{"id":104167,"date":"2019-07-18T10:30:01","date_gmt":"2019-07-18T10:30:01","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/07\/hille-zimmermann-wanzenried-08-09-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:57:07","modified_gmt":"2023-08-23T20:57:07","slug":"hille-zimmermann-wanzenried-08-09-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/07\/hille-zimmermann-wanzenried-08-09-2019\/","title":{"rendered":"Generationenmix in Unternehmen: Was Arbeitgeber beachten m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"<p>Die demografische Entwicklung und die steigende Nachfrage nach gut ausgebildetem Personal erh\u00f6hen den Fachkr\u00e4ftemangel bei immer mehr Unternehmen. Ein effektives Generationenmanagement kann dabei helfen, diesen Mangel zu entsch\u00e4rfen. Dazu muss es aber den unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen und den sich daraus ergebenden Anforderungen an die Arbeitssituation der verschiedenen Generationen Rechnung tragen. Diese Anforderungen ergeben sich beispielsweise aus den unterschiedlichen Wertevorstellungen der verschiedenen Generationen. So kann vermutet werden, dass die Babyboomer \u2013 das heisst die Jahrg\u00e4nge 1946 bis 1964 \u2013 ihre Arbeit mit einem anderen Stellenwert verbinden als j\u00fcngere Generationen. Umgekehrt sind f\u00fcr die Generation Y, die zwischen 1981 und 1995 Geborenen, m\u00f6glicherweise Freizeit und Hobbys wichtiger als f\u00fcr die \u00e4lteren Generationen. Diese unterschiedlichen Wertevorstellungen m\u00fcssen sich in entsprechenden Arbeitsmodellen niederschlagen. Ein effektives Generationenmanagement erkennt diesen Bedarf und setzt ihn in einem Unternehmen erfolgreich um.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Studie der Hochschule Luzern<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> zeigt den aktuellen Stand beim Generationenmanagement in Schweizer Unternehmen sowie die Massnahmen, Pr\u00e4ferenzen und Erwartungen, welche mit diesem Thema verbunden sind. Dazu wurden 2018 in einer Onlineumfrage Arbeitgebende und Arbeitnehmende in der Schweiz befragt. Die Stichprobe enth\u00e4lt 93 Arbeitgebende und 967 Arbeitnehmende von Grossunternehmen und 323 Arbeitgebende und 212 Arbeitnehmende von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).&#13;<\/p>\n<h2>Mit Generationenmix zum Unternehmenserfolg?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Erhebung zeigt: Generationenmanagement ist f\u00fcr die \u00fcberwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen wichtig oder sehr wichtig (Grossunternehmen: 75%; KMU: 69%). Aus Sicht der Arbeitgebenden hilft ein effektives Generationenmanagement vor allem gegen den Fachkr\u00e4ftemangel und gegen den Wissensverlust durch das Ausscheiden \u00e4lterer Mitarbeitender aus dem Unternehmen. Sowohl bei den Grossunternehmen als auch bei den KMU ist die \u00fcberwiegende Mehrheit der Arbeitgebenden der Ansicht, dass ein effektives Generationenmanagement zu Wettbewerbsvorteilen f\u00fchrt. Von denjenigen Unternehmen, welche das Generationenmanagement als wichtig erachten, finden denn auch 88 Prozent der Grossunternehmen und 83 Prozent der KMU, dass Belegschaften mit unterschiedlichen Generationen einen eher positiven Effekt auf den Unternehmenserfolg haben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDass ein Generationenmanagement n\u00f6tig ist, zeigt sich auch dadurch, dass die Arbeitnehmenden unterschiedliche Grundwerte als wichtig einstufen. Je nach Alter gibt es statistisch hoch signifikante Unterschiede bei den Grundwerten Lebensgenuss\/Spass, Neues Lernen und Selbstverwirklichung (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Diese Grundwerte sind f\u00fcr j\u00fcngere Personen tendenziell wichtiger als f\u00fcr \u00e4ltere. Dagegen sind die Grundwerte Soziale Verantwortung, Arbeit und Eigentum f\u00fcr \u00e4ltere wichtiger als f\u00fcr j\u00fcngere.