{"id":103869,"date":"2019-09-23T10:30:09","date_gmt":"2019-09-23T10:30:09","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/09\/egger-erhardt-10-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:56:45","modified_gmt":"2023-08-23T20:56:45","slug":"egger-erhardt-10-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/09\/egger-erhardt-10-2019\/","title":{"rendered":"Mehr Handel dank W\u00e4hrungsunion?"},"content":{"rendered":"<p>Wie wirkt sich eine W\u00e4hrungsunion auf den Handel zwischen den Mitgliedsstaaten aus? Will man diese Frage beantworten, muss man zuerst die Gegenfrage stellen: Was ist der Effekt von Wechselkursen und deren Schwankungen auf den Handel, wenn es keine W\u00e4hrungsunion gibt? Darauf gibt die \u00f6konomische Literatur zwei m\u00f6gliche Antworten<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>:&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEinerseits bedeuten W\u00e4hrungsunterschiede zwischen L\u00e4ndern Transaktionskosten \u2013 entweder f\u00fcr den Exporteur (wenn ein Handelsgesch\u00e4ft in der W\u00e4hrung des Importlandes geschlossen und abgewickelt wird) oder f\u00fcr den Importeur. Diese Transaktionskosten verhalten sich im Wesentlichen wie Transportkosten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAndererseits beinhalten W\u00e4hrungsunterschiede zwischen zwei L\u00e4ndern auch das Risiko, dass es in der Zeitspanne zwischen Abschluss des Handelsgesch\u00e4ftes und der eigentlichen Bezahlung zu Wechselkurs\u00e4nderungen kommt. Dieses Risiko betrifft aber nur W\u00e4hrungsunterschiede, die nicht durch bestimmte Mechanismen wie Wechselkursbindungen oder -b\u00e4nder beschr\u00e4nkt sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Vergleich dazu haben W\u00e4hrungsunionen hinsichtlich des Aussenhandels zwei Vorteile gegen\u00fcber sich frei bewegenden Wechselkursen: Sie eliminieren die Transaktionskosten und den Unsicherheitsfaktor. Beides sollte den Handel f\u00f6rdern.&#13;<\/p>\n<h2>Die Marktsituation ist entscheidend<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn welchem Umfang diese theoretischen Vorteile wirken, h\u00e4ngt allerdings von der Marktsituation ab. Betrachten wir wiederum eine Situation ohne W\u00e4hrungsunion, dann kann eine unilaterale Aufwertung oder Abwertung zwei m\u00f6gliche Effekte auf die Transaktionskosten haben:&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nOperieren die Unternehmen im vollkommenen Wettbewerb oder unter monopolistischer Konkurrenz und bei konstanter Preiselastizit\u00e4t der Nachfrage, so werden die Transaktionskosten vollst\u00e4ndig auf die Konsumenten abgew\u00e4lzt. Das ist etwa bei gewissen Rohstoffen der Fall. Dann hat eine einseitige Aufwertung einer W\u00e4hrung gegen\u00fcber allen anderen W\u00e4hrungen \u2013 analog zu einer unilateralen Transportkostenerh\u00f6hung \u2013 keinerlei Wirkung auf das Niveau oder die Struktur des Warenhandels in einem Land. Es kommt zu einer unmittelbaren und vollen Anpassung der Preise und der Einkommen im aufwertenden Land, die von einer real\u00f6konomisch bedeutungslosen Inflation (also einer simplen Skalierung aller Preise) nicht zu unterscheiden ist. Eine W\u00e4hrungsunion bietet in diesem Fall keinen zus\u00e4tzlichen Vorteil hinsichtlich der Verhinderung von Transaktionskosten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAnders ist es, wenn die Unternehmen in einem Umfeld des oligopolistischen Wettbewerbes oder in einer anderen Marktsituation mit variabler Preiselastizit\u00e4t der Nachfrage operieren. Dann werden die wechselkursbedingten Preis\u00e4nderungen nicht im vollen Ausmass an die Konsumenten weitergegeben. Beispiele sind etwa der Schweizer\u00a0Detailhandel oder die Automobilindustrie. Diese unvollst\u00e4ndige Weitergabe nomineller \u00c4nderungen hat realwirtschaftliche Folgen. In der \u00f6konomischen Literatur spricht man dann von einem sogenannten (imperfekten) Pass-through. Vergleicht man die W\u00e4hrungsunion mit einem solchen Umfeld, dann hat eine W\u00e4hrungsunion deutliche Vorteile.