{"id":105323,"date":"2019-02-25T10:30:33","date_gmt":"2019-02-25T10:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2019\/02\/2019-3mihajlovic_fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:59:27","modified_gmt":"2023-08-23T20:59:27","slug":"mihajlovic-03-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2019\/02\/mihajlovic-03-2019\/","title":{"rendered":"Effektive Entwicklungszusammenarbeit"},"content":{"rendered":"<p>Das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) ist das Kompetenzzentrum des Bundes f\u00fcr alle Kernfragen der Wirtschaftspolitik \u2013 auch im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung. Es tr\u00e4gt dazu bei, dass seine Partnerl\u00e4nder die Chancen der Globalisierung besser nutzen k\u00f6nnen. Basierend auf seinen wirtschaftspolitischen Kernkompetenzen, f\u00f6rdert das Seco zuverl\u00e4ssige \u00f6ffentliche Institutionen und Dienstleistungen. Es st\u00e4rkt die Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Unternehmern und Produzenten, es unterst\u00fctzt die Partnerl\u00e4nder bei einer nachhaltigen Stadtentwicklung und dabei, sich besser gegen den Klimawandel zu sch\u00fctzen. Daf\u00fcr arbeitet es im S\u00fcden mit acht und im Osten mit f\u00fcnf Schwerpunktl\u00e4ndern zusammen (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). In Partnerl\u00e4ndern weiterer Schweizer Akteure, insbesondere der Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), oder im Rahmen anderer aussenwirtschaftspolitischer Massnahmen des Seco werden Komplement\u00e4rmassnahmen<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> durchgef\u00fchrt. So etwa in Bolivien, wo das Seco \u00fcber die \u00abBetter Gold Initiative\u00bb im Kleinbergbau den verantwortungsvollen Abbau von Gold und die Anbindung an den Schweizer Markt unterst\u00fctzt.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Die Schwerpunktl\u00e4nder des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2019\/02\/Mihajlovic_Robert_Karte_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-84689\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2019\/02\/Mihajlovic_Robert_Karte_DE.png\" alt=\"\" width=\"2456\" height=\"1531\" \/><\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Ungleichheit und Migration<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nViele Partnerl\u00e4nder des Seco sind mit Herausforderungen wie wirtschaftlichen und sozialen Disparit\u00e4ten sowie Arbeits- und Perspektivlosigkeit vor allem bei jungen Menschen konfrontiert. Ausserdem herrschen in einigen L\u00e4ndern auch Wirtschafts- und Finanzkrisen. Das Seco hilft seinen Partnern im Rahmen bilateraler und multilateraler Zusammenarbeit, die Voraussetzungen f\u00fcr ein stabiles, nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu schaffen. Dazu geh\u00f6ren: volkswirtschaftliche Widerstands- und Anpassungsf\u00e4higkeit, der Zugang zu M\u00e4rkten sowie ein gleichberechtigter Zugang zu Ausbildung, die sich an der Nachfrage des Arbeitsmarktes orientiert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Parlament hat zudem die Internationale Zusammenarbeit der Schweiz beauftragt, ihre Aktivit\u00e4ten dort, wo es im Interesse der Schweiz ist, strategisch mit der Migrationspolitik zu verkn\u00fcpfen. Um diesen Auftrag umzusetzen, f\u00f6rdert das Seco in den Partnerl\u00e4ndern das Unternehmertum sowie gute Arbeitsbedingungen und arbeitsrelevante Fachkompetenzen. Diese Massnahmen sollen langfristig dazu beitragen, Perspektiven vor Ort zu schaffen und die Ursachen f\u00fcr\u00a0Migration zu mindern. Zudem erschliessen die Projekte des Seco auch neue M\u00e4rkte f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft auf partnerschaftlicher Basis.