{"id":103471,"date":"2019-10-23T11:00:52","date_gmt":"2019-10-23T11:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/10\/sturm-11-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:56:10","modified_gmt":"2023-08-23T20:56:10","slug":"sturm-11-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/10\/sturm-11-2019\/","title":{"rendered":"KOF: Von den Umfragen zum Indikator"},"content":{"rendered":"<p>Befindet sich die Schweizer Wirtschaft im Aufschwung? Oder hat sie den H\u00f6hepunkt \u00fcberschritten, und ein Abschwung hat bereits eingesetzt? Als Referenzgr\u00f6sse zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation eines Landes wird h\u00e4ufig das Bruttoinlandprodukt (BIP) herangezogen. In der Schweiz publiziert das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) die BIP-Daten in Quartalsfrequenz. Jahresdaten zum BIP berechnet das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Konjunkturanalyse ist die Betrachtung in Quartalsfrequenz oder h\u00f6her wesentlich, um Ver\u00e4nderungen des Konjunkturverlaufs zeitnah zu erkennen. Es ist f\u00fcr eine effektive Konjunkturanalyse aber nicht nur relevant, in welchem zeitlichen Abstand die Wirtschaftsleistung gemessen wird, sondern auch, wie schnell die Messergebnisse jeweils vorliegen. Genau an dieser Stelle kommen Konjunkturindikatoren ins Spiel. Sie erg\u00e4nzen die mit einem Zeitverzug publizierten BIP-Daten um rasch verf\u00fcgbare Informationen. Die KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Z\u00fcrich hat ein System von Konjunkturindikatoren entwickelt, welches als Basis ihre Konjunkturumfrageergebnisse verwendet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie KOF befragt monatlich oder quartalsweise mehr als 8000 Unternehmen zu ihrer Gesch\u00e4ftsentwicklung. So wird etwa erhoben, wie die Produktions- oder die Personalplanungen ausgerichtet sind. Die Unternehmen bewerten beispielsweise ihren Auftragsbestand und ihre Lagerbest\u00e4nde an Fertigwaren. Neben diesen Einsch\u00e4tzungen zu konkreten Aspekten der Unternehmenst\u00e4tigkeit werden auch \u00abweiche\u00bb Fragen zur allgemeinen Gesch\u00e4ftslage des Unternehmens gestellt. Ein wesentliches Charakteristikum von Konjunkturumfragen ist, dass in den meisten F\u00e4llen um Tendenzantworten gebeten wird. Als m\u00f6gliche Antworten werden drei Richtungen oder Urteile vorgegeben. So kann auf die Fragen zur weiteren Produktionst\u00e4tigkeit oder zur Entwicklung der Anzahl Besch\u00e4ftigten geantwortet werden: steigend, gleichbleibend, sinkend. Durch diese Methodik k\u00f6nnen die Befragten den Fragebogen in kurzer Zeit ausf\u00fcllen. Somit liegen bereits am Monatsende die Umfrageresultate f\u00fcr den jeweiligen Monat vor.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Zeitbezug und Komplexit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nKonjunkturindikatoren erg\u00e4nzen die Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) um Informationen, die zur Einsch\u00e4tzung der aktuellen Wirtschaftslage und f\u00fcr die Kurzfristprognose verwendet werden k\u00f6nnen. Bez\u00fcglich der zeitlichen Verbindung zur Zielgr\u00f6sse aus den VGR k\u00f6nnen Indikatoren eingeteilt werden in Fr\u00fch-, Koinzidenz- und Sp\u00e4tindikatoren. Fr\u00fchindikatoren geben Hinweise auf die Entwicklung in der (nahen) Zukunft, Koinzidenzindikatoren dagegen zur augenblicklichen Wirtschaftslage. Sp\u00e4tindikatoren zeichnen die Entwicklung in der (j\u00fcngsten) Vergangenheit nach.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Indikatoren unterscheiden sich auch hinsichtlich der Komplexit\u00e4t. Komplexe Indikatoren beziehen sich h\u00e4ufig auf zahlreiche Eingangsvariablen und basieren auf ausgekl\u00fcgelten \u00f6konometrischen Techniken. Die Entwickler von Konjunkturindikatoren erh\u00f6hen die Komplexit\u00e4t in der Hoffnung, gewisse Merkmale der Indikatoren zu verbessern. Damit gehen aber meist eine geringere Transparenz und eine schwierigere Interpretierbarkeit der den Indikator treibenden Kr\u00e4fte einher.