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGibt es neben dem Alter weitere soziodemografische Unterschiede, welche die Wichtigkeit der Grundwerte beeinflussen? Ja, die gibt es. Entscheidend ist auch, ob jemand Kinder hat oder nicht. F\u00fcr Personen mit Kindern ist erwartungsgem\u00e4ss der Grundwert Familie\/Kinder wichtiger als f\u00fcr jene ohne Kinder. Dagegen sind ihnen die Grundwerte Lebensgenuss\/Spass und Selbstverwirklichung weniger wichtig. Unterschiede gibt es auch beim Arbeitspensum: So sind etwa Vollzeitarbeitende eher bereit, Neues zu lernen, und sie sch\u00e4tzen den Stellenwert der Arbeit h\u00f6her ein als Teilzeitarbeitende. Interessant ist, dass das Bildungsniveau nur gerade auf den Grundwert Neues Lernen einen Einfluss hat: F\u00fcr Personen mit einem Terti\u00e4rabschluss ist dieser Grundwert wichtiger als f\u00fcr Personen mit einem tieferen Ausbildungsniveau. Ansonsten hat das Bildungsniveau keinen Einfluss auf die verschiedenen Grundwerte. Insgesamt zeigt sich, dass f\u00fcr die Mehrheit der Befragten der Grundwert Familie\/Kinder am wichtigsten ist. Gefolgt wird er von den Werten Finanzielle Sicherheit und Lebensgenuss\/Spass.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Diese Werte sind den Arbeitnehmenden in Grossunternehmen am wichtigsten (2019)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='hille_zimermann_de_1'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#hille_zimermann_de_1').highcharts({\n\n \n   chart: {\n        type: 'bar'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['Familie\/Kinder +*', 'Finanzielle Sicherheit', 'Lebensgenuss\/Spass -***', 'Zeit f\u00fcr Hobby -**', 'Neues Lernen -***', 'Harmonie', 'Technischer Fortschritt -**', 'Zeit, Familienmitglieder zu betreuen', 'Selbstverwirklichung -***', 'Soziale Verantwortung +***', 'Finanzielle und andere Entsch\u00e4digung', 'Arbeit +***', 'Eigentum +**']\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: ''\n        },\n         labels: {\n            format: '{value}%'\n        },\n    },\n    tooltip: {\n        pointFormat: '<span style=\"color:{series.color}\">{series.name}<\/span>: {point.percentage:.0f}%<br\/>',\n        shared: true\n    },\n    plotOptions: {\n        bar: {\n            stacking: 'percent'\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'unwichtig',\n        data: [3, \t0, \t1, \t1, \t1, \t0, \t1, \t3, \t2, \t1, \t0, \t1, \t4],\ncolor: '#c74d70'\n    }, {\n        name: 'eher unwichtig',\n        data: [7, \t3, \t4, \t5, \t5, \t10, \t11, \t14, \t15, \t10, \t7, \t7, \t24],\ncolor: '#d1815f'\n\n    }, {\n        name: 'wichtig ',\n        data: [20, \t41, \t40, \t44, \t48, \t48, \t46, \t37, \t47, \t54, \t58, \t60, \t49],\ncolor: '#a5c4d2'\n\n    },{\n        name: 'sehr wichtig ',\n        data: [68, \t54, \t54, \t48, \t45, \t41, \t39, \t39, \t35, \t33, \t33, \t31, \t19],\ncolor: '#434491'\n\n    },{\n        name: 'weiss nicht ',\n        data: [0, \t0, \t0, \t0, \t0, \t0, \t0, \t3, \t1, \t1, \t0, \t0, \t1, ],\ncolor: '#9e418f'\n\n    },{\n        name: 'keine Antwort ',\n        data: [2, \t1, \t1, \t1, \t1, \t1, \t1, \t4, \t1, \t1, \t1, \t1, \t2, ],\ncolor: '#f5e541'\n\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: +\/-: Je \u00e4lter, desto wichtiger\/unwichtiger; Signifikanzniveau: *** (1%), **(5%), *(10%). <\/span><span class=\"text__legend\">Die konkrete Frage lautete: \u00abGeben Sie an, wie wichtig Ihnen folgende Werte sind.\u00bb Anzahl befragte Arbeitnehmende = 827.