{"id":104565,"date":"2019-05-22T10:30:31","date_gmt":"2019-05-22T10:30:31","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/05\/kronthaler-tromm-06-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:58:01","modified_gmt":"2023-08-23T20:58:01","slug":"kronthaler-tromm-06-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/05\/kronthaler-tromm-06-2019\/","title":{"rendered":"H\u00f6here Fachschule S\u00fcdostschweiz gibt wirtschaftliche Impulse"},"content":{"rendered":"<p>Lebenslanges Lernen nimmt in der Arbeitswelt eine immer gr\u00f6ssere Bedeutung ein. Der technologische Fortschritt sowie sich \u00e4ndernde Rahmenbedingungen zwingen Unternehmen und Arbeitnehmer, sich permanent den Neuerungen anzupassen, um langfristig wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben. H\u00f6here Fachschulen nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Im Berufsbildungssystem der Schweiz sind sie f\u00fcr die h\u00f6here Berufsbildung zust\u00e4ndig (siehe <em>Abbildung<\/em>). Sie richten sich in erster Linie an Personen mit dem Fachmittelschulausweis und dem Eidgen\u00f6ssischen F\u00e4higkeitsausweis. Ziel der Ausbildung ist es, Fachkenntnisse zu vermitteln: Absolventen sollen praktische, fachliche und f\u00fchrungsbezogene Aufgaben wahrnehmen k\u00f6nnen, und sie sollen in der Lage sein, Produkte und Dienstleistungen zu gestalten und zu entwickeln.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Das Bildungssystem in der Schweiz<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2019\/05\/KRONTHALER_ABB_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-87213\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2019\/05\/KRONTHALER_ABB_DE.png\" alt=\"\" width=\"2582\" height=\"1674\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie H\u00f6here Fachschule S\u00fcdostschweiz (IBW) bietet in den Kantonen Graub\u00fcnden, St. Gallen und Glarus an den vier Hauptstandorten Chur, Maienfeld, Sargans und Ziegelbr\u00fccke Aus- und Weiterbildungen an. Die IBW wurde 1990 als \u00abInstitut f\u00fcr berufliche Weiterbildung Graub\u00fcnden\u00bb gegr\u00fcndet. Heute umfasst die Fachschule 25 Abteilungen. Ausbildungsschwerpunkte sind Wirtschaft, Technik und Informatik, Sprachen, Didaktik und Lifestyle, Bau, Architektur und Gestaltung sowie Wald und Holz. Im Jahr 2017 besuchten rund 1300 Personen einen Lehrgang und 4300 Teilnehmende einen Kurs. Das Jahresbudget betrug 20 Millionen Franken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWelche regionalen Besch\u00e4ftigungs- und Wertsch\u00f6pfungseffekte gehen von der IBW aus? Diese Nachfrageeffekte versuchten wir in einer Studie zu ermitteln, wobei wir ein regionalwirtschaftliches Multiplikatormodell verwendeten.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei der Besch\u00e4ftigung und der Wertsch\u00f6pfung muss zwischen direkten, indirekten und induzierten Effekten unterschieden werden. Erstere entstehen direkt an der IBW. Indirekte Effekte treten aufgrund von Investitionen und Vorleistungsverflechtungen auf. Induzierte Effekte schliesslich werden aufgrund von Konsumausgaben der IBW-Mitarbeitenden und der Studierenden geschaffen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Untersuchung zeigt: Die IBW tr\u00e4gt massgeblich zur Besch\u00e4ftigung in ihrem Wirkungsraum bei. So werden an der IBW direkt 119 Vollzeit\u00e4quivalente<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> besch\u00e4ftigt. \u00dcber indirekte und induzierte Effekte addiert sich der Besch\u00e4ftigungseffekt zu insgesamt 177 Vollzeit\u00e4quivalenten. Die Wertsch\u00f6pfung steigert die IBW im Wirkungsraum um insgesamt 20,1 Millionen Franken. Die direkte Wertsch\u00f6pfung in H\u00f6he von 14,6 Millionen Franken resultiert dabei aus den Einkommenszahlungen der IBW, die zu 86 Prozent in der Region verbleiben, sowie den Konsumausgaben der Studierenden. Weitere 3 Millionen Franken fallen bei den regionalen Unternehmen \u00fcber Vorleistungsverflechtungen an. \u00dcber Konsumausgaben entsteht zudem eine induzierte regionale Wertsch\u00f6pfung in H\u00f6he von 2,5 Millionen Franken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei einer Weiterbildungsinstitution wie der IBW sind solche Nachfrageeffekte aus regionalwirtschaftlicher Sicht zwar \u00abnice to have\u00bb. Von deutlich gr\u00f6sserer Bedeutung sind aber Angebotseffekte, die zu einer Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der regionalen Unternehmen und zu regionalem wirtschaftlichem Wachstum f\u00fchren. Erreicht die Weiterbildung ihr Ziel, so sind die regionalen Arbeitskr\u00e4fte produktiver und innovativer. Dadurch werden auch die Unternehmen wettbewerbsf\u00e4higer.