{"id":104433,"date":"2019-06-17T08:30:36","date_gmt":"2019-06-17T08:30:36","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/06\/interview-07-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:57:41","modified_gmt":"2023-08-23T20:57:41","slug":"interview-07-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/06\/interview-07-2019\/","title":{"rendered":"\u00abFreihandel um jeden Preis ist im Interesse von niemandem\u00bb"},"content":{"rendered":"<div class=\"content-copy-questions\">Frau Ineichen-Fleisch, das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft wird Anfang Juli 20 Jahre alt. Werden Sie feiern?<\/div>\n<p>Ja, nat\u00fcrlich. Wir feiern diesen Geburtstag am Seco-Fest im August. Dazu haben wir auch die ehemaligen Bundesr\u00e4te des Departments und die Staatssekret\u00e4re eingeladen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Das Seco ist das Fusionsprodukt zweier Bundes\u00e4mter \u2013 jenes f\u00fcr Industrie, Gewerbe und Arbeit, kurz Biga, und jenes f\u00fcr Aussenwirtschaft, des Bawi. F\u00fchrt das nicht zu einem Silo-Denken zwischen den Direktionen?<\/div>\n<p>Teilweise gibt es das sicher noch, und in der Sitzung der Gesch\u00e4ftsleitung kommen die Gesichtspunkte der verschiedenen Direktionen auch gut zum Ausdruck. Uns ist es aber gelungen, in diesen zwanzig Jahren die beiden \u00c4mter zu einem Kompetenzzentrum f\u00fcr die Wirtschaftspolitik zusammenzuschweissen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Worin bestehen die verschiedenen Gesichtspunkte?<\/div>\n<p>Wir haben Direktionen mit ganz unterschiedlichen Aufgaben. Das ehemalige Biga \u2013 oder die heutige Direktion f\u00fcr Arbeit \u2013 ist in vielen Belangen ein Vollzugsamt. In der Direktion f\u00fcr Aussenwirtschaft geht es prim\u00e4r um Verhandlungen mit unseren ausl\u00e4ndischen Partnern. Die Direktion f\u00fcr Wirtschaftspolitik wiederum halte ich f\u00fcr einen der besten Thinktanks der Schweiz. In der Standortf\u00f6rderung schliesslich geht es um die Verbesserung des Standortes Schweiz bez\u00fcglich KMU, Tourismus und Regionalpolitik. Es geht aber auch um Exportf\u00f6rderung, weshalb in dieser Direktion die Binnenwirtschaft und die Aussenwirtschaft ganz besonders stark verflochten sind.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Aktuell haben Sie in der Gesch\u00e4ftsleitung nur M\u00e4nner. Woran liegt das?<\/div>\n<p>Es liegt unter anderem daran, dass wir einen wachsenden Anteil an Frauen im mittleren Kader haben, die vor dem Sprung in die Gesch\u00e4ftsleitung noch etwas Erfahrung sammeln m\u00f6chten. Nat\u00fcrlich ist es schade, dass wir nicht mehr Frauen in der Gesch\u00e4ftsleitung haben. Ich spreche bei jeder Neubesetzung auch mit Frauen \u00fcber eine m\u00f6gliche Kandidatur, sie haben mir allerdings jeweils plausibel dargelegt, warum sie noch nicht so weit seien. Ich bin aber zuversichtlich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir mehr Frauen in der Gesch\u00e4ftsleitung haben werden.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Sie haben im Seco ein Doppelmandat inne: Sie sind Staatssekret\u00e4rin und gleichzeitig Direktorin f\u00fcr Aussenwirtschaft. Wie bringen Sie diese beiden T\u00e4tigkeiten unter einen Hut?<\/div>\n<p>Es ist gut, dass ich diese zwei Aufgaben habe, denn die Leitung der Direktion f\u00fcr Aussenwirtschaft gibt mir die Gelegenheit, auch operationell t\u00e4tig zu sein. Zum Beispiel leite ich die Verhandlungen mit Indien und bin auch selber in die Gespr\u00e4che mit den USA \u00fcber ein m\u00f6gliches Freihandelsabkommen involviert.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Der weltweite Handel schrumpft. Sind die Handelsstreitigkeiten der Grund daf\u00fcr?