auf das BIP-Wachstum pro Kopf. Erst ab Mitte der 2050er-Jahre l\u00e4uft dieser Effekt allm\u00e4hlich aus.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDeutlich geringer fallen die Nachfrageeffekte der sich ver\u00e4ndernden Altersstruktur ins Gewicht. Bis Mitte der 2030er-Jahre k\u00f6nnen diese den negativen Arbeitsangebotseffekt gem\u00e4ss unseren Simulationsrechnungen sogar leicht abmildern. Ausschlaggebend ist, dass die Babyboomer nach ihrer Pensionierung die Ersparnisse aufbrauchen. Dies f\u00fchrt zu einer h\u00f6heren Dynamik bei den privaten Konsumausgaben und wirkt sich tempor\u00e4r positiv auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum aus.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch der Effekt der Altersstruktur auf die Arbeitsproduktivit\u00e4t wirkt gem\u00e4ss unseren Modellberechnungen zun\u00e4chst leicht kompensierend. So nimmt der Anteil \u00e4lterer Erwerbspersonen (50+) mit der Pensionierung der Babyboomer-Generation bis Anfang der 30er-Jahre wieder ab. J\u00fcngere Alterskohorten gewinnen hingegen leicht an Bedeutung. Dies f\u00fchrt beim unterstellten Altersproduktivit\u00e4tsprofil zu einer Erh\u00f6hung der durchschnittlichen Arbeitsproduktivit\u00e4t. Nach Anfang der 30er- bis Anfang der 50er-Jahre wirkt sich die Entwicklung der Altersstruktur leicht negativ auf das BIP-pro-Kopf-Wachstum aus, bevor die Impulse wieder leicht positiv werden.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>H\u00f6heres Rentenalter hat gr\u00f6sste Wirkung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInwieweit k\u00f6nnen die negativen Effekte der demografischen Entwicklung abgemildert werden? Die schlechte Nachricht vorab: Der insgesamt negative Effekt der demografischen Entwicklung auf das BIP-pro-Kopf-Niveau im Zeitraum von 2012 bis 2065 kann in keinem Szenario aufgehoben werden (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Aber: Politische Massnahmen k\u00f6nnen die Wachstumsschw\u00e4che entlasten. Die st\u00e4rkste Entlastung bietet die Erh\u00f6hung des Rentenalters f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner um zwei Jahre. Sie kann den Dynamikverlust teilweise abfedern, sodass im Endeffekt die demografisch bedingte Reduktion des BIP-pro-Kopf-Niveaus 2065 um rund ein F\u00fcnftel kleiner ausf\u00e4llt. Am Ende des Simulationszeitraums im Jahr 2065 macht es hierbei f\u00fcr das BIP-pro-Kopf-Niveau keinen nennenswerten Unterschied, ob die Reform im Jahr 2030 oder 2040 erfolgt. Allerdings entfallen bei einer sp\u00e4teren Implementierung die Wohlstandsgewinne der Vorjahre. \u00c4hnlich zur Erh\u00f6hung des Rentenalters f\u00e4llt die Bilanz einer allgemein h\u00f6heren Erwerbsbeteiligung im Alter aus. Geringer, aber ebenfalls positiv ist der Effekt einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Kumulierte Wachstumseinbussen verschiedener Demografie- und Politikszenarien in Bezug auf das BIP pro Kopf (2021\u20132065)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Bill_Koerber_Eichler_2_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Bill_Koerber_Eichler_2_de').highcharts({\n     chart: {\n\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['2021', '2022', '2023', '2024', '2025', '2026', '2027', '2028', '2029', '2030', '2031', '2032', '2033', '2034', '2035', '2036', '2037', '2038', '2039', '2040', '2041', '2042', '2043', '2044', '2045', '2046', '2047', '2048', '2049', '2050', '2051', '2052', '2053', '2054', '2055', '2056', '2057', '2058', '2059', '2060', '2061', '2062', '2063', '2064', '2065'],\n            \n    },\n       \n       \n         \n        \n   \n    yAxis: 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Die rote Linie dient als Referenzszenario ohne kompensierende Massnahmen.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BAK Economics \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie h\u00f6here Zuwanderung zeitigt f\u00fcr sich allein genommen vor allem bis Anfang der 2040er-Jahre einen positiven Effekt auf das BIP pro Kopf. Die h\u00f6here Einwanderung in den Arbeitsmarkt schw\u00e4cht das zunehmende Ungleichgewicht zwischen Erwerbs- und Gesamtbev\u00f6lkerung sp\u00fcrbar ab. Allerdings dauert es gem\u00e4ss unserem makro\u00f6konomischen Modell eine gewisse Zeit, bis sich die positiven Effekte vollst\u00e4ndig auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung \u00fcbertragen. Bis im Jahr 2065 w\u00e4re der negative Effekt der Alterung dadurch \u00e4hnlich stark abgeschw\u00e4cht wie bei einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie unsere Analyse zeigt, wird der demografische Wandel das BIP-pro-Kopf-Niveau in den kommenden Jahren sp\u00fcrbar reduzieren. Es gibt verschiedene M\u00f6glichkeiten, den negativen Effekt der demografischen Alterung abzuschw\u00e4chen. Die st\u00e4rkste Wirkung haben dabei die Erh\u00f6hung des Rentenalters und der Erwerbsbeteiligung im Alter.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Hofer und Url (2005).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">In unserer Studie haben wir dazu Sensitivit\u00e4tsanlaysen durchgef\u00fchrt. Siehe Bill-K\u00f6rber et al. (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr die demografische Entwicklung der Schweiz wird das Referenzszenario A-00-2015 des Bundesamtes f\u00fcr Statistik unterstellt.