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Wie l\u00e4uft das Gesch\u00e4ft?<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas umfragenbasierte Indikatorensystem der KOF besteht aus drei Hauptindikatoren f\u00fcr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Alle drei werden jeweils monatlich am Ende des Referenzmonats publiziert. Der erste ist ein einfacher und transparenter Koinzidenzindikator: die KOF-Gesch\u00e4ftslage. Dieser Indikator basiert auf lediglich einer Frage, welche die KOF in den Konjunkturumfragen in allen Wirtschaftsbereichen eingef\u00fcgt hat. Die Teilnehmenden werden gefragt, wie sie die momentane Gesch\u00e4ftslage des Unternehmens bewerten. Was die Gesch\u00e4ftslage ausmacht, ist dabei nicht von der KOF vordefiniert. Dadurch kann diese \u00abweiche\u00bb Frage in allen Wirtschaftsbereichen gestellt werden, und die Teilnehmenden w\u00e4hlen selber die jeweils geeigneten Faktoren. Die Frage kann nach Unterkategorien ausgewertet werden, etwa nach Sektoren, Branchen, Unternehmensgr\u00f6ssenklassen oder Exportanteil, sodass die Bewegung des Gesamtindikators auf verschiedene Ebenen heruntergebrochen werden kann. Dieser Indikator erlaubt einen recht differenzierten Blick auf die konjunkturelle Entwicklung und kann als Koinzidenzindikator angesehen werden (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Die Korrelation mit den gew\u00e4hlten BIP-Zeitreihen ist zwar teilweise geringer als bei den anderen Indikatoren, daf\u00fcr punktet der Indikator zur Gesch\u00e4ftslage mit seiner einfachen Interpretierbarkeit und den differenzierten Analysem\u00f6glichkeiten.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Kreuzkorrelationen KOF-Indikatoren und BIP-Wachstum<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='11_2019_Abberger_Sturm'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#11_2019_Abberger_Sturm').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: 'BIP-Wachstum: Vorquartalsvergleich'\n    },\n    \n    xAxis: { title: {\n            text: 'Vorlauf\/Nachlauf (Monate)'\n        },\n        categories: ['-7', '-6', '-5', '-4', '-3', '-2', '-1', '0', '1', '2', '3', '4', '5', '6', '7']\n    },\n    yAxis: {\nplotLines: [{\n            color: 'black',\n            dashStyle: 'dot',\n            width: 2,\n            value: 0,\n            \n            zIndex: 3\n        }],\n        title: {\n            text: 'Korrelationskoeffizient'\n        }\n    },\n  tooltip: {\n  \n        valueSuffix: ''\n    },\n    plotOptions: {\n        line: {\n        marker:{\n                enabled: false\n            },\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'KOF-Konjunkturbarometer',\n        data: [0.51,0.60,0.67,0.74,0.78,0.81,0.79,0.73,0.67,0.55,0.41,0.27,0.11,-0.05,-0.19]\n    }, {\n        name: 'KOF Economic Sentiment Indicator',\n        data: [-0.40,-0.32,-0.20,-0.06,0.08,0.23,0.37,0.51,0.62,0.70,0.76,0.78,0.78,0.75,0.68]\n    }, {\n        name: 'KOF-Gesch\u00e4ftslage (Niveau)',\n        data: [-0.41,-0.39,-0.34,-0.28,-0.22,-0.10,0.02,0.14,0.23,0.30,0.37,0.42,0.46,0.49,0.49],\ncolor: '#d2d803',\n    },{\n        name: 'KOF-Gesch\u00e4ftslage (Vorquartalsver\u00e4nderung)',\n        data: [0.27,0.34,0.40,0.47,0.52,0.57,0.59,0.61,0.60,0.58,0.55,0.48,0.42,0.34,0.25],\ncolor: '#37a932'\n    },]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='11_2019_Abberger_Sturm_1b'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#11_2019_Abberger_Sturm_1b').