{"id":104080,"date":"2019-07-18T10:30:51","date_gmt":"2019-07-18T10:30:51","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/07\/bening-08-09-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:57:18","modified_gmt":"2023-08-23T20:57:18","slug":"bening-08-09-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/07\/bening-08-09-2019\/","title":{"rendered":"Eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft ist mehrdimensional"},"content":{"rendered":"<p>Die Umwelt sch\u00fctzen und gleichzeitig am Paradigma des Wirtschaftswachstums festhalten: Das ist die Vision hinter dem Konzept der Kreislaufwirtschaft. Dazu soll das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>, beispielsweise indem industrielle Prozesse neu organisiert werden und Produkte und Material auf verschiedenen Wegen zirkulieren, etwa durch Wiederverwendung, Reparatur oder Recycling. Im Idealfall sollen so weniger Ressourcen verbraucht und weniger Abf\u00e4lle produziert werden. Aber die Tatsache, dass Kreisl\u00e4ufe geschlossen werden, muss nicht zwangsl\u00e4ufig zu einer verbesserten Umweltbilanz f\u00fchren oder sich positiv auf die Wirtschaft auswirken. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die Verwendung gebrauchter Glasflaschen: Das Altglas zu rezyklieren und erneut zu Flaschen zu verarbeiten, ist nicht unbedingt die beste L\u00f6sung. Denn aus \u00f6kologischer Perspektive kann es vorteilhafter sein, das Altglas stattdessen als Isolationsmaterial zu verwenden und dadurch \u00f6lbasierte Isolationsmaterialien zu vermeiden.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Material oder Produkte im Kreis zu f\u00fchren, ist also kein eigenst\u00e4ndiges Ziel. Damit die Kreislaufwirtschaft ihrer Vision gerecht werden kann, braucht es konkrete und messbare Ziele, welche sowohl die \u00f6kologische und die soziale als auch die \u00f6konomische Dimension der Nachhaltigkeit beinhalten.&#13;<\/p>\n<h2>Eigenwillige Definitionen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Konzept der Kreislaufwirtschaft ist noch im Entstehungsprozess. Wissenschaft sowie \u00f6ffentlicher und privater Sektor definieren die Kreislaufwirtschaft bisher noch sehr unterschiedlich und eigenwillig. Die drei Dimensionen von Nachhaltigkeit \u2013 Wirtschaft, \u00d6kologie und Gesellschaft \u2013 sind dabei nur selten ganzheitlich abgebildet. Die prominenteste Definition stammt von der britischen Ellen-MacArthur-Stiftung, die sich weltweit f\u00fcr eine zirkul\u00e4re Wirtschaft einsetzt. Ihre Definition betont vor allem den wirtschaftlichen Aspekt: \u00abDie Kreislaufwirtschaft zeigt entwickelten Volkswirtschaften einen Weg zu stabilem Wachstum auf und macht sie weniger abh\u00e4ngig von den Rohstoffm\u00e4rkten. Sie reduziert sowohl die negativen Folgen von Preisschocks als auch von externen, gesellschaftlichen und \u00f6kologischen Kosten, f\u00fcr welche Unternehmen bisher nicht aufkommen.\u00bb<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nErste politische Erfolge konnte die Kreislaufwirtschaft bisher in der Europ\u00e4ischen Union und in China verzeichnen. Dem \u00abCircular Economy Action Plan\u00bb der EU liegen insbesondere \u00f6kologische \u00dcberlegungen im Bereich Abfallwirtschaft und Kunststoff zugrunde. China hat das Konzept der Kreislaufwirtschaft sogar schon im Jahr 2002 in seinen nationalen Entwicklungsplan aufgenommen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Und auch auf Firmenebene existieren verschiedene Ans\u00e4tze f\u00fcr zirkul\u00e4re Produkte und Dienstleistungen sowie entsprechende Gesch\u00e4ftsmodelle daf\u00fcr.