{"id":103624,"date":"2019-10-18T10:30:08","date_gmt":"2019-10-18T10:30:08","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/10\/tanner-11-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:56:44","modified_gmt":"2023-08-23T20:56:44","slug":"jakob-tanner-11-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/10\/jakob-tanner-11-2019\/","title":{"rendered":"Arbeit als Ver\u00e4nderungsmotor der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p>Eine Geschichte der Arbeit l\u00e4sst sich nur als transnationale Verflechtungsgeschichte schreiben. So machte die industrielle Revolution nicht an der Schweizer Grenze halt. Auch die grossen Wirtschaftskrisen, verbunden mit gravierender Arbeitslosigkeit, waren stets grenz\u00fcberschreitende Ph\u00e4nomene. Das gilt ebenso f\u00fcr Innovationssch\u00fcbe, Technologietransfers, Arbeitsk\u00e4mpfe und den Wandel der sozialpartnerschaftlichen Beziehungen zwischen Unternehmern und Belegschaften. Alle diese Vorg\u00e4nge wirkten sich auf das breite Spektrum von Arbeitsformen und -bedingungen innerhalb der Schweiz aus. Gleichzeitig ist die Arbeit selbst ein Ver\u00e4nderungsfaktor, ohne den dieses Land nicht das geworden w\u00e4re, was es heute ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Alte Eidgenossenschaft des ausgehenden 18. Jahrhunderts war noch stark l\u00e4ndlich-b\u00e4uerlich gepr\u00e4gt; gleichzeitig geh\u00f6rten einige Regionen wie das Z\u00fcrcher Oberland oder das Appenzellerland, wo das Textilgewerbe florierte, zu den weltweit am st\u00e4rksten industrialisierten Wachstumszentren. Im \u00abVerlagssystem\u00bb produzierten Heimarbeiterhaushalte unter stetem Kostendruck und trugen das volle Risiko einer volatilen Wirtschaftskonjunktur. Immerhin konnten sie Arbeitsrhythmus und -intensit\u00e4t autonom bestimmen \u2013 was jedoch nur allzu h\u00e4ufig mit famili\u00e4rer Selbstausbeutung einherging. Meist mussten auch die Kinder arbeiten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus dem Zusammenwirken von Agrarmodernisierung, Fabrikindustrialisierung und Weltmarktkonkurrenz resultierten in der Folge einerseits neue Erwerbsm\u00f6glichkeiten, andererseits eine breite Verarmung, die als \u00abMassenarmut\u00bb auch zum politischen Problem wurde. In den neu gegr\u00fcndeten Fabriken herrschte eine Herr-im-Haus-Mentalit\u00e4t: Die Patrons \u00abregierten\u00bb mit Zuckerbrot (Unterst\u00fctzungskassen, Arbeiterwohnungen) und Peitsche (Fabrikordnungen mit drakonischen Strafandrohungen). Zudem bek\u00e4mpften sie konsequent die gewerkschaftliche Organisation der Arbeiterinnen und Arbeiter.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Maschinen geben Takt an<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm ausgehenden 19. Jahrhundert weiteten sich die industrielle Produktionsbasis und das Spektrum an Dienstleistungsberufen (in Verkehr, Kommunikation, Handel, Tourismus, Ausbildung, Gesundheitswesen und Verwaltung) aus. Nicht nur in Grossunternehmen erhielt die \u00abHerrschaft der Mechanisierung\u00bb (Sigfried Giedion), die sich schon in den protoindustriellen Familienbetrieben gezeigt hatte, eine neue Qualit\u00e4t. Die Arbeit der Menschen unterlag mehr denn je dem Maschinentakt. Mit dem ersten