<\/div>\n<p>Ja. Die Spannungen im internationalen Handel haben zu Unsicherheiten gef\u00fchrt, welche sich nun auch in den Statistiken auswirken.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Machen Ihnen die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und einigen ihrer Handelspartner Sorgen?<\/div>\n<p>Ja. Am Anfang hatte man den Eindruck, es sei vor allem Rhetorik. Im Moment ist es aber mehr. Von den seitens der USA eingef\u00fchrten Zusatzz\u00f6llen auf gewissen Stahl- und Aluminiumprodukten sind unsere Exportunternehmen unmittelbar betroffen. Diese Z\u00f6lle haben zudem andere L\u00e4nder dazu bewogen, ihrerseits restriktive Massnahmen aufgrund der bef\u00fcrchteten Handelsumlenkung zu ergreifen. So hat die EU \u2013 unser mit Abstand wichtigster Absatzmarkt f\u00fcr Stahlerzeugnisse \u2013 Schutzmassnahmen erlassen, um ihren Markt vor \u00fcberm\u00e4ssigen Importen aus Drittl\u00e4ndern zu sch\u00fctzen. Diese indirekten Auswirkungen sind gravierend.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Sie f\u00fchrten diverse Gespr\u00e4che mit der EU-Kommission betreffend Sonderbehandlung der Schweiz. Die Schweiz fand trotzdem kein Geh\u00f6r in Br\u00fcssel, und dies trotz der Existenz eines Freihandelsabkommens. Wie erkl\u00e4ren Sie sich das?<\/div>\n<p>Gem\u00e4ss EU-Kommission fehlen die rechtlichen Grundlagen f\u00fcr die Gew\u00e4hrung einer Ausnahme f\u00fcr die Schweiz. Die Kommission hat wiederholt betont, dass die Schutzmassnahmen WTO-rechtskonform seien und auf die Importe aus allen Drittstaaten angewendet werden. Die Ausnahme von Norwegen, Island und Liechtenstein begr\u00fcndet die EU mit den wirtschaftlichen Verflechtungen im Rahmen des Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraums. Das Freihandelsabkommen Schweiz &#8211; EU l\u00e4sst Schutzmassnahmen hingegen zu.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">M\u00f6glicherweise h\u00e4tte die Schweiz eine Ausnahme bei den Stahlz\u00f6llen erhalten, wenn sie das Rahmenabkommen mit der EU unterzeichnen w\u00fcrde. Ist das EU-Rahmenabkommen \u00fcberhaupt noch zu retten?<\/div>\n<p>Der Abschluss eines institutionellen Abkommens w\u00fcrde die Rechtssicherheit \u00fcber den bestehenden Zugang zum EU-Binnenmarkt und die sektorielle Teilnahme am EU-Binnenmarkt erh\u00f6hen. Es w\u00fcrde auch die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU festigen. Dies k\u00f6nnte bei zuk\u00fcnftigen Diskussionen um eine Ausnahme von Schutzmassnahmen zu einer pragmatischeren Position der EU beitragen. Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrde ein institutionelles Abkommen den Ausbau des Marktzugangs erm\u00f6glichen. Bei einer allf\u00e4lligen Modernisierung des Freihandelsabkommens k\u00f6nnten dann bei gegenseitigem Interesse auch Ausnahmen von Schutzmassnahmen vorgesehen werden. Sie sehen: Aus volkswirtschaftlicher Sicht spricht weiterhin viel f\u00fcr den Abschluss eines institutionellen Abkommens.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die Schweiz intensiviert die Beziehungen zu China. Sie waren diesen Fr\u00fchling w\u00e4hrend sieben Tagen beim Staatsbesuch in China dabei. Welche Rolle hatten Sie?<\/div>\n<p>Ich habe zusammen mit der Staatssekret\u00e4rin f\u00fcr internationale Finanzfragen, Daniela Stoffel, das Memorandum of Understanding zur geplanten neuen Seidenstrasse unterschrieben, dies in Anwesenheit von Bundespr\u00e4sident Ueli Maurer und des chinesischen Staatspr\u00e4sidenten Xi Jinping.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Was steht in diesem Vertrag?