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Die Effekte sind jedoch theoretisch wie auch empirisch umstritten. In einem Extremszenario ergeben sich vielfach gr\u00f6ssere negative Impulse von bis zu 0,3 Prozentpunkten pro Jahr, die auch ein anderes zeitliches Verteilungsmuster aufweisen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie h\u00e4ngen das Wachstumspotenzial einer Volkswirtschaft und die demografische Entwicklung zusammen? Um ad\u00e4quat auf die anstehenden Herausforderungen einer immer st\u00e4rker alternden Bev\u00f6lkerung zu reagieren, ist es essenziell, dies zu verstehen.&#13; &#13; Im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) haben wir analysiert, in welcher Art und in welchem Umfang die demografischen Ver\u00e4nderungen in den kommenden Jahrzehnten [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3075,"featured_media":18482,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[69,66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[213],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3075,"seco_co_author":[3117,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Leiter Macro Research, BAK Economics, Basel","seco_author_post_occupation_fr":"Chef du domaine Pr\u00e9visions \u00e9conomiques internationales et pr\u00e9visions macro\u00e9conomiques suisses, BAK Economics, B\u00e2le","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":3117,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Chef\u00f6konom, BAK Economics, Basel","seco_co_author_post_occupation_fr":"\u00c9conomiste en chef, BAK Economics, B\u00e2le"}],"short_title":"Wachstumseinbussen wegen Alterung","post_lead":"Bis im Jahr 2065 kumulieren sich die Einbussen des Bruttoinlandprodukts pro Kopf aufgrund der Alterung auf rund 11 Prozent. Der gr\u00f6sste negative Effekt ist in der n\u00e4chsten Dekade zu verzeichnen.","post_hero_image_description":"Nach der Pensionierung wird weniger gespart und mehr konsumiert \u2013 doch auch das vermag die Wachstumseinbussen nicht auszugleichen.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"Keystone","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Bill-K\u00f6rber, Alexis, Martin Eichler und Felix K\u00fcppers (2019). <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/wirtschaftslage---wirtschaftspolitik\/wirschaftspolitik\/Wachstumpolitik\/wachstum_demografie.html\">Makro\u00f6konomische Effekte des demografischen Wandels: Modellgest\u00fctzte Projektionen f\u00fcr das langfristige Wachstum der Schweiz<\/a>. Grundlagen f\u00fcr die Wirtschaftspolitik Nr. 2. Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft SECO, Bern.<\/li>&#13;\n \t<li>Hofer und Url (2005). Growth Effects and Age-related Productivity Differentials in an Ageing Society: A Simulation for Austria.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":103399,"main_focus":[156058,156847],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":103403,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"90474","post_abstract":"Unsere Analysen zeigen die Abschw\u00e4chung des Wachstums des Bruttoinlandproduktes (BIP) pro Kopf, welches die Schweizer Volkswirtschaft durch die demografische Entwicklung in den kommenden Jahren erf\u00e4hrt. Die demografischen Einfl\u00fcsse reduzieren das BIP-Wachstum pro Kopf in einzelnen Jahren um bis zu einen halben Prozentpunkt. Bis zum Jahr 2065 addieren sich die Wachstumseinbussen im BIP-pro-Kopf-Niveau auf rund 11 Prozent. Deutlich wird auch, dass die Effekte nicht nur in der Phase der Pensionierung der Babyboomer spielen: Gem\u00e4ss den aktuellen Bev\u00f6lkerungsprojektionen laufen die negativen Wachstumsimpulse erst gegen Mitte der 2060er-Jahre allm\u00e4hlich aus. Die untersuchten, sich in einem ambitionierten, aber realistischen Rahmen bewegenden Politik- und Demografiever\u00e4nderungen k\u00f6nnen den demografisch bedingten Verlust an wirtschaftlicher Leistungsf\u00e4higkeit abfedern, aber bei Weitem nicht kompensieren.","magazine_issue":"20191201","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20191128","original_files":null,"external_release_for_author":"20191116","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5d9f26dd80cdc"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103396"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3075"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103396"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103396\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125900,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103396\/revisions\/125900"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3117"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3075"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156847"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156058"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=103396"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=103396"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=103396"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=103396"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=103396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}