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Die Sicht der Alumni<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm den Wirkungen auf Produktivit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit auf die Spur zu kommen, haben wir im Juni 2018 bei den Lehrgangsteilnehmern der Abschlussjahre 2015 bis 2018 eine Umfrage zum Nutzen der Weiterbildung durchgef\u00fchrt. Insgesamt wurden 1269 Ehemalige per E-Mail angeschrieben. Mit 198 ausgef\u00fcllten Frageb\u00f6gen betrug die R\u00fccklaufquote 16,5 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei der Umfrage wurde zwischen dem pers\u00f6nlichen Nutzen und dem Nutzen f\u00fcr das Unternehmen unterschieden. W\u00e4hrend im ersten Fall das Fachwissen, die Kompetenzen und der Wert auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden, n\u00fctzt die Weiterbildung den Unternehmen, indem sich zum Beispiel die Produktivit\u00e4t erh\u00f6ht oder indem die Mitarbeitenden die Aufgaben besser erf\u00fcllen sowie neue Ideen einbringen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie grosse Mehrheit der befragten Alumni gibt an, die Weiterbildung habe das berufliche Wissen und die Fachkompetenz erh\u00f6ht. Sie trage dazu bei, berufliche Aufgaben besser zu erf\u00fcllen. Zudem sagt eine grosse Anzahl der Alumni aus, der Lehrgang helfe, Ideen ins Unternehmen einzubringen und bestehende Prozesse und Unternehmensstrukturen zu verbessern. Insgesamt erh\u00f6ht die Weiterbildung somit die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der regionalen Unternehmen. Dar\u00fcber hinaus steigert sie den Wert der Fachkr\u00e4fte auf dem Arbeitsmarkt und bef\u00e4higt diese zu h\u00f6herwertigen Aufgaben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nR\u00fcckschl\u00fcsse auf den Nutzen der Weiterbildung lassen sich auch anhand der Stellenprofile ziehen: Welche Funktion haben die Lehrgangsteilnehmer vor und nach dem durchgef\u00fchrten Lehrgang wahrgenommen? Hier zeigt sich deutlich eine Ver\u00e4nderung in Richtung h\u00f6herwertige Aufgaben (siehe <em>Tabelle<\/em>). W\u00e4hrend beispielsweise vor dem Lehrgang 38 Prozent der Befragten in der Sachbearbeitung t\u00e4tig gewesen waren, arbeiteten danach nur noch 19 Prozent in diesem Bereich.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGleichzeitig dazu hat die Anzahl der Personen in F\u00fchrungsfunktionen signifikant zugenommen. Bei Projektleitern verdoppelte sich der Anteil von 10 auf 20 Prozent, und bei Teamleitern stieg der Anteil von 8 auf 14 Prozent. Bei Vorgesetzten mit einer Leitungsfunktion \u00fcber mehrere F\u00fchrungsebenen steigerte er sich von 3 auf 7 Prozent.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>T\u00e4tigkeitsbereiche vor und nach dem IBW-Lehrgang (Alumni-Befragung von Juni 2018)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table>&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\"><strong>Vorher<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\"><strong>Nachher<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Sachbearbeitung<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">38%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">19%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Fachspezialist<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">30%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">28%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Projektleitung<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">10%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">20%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Teamleitung<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">8%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">14%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Leitung mehrere F\u00fchrungsebenen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">3%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">7%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Mitglied Gesch\u00e4ftsleitung<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">3%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">4%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Gesch\u00e4ftsleiter<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">3%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">5%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Selbstst\u00e4ndiger Unternehmer<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">1%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">1%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Andere Funktion<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">3%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">2%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Nicht besch\u00e4ftigt<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">1%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">1%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Keine Angabe<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">3%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"101\">1%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">N=198, Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test auf Erh\u00f6hung; p-Wert = 0,00000657, V=259). Quelle: Kronthaler, F. &amp; Tromm, P. (2019): Die regionalwirtschaftliche Bedeutung der ibW H\u00f6heren Fachschule S\u00fcdostschweiz, HTW Chur: Chur.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBefragt nach der Einkommensver\u00e4nderung, geben 7 von 10 Personen an, der Lehrgang habe zu einer Erh\u00f6hung des fixen Jahreseinkommens gef\u00fchrt. Die durchschnittliche Einkommenszunahme liegt bei 9 Prozent.