<\/div>\n<p>Es geht namentlich darum, Schweizer Unternehmen einen Austausch \u00fcber Belt-and-Road-Projekte zu erm\u00f6glichen. Es gibt schon einige Schweizer Unternehmen, die Produkte an chinesische Unternehmen f\u00fcr Belt-and-Road-Projekte liefern. Zudem sieht das Memorandum of Understanding die Bildung einer Plattform vor, die es China und anderen L\u00e4ndern erm\u00f6glichen soll, sich \u00fcber die Gestaltung und Umsetzung von Projekten auszutauschen. Es ist eine Art Technical Assistance, wie sie auch der Internationale W\u00e4hrungsfonds kennt. Bei aller Kritik bin ich \u00fcberzeugt, dass wir so Einfluss auf eine bessere Transparenz der Verfahren und auf die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards nehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Diese Absichtserkl\u00e4rung ist kein Staatsvertrag. Das heisst, die Schweiz ist grunds\u00e4tzlich nicht daran gebunden?<\/div>\n<p>Es ist kein Staatsvertrag, sondern ein Memorandum of Understanding \u00fcber die Zusammenarbeit in Drittm\u00e4rkten der Belt-and-Road-Initiative. Beide Seiten haben als N\u00e4chstes den Auftrag, eine Arbeitsgruppe zu bilden und zu diskutieren, wie wir uns organisieren wollen. Wir haben zahlreiche Memorandums of Understanding mit China, weil China dieses Instrument gerne benutzt. Wir haben denn auch mit keinem anderen Land so viele Absichtserkl\u00e4rungen wie mit China. Mit China haben wir auch eine strategische Partnerschaft. Die Belt-and-Road-Absichtserkl\u00e4rung ist angeh\u00e4ngt an diese strategische Partnerschaft.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">In der Presse war zu lesen, dass man zuvor noch ein Papier zu den Menschenrechten habe unterzeichnen wollen. Stimmt das?<\/div>\n<p>Die Idee ist, dass man noch eine Absichtserkl\u00e4rung hat, die umfassender ist und nicht nur wirtschaftliche Aspekte umfasst. Wegen des Belt-and-Road-Gipfels wurde nun einmal das spezifischere Memorandum of Understanding unterzeichnet.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Welchen Einfluss hat das Memorandum of Understanding auf das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China?<\/div>\n<p>Eine direkte Auswirkung hat es nicht. Aber die Chinesen denken strategisch und langfristig. Jedes Gespr\u00e4ch mit den Chinesen beginnt mit den Worten: \u00ab1950 haben Sie uns als eines der ersten L\u00e4nder anerkannt.\u00bb Dann kam die Anerkennung des Status als Marktwirtschaft bei Schutzmassnahmen, danach das Freihandelsabkommen, der Renminbi-Hub und die strategische Partnerschaft. Und das erste ausl\u00e4ndische Industrieunternehmen, das in China ein Joint Venture einging, war ein schweizerisches Unternehmen, n\u00e4mlich die Schindler-Gruppe im Jahr 1980. Die Absichtserkl\u00e4rung ist nun ein weiterer Schritt in dieser Abfolge.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">War somit das Freihandelsabkommen am Treffen kein Thema?<\/div>\n<p>Doch, es war ein Thema, denn wir wollen sicherstellen, dass es gut umgesetzt und auch weiterentwickelt wird. Pr\u00e4sident Xi Jinping hat denn auch die Offenheit Chinas f\u00fcr weitere Verhandlungen wiederholt.<\/p>\n<h3>Ein Wunsch ist etwa, dass der Finanzmarkt besser zug\u00e4nglich wird.<\/h3>\n<p>Ja. Bundespr\u00e4sident Ueli Maurer war neben einer Businessdelegation auch mit einer Finanzdelegation in China. Das Echo war gut. Ein Thema war auch die weitere \u00d6ffnung Chinas gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Unternehmen. Denn es sollen nicht nur chinesische Unternehmen Schweizer Unternehmen aufkaufen k\u00f6nnen, sondern auch umgekehrt. Es gibt langsam Fortschritte. China weiss, dass das n\u00f6tig ist.