{"id":104154,"date":"2019-07-18T10:30:13","date_gmt":"2019-07-18T10:30:13","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/07\/motz-maggi-08-09-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:57:32","modified_gmt":"2023-08-23T20:57:32","slug":"motz-maggi-08-09-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/07\/motz-maggi-08-09-2019\/","title":{"rendered":"Die Schweiz ist keine Energieinsel"},"content":{"rendered":"<p>Obwohl Elektrizit\u00e4t aus unserem Alltag nicht wegzudenken ist, wissen die meisten wenig \u00fcber die Dynamik, welche die Elektrizit\u00e4tspreise im Grosshandel und damit auch den Detailhandelspreis f\u00fcr die Konsumenten bestimmt. Angesichts der politischen Diskussionen \u00fcber die Zukunft des Elektrizit\u00e4tssektors \u2013 sowohl im Hinblick auf die 2018 lancierte Energiestrategie als auch auf die steigenden Nachhaltigkeitsbedenken \u2013 besteht Aufkl\u00e4rungsbedarf bei der Preisgestaltung im Strommarkt: Welche Trends und Treiber beeinflussen die Elektrizit\u00e4tsgrosshandelspreise in der Schweiz? Welche Rolle spielen politische Entscheidungen und geopolitische Str\u00f6mungen?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBereits heute ist der schweizerische Elektrizit\u00e4tsmarkt eng mit den benachbarten M\u00e4rkten verbunden \u2013 was zu substanziellen Import- und Exportstr\u00f6men f\u00fchrt. Im Sommerhalbjahr, wenn dank der Schneeschmelze die Stromproduktion aus Wasserkraft auf Hochtouren l\u00e4uft, dominieren die Nettoexporte. Demgegen\u00fcber importiert die Schweiz im Winter netto mehr Strom, da weniger Wasser verf\u00fcgbar ist.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Thermische Kraftwerke bestimmen den Preis<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweizer Grosshandelspreise entstehen an den europ\u00e4ischen Stromb\u00f6rsen. Die Preise variieren in einem Korridor zwischen einer Untergrenze repr\u00e4sentiert durch die deutschen und einer Obergrenze in Form der italienischen Grosshandelspreise (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Sie bewegen sich in etwa parallel zu den franz\u00f6sischen Grosshandelspreisen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u00d6konomisch gesprochen, beeinflussen die Grenzkosten der Stromproduktion in Deutschland und in Italien somit das Preisniveau in der Schweiz. Trotz der bemerkenswerten Steigerung der Stromgeneration aus erneuerbaren Quellen in Deutschland und Italien beeinflussen dort Kohle- und Gaskraftwerke nach wie vor die Strompreise, da sie Volatilit\u00e4ten auszugleichen verm\u00f6gen. Volatilit\u00e4ten entstehen beispielsweise, wenn die Nachfrage schwankt oder wenn kein Wind weht und die Sonne nicht scheint: Dann k\u00f6nnen die Wind-\u00a0 und Solaranlagen n\u00e4mlich keinen Strom produzieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAls Folge davon h\u00e4ngen die schweizerischen Elektrizit\u00e4tspreise direkt von den Trends auf den M\u00e4rkten f\u00fcr fossile Energie, speziell Gas und Kohle, ab. Politische Massnahmen und geopolitische Spannungen, welche diese Variablen auf europ\u00e4ischer Ebene beeinflussen, haben damit auch einen Einfluss auf die Dynamik der schweizerischen Grosshandelspreise und beschr\u00e4nken den Spielraum f\u00fcr die Politik und die Schweizer Elektrizit\u00e4tsunternehmen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Grosshandelspreise und durchschnittliche Kosten der Stromproduktion durch Kohle und Erdgas<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<pre><div class='chart chart--normal' id='Motz_Maggi_de_1'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Motz_Maggi_de_1').highcharts({\n chart: {\n        type: 'spline'\n    },\n     plotOptions: {\n        series: {\n            marker: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n\n\n    