{"id":104906,"date":"2019-04-18T07:00:26","date_gmt":"2019-04-18T07:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/04\/interview-05-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:58:21","modified_gmt":"2023-08-23T20:58:21","slug":"interview-05-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/04\/interview-05-2019\/","title":{"rendered":"\u00abSelbst die Gegner k\u00f6nnen sich der Blockchain nicht verweigern\u00bb"},"content":{"rendered":"<h3>Herr Ruch, bisher war Zug bekannt f\u00fcr tiefe Steuern und Kirschtorten. Wieso siedeln sich gerade hier so viele Blockchain-Unternehmen an?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nSteuern haben sicher eine Rolle gespielt, aber nicht die ausschlaggebende. Angefangen hat alles damit, dass sich 2013 das Blockchain-Unternehmen Ethereum in Zug niedergelassen hat. Das ist in etwa so, als h\u00e4tte Google seine Garage nicht im Silicon Valley, sondern in Zug aufgebaut. Viele andere Start-ups sind diesem Vorbild gefolgt, und daraus hat sich ein \u00d6kosystem aus Start-up-Firmen, Investoren, Anw\u00e4lten und anderen Dienstleistern gebildet: das Crypto Valley. Seither haben Netzwerkeffekte eingesetzt, die weitere Firmen anziehen.&#13;<\/p>\n<h3>Aber wieso Zug? Waren die Regulierungen in Zug lascher als anderswo?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nNein, aber die liberale Haltung der Zuger Regierung half sicherlich. Dank der Industrie, die sich \u00fcber die Jahre in Zug angesiedelt hat, ist man hier offen gegen\u00fcber Unbekanntem und fragt sich, wie man die Firmen unterst\u00fctzen kann, anstatt sie einzuschr\u00e4nken. Wenn man die Blockchain-Unternehmen fragt, war das durchaus ausschlaggebend. Viele haben sich zwischen Singapur und Zug letztlich f\u00fcr Zug entschieden.&#13;<\/p>\n<h3>Was sprach f\u00fcr die Schweiz als Standort?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nWichtig war, dass die Schweizerische Finanzmarktaufsicht Finma im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern fr\u00fch kommuniziert hat, dass man eine offene Haltung einnehmen und Blockchain-Gesch\u00e4ftsmodelle grunds\u00e4tzlich tolerieren will. Das hat schon 2017 zu einer Art Rechtssicherheit gef\u00fchrt. Zwar keiner umfassenden, aber immerhin. Sp\u00e4ter folgten dann konkrete Richtlinien der Finma, welche f\u00fcr viele Firmen sehr wertvoll waren. Zudem hat die Schweiz ein attraktives Stiftungsrecht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<blockquote><p>Die f\u00f6deralistische Struktur der Schweiz war f\u00fcr die ausl\u00e4ndischen Pioniere sehr inspirierend<\/p><\/blockquote>\n<p>&#13;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<h3>Warum ist Letzteres entscheidend f\u00fcr die Blockchain-Firmen?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Schweizerische Stiftungsrecht legt die Besitzrechte in die H\u00e4nde der Organisation selbst, der Zugriff von aussen wird damit erschwert. Und auch wenn es etwas kitschig t\u00f6nt: Die f\u00f6deralistische Struktur der Schweiz mit den Kantonen und Gemeinden \u2013 also dass zum Beispiel jeder Kanton die Schule und das Steuersystem nach seiner Vorstellung gestalten kann \u2013, das war f\u00fcr diese ausl\u00e4ndischen Pioniere sehr inspirierend. Diese Konsensmechanismen verbunden mit der dezentralen Struktur der Schweiz haben sie absolut fasziniert. Das war nicht unbedeutend, denn die ersten Kryptow\u00e4hrungen waren eine Art anarchistisches Projekt: Es ging darum, das Finanzsystem umzukrempeln und eine Machtverschiebung zu erreichen. Und dazu braucht es gem\u00e4ss den Pionieren dezentrale Strukturen.&#13;<\/p>\n<h3>Heute gibt es auch in der Westschweiz und im Tessin Blockchain-Firmen. Ist das eine neue Entwicklung?