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: 'BIP-Wachstum: Vorjahresvergleich'\n    },\n    \n    xAxis: { title: {\n            text: 'Vorlauf\/Nachlauf (in Monate)'\n        },\n        categories: ['-7', '-6', '-5', '-4', '-3', '-2', '-1', '0', '1', '2', '3', '4', '5', '6', '7']\n    },\n    yAxis: {\nplotLines: [{\n            color: 'black',\n            dashStyle: 'dot',\n            width: 2,\n            value: 0,\n            \n            zIndex: 3\n        }],\n        title: {\n            text: 'Korrelationskoeffizient'\n        }\n    },\n    tooltip: {\n  \n        valueSuffix: ''\n    },\n    plotOptions: {\n        line: {\n        marker:{\n                enabled: false\n            },\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'KOF-Konjunkturbarometer',\n        data: [0.72, 0.74, 0.75, 0.71, 0.65, 0.56, 0.43, 0.29, 0.14, -0.01, -0.15, -0.28, -0.38, -0.45, -0.51]\n    }, {\n        name: 'KOF Economic Sentiment Indicator',\n        data: [0.31, 0.43, 0.54, 0.65, 0.74, 0.81, 0.85, 0.88, 0.86, 0.83, 0.77, 0.69, 0.59, 0.49, 0.37]\n    }, {\n        name: 'KOF-Gesch\u00e4ftslage (Niveau)',\n        data: [ -0.02, 0.06, 0.17, 0.27, 0.38, 0.49, 0.59, 0.68, 0.69, 0.69, 0.68, 0.63, 0.57, 0.51, 0.42],\ncolor: '#d2d803',\n\n    },{\n        name: 'KOF-Gesch\u00e4ftslage (Vorjahresver\u00e4nderung)',\n        data: [0.42, 0.5, 0.57, 0.63, 0.69, 0.72, 0.74, 0.76, 0.73, 0.69, 0.64, 0.56, 0.47, 0.38, 0.28],\ncolor: '#37a932',\n    },]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground text__legend\">Anmerkung: Dargestellt sind Kreuzkorrelationen der Indikatoren und Transformationen des realen BIP (saisonbereinigte und gegl\u00e4ttete Werte; Stichprobe 2007:9\u20132019:7). Dadurch k\u00f6nnen die Indikatoren besser voneinander abgegrenzt werden. Hier sind lediglich zwei Transformationen der glatten Komponente des BIP aufgef\u00fchrt. Die Wendepunkte in diesen beiden Zeitreihen treten in der Regel nicht synchron auf: Ein Wendepunkt tritt zuerst in den Quartalswachstumsraten auf und dann in den Vorjahreswachstumsraten. <a href=\"https:\/\/kof.ethz.ch\/prognosen-indikatoren\/indikatoren.html\">Weitere Informationen<\/a> zu den Indikatoren finden sich unter www.kof.ethz.ch. <\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quellen: KOF, Seco \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Internationaler Vergleich <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer zweite Indikator, der Economic Sentiment Indicator (ESI), wurde von der Europ\u00e4ischen Kommission entwickelt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Dieser deutlich komplexere Indikator wird von der KOF f\u00fcr die Schweiz berechnet und erm\u00f6glicht einen Vergleich zwischen der Schweiz und den EU-Staaten. Zwar werden nur einfache statistische Verfahren f\u00fcr die Berechnung verwendet, f\u00fcr jeden einbezogenen Wirtschaftsbereich werden aber zwei bis vier spezifische Fragen aus dem Programm der Konjunkturumfragen ausgew\u00e4hlt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEingang in den Indikator finden die Befragungsergebnisse des verarbeitenden Gewerbes, des Baugewerbes, des Detailhandels, des Dienstleistungsbereichs sowie der Konsumentenbefragung. Aus diesen Variablen resultiert ein Gesamtindikator, der f\u00fcr die Schweiz stark mit dem Gesch\u00e4ftslageindikator korreliert.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> In der Tendenz handelt es sich beim ESI ebenfalls um einen Koinzidenzindikator.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Komplexes Barometer<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer komplexeste der drei Indikatoren ist das KOF-Konjunkturbarometer: Die aktuelle Version basiert auf 345 Variablen, die ein fest definierter Algorithmus ausw\u00e4hlt. Bei den meisten Variablen handelt es sich um Daten aus den KOF-Konjunkturumfragen, es fliessen aber auch weitere Daten wie Konjunkturumfrageergebnisse aus dem Ausland ein. Jedes Jahr im September wird der Auswahlprozess ausgef\u00fchrt und eine neue Variablenselektion erstellt. Das Motiv, diesen Prozess jeweils im September zu starten, ist, dass das BFS zu dieser Zeit die Jahreswerte f\u00fcr das BIP des Vorjahres ver\u00f6ffentlicht. Mit den Jahresdaten des BFS als