{"id":104485,"date":"2019-05-22T11:00:45","date_gmt":"2019-05-22T11:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/05\/melly-06-2019fr\/"},"modified":"2024-02-07T10:21:15","modified_gmt":"2024-02-07T09:21:15","slug":"melly-06-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/05\/melly-06-2019\/","title":{"rendered":"Integrierte Wasserbewirtschaftung im Wallis"},"content":{"rendered":"<p>Im Wallis \u2013 dem Wasserschloss der Schweiz \u2013 spielt die Ressource Wasser bei der wirtschaftlichen Entwicklung eine Schl\u00fcsselrolle. Eine kantonale \u00abWasserstrategie\u00bb soll nun \u2013 unter Ber\u00fccksichtigung des Klimawandels \u2013 eine optimale und integrierte Bewirtschaftung der Ressource sowie ihre vielf\u00e4ltigen Funktionen gew\u00e4hrleisten. An der Ausarbeitung der Wasserstrategie waren alle kantonalen Departemente und Dienststellen sowie insbesondere der Verband Walliser Gemeinden (VWG), die Naturschutzorganisation Pro Natura und der Bund beteiligt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Umsetzung gelten drei vorrangige Grunds\u00e4tze. Erstens muss die Trinkwassernutzung gew\u00e4hrleistet werden. Zweitens gilt es die Ressource Wasser, aber auch die Menschen vor wasserbedingten Naturgefahren zu sch\u00fctzen \u2013\u00a0einer allgegenw\u00e4rtigen Gefahr im Wallis. Und drittens geht es darum, das Wasser einerseits f\u00fcr die Stromerzeugung, die Landwirtschaft und die Industrie zu nutzen und andererseits f\u00fcr Biotope und andere Naturr\u00e4ume zu erhalten.<\/p>\n<h2><strong>Informationsplattform schaffen<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>Ausgehend von der Vision einer integrierten Wasserbewirtschaftung, wurden acht Leitlinien und 40 Massnahmen festgelegt. Auf operativer Ebene werden die Massnahmen von einer Steuerungsgruppe koordiniert, der alle betroffenen Verwaltungsdienste und ein Vertreter der Gemeinden angeh\u00f6ren. Dabei sind alle Massnahmen und Projekte so konzipiert, dass nicht nur die spezifischen Ziele der verschiedenen Verwaltungsstellen erreicht werden, sondern auch m\u00f6glichst vorteilhafte Auswirkungen auf die Realisierung der anderen Ziele erwirkt werden.<\/p>\n<p>Konkret soll eine Informationsplattform geschaffen werden, die alle Daten, Studien und Informationen zur Ressource Wasser umfasst. Gegenw\u00e4rtig wird im \u00abMuster-Wassereinzugsgebiet\u00bb Val de Bagnes ein Pilotprojekt zur Anpassung an den Klimawandel realisiert, aus dem die Plattform hervorgehen wird. In einem ersten Schritt sind bereits alle Daten zur Wasserbewirtschaftung auf dem Kantonsgebiet zusammengestellt worden. In einem zweiten Schritt wird nun analysiert, welche Auswirkungen der Klimawandel in der Pilotregion hat und welche Strategien zur Wasserbewirtschaftung dort bestehen.<\/p>\n<p>Ausgehend von diesen Arbeiten, soll ein allgemeiner methodischer Ansatz definiert werden, der auf andere Wassereinzugsgebiete anwendbar ist. Alle diese Arbeiten werden mit einem partizipativen Ansatz realisiert: Gemeinden, Wasserkraftwerke, Landwirtschaft und andere stark vom Klimawandel betroffene Akteure und Branchen sind einbezogen. Und: Die Informationsplattform wird dereinst sowohl dem Kanton als auch den Gemeinden und allen Wirtschaftsakteuren zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Das Wallis geh\u00f6rt zu den ersten Kantonen mit einer derart ausgereiften und gleichzeitig realistischen Wasserstrategie.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Wallis \u2013 dem Wasserschloss der Schweiz \u2013 spielt die Ressource Wasser bei der wirtschaftlichen Entwicklung eine Schl\u00fcsselrolle. 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