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der Schweiz existieren rund 750 Blockchain-Firmen, davon rund 400 im Raum Zug-Z\u00fcrich. Da die ersten Anwendungen aus dem Finanzsektor kamen, machte es Sinn, dass sich diese Firmen im Finanzzentrum Z\u00fcrich ansiedelten. Aber auch Genf ist sehr aktiv. Und es gibt spannende Entwicklungen im Tessin, in Neuenburg, in Glarus, Basel und Bern. Ein Grund daf\u00fcr ist sicher, dass der fr\u00fchere Bundesrat Johann Schneider-Ammann die Crypto Nation ausgerufen hat. Man hat sich auf die Fahne geschrieben, dass die Schweiz eine Vorreiterrolle spielen soll. Das hat geklappt. Damit kleinere Hubs wie das Tessin oder Genf wachsen k\u00f6nnen, braucht es neben der Regulierung und der Steuersituation eine Community bestehend aus Start-ups, Dienstleistern, Universit\u00e4ten und so weiter. Zug ist diesbez\u00fcglich auch heute noch das Herz dieser Community \u2013 sozusagen das, was Palo Alto f\u00fcr das Silicon Valley ist.&#13;<\/p>\n<h3>Sie sind Gr\u00fcnder und Chef von Crypto Valley Venture Capital in Zug, die es seit 2018 gibt und aus dem Start-up-Investor Lakeside Partners entstanden ist. Warum war die Zeit reif f\u00fcr den ersten Blockchain-Inkubator?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nWir haben festgestellt, dass die Projekte aus dem Crypto Valley im Vergleich zu anderen Start-ups einen sehr tiefen Reifegrad haben. Es macht keinen Sinn, jemandem 50 Millionen f\u00fcr eine Idee zu geben, die auf drei Seiten beschrieben ist, eine farbige Website hat und drei Leute, die sie umsetzen wollen. Deshalb wollten wir zuerst ins \u00d6kosystem investieren und haben einen Co-Working-Space er\u00f6ffnet. Wir haben uns gesagt: Sobald weitere Projekte hinzukommen und wenn alles etwas fundierter wird, wollen wir das Inkubationskonzept umsetzen. Erste Signale daf\u00fcr haben wir Anfang 2018 beobachtet.&#13;<\/p>\n<h3>Was macht Ihr Unternehmen genau?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nWir investieren in die verschiedenen Stufen im Lebenszyklus eines Start-ups. In der Fr\u00fchphase der Start-ups machen wir sogenannte Inkubation. Das heisst: Wir schauen uns weltweit rund 500 Blockchain-Start-ups an und w\u00e4hlen davon bis zu 20 Jungfirmen aus, die f\u00fcr ein zehnw\u00f6chiges Programm nach Zug kommen. Mit einem Mentorenprogramm wollen wir sie in zehn Wochen auf ein bestimmtes Level bringen, sie inhaltlich coachen und auch f\u00fcr rechtliche Aspekte sensibilisieren. Gerade bei Gesch\u00e4ftsmodellen mit sogenannten Tokens braucht es Know-how, das die meisten Start-ups untersch\u00e4tzen. In jedes dieser Start-ups investieren wir bis zu 125\u2019000 Franken; im Gegenzug erhalten wir Anteile.&#13;<\/p>\n<h3>Woher kommen diese Start-ups?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Mehrheit kommt aus Europa, aber es gibt auch Unternehmen aus den USA,\u00a0China, Indien oder Afrika.&#13;<\/p>\n<h3>Und die Schweiz?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweiz f\u00fchrt die Liste mit knapp 20 Prozent aller Bewerbungen an. Gemessen an der Bev\u00f6lkerungsgr\u00f6sse der Schweiz ist das bemerkenswert.&#13;<\/p>\n<h3>Die Investoren investieren in Ihr Unternehmen und nicht in konkrete Projekte. Entscheiden Sie, welches Projekt wie viel Geld erh\u00e4lt?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nBeides trifft zu. Aber grunds\u00e4tzlich funktioniert auch Crypto Valley Venture Capital nach dem Modell, dass wir f\u00fcr unsere Investoren die Investmentopportunit\u00e4ten aufsp\u00fcren und dann f\u00fcr alle zusammen investieren, genauso wie bei einem Investmentfonds. Als Venture-Capital-Firma der n\u00e4chsten Generation ist es uns besonders wichtig, etablierte Prozesse und Strukturen zu \u00fcbernehmen. So gibt es nat\u00fcrlich auch bei uns ein Investitionskomitee, welches die Projekte ausw\u00e4hlt. Die Investoren wissen im Vorfeld also genau, nach welchem System wir investieren.&#13;<\/p>\n<h3>Wer sind die Investoren?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nPrivatinvestoren, Family-Offices, aber auch Unternehmen. Einige sind aus der Dotcom-\u00c4ra, andere aus der Old Economy. Viele suchen eine Investitionsm\u00f6glichkeit, mit der sie breit in Blockchain-Projekte investieren k\u00f6nnen, ohne sich mit Details besch\u00e4ftigen zu m\u00fcssen. Die Komplexit\u00e4t in diesem noch jungen Bereich ist nicht zu untersch\u00e4tzen. Hier bieten wir eine Art Sorglospaket f\u00fcr Investoren an.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<blockquote><p>Wissen Sie etwa bis ins Detail, wie Ihr Smartphone funktioniert?