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Ein Vorschlag zur ganzheitlichen Messung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAns\u00e4tze gibt es also zuhauf. Und auch die Messung und Bewertung von Kreislaufschl\u00fcssen entwickelt sich schnell. Allerdings ist bislang noch keine Konvergenz hin zu einem Indikator auszumachen. Die meisten Ans\u00e4tze fokussieren heute noch immer auf Massenbilanzen, das heisst, es wird lediglich das Gewicht von wiederverwerteten Materialien mit der konsumierten Masse verglichen. Solche Bilanzen bewerten aber beispielsweise nicht den Wasser- oder den Energieverbrauch. Ebenso vernachl\u00e4ssigt werden Umweltemissionen sowie \u00f6konomische und soziale Konsequenzen. Das heisst, dass L\u00f6sungsans\u00e4tze kaum hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit getestet werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWir argumentieren deshalb: Will man das Konzept der Kreislaufwirtschaft relevanter machen, muss man drei zentrale Punkte ber\u00fccksichtigen. Erstens m\u00fcssen Definitionen von Kreislaufwirtschaft alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit \u2013 \u00d6kologie, Gesellschaft und Wirtschaft \u2013 explizit beinhalten. Zweitens sollen Rebound-Effekte beachtet werden. Solche Effekte ergeben sich, wenn eine \u00f6kologische Verbesserung eines Produkts zu einer h\u00f6heren Nachfrage danach oder zu mehr Konsum in einem anderen Bereich f\u00fchrt, sodass schliesslich eine schlechtere Umweltbilanz resultiert als vorher. Und drittens m\u00fcssen auch Zielkonflikte \u2013 sogenannte Trade-offs \u2013 zwischen der Zirkularit\u00e4t an sich und den drei Nachhaltigkeitsdimensionen ber\u00fccksichtigt werden, wie das Beispiel mit den Glasflaschen gezeigt hat. Es sollte daher nicht das Ziel sein, m\u00f6glichst viele Produkte im Kreis zu f\u00fchren \u2013 ergo ausschliesslich auf die materielle Zirkularit\u00e4t zu fokussieren \u2013, sondern sicherzustellen, dass \u00f6kologische Ziele auf \u00f6konomisch und sozial sinnvolle Weise erreicht werden. Dies steht im Kern einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm dieses Ziel zu erreichen, schlagen wir vor, mittels folgender drei Indikatoren die Dimensionen der Nachhaltigkeit abzubilden und idealerweise im Zeitverlauf \u00a0zu messen: die materielle, die \u00f6konomische und die \u00f6kologische Zirkularit\u00e4t.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Die <em>materielle<\/em> Zirkularit\u00e4t ist definiert als der Anteil der urspr\u00fcnglichen Menge Rohmaterial in einem Produkt, der zirkuliert wird. Diese rein beschreibende, massenbasierte Kennzahl ber\u00fccksichtigt keine \u00f6konomischen oder \u00f6kologischen Auswirkungen. Sie bildet aber die Grundlage zur Berechnung der \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Zirkularit\u00e4t. Sie wird hier gesondert herausgestellt, weil sie oft als alleiniges Mass f\u00fcr Kreislaufwirtschaft und damit f\u00fcr die mit diesem Konzept verbundenen Ziele, etwa Recyclingquoten, angewandt wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie <em>\u00f6konomische<\/em> Nachhaltigkeit definieren wir als Summe des \u00f6konomischen Werts, der \u00fcber die ganze, im Kreis geschlossene Wertsch\u00f6pfungskette gemessen werden kann. Die \u00f6konomische Nachhaltigkeit steigt, wenn durch die Zirkularit\u00e4t die kumulierten Kosten sinken oder mehr Ertrag generiert wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie <em>\u00f6kologische<\/em> Nachhaltigkeit schliesslich kann mit einer \u00d6kobilanz (Life Cycle Assessment) gemessen werden, die eine ganze Bandbreite von verschiedenen \u00d6ko-Kennzahlen ber\u00fccksichtigt. Solche Kennzahlen sind zum Beispiel der Einfluss auf den Klimawandel, die \u00d6kotoxizit\u00e4t oder die Humantoxizit\u00e4t. Die \u00f6kologische Nachhaltigkeit umfasst definitionsgem\u00e4ss ebenfalls die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette.&#13;<\/p>\n<h2>Zum Beispiel PET-Recycling<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie drei Indikatoren zur Messung der Nachhaltigkeit lassen sich exemplarisch am Beispiel des PET-Flaschen-Recyclings in der Schweiz illustrieren. Der Verein PET Recycling Schweiz (PRS) wurde 1991 gegr\u00fcndet. Das Ziel war damals der Aufbau eines freiwilligen Firmennetzwerks. Der Indikator der materiellen Nachhaltigkeit zeigt, dass sich die Sammelrate zwischen 1990 und 1993 von 0 auf 60 Prozent gesteigert hat. \u00d6konomisch ist diese erste Phase zwischen 1991 und 2000 wenig lukrativ. Denn der Recyclingprozess wurde mittels relativ hoher, freiwilliger vorgezogener Recyclingbeitr\u00e4ge stark von den Flaschenproduzenten vorfinanziert und mittels Flaschenpreis auf die Konsumenten abgew\u00e4lzt. Doch \u00f6kologisch betrachtet, ist in dieser Phase jede gesammelte Flasche ein Schritt in die richtige Richtung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Jahr 2000 hat eine neue Technologie den PET-Flaschen-Markt revolutioniert. Dank ihr konnten zum ersten Mal d\u00fcnne Flaschen aus hundertprozentigem PET-Rezyklat (rPET) hergestellt werden. Gleichzeitig entwickelten sich M\u00e4rkte f\u00fcr rPET, welche die Realisierung von Skaleneffekten erlaubten. PET Recycling Schweiz orchestriert den rPET-Markt, organisiert die PET-Sammlung und -Sortierung und den Absatz des rPET (siehe <em>Abbildung<\/em>). 2017 ist die PET-Sammelrate in der Schweiz auf 83 Prozent gestiegen, wovon 66 Prozent wieder f\u00fcr PET-Flaschen im In- und Ausland verwendet werden. Damit stieg der Indikator der materiellen Zirkularit\u00e4t zwischen 2000 und heute etwas langsamer als in der vorangegangenen Phase. \u00d6konomisch ist diese Phase aber gepr\u00e4gt von der Professionalisierung von PRS, die zu einem kosteneffizienteren Gesamtsystem f\u00fchrte. Dies widerspiegelt sich auch in den immer tieferen vorgezogenen Recyclingbeitr\u00e4gen, die heute noch rund 2 Rappen pro Flasche betragen. Lebenszyklusanalysen zeigen, dass die \u00f6kologische Dimension auch von der Reinheit des gesammelten Materials abh\u00e4ngt: So f\u00fchrte die steigende Sammelrate in der Vergangenheit leider auch zu leichten Qualit\u00e4tseinbussen beim gesammelten PET-Material.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Die steigenden Sammel- und Recyclingraten haben jedoch die \u00f6kologische Nachhaltigkeit des Gesamtsystems weiter verbessert.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">PET-Recycling in der Schweiz (2018)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2019\/07\/bening_de.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-88703\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2019\/07\/bening_de.png\" alt=\"\" width=\"2996\" height=\"1126\" \/><\/a>\u00a0Quelle: <a href=\"https:\/\/www.petrecycling.ch\/de\/wissen\/zahlen-fakten\/stoffstrom\">PET-Recycling Schweiz<\/a> \/ Die Volkswirtschaft&#13;<\/p>\n<h2>Rezykliertes PET f\u00fcr die EU?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie wird sich das PET-Recycling in Zukunft entwickeln? Seit 2018 zeichnet sich eine m\u00f6gliche Internationalisierung ab. So hat etwa die EU-Gesetzgebung einen sp\u00fcrbaren Einfluss auf das PET-Recycling in der Schweiz. Da die Kapazit\u00e4ten in der EU nicht ausreichen, um die Zielvorgaben von 35 Prozent Rezyklatanteil in PET-Flaschen bis 2025<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> zu erreichen, steigt die Nachfrage nach rPET aus der Schweiz. Dies kann l\u00e4ngerfristig zu h\u00f6heren Preisen von rPET f\u00fchren. Das wiederum k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass die Recyclingkapazit\u00e4t ausgebaut wird, die Sammelrate weiter steigt und sich m\u00f6glicherweise sogar die Technologie weiterentwickelt. Dies h\u00e4tte sowohl positive Auswirkungen auf die \u00f6konomische als auch auf