Eidgen\u00f6ssischen Fabrikgesetz von 1877 (das vom pionierhaften Glarner Fabrikgesetz von 1864 inspiriert war) wurde der \u00abNormalarbeitstag\u00bb geschaffen und die unternehmerische Willk\u00fcr eingeschr\u00e4nkt. Doch die Arbeitsbedingungen blieben prek\u00e4r. So betrug die t\u00e4gliche Arbeitszeit noch immer elf Stunden, die L\u00f6hne waren niedrig, die Luft in den Arbeitsr\u00e4umen schlecht, die Beleuchtung ungen\u00fcgend, Temperatur, L\u00e4rm und Gestank oft unertr\u00e4glich. Und die Unternehmer unterliefen die neu geschaffene obligatorische Haftpflichtversicherung bei Arbeitsunf\u00e4llen systematisch. Die \u00absoziale Frage\u00bb, die damals intensiv diskutiert wurde, war zu einem Gutteil eine Frage der Arbeitsbedingungen. Verbesserungen brachten kollektive Arbeitsvertr\u00e4ge, die ab 1911 Gesamtarbeitsvertr\u00e4ge (GAV) genannt wurden und die ab 1941 f\u00fcr allgemeinverbindlich erkl\u00e4rt werden konnten. Diese GAV stellen bis heute das R\u00fcckgrat der schweizerischen Sozialpartnerschaft dar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm die Jahrhundertwende verschoben sich die Geschlechterbeziehungen in der Arbeitswelt. Stellten Frauen in der Textilindustrie oft den gr\u00f6ssten Teil der Arbeitskr\u00e4fte, so wurden sie nun in den neuen wirtschaftlichen Leitsektoren \u2013 Chemie, Elektroindustrie, Maschinenbau \u2013 durch M\u00e4nner zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. In den Bereichen Gastgewerbe, B\u00fcro, Verkauf und K\u00f6rperpflege entstanden typisch weibliche Berufsgruppen, die lohnm\u00e4ssig schlechter eingestuft wurden als die M\u00e4nnerberufe und die auch vonseiten der Gewerkschaften wenig Unterst\u00fctzung fanden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSeit dem Ersten Weltkrieg bildete sich die Frauenerwerbsquote zur\u00fcck. Einer \u00e4hnlichen Logik folgte die \u00abUnterschichtung\u00bb des schweizerischen Arbeitsmarktes durch Arbeitsmigranten, die mehrheitlich in wenig attraktiven Branchen t\u00e4tig waren. Ihre Zahl nahm ab den 1880er-Jahren betr\u00e4chtlich zu, ging ab 1914 zur\u00fcck und verzeichnete 1941 einen historischen Tiefstand, um nach 1945 wiederum signifikant anzusteigen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den 1920er-Jahren wurde die Schweiz als ein typisches Industrieland wahrgenommen: Die Landwirtschaft umfasste kaum noch ein Viertel der Erwerbst\u00e4tigen. Mehr als ein Drittel der Arbeitenden fand in verschiedenen Dienstleistungen ihr Auskommen \u2013 wo sie sich als Angestellte \u00fcber die \u00abKragenlinie\u00bb abgrenzten von den Arbeitern. Der grosse Rest arbeitete in Industrie und Gewerbe. Im Industriesektor brach sich ein amerikanisierter \u00abefficiency craze\u00bb Bahn: Taylorisierung und wissenschaftliche Betriebsf\u00fchrung stiegen zu neuen Leitbildern auf. Die durchrationalisierte Fliessbandproduktion setzte sich allerdings erst in der lang anhaltenden Prosperit\u00e4tsphase der Nachkriegszeit durch, nun unter dem neuen Schlagwort \u00abProduktivit\u00e4tspolitik\u00bb.