&#13;<\/p>\n<h2>Das Wechselkursrisiko entf\u00e4llt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nNeben diesen Transaktionskosteneffekten bestehen ohne W\u00e4hrungsunion allerdings auch Unsicherheiten \u00fcber die Wechselkursentwicklung. Beispielsweise dann, wenn es zu unvorhergesehenen Wechselkurs\u00e4nderungen zwischen Gesch\u00e4ftsabschluss und Zahlung kommt, sodass private Haushalte und Unternehmen keine Chance haben, ihr optimales Konsumniveau der neuen Preissituation anzupassen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDies ist einerseits dann wichtig, wenn Wechselkursschocks nicht erwartungstreu vorhergesagt werden k\u00f6nnen; wenn also Unternehmen schlechte Prognosen \u00fcber den langfristigen Trend von Wechselkursen haben \u2013 was ein eher unwahrscheinlicher Fall ist. Andererseits spielen unerwartete Wechselkurs\u00e4nderungen eine Rolle, wenn Unternehmen nicht risikoneutral sind \u2013 etwa bei Beschr\u00e4nkungen und Friktionen in anderen M\u00e4rkten. Beispiele daf\u00fcr sind Arbeitsmarktrestriktionen, welche eine Anpassung des Besch\u00e4ftigungsniveaus oder der L\u00f6hne beschr\u00e4nken, oder Finanzierungsrestriktionen, welche die Anpassung von Schuldendiensten erschweren oder den Zugang zur Neuverschuldung beschr\u00e4nken. Da es in einer W\u00e4hrungsunion keine Wechselkursschocks gibt, existiert dort auch kein solches Risiko.&#13;<\/p>\n<h2>Geringe empirische Effekte<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAls man anfing, die Effekte von W\u00e4hrungsunionen auf den Aussenhandel zu erforschen, mass man mittels Querschnitten von L\u00e4nderpaaren nahezu unglaublich grosse, positive Effekte. Eine besonders einflussreiche Studie sch\u00e4tzt, dass zwei L\u00e4nder, die eine gemeinsame W\u00e4hrung haben, ein dreimal so grosses Gesamthandelsvolumen haben wie zwei L\u00e4nder mit flexiblem Wechselkurs.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Diese grossen Effekte wurden in nachfolgenden Arbeiten, die Querschnitts- und Zeitreiheninformationen verkn\u00fcpften, zunehmend kleiner.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Selbst in Querschnittsdaten, aber noch mehr in Zeitreihendaten verschwanden diese positiven Effekte zunehmend, wenn st\u00e4rkere kausale Anforderungen an die Sch\u00e4tzergebnisse gestellt wurden.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Dass der Wegfall des W\u00e4hrungsrisikos in einer W\u00e4hrungsunion aber gar keinen Effekt auf den Aussenhandel hat, scheint aus \u00f6konomischer Sicht nicht glaubw\u00fcrdig.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDoch inwiefern ist der Vergleich zwischen einer W\u00e4hrungsunion und einer Nichtunion, wie das in diesen wissenschaftlichen Studien jeweils gemacht wurde, \u00fcberhaupt sinnvoll?<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Immerhin gibt es viele W\u00e4hrungen, die zwar unterschiedlich, aber dennoch mehr oder weniger aneinander gebunden sind. Besonders eng ist die Bindung etwa bei festen Wechselkursbindungen (Pegs). Eine solche Bindung hatten etwa der \u00f6sterreichische Schilling und die deutsche Mark vor Einf\u00fchrung des Ecu im Jahr 1979. Etwas weniger stark fixiert ist der Wechselkurs bei W\u00e4hrungsb\u00e4ndern, wo Auf- und Abwertungen um wenige Prozent erlaubt sind. Da feste Wechselkursbindungen und -b\u00e4nder also ebenfalls eine w\u00e4hrungsbedingte relative Preisstabilit\u00e4t gew\u00e4hrleisten, f\u00e4llt ein wesentlicher Vorteil der W\u00e4hrungsunion gegen\u00fcber solchen Nicht-W\u00e4hrungsunionen dahin.