die \u00f6kologische Nachhaltigkeit. Eine Sammelrate von 100 Prozent ist allerdings aus \u00f6konomischer Sicht nicht unbedingt w\u00fcnschenswert. Denn das w\u00fcrde zwar die materielle Zirkularit\u00e4t und die \u00f6kologische Nachhaltigkeit erh\u00f6hen<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a>, aber unter dem Strich w\u00fcrde eine so hohe Sammelrate wohl mehr Logistikkosten verursachen als zus\u00e4tzliches Einkommen aus dem Verkauf von rPET generieren. F\u00fcr die weitere Zukunft rechnen wir damit, dass ab 2025 die EU ihre Kapazit\u00e4ten so weit ausgebaut hat, dass der Preis in der Schweiz wieder f\u00e4llt. Dabei bleibt offen, was ein solcher kompetitiver rPET-Markt f\u00fcr das schweizerische PET-Recycling-System bedeutet, das bislang auf Kollaboration statt Wettbewerb basierte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Idee einer Kreislaufwirtschaft entwickelt sich zu einem ernst zu nehmenden Paradigma mit noblen Absichten. Wollen wir unsere Wirtschaftsweise so anpassen, dass wir innerhalb der \u00f6kologischen Grenzen bleiben, die f\u00fcr die Erde tragbar sind, so ist der Gedanke der Kreislaufwirtschaft ein Schritt in die richtige Richtung. Klar: Die materielle Zirkularit\u00e4t steht im Zentrum des Konzepts, aber sie allein f\u00fchrt nicht zwangsl\u00e4ufig zu einer nachhaltigen Verbesserung der Welt, wie unsere Analyse gezeigt hat. Trade-offs und Rebound-Effekte m\u00fcssen im Auge behalten und der tats\u00e4chliche Zugewinn aus einer ganzheitlichen Perspektive bewertet werden. Daf\u00fcr bedarf es separater Nachhaltigkeitsindikatoren wie der zwei von uns pr\u00e4sentierten Kennzahlen zur \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Nachhaltigkeit. Doch diese m\u00fcssen in einem n\u00e4chsten Schritt noch genauer definiert und mit einem Indikator zur sozialen Nachhaltigkeit erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Ellen MacArthur Foundation (2018); Kirchherr et al. (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Haupt et al. (2018a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Ellen MacArthur Foundation (2013), S. 10.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">McDowall et al. (2017); Mathews und Tan (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Stahel (2016); Kiser (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Nat\u00fcrlich ist auch die soziale Nachhaltigkeit zu ber\u00fccksichtigen. Da es hierzu aber noch wenig Indikatoren gibt, haben wir vorerst in unserer Darstellung darauf verzichtet.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Haupt et al. (2018b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">European Commission (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Haupt et al. (2018b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Umwelt sch\u00fctzen und gleichzeitig am Paradigma des Wirtschaftswachstums festhalten: Das ist die Vision hinter dem Konzept der Kreislaufwirtschaft. 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Ellen MacArthur Foundation.<\/li>&#13;\n \t<li>Ellen MacArthur Foundation (2018). <a href=\"https:\/\/www.ellenmacarthurfoundation.org\/circular-economy\">What is a Circular Economy?<\/a> Accessed August 24, 2018.<\/li>&#13;\n \t<li>European Commission (2019). <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/environment\/circular-economy\/index_en.htm\">Circular Economy\u00a0\u2013 Implementation of the Circular Economy Action Plan.<\/a> Accessed March 12, 2019.<\/li>&#13;\n \t<li>Haupt, M.; T. K\u00e4gi, und S. Hellweg (2018a). Modular Life Cycle Assessment of Municipal Solid Waste Management. In: Waste Management 79: 815\u2013827.<\/li>&#13;\n \t<li>Haupt, M., E. Waser, J.-C. W\u00fcrmli und S. Hellweg (2018b). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.wasman.2018.03.050\">Is There an Environmentally Optimal Separate Collection Rate?