<\/p><\/blockquote>\n<p>&#13;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<h3>K\u00f6nnen Sie einem Laien in wenigen Worten erkl\u00e4ren, was die Blockchain ist?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEigentlich muss man nicht wissen, wie diese Technologie funktioniert. Oder wissen Sie etwa bis ins Detail, wie Ihr Smartphone funktioniert?&#13;<\/p>\n<h3>Nein. Aber ich h\u00f6re mir gerne an, wie ein Experte die Blockchain erkl\u00e4rt.<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEigentlich ist keine der Technologien bei der Blockchain komplett neu. Es ist eine Kombination aus Technologien, die es seit Jahrzehnten gibt. Am wichtigsten ist die dezentrale Speicherung von Daten. Die Daten werden in einer identischen Form gleichzeitig auf verschiedenen Computern abgesichert. Je mehr Speicherorte in diesem System teilnehmen, desto mehr Kopien gibt es, und umso schwieriger ist es, diese Daten zu ver\u00e4ndern.&#13;<\/p>\n<h3>Und welches sind die weiteren Technologien?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDa ist die Kryptografie: Dabei werden die Daten verschl\u00fcsselt und sind deshalb sehr sicher. Zudem gibt es noch sogenannte Konsensus-Algorithmen \u00fcber das Ganze: Das heisst, wenn die teilnehmenden Rechner \u00fcbereinkommen, dass ein Zustand stimmt, wird er auf allen Computern abgespeichert und ist \u00fcberall identisch. M\u00f6chte jemand diesen Zustand \u00e4ndern, m\u00fcsste er die Mehrheit dieser Computer gleichzeitig angreifen. Das ist fast nicht m\u00f6glich.&#13;<\/p>\n<h3>Wo liegt nun der zus\u00e4tzliche Nutzen der Blockchain?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nSie macht Prozesse effizienter, macht Mittelsm\u00e4nner \u00fcberfl\u00fcssig und bringt schliesslich Produkte und Dienstleistungen g\u00fcnstiger auf den Markt. Zudem braucht es keine Vertrauensbeziehung mehr zwischen zwei Vertragsparteien, weil die Technologie diese bereits integriert hat. Und schliesslich werden bisher bestimmten Eliten vorbehaltene Werte wie Aktien und G\u00fcter wie Immobilien durch die Tokenisierung und die Demokratisierung des Zugangs allen zug\u00e4nglich gemacht. Ein Gr\u00fcnder sagte einmal: \u00abOnce you understand what the blockchain is you can\u2019t sleep anymore.\u00bb Er meinte damit, dass man durch den Einsatz der Technologie beginnt, existierende Prozesse, Systeme und Rollen zu hinterfragen. Viele trauen deshalb der Blockchain auch zu, Demokratisierungsprozesse in L\u00e4ndern loszutreten.&#13;<\/p>\n<h3>In welchen Bereichen sind die Schweizer Blockchain-Firmen aktiv?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Finanzdienstleistungen machen immer noch einen grossen Teil aus. Aber die Anwendungsm\u00f6glichkeiten sind breit. Bei Immobilien gibt es beispielsweise die M\u00f6glichkeit, mittels Blockchain die Finanzierung eines Hauses in kleinere Einheiten zu zerlegen und so die Zahl der m\u00f6glichen Investoren zu vergr\u00f6ssern. Ein anderes Beispiel sind Landregister. Landbesitzer in L\u00e4ndern, in denen Besitz nicht wie bei uns durch lange etablierte Systeme gesichert ist, k\u00f6nnten dann beweisen, dass ihnen das entsprechende Grundst\u00fcck geh\u00f6rt. In unserem engsten Umfeld sind \u00fcber 30 Branchen vertreten: Sie reichen von Datenanalyse bis Medien und Unterhaltung. Im Medienbereich geht es etwa um die Verg\u00fctung von Lizenzgeb\u00fchren von Songs, die bisher sehr kompliziert organisiert war.&#13;<\/p>\n<h3>Wir sind aber noch weit davon entfernt, dass die Blockchain unseren Alltag bestimmt.<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nWahrscheinlich ist das so. Und wir sind in der privilegierten Schweiz vielleicht die Falschen, um das zu beurteilen. Wenn Sie aber in Botswana oder in Venezuela leben und weder die M\u00f6glichkeit haben, Ihre Identit\u00e4t zu beweisen, noch Zugang zum Finanzsystem haben noch Ihren Besitzanspruch geltend machen k\u00f6nnen \u2013 dann denken Sie vielleicht etwas anders \u00fcber diese Themen. Wenn Sie bedenken, dass fast alle dieser Menschen heute ein Mobiltelefon haben und damit mittels digitaler W\u00e4hrungen wie Bitcoin Zugang zum Finanzsystem haben k\u00f6nnten, dann sehen Sie die Verheissung, die f\u00fcr viele in dieser Technologie steckt.