Anker revidiert das Seco auch die Quartalssch\u00e4tzungen f\u00fcr das BIP und andere Komponenten der VGR. Da bei der Erstellung des Barometers als Zielgr\u00f6sse monatliche Ver\u00e4nderungsraten verwendet werden, ist das Barometer ein Fr\u00fchindikator sowohl f\u00fcr die Quartalswachstumsraten als auch f\u00fcr die tr\u00e4ge reagierenden Vorjahreswachstumsraten. Dieses Vorauseilen des Indikators wird allerdings mit einer hohen Komplexit\u00e4t erkauft. Der Indikator als solcher kann zwar einfach dargestellt und interpretiert werden, doch sind die hinter einer Ver\u00e4nderung stehenden Antriebskr\u00e4fte f\u00fcr die Nutzer schwierig erkennbar.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Die KOF-Konjunkturuhr<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2019\/10\/Abberger_Sturm_Abbildung_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-90704\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2019\/10\/Abberger_Sturm_Abbildung_DE.png\" alt=\"\" width=\"1562\" height=\"1150\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Konjunkturuhr stellt einen Zusammenhang zwischen der KOF-Gesch\u00e4ftslage und dem KOF-Konjunkturbarometer her. Die Uhr ist in Quadranten eingeteilt: In der Erholungsphase ist die Gesch\u00e4ftslage unterdurchschnittlich, aber die Wachstumsperspektiven sind \u00fcberdurchschnittlich. Im Konjunkturhoch (zum Beispiel Januar 2018) sind die Lage und die Perspektiven \u00fcberdurchschnittlich. In der Abk\u00fchlungsphase ist die Lage \u00fcber dem Durchschnitt und die Perspektiven darunter. Im Konjunkturtief sind Lage und Perspektiven unterdurchschnittlich. Idealtypisch durchl\u00e4uft der Graph die Quadranten im Uhrzeigersinn.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: KOF \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Indikatoren k\u00f6nnen zueinander in Beziehung gebracht werden, um weitere Aussagen zu machen. Die \u00abKonjunkturuhr\u00bb zeigt beispielsweise, dass sich die Schweizer Konjunktur in den bisherigen Monaten des Jahres 2019 abgek\u00fchlt hat (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Erg\u00e4nzt wird das Indikatorensystem der KOF um weitere Indikatoren, etwa den Besch\u00e4ftigungsindikator, der einfach konzipiert ist und die Besch\u00e4ftigungsentwicklung fr\u00fchzeitig anzeigt. Hinzu kommt ein B\u00fcndel an Indikatoren, das die Unsicherheit bzw. die Uneinigkeit oder die \u00dcberraschung \u00fcber die Wirtschaftsentwicklung widerspiegelt. Gerade im momentanen internationalen Umfeld ist es wichtig, zu wissen, wie sich die Unsicherheit auf die Investitionst\u00e4tigkeit auswirkt.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Mehr Infos auf www.ec.europa.eu, Stichwort \u00abBusiness, Economy, Euro\u00bb.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Korrelation = 0,90.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Befindet sich die Schweizer Wirtschaft im Aufschwung? Oder hat sie den H\u00f6hepunkt \u00fcberschritten, und ein Abschwung hat bereits eingesetzt? Als Referenzgr\u00f6sse zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation eines Landes wird h\u00e4ufig das Bruttoinlandprodukt (BIP) herangezogen. 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Da das Bruttoinlandprodukt als \u00fcbliche Referenzgr\u00f6sse zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation nur mit einer Zeitverz\u00f6gerung ver\u00f6ffentlicht werden kann, sollen Konjunkturindikatoren die zeitliche L\u00fccke schliessen. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Indikatoren einen Blick in die nahe Zukunft erm\u00f6glichen. Gest\u00fctzt auf ihre monatlichen und quartalsweisen Konjunkturumfragen bei Unternehmen, hat die KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Z\u00fcrich ein Indikatorensystem entwickelt. Dieses umfasst Fr\u00fch- und Koinzidenzindikatoren unterschiedlicher Bauart. 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