&#13;<\/p>\n<h2>Indirekte Effekte von Auf- und Abwertungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie bisher erw\u00e4hnte Literatur betrachtete in erster Linie den direkten Effekt der wegfallenden Transaktionskosten. Doch neben den direkten gibt es auch indirekte Effekte auf den Aussenhandel. Die einzigen indirekten Effekte der Transaktionskosten sind die der Konsumentenpreisindizes. Das heisst: Wenn eine W\u00e4hrung gegen\u00fcber genau einer anderen W\u00e4hrung aufwertet, dann steigt die Wettbewerbsf\u00e4higkeit anderer (nicht aufwertender) L\u00e4nder im Partnerland des aufwertenden Landes, sodass es zu Handelsumlenkungseffekten kommt. Wenn also Schweizer Produkte in Deutschland teurer werden, werden statt Schweizer Produkte vermehrt amerikanische Produkte in Deutschland nachgefragt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn der j\u00fcngeren Fachliteratur werden weitere indirekte Effekte diskutiert: insbesondere im Hinblick auf die \u00dcberw\u00e4lzung von Wechselkursauf- und -abwertungen auf die Preise. Diese Effekte m\u00fcssen zus\u00e4tzlich zu jenen der Transaktionskosten ber\u00fccksichtigt werden. Tats\u00e4chlich konstatiert die neue Fachliteratur, dass selbst in recht kompetitiven M\u00e4rkten W\u00e4hrungskursschwankungen einen relativ geringen Effekt auf die Preise international gehandelter G\u00fcter haben. Dies liegt zum einen daran, dass der Grossteil des internationalen Handels mit Waren von grossen Unternehmen get\u00e4tigt wird, die sowohl wichtige Importeure als auch wichtige Exporteure sind, und sich die gegenl\u00e4ufigen Effekte der Wechselkursschwankungen f\u00fcr Import- und Exportpreise zu einem gewissen Grad ausbalancieren.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Zum anderen ist nur ein Teil der Waren auch tats\u00e4chlich in der heimischen W\u00e4hrung gesetzt, oftmals aber auch in der W\u00e4hrung des Handelspartners oder in der internationalen Leitw\u00e4hrung Dollar.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Dass es aber gerade darauf ankommt, in welcher W\u00e4hrung die Waren bepreist sind, hat die Aufwertung des Frankens im Zusammenhang mit der Aufhebung des Euromindestkurses im Jahr 2015 gezeigt.&#13;<\/p>\n<h2>Wechselkursschwankungen und die Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie \u00fcberraschende Aufwertung des Schweizer Frankens im Januar 2015 hat zu neuen Erkenntnissen beigetragen. Damals zeigte sich n\u00e4mlich, dass die Wahl der W\u00e4hrung in internationalen Vertr\u00e4gen entscheidend daf\u00fcr ist, in welchem Umfang die Abw\u00e4lzung auf die Preise stattfindet.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Importe in die Schweiz etwa, die in Euro bepreist wurden, erlebten eine vollst\u00e4ndige Preisanpassung und wurden sofort billiger. Hingegen wurden die Preise f\u00fcr G\u00fcter, die in Franken bepreist waren, nur teilweise angepasst \u2013 dort aber sehr schnell (innerhalb von nur zw\u00f6lf Arbeitstagen). Auch bei den Konsumentenpreisen im Detailhandel sanken die Preise, und es wurden mehr Importg\u00fcter gekauft.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Das gilt auch f\u00fcr den Schweizer Export: In den Industrien, die ihre Exportpreise haupts\u00e4chlich in Schweizer Franken setzten, wurden die steigenden Preise weniger schnell an die ausl\u00e4ndischen Konsumenten weitergegeben als in den Industrien, die ihre Preise in Euro setzten. Der dadurch entstandene Wettbewerbsnachteil f\u00fchrte zu niedrigerem Exportwachstum in den Schweizer Industrien, welche die Preise in Euro setzten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMan kann also festhalten, dass der sogenannte Frankenschock realwirtschaftliche Auswirkungen