title: {\n        text: ''\n    },\n\n     xAxis: {\n        categories: ['2017\u20131', '2017\u20132', '2017\u20133', '2017\u20134', '2017\u20135', '2017\u20136', '2017\u20137', '2017\u20138', '2017\u20139', '2017\u201310', '2017\u201311', '2017\u201312', '2018\u20131', '2018\u20132', '2018\u20133', '2018\u20134', '2018\u20135', '2018\u20136', '2018\u20137', '2018\u20138', '2018\u20139', '2018\u201310', '2018\u201311', '2018\u201312', '2019\u20131', '2019\u20132', '2019\u20133', '2019\u20134', '2019\u20135']\n    },\n\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Euro\/Megawattstunde'\n        },\n        min:0,\nmax:100\n\n\n    },\n    \n    \n   \n    series: [{\n\n        name: 'Italien: Strompreise',\n        data: [72.24,55.54,44.46,42.86,43.06,48.86,50.31,55.77,48.59,54.66,65.77,65.10,49.00,57.00,56.91,49.39,53.48,57.25,62.69,67.71,76.32,73.93,66.58,65.15,67.65,57.67,52.88],\n        color:'#74ab4e'\n\n    }, \n       { name: 'Italien: Durchschnittskosten',\n        data: [48.20,42.90,37.72,38.05,37.64,37.80,37.65,38.27,40.70,42.66,45.45,54.94,43.58,48.52,50.59,47.85,52.04,53.66,55.30,57.73,65.82,61.63,56.28,58.37,55.97,49.47,46.58],\n        color:'#74ab4e',\n marker: {\n                    enabled: true\n                }\n    }, {\n        name: 'Deutschland: Strompreise ',\n        data: [52.37,39.70,31.70,28.87,30.46,30.00,33.01,30.85,34.35,28.25,40.37,30.77,29.43,40.12,37.41,31.98,33.75,42.42,49.54,56.19,54.83,53.13,56.68,48.13,43.39,42.82,30.62],\n        color:'#ffdd0c'\n    }, {\n        name: 'Deutschland: Durchschnittskosten',\n        data: [33.29,31.26,29.40,35.33,27.51,27.39,28.33,28.18,31.18,31.17,33.28,32.78,32.81,33.96,34.99,34.74,37.03,38.46,41.06,43.04,46.04,45.50,44.24,44.95,47.41,43.35,34.67],\n        color:'#ffdd0c',\n marker: {\n                    enabled: true\n                }\n    }, {\n        name: 'Schweiz: Strompreise',\n        data: [76.87,55.18,36.90,33.59,33.85,32.12,34.26,32.04,37.27,52.70,65.00,62.58,43.81,52.93,53.28,34.16,33.15,43.15,50.51,58.14,61.60,72.98,65.18,57.70,62.33,48.76,35.78],\n        color:'#e84066',\nlineWidth: 3.5\n    },{\n        name: 'Frankreich: Strompreise',\n        data: [78.00,51.16,35.42,34.77,34.23,32.70,34.64,32.02,36.95,49.68,63.43,56.77,34.95,48.70,48.26,33.60,34.47,42.32,51.41,58.40,61.97,65.65,67.80,54.90,61.16,46.62,33.85],\n        color:'#23318a'\n    }],\n\n\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n<\/pre>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: IRE; EPEX, GME, ECB, Fraunhofer ISE, ARERA, ISPRA, UBA, \u00d6koinstitut, Destatis \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Wichtiges Stromabkommen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAbgesehen von der \u00fcblichen Volatilit\u00e4t, die vom Wetter und den Roh\u00f6lpreisen verursacht wird, gilt es vor allem drei Quellen der Unsicherheit zu beachten, welche in der nahen Zukunft einen Einfluss auf die Entwicklung der Grosshandelspreise in Europa und damit in der Schweiz aus\u00fcben werden. Eine erste Unsicherheit betrifft die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europ\u00e4ischen Union. Seit der Unterzeichnung des Dritten Energiepakets 2009 verfolgt die EU eine Strategie der allm\u00e4hlichen Integration der nationalen Energiem\u00e4rkte. Ziel ist es, einen europ\u00e4ischen Energiebinnenmarkt (IEM) zu schaffen, der unter anderem den wachsenden Beitrag der stark schwankenden erneuerbaren Energien effizient ins System einbindet. Bereits sind erste Effizienzgewinne erzielt worden: Elektrizit\u00e4t und \u00dcbertragungskapazit\u00e4t k\u00f6nnen nun simultan gehandelt werden. Positiv ins Gewicht f\u00e4llt auch die effizientere Nutzung der \u00dcbertragungsleitungen. Als Folge sinken die Strompreise f\u00fcr den Endverbraucher.