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Geht man davon aus, dass das Einkommen die Produktivit\u00e4t der Besch\u00e4ftigten widerspiegelt, so deutet das Ergebnis deutlich auf eine Steigerung der Produktivit\u00e4t der Lehrgangsabsolventen hin.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt \u00e4ussern sich die Lehrgangsteilnehmer zufrieden mit der M\u00f6glichkeit der regionalen Weiterbildung: 87 Prozent empfehlen die Weiterbildung an der IBW weiter.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Vorteile f\u00fcr Unternehmen \u00fcberwiegen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZus\u00e4tzlich zu den Absolventen befragten wir im Mai 2018 die Unternehmen, bei welchen die Studierenden in den Jahren 2015 bis 2018 angestellt waren. Insgesamt schrieben wir 668 Betriebe an. Zielgruppe der Befragung waren Unternehmenseigent\u00fcmer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Personalverantwortliche. Dabei erhielten wir 115 ausgef\u00fcllte Frageb\u00f6gen zur\u00fcck, was einem R\u00fccklauf von 17,2 Prozent entspricht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei dieser Befragung stand der Nutzen, den die Unternehmen aus der Weiterbildung der Mitarbeiter ziehen, im Zentrum. Gem\u00e4ss einer Mehrheit der Unternehmen hilft die Weiterbildung, das Berufswissen der Mitarbeiter aktuell zu halten und neue Ideen in das Unternehmen einzubringen. Knapp 60 Prozent der Unternehmen gaben an, die Weiterbildung helfe, die Produktivit\u00e4t und die Konkurrenzf\u00e4higkeit des Unternehmens zu erh\u00f6hen. Die Unternehmen sehen aber nicht nur Vorteile in der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter: F\u00fcr 30 Prozent der Befragten stehen die Mitarbeiter aufgrund der Ausbildung st\u00e4rker unter Zeitdruck, und Bearbeitungsauftr\u00e4ge werden zeitlich verz\u00f6gert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt scheinen die Vorteile der Weiterbildung aber deutlich zu \u00fcberwiegen. \u00dcber 90 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie die Mitarbeitenden ermutigen, sich weiterzubilden. Fast 90 Prozent beteiligen sich dabei an den Weiterbildungskosten, und \u00fcber 60 Prozent stellen f\u00fcr die Ausbildung Arbeitszeit zur Verf\u00fcgung. 55 Prozent der befragten Firmen stellen eine Bef\u00f6rderung in Aussicht. Insgesamt sagen 55 Prozent der Befragten, die M\u00f6glichkeit der regionalen Weiterbildung sei \u00absehr wichtig\u00bb f\u00fcr ihr Unternehmen; 38 Prozent sch\u00e4tzen sie als \u00abwichtig\u00bb ein. Nur 7 Prozent bezeichnen sie als \u00abweniger wichtig\u00bb; kein Unternehmen w\u00e4hlte \u00abnicht wichtig\u00bb.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Unterst\u00fctzungsbedarf bei Firmen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBefragt man die Unternehmen, in welchen Bereichen sie gegebenenfalls Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen, gibt mehr als die H\u00e4lfte an, die Vereinbarkeit mit den beruflichen T\u00e4tigkeiten k\u00f6nnte verbessert werden. Interessant ist, dass 35 Prozent der Unternehmen sagen, bei der Auswahl der richtigen Weiterbildung Unterst\u00fctzung vonseiten der IBW zu ben\u00f6tigen. Hier besteht deshalb eine M\u00f6glichkeit, die Weiterbildung noch effizienter und produktiver f\u00fcr die Unternehmen zu gestalten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZusammenfassend l\u00e4sst sich sagen: Die IBW hat einen hohen Bekanntheitsgrad in der Region, und fast alle nachgefragten Weiterbildungen werden angeboten. Potenzial seitens der IBW besteht darin, auf die Betriebe zuzugehen und direkt vor Ort den Bedarf der Betriebe abzukl\u00e4ren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie IBW hat eine Antennenfunktion, indem sie \u00fcberregionales und regionales Wissen sammelt, verst\u00e4rkt und weitergibt, einerseits \u00fcber Lehrg\u00e4nge, andererseits \u00fcber Beratungsdienstleistungen. Ausgebaut werden k\u00f6nnten Themenfelder wie Digitalisierung, Sozial- und Kommunikationskompetenzen und Nachhaltigkeit.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Baur, P.; Voll, F.; Hediger, W.; Ketterer, L.; Siegrist, D. (2015). Projektbericht \u00abPrototyp Graub\u00fcnden\u00bb \u2013 Meilenstein im Rahmen des Gesamtprojektes \u00abValue_Nat_Cult_Schweiz, Chur und Rapperswil: HTW Chur und HSR Rapperswil.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Ein Vollzeit\u00e4quivalent entspricht einer Besch\u00e4ftigung von einer Person zu 100 Prozent.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Statistisch signifikant. Einstichproben-t-Test auf eine Einkommensver\u00e4nderung.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lebenslanges Lernen nimmt in der Arbeitswelt eine immer gr\u00f6ssere Bedeutung ein. Der technologische Fortschritt sowie sich \u00e4ndernde Rahmenbedingungen zwingen Unternehmen und Arbeitnehmer, sich permanent den Neuerungen anzupassen, um langfristig wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben. H\u00f6here Fachschulen nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Im Berufsbildungssystem der Schweiz sind sie f\u00fcr die h\u00f6here Berufsbildung zust\u00e4ndig (siehe Abbildung). 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