hatte, die bei einem festen Wechselkurs oder gar einer W\u00e4hrungsunion nicht vorgekommen w\u00e4ren. Die Auswirkungen variieren allerdings zwischen den Industrien und Firmen, und sie sind tendenziell schw\u00e4cher, als man allgemein vermuten w\u00fcrde. Die \u00f6konomische Literatur hat gezeigt, dass die Gr\u00f6sse des Effekts unter anderem von der Wettbewerbssituation der Branche, der Wahl der W\u00e4hrung in internationalen Vertr\u00e4gen und auch von der Importkostenstruktur der Firmen abh\u00e4ngt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nW\u00e4hrend eine W\u00e4hrungsunion also auf der einen Seite gewisse Vorteile f\u00fcr den internationalen Handel schafft, m\u00fcssen die Mitgliedsl\u00e4nder auf der anderen Seite ihre W\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t aufgeben. Die wirtschaftlichen und politischen Kosten dieses Schrittes sind weniger im Aussenhandel zu suchen als vielmehr in der M\u00f6glichkeit, individuell Geldpolitik zu betreiben.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Alesina und Barro (2001).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Rose (2000).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Glick und Rose (2002).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Persson (2001); Glick und Rose (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Egger (2008).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe Amiti, Itskhoki und Konings (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Auer,\u00a0Burstein und Lein (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Bonadio, Fischer und Saur\u00e9 (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Auer et al. (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie wirkt sich eine W\u00e4hrungsunion auf den Handel zwischen den Mitgliedsstaaten aus? Will man diese Frage beantworten, muss man zuerst die Gegenfrage stellen: Was ist der Effekt von Wechselkursen und deren Schwankungen auf den Handel, wenn es keine W\u00e4hrungsunion gibt? Darauf gibt die \u00f6konomische Literatur zwei m\u00f6gliche Antworten:&#13; &#13; Einerseits bedeuten W\u00e4hrungsunterschiede zwischen L\u00e4ndern Transaktionskosten [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3584,"featured_media":19029,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[69,66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[213],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3584,"seco_co_author":[4907,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Professor f\u00fcr angewandte Wirtschaftsforschung, KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Z\u00fcrich","seco_author_post_occupation_fr":"Professeur d\u2019\u00e9conomie appliqu\u00e9e, Centre de recherches conjoncturelles (KOF) de l\u2019\u00c9cole polytechnique f\u00e9d\u00e9rale de Zurich (EPFZ)","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":4907,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Postdoktorandin, Lehrstuhl f\u00fcr Angewandte Wirtschaftsforschung, KOF Konjunkturforschungsstelle, ETH Z\u00fcrich","seco_co_author_post_occupation_fr":"Postdoctorante, chaire d\u2019\u00e9conomie appliqu\u00e9e, Centre de recherches conjoncturelles (KOF) de l\u2019\u00c9cole polytechnique f\u00e9d\u00e9rale de Zurich (EPFZ)"}],"short_title":"Mehr Handel dank W\u00e4hrungsunion?","post_lead":"Die wissenschaftliche Evidenz zeigt, dass der Effekt von W\u00e4hrungsunionen auf den Handel nicht so gross ist, wie die Theorie vermuten liesse.","post_hero_image_description":"Infolge des Frankenschocks sanken in der Schweiz die Preise von Importg\u00fctern. Spielwarenabteilung eines Warenhauses in Bern.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"Keystone","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Alesina, Alberto und Robert Barro (2001). One Country, One Currency? Hoover Institution.