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch der besch\u00e4ftigungsm\u00e4ssig schrumpfende Agrarsektor hing trotz der hochgehaltenen folkloristischen Bauerntradition immer st\u00e4rker von Chemie- und Maschineneinsatz ab. In Haushalt und K\u00fcche revolutionierten neue elektrische Ger\u00e4te wie Waschmaschine, K\u00fchlschrank, Staubsauger, elektrisches B\u00fcgeleisen, Mixer, sp\u00e4ter auch Geschirrsp\u00fclautomaten die unbezahlten T\u00e4tigkeiten. Diese \u00abReproduktionsarbeit\u00bb wurde vor allem von Frauen geleistet, die sich ausserdem mit gehobenen hygienischen und neuen \u00e4sthetisch-emotionalen Standards konfrontiert sahen. In dieser Phase des Wirtschaftswunders kam auch der Computer auf und l\u00f6ste seit den 1960er-Jahren in verschiedenen Bereichen der Volkswirtschaft produktivit\u00e4tstreibende Automatisierungs- und Digitalisierungsprozesse aus.&#13;<\/p>\n<h2>\u00ab<strong>Syt dihr \u00f6pper?\u00bb<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDiese Ver\u00e4nderungen der Arbeitswelt gingen einher mit markanten Verschiebungen der Bedeutung und der Bewertung verschiedener Formen des T\u00e4tigseins. Im Mittelalter und in der Fr\u00fchen Neuzeit setzte man Arbeit mit M\u00fche, Last und Armut gleich. Dabei betrachteten arme Leute ihren fleissigen Einsatz nach dem Motto \u00abora et labora\u00bb als frommen \u00abGottesdienst\u00bb, der ihnen einen privilegierten Start ins Jenseits erm\u00f6glichen sollte. Beg\u00fcterte und M\u00e4chtige verzichteten hingegen demonstrativ auf harte k\u00f6rperliche T\u00e4tigkeiten. Im Sinne ausgleichender Gerechtigkeit mussten sie dann in der Bibel nachlesen, dass eher ein Kamel durch ein Nadel\u00f6hr gehe als ein Reicher in den Himmel. Bis ins 20. Jahrhundert hinein blieben solche religi\u00f6sen Deutungsmuster virulent. Sie \u00fcberlagerten sich mit aristokratisch-elit\u00e4ren Abgrenzungsbed\u00fcrfnissen nach unten. Legend\u00e4r war etwa die Berner Patrizierin Louise Elisabeth de Meuron-von Tscharner (1882\u20131980), die ihr Unbekannte mit dem Satz anzusprechen pflegte: \u00abSyt dihr \u00f6pper, oder n\u00e4met dihr Lohn?\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDieses Verst\u00e4ndnis von Lohnarbeit, wie es die anachronistische \u00abMadame de Meuron\u00bb \u00e4usserte, war im demokratisch organisierten Bundesstaat von 1848 l\u00e4ngst obsolet geworden. Der staatstragende Freisinn wertete die Arbeit seiner B\u00fcrger auf; f\u00fcr die erste Landesausstellung von 1883 dichtete Gottfried Keller eine regelrechte Ode an die Arbeit (\u00abVaterland, (\u2026) nur durch Arbeit wirst du reich!\u00bb). Sinnspr\u00fcche wie \u00abArbeit ist des B\u00fcrgers Zier\u00bb machten die Runde. Die im Fin de Si\u00e8cle aufstrebende Arbeiterbewegung stellte die Lage als fundamental ambivalent dar: Arbeiter k\u00f6nnten alles sein, doch im Kapitalismus z\u00e4hlen sie nichts. Die Arbeit produziert alle wirtschaftlichen Werte, wird aber durch das Kapital ausgebeutet. Auf den sich versch\u00e4rfenden Klassenkampf reagierten auch die Landeskirchen mit neuen Vorschl\u00e4gen zum Arbeit-Lohn-Nexus \u2013 bahnbrechend war die katholische Sozialenzyklika \u00abRerum Novarum\u00bb des \u00abArbeiterpapstes\u00bb Leo XIII. (1891).