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Gibt es konkrete Zugest\u00e4ndnisse?<\/div>\n<p>Diesbez\u00fcglich gibt es in China neu das Law on Foreign Investment. Pr\u00e4sident Xi Jinping hat Bundespr\u00e4sident Ueli Maurer versichert, dass es im Rahmen dieses Gesetzes immer weniger Ausnahmen geben wird. Das geht nat\u00fcrlich nicht von heute auf morgen. Aber es geht vorw\u00e4rts. Und China muss und will sich in zahlreichen Sektoren weiterentwickeln, damit auch der Wohlstand in der Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst. China hat auch eingesehen, dass es wichtig ist, das geistige Eigentum zu sch\u00fctzen. Das tun sie \u2013 jedenfalls verpflichten sie sich dazu, was schon ein wichtiger Schritt ist. Die Umsetzung ist indessen schwierig, denn es ist ein riesiges Land. Und trotzdem sp\u00fcrt man, dass China das geistige Eigentum sch\u00fctzen will \u2013 nat\u00fcrlich auch zum Schutz der eigenen Innovationen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Zur anderen grossen Weltmacht: den USA. Sie besuchten zusammen mit Bundespr\u00e4sident Ueli Maurer US-Pr\u00e4sident Donald Trump im Weissen Haus. Wo stehen wir hier mit den Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen?<\/div>\n<p>Wir sind immer noch in Explorationsgespr\u00e4chen. Das bedeutet: Wir schauen, ob wir ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis entwickeln k\u00f6nnen, was der Inhalt eines solchen Abkommens sein sollte, bevor wir die Verhandlungen lancieren. So wollen wir verhindern, dass die Verhandlungen scheitern, bevor sie \u00fcberhaupt anfangen, wie das im Jahr 2006 der Fall war.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Und gibt es ein solch gemeinsames Verst\u00e4ndnis?<\/div>\n<p>Das kann man noch nicht sagen, daf\u00fcr sind die Explorationsgespr\u00e4che noch zu wenig fortgeschritten. Wenn die USA zum Beispiel unbedingt Freihandel f\u00fcr alle Agrarprodukte wollen, dann finden wir keine Einigung. Anders sieht es aus, wenn die USA bereit sind, einen punktuellen besseren Marktzugang f\u00fcr bestimmte Produkte zu erhalten. F\u00fcr amerikanische Exporteure ist es ja nicht zielf\u00fchrend, Massenprodukte in die Schweiz zu exportieren. Aber es lohnt sich, hochwertige und sehr teure G\u00fcter zu exportieren. Hier k\u00f6nnen wir punktuell einen Marktzutritt gew\u00e4hren. Wenn sie mit diesem Ansatz einverstanden sind, haben wir in diesem Bereich eine gemeinsame Basis.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Was ist der Stand? Wann wird es zu Verhandlungen kommen?<\/div>\n<p>Es ist ganz klar ein Interesse da. Aber auch von unserer Seite ist das Interesse an einem Abkommen gross. Denn die Schweizer Exporteure bezahlen mehr Z\u00f6lle f\u00fcr ihre Exporte in die USA als die US-Exporteure f\u00fcr ihre Exporte in die Schweiz.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die \u00d6ffnung der Agrarm\u00e4rkte ist keine Vorbedingung der Amerikaner?<\/div>\n<p>Ich gehe davon aus, dass sie den Agrarmarkt auch abdecken wollen. Aber die Frage ist, wie. Aus unserer Sicht haben wir heute mehr Gestaltungsraum als noch 2006. Aber was sie damals von uns verlangt haben, k\u00f6nnen wir ihnen auch heute nicht geben. Wichtig d\u00fcrfte auch sein, was bei unseren Verhandlungen mit den s\u00fcdamerikanischen Mercosur-Staaten rauskommt. Wenn es uns gelingt, mit diesen Staaten ein Abkommen abzuschliessen, k\u00f6nnte das Interesse der USA steigen. Denn einzelne Produkte, die wir dann aus dem Mercosur importieren, k\u00f6nnten die Importe aus anderen L\u00e4ndern, unter anderem auch den USA, konkurrenzieren. Und die USA w\u00fcrden sehen, welche Art Marktzugang wir f\u00fcr solche Produkte gew\u00e4hren k\u00f6nnten.