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas schweizerische Elektrizit\u00e4tssystem kann allerdings nicht vollst\u00e4ndig von diesen Verbesserungen profitieren. Obwohl das nationale \u00dcbertragungsnetz f\u00fcr die Integration bereit w\u00e4re, ist die Schweiz wegen eines fehlenden bilateralen Stromabkommens seit 2014 vom Energiebinnenmarkt ausgeschlossen. Als Folge davon kumulieren sich gem\u00e4ss einer Analyse der EU-Agentur f\u00fcr die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbeh\u00f6rden (Acer) beidseits der Grenze j\u00e4hrliche Verluste in der H\u00f6he eines zweistelligen Millionenbetrags. Die Unterzeichnung des Stromabkommens ist derzeit blockiert, da die EU das Abkommen an das institutionelle Rahmenabkommen koppelt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus \u00f6konomischer Sicht ist klar: Eine effizientere Nutzung der \u00dcbertragungsleitungen verringert den Investitionsbedarf f\u00fcr neue Kraftwerke und Stromleitungen. Die vollst\u00e4ndige Markt\u00f6ffnung w\u00fcrde die Integration neuer Solar- und Windanlagen im In- und Ausland erleichtern und zudem eine profitable Absatzm\u00f6glichkeit f\u00fcr Wasserkraftwerke bieten. Weil sich die Grosshandelspreise den effizientesten Produktionskosten angleichen, verringern sich die Gesamtkosten der Elektrizit\u00e4tsproduktion. Davon profitieren auch die Konsumenten.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Brexit als Risiko<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine zweite Quelle der Unsicherheit, welche den schweizerischen Elektrizit\u00e4tsmarkt, wenn auch in geringerem Ausmass, beeinflussen k\u00f6nnte, ist der Brexit. Eine Studie im Auftrag des Europ\u00e4ischen Parlaments aus dem Jahr 2017 argumentiert, dass sich Grossbritannien in Bezug auf den Elektrizit\u00e4tsmarkt zwischen zwei Varianten entscheiden muss. Gem\u00e4ss der ersten Variante beh\u00e4lt es die Kontrolle \u00fcber die Regulierung des eigenen Elektrizit\u00e4tsmarktes bei, verliert aber den Zugang zum EU-Energiebinnenmarkt. Ein solcher \u00abharter Brexit\u00bb f\u00fcr den britischen Elektrizit\u00e4tssektor w\u00fcrde zu einem signifikanten Effizienzverlust f\u00fchren. Ohne Zugang zum EU-Energiebinnenmarkt m\u00fcsste Grossbritannien Effizienzverluste in Kauf nehmen, da erstens der Zugang zu g\u00fcnstigeren Ressourcen verloren ginge und zweitens h\u00f6here Investitionen in Energieproduktion und Verteilungsnetze notwendig w\u00e4ren, um die Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie zweite M\u00f6glichkeit f\u00fcr Grossbritannien ist es, den Zugang zum EU-Energiebinnenmarkt beizubehalten \u2013 verbunden mit einer passiven \u00dcbernahme der EU-Regulierung des Elektrizit\u00e4tsmarktes ohne M\u00f6glichkeit einer Einflussnahme. Bei diesem Szenario w\u00fcrden Effizienzverlust und Investitionsbedarf vermieden, die Selbstbestimmung bei der Regulierung des nationalen Elektrizit\u00e4tssektors w\u00e4re jedoch stark eingeschr\u00e4nkt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin harter Brexit trifft auch die EU-L\u00e4nder: Aufgrund der reduzierten Marktliquidit\u00e4t entst\u00fcnden auf den europ\u00e4ischen Elektrizit\u00e4tsm\u00e4rkten \u2013 wenn auch deutlich kleinere \u2013 Effizienzverluste. Am st\u00e4rksten betroffen w\u00e4re Irland: Weil die Stromverbindung zum Kontinent durch Grossbritannien verl\u00e4uft, riskiert Irland, zu einer Energieinsel mit betr\u00e4chtlichem Verlust von Effizienz und Versorgungssicherheit zu werden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Ungel\u00f6ster Gasstreit<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie dritte Risikoquelle ist der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine. Russland ist der gr\u00f6sste Gaslieferant der EU; es liefert rund ein Drittel aller kontinentalen Pipelineimporte. Die Ukraine spielt dabei eine Schl\u00fcsselrolle als Transitland f\u00fcr russisches Gas. Die angespannten Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine w\u00e4hrend der letzten f\u00fcnfzehn Jahre haben verschiedentlich zu Unterbrechungen der Zufuhr gef\u00fchrt; Streitpunkte sind die Transitkosten und der Gaspreis, den die Ukraine bezahlen muss. Durch die russische Annektierung der Halbinsel Krim im Jahr 2014 wurde der Konflikt versch\u00e4rft.