&#13;<\/p>\n<h2><strong>Digitalisierung als Risiko<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHeute befinden wir uns erneut in einer Phase versch\u00e4rfter Definitions- und Deutungskonflikte um die Arbeit. L\u00f6ste die Fluchtperspektive einer \u00abmenschenleeren Fabrik\u00bb in den 1960er-Jahren noch positive Gef\u00fchle einer Befreiung von physischer Plackerei aus, so werden heute mit Big Data und dem \u00abInternet der Dinge\u00bb \u00c4ngste vor Arbeitsplatzverlusten verbunden. Einige Forscher warnen vor einer Vollbesch\u00e4ftigung mittels Bullshit-Jobs (David Graeber); andere stellen aufgrund der forcierten Digitalisierung ein massives Wegschrumpfen ganzer Besch\u00e4ftigungsfelder in Aussicht, verbunden mit Prekarisierung und Arbeitslosigkeit. Wiederum andere gehen optimistischerweise davon aus, dass diese Probleme mit einer intensivierten Ausbildung und Qualifikation von Arbeitskr\u00e4ften gemeistert werden k\u00f6nnen. So hat die deutsche Bundesregierung die inzwischen auch in anderen L\u00e4ndern breiter diskutierte \u00abPlattform Industrie 4.0\u00bb aufgegleist. Mit dieser wird versucht, widerspr\u00fcchliche Trends zu b\u00fcndeln und in eine positive Vision zu \u00fcbersetzen. \u00c4hnliche Initiativen finden sich in Frankreich (\u00abindustrie du futur\u00bb) oder in Japan (Industrial Value-Chain Initiative).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nK\u00fcnftig werden sich die Debatten um die Arbeit vor allem an zwei Streitfragen kristallisieren. Die erste betrifft die soziale Ungleichheit: W\u00e4hrend die Chefl\u00f6hne in den letzten Jahrzehnten geradezu explodiert sind, breiteten sich im Mittelfeld der Berufst\u00e4tigen Unsicherheit und Abstiegs\u00e4ngste aus. Am unteren Ende der Verteilungsskala ist das Ph\u00e4nomen der Working Poor akut: Es gibt Menschen, die Vollzeit arbeiten und doch nicht so viel verdienen, um auf einen gr\u00fcnen Zweig zu kommen. In all diesen Entwicklungen steckt ein hohes Konfliktpotenzial. Bei der zweiten Frage geht es grunds\u00e4tzlicher um das, was in einer Gesellschaft als Arbeit gilt und entsprechend wertgesch\u00e4tzt wird. Mit dem Aufstieg des \u00abNormalarbeitstages\u00bb hat sich \u00fcber das vergangene Jahrhundert hinweg der Arbeitsbegriff verengt, was faktisch weitgehend auf Kosten der Frauen ging. Auch heute sind viele Verrichtungen, die f\u00fcr ein gutes Funktionieren der Gesellschaft unverzichtbar sind \u2013 vom sogenannten Care-Bereich \u00fcber soziale Dienstleistungen bis hin zur Haus- und Familienarbeit \u2013, aus dem Wahrnehmungsfeld ausgegrenzt. Sie werden nicht als wertsch\u00f6pfende Arbeit akzeptiert, geschweige denn verg\u00fctet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAlle Kontroversen um die Definition und die Zukunftschancen der Arbeit weisen einen sozialen und politischen Kern auf. Deshalb lassen sie sich nicht einfach mit \u00f6konomischen Argumenten kl\u00e4ren. Die Notwendigkeit, den aktuellen Besch\u00e4ftigungswandel auf \u00f6kologische Erfordernisse abzustimmen und in eine nachhaltige Entwicklung \u00fcberzuf\u00fchren, steigert die Komplexit\u00e4t dieser Probleme zus\u00e4tzlich. Um die Arbeit werden somit auch in der Schweiz weiterhin zentrale Selbstverst\u00e4ndigungsdebatten der modernen Gesellschaft kreisen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Geschichte der Arbeit l\u00e4sst sich nur als transnationale Verflechtungsgeschichte schreiben. So machte die industrielle Revolution nicht an der Schweizer Grenze halt. Auch die grossen Wirtschaftskrisen, verbunden mit gravierender Arbeitslosigkeit, waren stets grenz\u00fcberschreitende Ph\u00e4nomene. Das gilt ebenso f\u00fcr Innovationssch\u00fcbe, Technologietransfers, Arbeitsk\u00e4mpfe und den Wandel der sozialpartnerschaftlichen Beziehungen zwischen Unternehmern und Belegschaften. 