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Hille, Seiler Zimmermann, Wanzenried (2019a) \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>KMU bei Arbeitszeitgestaltung fortschrittlicher<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVerschiedene Unternehmen haben bereits auf diese unterschiedlichen Wertevorstellungen und Bed\u00fcrfnisse der Arbeitnehmenden reagiert. So bietet etwas mehr als die H\u00e4lfte jener Grossunternehmen, die das Generationenmanagement als wichtig erachten, die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Homeoffice an (53%). Bei den KMU ist es rund ein Drittel (32%). Bei jedem dritten befragten KMU k\u00f6nnen die Angestellten zudem ihre Arbeitszeit vollumf\u00e4nglich individuell und nach ihren Bed\u00fcrfnissen gestalten (34%). Interessant ist, dass die KMU dabei fortschrittlicher sind als die Grossunternehmen. Von Letzteren bietet n\u00e4mlich nur jedes vierte Unternehmen eine flexible Arbeitszeitgestaltung an. Hingegen sind die Grossunternehmen h\u00e4ufiger darauf bedacht, auf die famili\u00e4re Situation und die Bed\u00fcrfnisse der Arbeitnehmenden einzugehen (Grossunternehmen: 46%; KMU 39%).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie die Befragung der Arbeitnehmenden zeigt, ist die finanzielle Sicherheit der drittwichtigste Grundwert \u2013 und zwar unabh\u00e4ngig vom Alter der Befragten. Auch diesem Umstand tr\u00e4gt mehr als die H\u00e4lfte der befragten Unternehmungen Rechnung: Etwas mehr als die H\u00e4lfte der Unternehmen bezeichnet ihr Verg\u00fctungssystem als \u00fcbersichtlich und transparent (Grossunternehmen: 54%; KMU 53%). Dennoch finden 5 Prozent der Arbeitgebenden in Grossunternehmen und 7 Prozent der Arbeitgebenden in KMU, dass ihr Verg\u00fctungssystem nicht \u00fcbersichtlich und transparent sei. <a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Unternehmen haben altersbedingte Vorurteile<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nViele Unternehmen tragen den individuellen Bed\u00fcrfnissen der Arbeitnehmenden also bereits Rechnung und versuchen, die optimale Zusammenarbeit der Generationen zu erm\u00f6glichen. Dennoch besteht Handlungsbedarf: So sch\u00e4tzen bei den befragten Grossunternehmen nur gerade 26 Prozent die Attraktivit\u00e4t ihrer Unternehmung f\u00fcr junge Ausbildungsabsolventen als sehr hoch ein; bei den KMU sind es sogar nur 12 Prozent. Die Attraktivit\u00e4t ihres Unternehmens f\u00fcr \u00e4ltere Arbeitnehmende sch\u00e4tzen sie noch tiefer ein: Bei den Grossunternehmen bezeichnen sie nur gerade 14 Prozent der Arbeitgebenden als sehr hoch. Bei den KMU sind es 7 Prozent. Noch tiefer liegt der Anteil der Arbeitgebenden, welche die Attraktivit\u00e4t ihres Unternehmens f\u00fcr Personen \u00fcber dem Pensionierungsalter als sehr hoch einsch\u00e4tzen: Bei den Grossunternehmen liegt dieser Anteil bei 7 und bei den KMU bei 4 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWeiter zeigt die Erhebung, dass seitens der Unternehmen Altersklischees bestehen. Von den Grossunternehmen, welche ein Generationenmanagement als wichtig betrachten, wird die F\u00e4higkeit zum Umgang mit modernen Informationstechnologien und Kommunikationsmedien ganz klar den j\u00fcngeren Mitarbeitenden zugeordnet. Nur gerade 20 Prozent assoziieren diese F\u00e4higkeiten gleichermassen mit j\u00fcngeren und \u00e4lteren Personen (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Auch eine hohe Lernbereitschaft und Flexibilit\u00e4t bez\u00fcglich Neuem wird ganz klar den j\u00fcngeren Personen zugeordnet. Nur gerade 3 Prozent der befragten Grossunternehmen assoziieren diese Eigenschaften mit eher \u00e4lteren Personen. Interessant ist auch, dass rund ein Viertel der