{"id":103470,"date":"2019-10-23T11:00:56","date_gmt":"2019-10-23T11:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/10\/infokasten-die-volkswirtschaft-11-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:56:04","modified_gmt":"2023-08-23T20:56:04","slug":"infokasten-die-volkswirtschaft-11-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/10\/infokasten-die-volkswirtschaft-11-2019\/","title":{"rendered":"Gesetzesvorlage zu flexibleren Arbeitszeiten"},"content":{"rendered":"<p>Das Parlament befasst sich mit Vorst\u00f6ssen zu flexibleren Arbeitsmodellen. Im M\u00e4rz 2016 reichte der Luzerner CVP-St\u00e4nderat Konrad Graber eine parlamentarische Initiative ein, welche die <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20160414\">\u00abTeilflexibilisierung des Arbeitsgesetzes und den Erhalt bew\u00e4hrter Arbeitszeitmodelle\u00bb<\/a> fordert. Sie schl\u00e4gt ein neues Jahresarbeitszeitmodell vor, um die w\u00f6chentliche H\u00f6chstarbeitszeit flexibler zu gestalten. Unter Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Pausen soll der individuelle Arbeitstag neu 15 Stunden (statt 14 Stunden) betragen k\u00f6nnen. Die t\u00e4gliche Ruhezeit kann dabei laut dem aktuellen Entwurf mehrmals w\u00f6chentlich auf 9 Stunden verk\u00fcrzt und freiwillig unterbrochen werden. Zudem ist die Sonntagsarbeit bewilligungsbefreit, wenn sie nach eigenem, freiem Ermessen und ausserhalb des Betriebs stattfindet. Dies ist etwa bei Homeoffice oder auf Dienstreisen der Fall. Das Modell steht Vorgesetzten und Fachpersonen offen mit einem Jahresbruttolohn von mehr als 120\u2019000 Franken oder einem h\u00f6heren Bildungsabschluss, die bei ihrer Arbeit \u00fcber eine grosse Autonomie verf\u00fcgen und ihre Arbeitszeiten mehrheitlich selber festsetzen k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine parlamentarische Initiative von Alt-St\u00e4nder\u00e4tin Karin Keller-Sutter, welche die <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20160423\">\u00abAusnahme von der Arbeitszeiterfassung f\u00fcr leitende Angestellte und Fachspezialisten\u00bb<\/a> verlangte, hat der St\u00e4nderat im September abgeschrieben. Die Ratsmehrheit will sich auf die erstgenannte Initiative konzentrieren. Die externe Vernehmlassung lief bis Ende 2018. Die Behandlungsfrist wurde bis zur Fr\u00fchjahressession 2021 verl\u00e4ngert. Zust\u00e4ndig f\u00fcr die Ausarbeitung der Vorlage ist die Wirtschaftskommission des St\u00e4nderats.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei einer parlamentarischen Initiative entwirft das Parlament den Erlassentwurf selber. Die Verwaltung leistet dabei technische Unterst\u00fctzung \u2013 beispielsweise in Form von Sach- und Rechtsausk\u00fcnften. Anschliessend \u00fcberweist die federf\u00fchrende Kommission die Vorlage an ihren Rat und unterbreitet sie gleichzeitig dem Bundesrat zur Stellungnahme.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Parlament befasst sich mit Vorst\u00f6ssen zu flexibleren Arbeitsmodellen. Im M\u00e4rz 2016 reichte der Luzerner CVP-St\u00e4nderat Konrad Graber eine parlamentarische Initiative ein, welche die \u00abTeilflexibilisierung des Arbeitsgesetzes und den Erhalt bew\u00e4hrter Arbeitszeitmodelle\u00bb fordert. Sie schl\u00e4gt ein neues Jahresarbeitszeitmodell vor, um die w\u00f6chentliche H\u00f6chstarbeitszeit flexibler zu gestalten. 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