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wo sehen Sie in der Landwirtschaft mehr Gestaltungsspielraum? Momentan scheint eine weitere Markt\u00f6ffnung in der Schweiz politisch unm\u00f6glich zu sein.<\/div>\n<p>Eine vorsichtige, gut mit der Agrarbranche abgesprochene \u00d6ffnung sollte meines Erachtens m\u00f6glich sein.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Was ist aus Ihrer Sicht den Schweizer Bauern wichtig?<\/div>\n<p>Die Hauptsorge der Bauern ist die Auswirkung auf die Preise. Wenn die Importe eine starke Senkung der Preise zur Folge haben, sind die in der Schweiz produzierten Agrarprodukte nicht mehr konkurrenzf\u00e4hig, und es macht keinen Sinn mehr, in der Schweiz zu produzieren. Das will niemand. Es bringt einem Land auch nichts, wenn es die eigene Landwirtschaft kaputtmacht. Nat\u00fcrlich muss die Landwirtschaft sich \u00f6ffnen und konkurrenzf\u00e4hig sein \u2013 viele Betriebe f\u00fchlen sich als Unternehmer und wollen das auch. Aber Freihandel um jeden Preis ist im Interesse von niemandem. Ganz \u00abfrei\u00bb ist der Handel ja ohnehin nicht. Denn es gibt technische Handelshemmnisse wie Standards, Qualit\u00e4tsvorschriften und so weiter. Und das zu Recht. Denn wir wollen ja gute und sichere Produkte in unseren L\u00e4den.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frau Ineichen-Fleisch, das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft wird Anfang Juli 20 Jahre alt. Werden Sie feiern? Ja, nat\u00fcrlich. 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Nach einem Rechtsstudium an der Universit\u00e4t Bern mit dem Abschluss als F\u00fcrsprecherin und einem MBA am INSEAD im franz\u00f6sischen Fontainebleau arbeitete die heute 58-J\u00e4hrige als Junior Consultant beim Beratungsunternehmen McKinsey in Z\u00fcrich. Von dort wechselte sie ins ehemalige Bundesamt f\u00fcr Aussenwirtschaft (Bawi), das Vorg\u00e4ngeramt des Seco. Ab 1999 leitete sie dort das Ressort Welthandelsorganisation (WTO). Von 2007 bis 2011 war sie Botschafterin und Delegierte des Bundesrates f\u00fcr Handelsvertr\u00e4ge, Chefunterh\u00e4ndlerin der Schweiz bei der WTO sowie Mitglied der Gesch\u00e4ftsleitung des Seco."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":104436,"main_focus":"","serie_email":null,"frontpage_slider_bild":104440,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"86924","post_abstract":"","magazine_issue":"20190701","seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[3988],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20190625","original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5ccabf891b52e"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104433"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4163"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=104433"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104433\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":161197,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104433\/revisions\/161197"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4162"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4163"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19685"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104433"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=104433"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=104433"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=104433"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=104433"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=104433"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}