&#13;<\/p>\n<h3>Viele Projekte sind ja erst Versprechungen f\u00fcr die Zukunft. Gibt es schon Unternehmen, die Geld damit verdienen?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nViele Blockchain-Projekte sind erst Zukunftsmusik. Hier in unserem Co-Working-Areal verdienen erst wenige Geld damit. Eine Ausnahme ist das Projekt Etherisc, das eine Flugversicherung f\u00fcr Flugversp\u00e4tungen und -ausf\u00e4lle anbietet. Mit wenigen Klicks kann man eine Versicherung f\u00fcr einen bestimmten Flug abschliessen. Gespeichert wird sie in einer Blockchain. Die Auszahlung erfolgt dann automatisch.&#13;<\/p>\n<h3>Es gab auch schon R\u00fcckschl\u00e4ge. Beispielsweise ist bei den Kryptow\u00e4hrungen letztes Jahr eine Blase geplatzt.<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nJa, wenn der Kurs von knapp 20\u2019000 auf 4000 Franken f\u00e4llt, wie bei Bitcoin, dann ist das wahrscheinlich das Platzen einer Blase. Das ist aber auch gut so. Diese Korrektur war notwendig. Es war definitiv ein Hype-Thema. Tats\u00e4chlich gab es in den letzten Monaten auch kaum mehr Initial Coin Offerings in der Schweiz. Ich glaube zudem auch nicht, dass es weltweit 2000 verschiedene Kryptow\u00e4hrungen braucht.&#13;<\/p>\n<h3>Sehen Sie auch in der Blockchain-Technologie eine m\u00f6gliche Blase?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nIch glaube nicht. Was die wenigsten wissen: Von den hundert gr\u00f6ssten Firmen weltweit verfolgt die H\u00e4lfte eigene Blockchain-Projekte. Das zeigt uns, dass die Technologie vielversprechend ist. \u00dcber sie sind derart grosse Effizienzsteigerungen m\u00f6glich, dass sich das hundertprozentig durchsetzen wird. Selbst die Gegner k\u00f6nnen sich der Blockchain nicht verweigern, nehmen Sie die Banken: Vor Kurzem hat die US-Bank JP Morgan Chase den JPM-Coin lanciert, um den Interbankentransfer abzuwickeln.&#13;<\/p>\n<h3>Der gegenw\u00e4rtige Hype ist also nicht mit der Dotcom-Blase vergleichbar?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Dimensionen sind ganz unterschiedlich. Die Marktkapitalisierung in der Dotcom-Blase war rund ein Dutzend Mal gr\u00f6sser als bei der Blockchain. Ich glaube, die Blockchain ist ein Hypethema, klar. Wenn Freunde, die vorher keine Ber\u00fchrungspunkte mit Kryptow\u00e4hrungen hatten, pl\u00f6tzlich fragen, ob sie in Bitcoin investieren sollen, dann ist das ein Zeichen. Das Narrativ hat sich in den Medien aber ver\u00e4ndert und setzt sich nun mit den realistischen M\u00f6glichkeiten der Technologie auseinander.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<blockquote><p>Ich w\u00fcnsche mir f\u00fcr die kleine Schweiz, dass sie etwas gr\u00f6sser denkt.<\/p><\/blockquote>\n<p>&#13;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<h3>Wohin geht die Blockchain-Reise 2019?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n2019 ist ein Jahr der Bereinigung, der Blockchain-Bereich wird erwachsen. Ich erwarte zum Beispiel im Grundlagenbereich grosse Fortschritte. Gerade im Finanzbereich m\u00fcssen die Strukturen erst den Bed\u00fcrfnissen der wirklich grossen Mitspieler angepasst werden. Diese Infrastruktur entsteht jetzt. Im t\u00e4glichen Leben werden wir das erst sp\u00e4ter, vielleicht in f\u00fcnf Jahren sp\u00fcren.&#13;<\/p>\n<h3>Sind die Banken also die Motoren oder die Gegner der Blockchain?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas kommt sehr darauf an, wen Sie fragen. Einige Banken wie JP Morgan starten nach anf\u00e4nglicher Skepsis eigene Grossprojekte. Andere, darunter auch Banken in der Schweiz, sehen mehr Risiken als Chancen und stecken den Kopf in den Sand. Ich pers\u00f6nlich w\u00fcnsche mir f\u00fcr die kleine Schweiz, dass sie etwas gr\u00f6sser denkt, oder anders gesagt: etwas mehr Mut zum Risiko zeigt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Ruch, bisher war Zug bekannt f\u00fcr tiefe Steuern und Kirschtorten. Wieso siedeln sich gerade hier so viele Blockchain-Unternehmen an? &#13; Steuern haben sicher eine Rolle gespielt, aber nicht die ausschlaggebende. 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