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie EU wandte verschiedene Strategien an, um eine Eskalation des Konflikts und weitere Zufuhrunterbrechungen zu vermeiden. So diversifizierte sie die Zahl der Zulieferer und der Transportwege. Weiter investierte sie in die existierenden Gasnetze, um sogenannte Reverse Flows, das heisst Gaslieferungen von Westen nach Osteuropa inklusive der Ukraine, zu erm\u00f6glichen. Sie verbesserte die Gastransport-Regulierung, um einen effizienten Netzzugang zu erm\u00f6glichen, und schliesslich vermittelte sie diplomatisch zwischen den zwei L\u00e4ndern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTrotz diesen Anstrengungen stagnieren die Verhandlungen zur Erneuerung des Transitabkommens zwischen Russland und der Ukraine, welches Ende 2019 ausl\u00e4uft. W\u00e4hrend die Ukraine h\u00f6here Transitgeb\u00fchren zur Finanzierung dringender Renovationen der Pipelines verlangt, strebt Russland ein Abkommen mit geringeren Mengen und mit einer geringeren Laufzeit an. Russland hofft, die Ukraine umgehen zu k\u00f6nnen, wenn die neue Nord-Stream-2-Pipeline durch die Ostsee fertig gebaut ist. Schon n\u00e4chstes Jahr soll Gas nach Deutschland fliessen. Allerdings ist unklar, ob die existierenden und neuen Alternativrouten die gesamte von westeurop\u00e4ischen K\u00e4ufern bestellte Gasmenge aufnehmen k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Unsicherheiten rund um die Erneuerung des Transitabkommens k\u00f6nnten die Gas-Grosshandelspreise bereits in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2019 in die H\u00f6he treiben. Dieser Trend w\u00fcrde sich h\u00f6chstwahrscheinlich in eine Erh\u00f6hung der Grosshandelspreise f\u00fcr Elektrizit\u00e4t \u00fcbersetzen. Besonders exponiert ist Italien, dessen Stromproduktion stark auf Gas beruht und das mehr als ein Drittel seines Gases aus Russland \u00fcber die Ukraine bezieht (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Aus Schweizer Sicht sind Preisspitzen vor allem w\u00e4hrend der Wintermonate zu erwarten, da dann Storm importiert werden muss.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Woher stammt das Erdgas in den Nachbarstaaten der Schweiz?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<pre><div class='chart chart--normal' id='Motz_Maggi_de_2'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Motz_Maggi_de_2').highcharts({\nchart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['\u00d6sterreich', 'Deutschland', 'Italien', 'Frankreich']\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: ''\n        },\n         labels: {\n            format: '{value}%'\n        },\n    },\n    tooltip: {\n        pointFormat: '<span style=\"color:{series.color}\">{series.name}<\/span>: <b>{point.y}%<\/b> <br\/>',\n        shared: false\n    },\n    plotOptions: {\n        column: {\n            stacking: 'percent'\n        }\n    },\n    series: [\n{        name: 'Andere',\n        data: [null,null,1,9]\n    },\n{        name: 'Libyen',\n        data: [null,null,7,0]\n    },\n{        name: 'Katar',\n        data: [null,null,11,5]\n    },\n{        name: 'Algerien',\n        data: [null,null,31,9]\n    },\n{       name: 'Niederlande',\n        data: [null,21,13,11]\n    }, \n{       name: 'Norwegen',\n        data: [null,27,1,40]\n    }, \n {        name: 'Russland',\n        data: [100,51,36,26]\n    },\n]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n<\/pre>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: IRE; BP Statistical Review of World Energy 2019 \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Volatilit\u00e4t nimmt zu<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUnabh\u00e4ngig von diesen politischen Herausforderungen gilt f\u00fcr die Schweiz: Ein Elektrizit\u00e4tsmarkt, der mit jenen der Nachbarl\u00e4nder verbunden ist, erlaubt es, \u00dcberinvestitionen in Produktion und \u00dcbertragung von Elektrizit\u00e4t zu vermeiden. Zudem k\u00f6nnen Schweizer Wasserkraftwerke ihre Vorteile europaweit besser ausspielen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Teilnahme an einem gr\u00f6sseren Markt erm\u00f6glicht eine Senkung der Elektrizit\u00e4tskosten, bringt aber erh\u00f6hte Variabilit\u00e4t der Preise mit sich, da der nationale Markt st\u00e4rker von Schwankungen auf kontinentaler und globaler Ebene abh\u00e4ngt. Auch Schweizer Elektrizit\u00e4tsunternehmen k\u00f6nnten von der Teilnahme an einem gr\u00f6sseren Markt profitieren. Investitionen in ICT und intelligente Netze erlauben ein effizientes Management von Nachfrage und Angebot: Dadurch k\u00f6nnen die Zuk\u00e4ufe zu Spitzenzeiten minimiert werden, und die Verk\u00e4ufe k\u00f6nnen gesteigert werden, wenn die Preise hoch sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin gr\u00f6sserer Markt und intelligente Netze schaffen auch Vorteile f\u00fcr die Konsumenten, die saubereren Strom zu tieferen Preisen erhalten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl Elektrizit\u00e4t aus unserem Alltag nicht wegzudenken ist, wissen die meisten wenig \u00fcber die Dynamik, welche die Elektrizit\u00e4tspreise im Grosshandel und damit auch den Detailhandelspreis f\u00fcr die Konsumenten bestimmt. 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Der Schweizer Markt profitiert von der Verflechtung mit den Nachbarl\u00e4ndern, da der grenz\u00fcberschreitende Elektrizit\u00e4tshandel die Minimierung der Angebotskosten erleichtert. Gleichzeitig ist die Schweiz aber st\u00e4rker von Preistrends abh\u00e4ngig, auf welche die lokalen Marktteilnehmer und Beh\u00f6rden nur bedingt Einfluss haben. In der n\u00e4heren Zukunft beeinflussen drei Unsicherheitsquellen die Grosshandelspreise in der Schweiz: der geplante Zugang zum Energiebinnenmarkt der EU, die Auswirkungen eines allf\u00e4lligen Brexit sowie der russisch-ukrainische Gasstreit.","magazine_issue":"20190809","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20190719","original_files":null,"external_release_for_author":"20190630","external_release_for_author_time":"23:30:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5cecd97198044"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104154"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4888"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=104154"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104154\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125966,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104154\/revisions\/125966"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3165"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4888"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19362"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104154"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=104154"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=104154"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=104154"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=104154"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=104154"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}