{"id":105296,"date":"2019-02-25T10:30:58","date_gmt":"2019-02-25T10:30:58","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/02\/wessels-03-2019fr\/"},"modified":"2024-04-02T16:16:23","modified_gmt":"2024-04-02T14:16:23","slug":"wessels-03-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/02\/wessels-03-2019\/","title":{"rendered":"Bahnausbau f\u00fcr Kantone unerl\u00e4sslich"},"content":{"rendered":"<p>Die Kantone zahlen jedes Jahr eine halbe Milliarde Franken in den Bahninfrastrukturfonds ein. Aus diesem Fonds wird der schweizweite Schienenausbau finanziert. Die Investitionen von rund 12 Milliarden Franken des geplanten Ausbauschritts 2035 kommen dort zum Zug, wo Schiene und Eisenbahn am dringendsten der steigenden Nachfrage angepasst werden m\u00fcssen: Das Angebot wird verdichtet, und Expressverbindungen f\u00fcr den G\u00fcterverkehr werden erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Die Erarbeitung des Ausbauschritts 2035 hat f\u00fcnf Jahre in Anspruch genommen. Die Zust\u00e4ndigkeit im nationalen Schienenausbau ist f\u00fcr den Bund herausforderndes Neuland \u2013 zumal er seine Planungen mit verschiedenen Partnern koordinieren musste: Neben den SBB und zahlreichen Privatbahnen hat der Bund die Fern- und G\u00fcterverkehrsbranche sowie die Kantone einbezogen, damit deren regionale Angebotskonzepte in die Planung einfliessen konnten.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Kantone hat sich die Zusammenarbeit mit dem Eidgen\u00f6ssischen Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) als intensiv und ergiebig herausgestellt. Die Kantone erf\u00fcllen ihre Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr den Regionalverkehr mit grossem Engagement. Dank den selbst erarbeiteten Angebotskonzepten konnten die Kantone die Abstimmung mit den feinmaschigen Bus- und Tramangeboten sowie den Einbezug der raumplanerischen Ziele sicherstellen. Diese Umsicht ist f\u00fcr eine erfolgreiche Verkehrsplanung entscheidend.<\/p>\n<p>Schliesslich obliegt aber dem Bund die Aufgabe, aus den zahlreichen Bed\u00fcrfnissen austarierte Ausbauschritte zu erarbeiten. Auch wenn der vorliegende Ausbauschritt, der dieses Jahr im Parlament beraten wird, manche Angebotsziele der Kantone noch nicht ber\u00fccksichtigen kann, unterst\u00fctzt ihn die Konferenz der kantonalen Direktoren des \u00f6ffentlichen Verkehrs (K\u00d6V) als unverzichtbare erste Etappe zur Erreichung der langfristigen Ziele.<\/p>\n<h2><strong>Effizienzsteigerung reicht nicht aus<\/strong><\/h2>\n<p>Gem\u00e4ss den Verkehrsprognosen des Bundes w\u00e4chst der Bahnverkehr in der Schweiz zwischen 2010 und 2040 um 50 Prozent. Diese erste Etappe des Ausbaus der Bahninfrastruktur im Zeitalter des Bundesgesetzes \u00fcber die Finanzierung und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (Fabi) ist deshalb absolut zentral. Die Digitalisierung kann zu Effizienzsteigerungen im Betrieb f\u00fchren, nicht jedoch das Verkehrswachstum abfangen. Sollte der Ausbau nicht wie geplant umgesetzt werden k\u00f6nnen, w\u00fcrde faktisch die Mobilit\u00e4t der Nachfolgegenerationen eingeschr\u00e4nkt. Abgeschlossen ist die Entwicklung der Infrastruktur damit jedoch nicht \u2013 sie wird es nie sein.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen deshalb bereits \u00fcber das Jahr 2035 hinausdenken: Es m\u00fcssen schon heute die Voraussetzungen geschaffen werden, damit der n\u00e4chste Ausbauschritt z\u00fcgig an die Hand genommen werden kann. Schliesslich ist der Bahnausbau nie Selbstzweck: Die gute Erreichbarkeit aller Regionen und die Qualit\u00e4t der Mobilit\u00e4t sind wichtige Standortfaktoren und zentrale Gr\u00fcnde f\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kantone zahlen jedes Jahr eine halbe Milliarde Franken in den Bahninfrastrukturfonds ein. Aus diesem Fonds wird der schweizweite Schienenausbau finanziert. 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