<\/a> In: Waste Management 77: 220\u2013224.<\/li>&#13;\n \t<li>Kirchherr, J., D. Reike und M. Hekkert (2017). <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0921344917302835?via%3Dihub#fig0005\">Conceptualizing the Circular Economy: An Analysis of 114 Definitions.<\/a> In: Resources, Conservation and Recycling 127: 221\u2013232.<\/li>&#13;\n \t<li>Kiser, B. (2016). <a href=\"http:\/\/www.nature.com\/articles\/531443a\">Circular Economy: Getting the Circulation Going.<\/a> In: Nature 531(7595): 443\u2013446.<\/li>&#13;\n \t<li>Mathews, J.A. und H. Tan (2016). <a href=\"http:\/\/www.nature.com\/doifinder\/10.1038\/531440a\">Circular Economy: Lessons from China.<\/a> In: Nature 531(7595): 440\u2013442.<\/li>&#13;\n \t<li>McDowall, W.; Y. Geng; B. Huang; E. Bartekova; R. Bleischwitz; S. T\u00fcrkeli; R. Kemp und T. Dom\u00e9nech (2017). <a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/pdf\/10.1111\/jiec.12597\">Circular Economy Policies in China and Europe.<\/a> In: Journal of Industrial Ecology 21(3): 651\u2013611.<\/li>&#13;\n \t<li>Stahel, W.R. (2016). <a href=\"http:\/\/www.nature.com\/doifinder\/10.1038\/531435a\">The Circular Economy.<\/a> In: Nature 531(7595): 435\u2013438.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":104083,"main_focus":[156100,156877],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":104087,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"87802","post_abstract":"Die Kreislaufwirtschaft verspricht positive Auswirkungen auf unsere Umwelt, ohne wirtschaftliche Nachteile hinnehmen zu m\u00fcssen. Dieses Versprechen hat dem Kreislaufwirtschaftsgedanken rasch Akzeptanz bei vielen Akteuren verschafft. So werden entsprechende regulatorische Anreize gesetzt und verschiedene neue Kreisl\u00e4ufe auch tats\u00e4chlich geschlossen. Die Tatsache, dass Materialien im Kreis gef\u00fchrt werden, bringt allerdings nicht notwendigerweise eine \u00fcbergreifende Verbesserung der Nachhaltigkeit mit sich, denn die vollumf\u00e4ngliche Umsetzung des Kreislaufgedankens \u2013 eine Welt ohne Abfall und ohne negative Externalit\u00e4ten \u2013 ist komplex und mit Trade-offs und Rebound-Effekten verbunden. Dieser Artikel zeigt, dass materielle Zirkularit\u00e4t nicht automatisch mit Nachhaltigkeit einhergeht, und macht einen Vorschlag, wie mittels dreier Indikatoren eine Massnahme auf ihre Nachhaltigkeit gepr\u00fcft werden kann.","magazine_issue":"20190809","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20190719","original_files":null,"external_release_for_author":"20190702","external_release_for_author_time":"12:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5d00d72c3fe8b"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104080"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4895"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=104080"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104080\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125960,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104080\/revisions\/125960"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4904"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4903"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4895"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156877"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156100"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19280"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=104080"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=104080"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=104080"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=104080"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=104080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}