Unternehmen einen hohen Ideenreichtum eher mit j\u00fcngeren Personen assoziiert als mit \u00e4lteren (4%). Hingegen wird eine hohe Disziplin deutlich den \u00e4lteren Personen zugeschrieben (48%). Nur gerade 5 Prozent assoziieren diese Eigenschaft mit j\u00fcngeren Personen. Ebenfalls eher \u00e4lteren Mitarbeitenden zugeordnet werden: hohe Bindung der Mitarbeitenden, Loyalit\u00e4t zum Unternehmen, soziale Kompetenz und guter Umgang mit Menschen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVorurteile und Klischees bez\u00fcglich unterschiedlicher Generationen seitens der Arbeitgebenden k\u00f6nnen eine optimale Durchmischung der Generationen in der Belegschaft behindern. Sie sollten daher abgebaut werden, sodass einer erfolgreichen Implementierung des Generationenmanagements m\u00f6glichst nichts im Wege steht. Wie die Umfrage zeigt, ist die Mehrheit der Arbeitgebenden \u00fcberzeugt, dass es in der Belegschaft solche Vorurteile gegen\u00fcber \u00e4lteren Mitarbeitenden gibt. Die Befragung zeigt jedoch, dass diese Vermutung relativiert werden muss: Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Mitarbeitenden ist n\u00e4mlich sehr offen gegen\u00fcber der Zusammenarbeit mit deutlich \u00e4lteren Personen (Grossunternehmen: 72%; KMU: 62%) oder immerhin offen (GU: 25%; KMU: 34%).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Diese Kompetenzen verbinden Grossunternehmen mit den verschiedenen Altersgruppen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='hille_zimermann_de_2'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#hille_zimermann_de_2').highcharts({\n\n  chart: {\n        type: 'bar'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['F\u00e4hig im Umgang mit modernen <br\/>IT- und Kommunikationsmedien','Resigniert rasch, wenn nicht<br\/>gef\u00f6rdert','Hohe Lernbereitschaft, Flexibilit\u00e4t<br\/>bez\u00fcglich Neuem','Ausgepr\u00e4gtes Interesse, eigenes<br\/>Wissen aufzufrischen',' \tIdeenreichtum',' \tGuter Umgang mit unvorhergesehenen <br\/>Situationen',' \tHohe Motivation',' \tHohes Engagement','Gut gepflegte Netzwerke','Hohe Bereitschaft, Verantwortung <br\/>zu \u00fcbernehmen','Weniger zumutbar','\u00dcberdurchschnittlich viel <br\/>krankheitsbedingte Fehlzeiten','Hohe Leistungsbereitschaft','Hohe Disziplin','Seitens der Kunden vermehrt gefragt','Hohe Kosten f\u00fcr das Unternehmen','Hohe Mitarbeiterbindung \/ <br\/>Loyalit\u00e4t zum Unternehmen','Hohe Sozialkompetenz und <br\/>guter Umgang mit Menschen',' ']\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: ''\n        },\n         labels: {\n            format: '{value}%'\n        },\n    },\n    tooltip: {\n        pointFormat: '<span style=\"color:{series.color}\">{series.name}<\/span>: {point.percentage:.0f}%<br\/>',\n        shared: true\n    },\n    plotOptions: {\n        bar: {\n            stacking: 'percent'\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'J\u00fcngere',\n        data: [15, \t6, \t4, \t4, \t1, \t4, \t1, \t0, \t0, \t0, \t0, \t1, \t0, \t0, \t0, \t0, \t0, \t0],\ncolor:'#434491',\n    }, {\n        name: 'eher J\u00fcngere',\n        data: [66, \t57, \t49, \t40, \t22, \t19, \t9, \t7, \t6, \t6, \t6, \t4, \t4, \t3, \t3, \t1, \t0, \t0, ],\ncolor:'#a5c4d2',\n\n    }, {\n        name: 'sowohl als auch',\n        data: [13, \t18, \t34, \t39, \t63, \t37, \t79, \t82, \t39, \t73, \t19, \t30, \t75, \t40, \t54, \t22, \t21, \t63, ],\ncolor:'#9e418f',\n    },{\n        name: 'eher \u00c4ltere',\n        data: [\t0, \t0, \t3, \t10, \t4, \t30, \t3, \t4, \t51, \t12, \t4, \t15, \t10, \t45, \t13, \t31, \t49, \t25, ],\ncolor:'#d1815f',\n\n    },{\n        name: '\u00c4ltere',\n        data: [0, \t0, \t1, \t0, \t0, \t1, \t1, \t0, \t1, \t3, \t3, \t3, \t1, \t6, \t0, \t12, \t21, \t1, ],\ncolor:'#c74d70',\n\n    },{\n        name: 'weder noch',\n        data: [1, \t4, \t0, \t0, \t0, \t1, \t1, \t0, \t0, \t1, \t52, \t30, \t0, \t1, \t10, \t16, \t1, \t6, ],\ncolor:'#74ab4e',\n\n    },{\n        name: 'weiss nicht',\n        data: [\t0, \t9, \t0, \t1, \t1, \t1, \t0, \t0, \t0, \t0, \t6, \t10, \t0, \t1, \t10, \t6, \t0, \t0, ],\ncolor:'#cfd943',\n\n    },{\n        name: 'keine Antwort',\n        data: [4, \t6, \t7, \t4, \t7, \t4, \t4, \t6, \t3, \t4, \t9, \t6, \t9, \t3, \t9, \t10, \t7, \t4],\ncolor:'#f5e541',\n\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die konkrete Frage lautete: \u00abBitte geben Sie an, inwieweit Sie folgende Aussagen eher mit j\u00fcngeren bzw. \u00e4lteren Mitarbeitenden assoziieren.\u00bb Befragt wurden nur Unternehmen, welche ein Generationenmanagement als wichtig erachten. Anzahl befragter Unternehmen = 67.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Hille, Seiler Zimmermann, Wanzenried (2019a) \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Unternehmen haben den Nutzen erkannt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Generationenmanagement gewinnt mit der Besch\u00e4ftigung der Arbeitnehmenden \u00fcber das Rentenalter hinaus an Bedeutung. Aber besteht auch ein Bed\u00fcrfnis daf\u00fcr? Fragt man die Angestellten, ob sie sich prinzipiell vorstellen k\u00f6nnten, w\u00e4hrend des Rentenalters weiter berufst\u00e4tig zu sein, antworten bei den Grossunternehmen 43 Prozent mit Ja, 36 Prozent mit Nein, und 21 Prozent wissen es nicht. Bei den Arbeitnehmenden von KMU ist die Zustimmung \u00e4hnlich hoch: 44 Prozent antworten mit Ja, 24 Prozent mit Nein, und 29 Prozent wissen es nicht. Dabei f\u00e4llt auf, dass Vollzeitbesch\u00e4ftigte und Personen mit einer Terti\u00e4rbildung einer Weiterbesch\u00e4ftigung im Rentenalter offener gegen\u00fcberstehen als Personen mit einem tieferen Ausbildungsniveau oder Teilzeitbesch\u00e4ftigte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch bei den Arbeitgebenden ist die Offenheit gross, Personen \u00fcber das Rentenalter hinaus zu besch\u00e4ftigen: Mehr als die H\u00e4lfte aller befragten Grossunternehmen und knapp die H\u00e4lfte der KMU besch\u00e4ftigen bereits heute Personen \u00fcber dem ordentlichen Pensionierungsalter. Wo das noch nicht gemacht wird, kann es sich aber eine \u00fcberwiegende Mehrheit vorstellen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nFazit: Sowohl Grossunternehmen wie auch KMU haben die Wichtigkeit und den Nutzen eines effektiven Generationenmanagements erkannt und haben teilweise ein solches auch in ihrer Unternehmung implementiert. Der Weg zu einer systematischen Umsetzung ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen und erfordert insbesondere den Abbau bestehender generationentypischer Vorurteile.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Hille et al. (2019a) und Hille et al. (2019b). <a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/institute\/ifz\/finance-banking\/womens-business-and-diversity-management\/diversity-management\/generationenmanagement\">Vollst\u00e4ndige Studie<\/a> verf\u00fcgbar auf Hslu.ch.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Der Rest der befragten Arbeitgebenden antwortet auf die Fragen mit \u00abteilweise zutreffend\u00bb, mit \u00abtrifft teilweise nicht zu\u00bb, oder sie k\u00f6nnen bzw. wollen die Fragen nicht beantworten.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die demografische Entwicklung und die steigende Nachfrage nach gut ausgebildetem Personal erh\u00f6hen den Fachkr\u00e4ftemangel bei immer mehr Unternehmen. 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