<\/li>&#13;\n \t<li>Amiti, Mary, Oleg Itskhoki und Jozef Konings (2014). Importers, Exporters, and Exchange Rate Disconnect, in: American Economic Review, Vol. 104(7): 1942\u20131978.<\/li>&#13;\n \t<li>Auer, Raphael, Ariel Burstein und Sarah M. Lein (2018). Exchange Rates and Prices: Evidence from the 2015 Swiss Franc Appreciation, BIS Working Papers 751.<\/li>&#13;\n \t<li>Auer, Raphael, Ariel Burstein, Katharina Erhardt und Sarah M. Lein (2019). Exports and Invoicing: Evidence from the 2015 Swiss Franc Appreciation, in: AEA Papers and Proceedings, Vol. 109: 533\u2013538.<\/li>&#13;\n \t<li>Bonadio, Barth\u00e9l\u00e9my, Andreas M. Fischer und Philip Saur\u00e9 (2019). The Speed of Exchange Rate Pass-Through, in: Journal of the European Economic Association. Forthcoming.<\/li>&#13;\n \t<li>Egger, Peter H. (2008). De facto Exchange Rate Arrangement Tightness and Bilateral Trade Flows, in: Economics Letters 99(2): 228\u2013232.<\/li>&#13;\n \t<li>Glick, Reuven und Andrew K. Rose (2002). Does a Currency Union Affect Trade? The Time-Series Evidence, in: European Economic Review, Vol. 46: 1125\u20131151.<\/li>&#13;\n \t<li>Glick, Reuven und Andrew K. Rose (2016). Currency Unions and Trade: A Post-EMU Reassessment, in: European Economic Review, Vol. 87: 78\u201391.<\/li>&#13;\n \t<li>Persson, T. (2001). Currency Unions and Trade: How Large Is the Treatment Effect?, Economic Policy, Vol. 16:433\u2013448.<\/li>&#13;\n \t<li>Rose, Andrew K. (2000). One Money, One Market: The Effect of Common Currencies on Trade. In: Economic Policy Economic Policy 15(30): 7\u201345.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":103872,"main_focus":[156086,156867],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":103876,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"88450","post_abstract":"W\u00e4hrungsunionen gelten gemeinhin als handelsf\u00f6rdernd. Allerdings kommt es darauf an, mit was man sie vergleicht. W\u00e4hrungsschwankungen k\u00f6nnen auch mit Wechselkursbindungen verhindert werden, eine W\u00e4hrungsunion ist dazu nicht zwingend. Ausserdem kommt es auf die Marktsituation an, ob wechselkursbedingte Transaktionskosten an die Konsumenten weitergegeben werden oder nicht. Es zeigt sich, dass die Reaktionen der Schweizer Wirtschaft auf die Aufhebung des Euromindestkurses durch die Nationalbank 2015 einige neue Erkenntnisse zum Zusammenhang von Handel und W\u00e4hrungsschwankungen liefern k\u00f6nnen.","magazine_issue":"20191001","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20190924","original_files":null,"external_release_for_author":"20190822","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5d22ffc5d8b31"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103869"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3584"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103869"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103869\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125941,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103869\/revisions\/125941"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4907"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3584"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156867"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156086"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103869"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=103869"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=103869"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=103869"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=103869"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=103869"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}