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Ausser Betrieb: Metamorphosen der Arbeit in der Schweiz, Z\u00fcrich: Limmat-Verlag.<\/li>&#13;\n \t<li>Boillat, Val\u00e9rie et al. (Hg.) (2006). Vom Wert der Arbeit: Schweizer Gewerkschaften \u2013 Geschichte und Geschichten, Z\u00fcrich: Rotpunkt-Verlag.<\/li>&#13;\n \t<li>Giedion, Sigfried (1982). Die Herrschaft der Mechanisierung.\u00a0 Ein Beitrag zur anonymen Geschichte, Frankfurt a. M.: Europ\u00e4ische Verlagsanstalt.<\/li>&#13;\n \t<li>Graeber, David (2018). Bullshit Jobs, New York: Simon &amp; Schuster.<\/li>&#13;\n \t<li>Gruner, Erich (1968). Die Arbeiter in der Schweiz im 19. Jahrhundert, Bern: Francke.<\/li>&#13;\n \t<li>Halbeisen, Patrick, Margrit M\u00fcller und B\u00e9atrice Veyrassat (Hg.) (2012). Wirtschaftsgeschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert, Basel: Schwabe-Verlag.<\/li>&#13;\n \t<li>J\u00e4ger, Reto, Max Lemmenmeier, August Rohr und Peter Wiher (1986). Baumwollgarn als Schicksalsfaden. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen in einem l\u00e4ndlichen Industriegebiet (Z\u00fcrcher Oberland) 1750\u20131850, Z\u00fcrich: Chronos.<\/li>&#13;\n \t<li>Leonhard, J\u00f6rn und Willibald Steinmetz (Hg.) (2016). Semantiken von Arbeit: diachrone und vergleichende Perspektiven, K\u00f6ln: B\u00f6hlau-Verlag.<\/li>&#13;\n \t<li>Sch\u00fcrpf, Markus et al. (2015). Arbeit: Fotografien aus der Schweiz 1860\u20132015, Z\u00fcrich: Limmat-Verlag.<\/li>&#13;\n \t<li>Schweizerisches Sozialarchiv (Hg.) (1982). Arbeitsalltag und Betriebsleben: zur Geschichte industrieller Arbeits- und Lebensverh\u00e4ltnisse in der Schweiz, Diessenhofen: R\u00fcegger.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":103627,"main_focus":[156065,156852],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":103631,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"89360","post_abstract":"Die Schweiz ist ein wirtschaftlich und kulturell stark verflochtenes Land. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts verlief der Industrialisierungsprozess in europ\u00e4ischen und globalen Kraftfeldern. Nicht nur in der Fabrikindustrie wurde die Arbeit durch Mechanisierung und wirtschaftliche Austauschprozesse gepr\u00e4gt. Zugleich war sie selbst ein wichtiger Ver\u00e4nderungsfaktor. Weit \u00fcber ihre volkswirtschaftliche Bedeutung hinaus beeinflusst sie das Selbstverst\u00e4ndnis und die Fremdwahrnehmung von Menschen. Und die sozialen Konflikte um die Arbeitsbedingungen und -entlohnung bestimmen massgeblich die Sozialstruktur. Heute steht die Wirtschaftspolitik vor der Aufgabe, nachhaltige Perspektiven eines Wandels der Arbeit aufzuzeigen, welche die Interessen von Lohnabh\u00e4ngigen ber\u00fccksichtigen. 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