&#13;<\/p>\n<h2>Projekte konsequent evaluieren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Parlament hat die aktuelle Botschaft \u00fcber die Internationale Zusammenarbeit 2017\u20132020 im Herbst 2016 verabschiedet. Gleichzeitig hat es den Bundesrat beauftragt, in der Mitte und am Ende der Laufzeit des Rahmenkredites \u00fcber die Zielerreichung und die Wirksamkeit der ergriffenen Massnahmen zu berichten. Der von der Deza, dem Seco und der Abteilung f\u00fcr Menschliche Sicherheit (AMS) gemeinsam erarbeitete Halbzeitbericht<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> zur Botschaft 2017\u20132020 zeigt die bis zur Mitte der Laufzeit des Rahmenkredites erzielten Resultate und kommt zum Schluss: Das Seco ist mit der Umsetzung der Botschaftsziele sowie der Verwendung der Rahmenkredite auf Kurs und wird seine Ziele voraussichtlich erreichen. Die Autoren des Halbzeitberichts best\u00e4tigen, dass die Projekte eng begleitet und jeweils extern evaluiert werden. Ein unabh\u00e4ngiges Evaluationskomitee stellt dabei sicher, dass die Zielerreichung und die Wirkung unabh\u00e4ngig und professionell \u00fcberpr\u00fcft werden. Insgesamt werden 8 Prozent der Projekte intensiver \u00fcberwacht, da sie besonderen Herausforderungen und h\u00f6heren Risiken ausgesetzt sind. So kann das Seco Risiken einsch\u00e4tzen und gleichzeitig aus Fehlern lernen. In den Jahren 2016 und 2017 lag die Erfolgsquote des Seco, die sich aus verschiedenen Kriterien wie Relevanz, Effektivit\u00e4t, Effizienz und Dauerhaftigkeit zusammensetzt, bei 85 Prozent (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Zum Vergleich: International gilt eine Erfolgsquote von 65 bis 80 Prozent als gut und realistisch. Weit \u00fcber dem internationalen Durchschnitt liegt die Relevanz, da das Seco besonders stark auf die Priorit\u00e4ten der Partnerregierungen und die Bed\u00fcrfnisse der Zielgruppen eingeht. Den tiefsten Wert erzielt die Dauerhaftigkeit, was bei anderen Gebern auch eine grosse Herausforderung ist. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig. H\u00e4ufige Ursachen sind rasche politische und personelle Ver\u00e4nderungen bei Partnern oder eine zu optimistische Kontextbeurteilung.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Erfolgsquote der Seco-Projekte in den Partnerl\u00e4ndern der Internationalen Zusammenarbeit (2012\u20132017)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"legacy_chart_custom\"><div class='chart chart--normal' id='03_2019_Mihajlovic_Abb2_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#03_2019_Mihajlovic_Abb2_DE').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'bar'\n    },\n    title: {\n        text: ' '\n    },\n    \n    xAxis: {\n        categories: ['Erfolgsquote (insgesamt)', 'Relevanz', 'Effektivit\u00e4t', 'Effizienz', 'Dauerhaftigkeit'],\n        title: {\n            text: null\n        }\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: ' ',\n            align: 'high'\n        },  labels: {format: '{value}%'},\n     \n    },\n    tooltip: {\n        valueSuffix: '%'\n    },\n    plotOptions: {\n        bar: {\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n   \n    credits: {\n        enabled: false\n    },\n    series: [{\n        name: 'Aktuelle Botschaft 2016-2017 (Anzahl evaluierter Projekte: 48)',\n        data: [85, 92, 79, 80, 59]\n    }, {\n        name: 'Letzte Botschaft 2012-2015 (Anzahl evaluierter Projekte: 81)',\n        data: [83, 94, 85, 68, 45]\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n<\/div>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\"><strong>Relevanz<\/strong>: In welchem Ausmass entspricht eine Hilfsaktivit\u00e4t den Priorit\u00e4ten und Politiken von Zielgruppen, Empf\u00e4ngern und Gebern?<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\"><strong>Effektivit\u00e4t:<\/strong>\u00a0In welchem Ausmass erreicht eine Hilfsaktivit\u00e4t ihre Ziele?<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span style=\"color: #002000; font-family: Arial;\"><span class=\"text__legend\"><strong>Effizienz:<\/strong> Qualitative und quantitative Ergebnisse im Verh\u00e4ltnis zu den Investitionen.<\/span><\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span style=\"color: #002000; font-family: Arial;\"><span class=\"text__legend\"><strong>Dauerhaftigkeit:<\/strong> Wahrscheinlichkeit, mit der die Ergebnisse einer Hilfsaktivit\u00e4t nach Projektende weiter bestehen.<\/span><\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Seco \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Perspektiven durch Besch\u00e4ftigung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMenschen mit Aussicht auf einen w\u00fcrdigen, gut bezahlten Arbeitsplatz in ihrem Heimatland sind nicht gezwungen, zu emigrieren. Eine unabh\u00e4ngige Evaluation<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> attestierte 2017 dem Seco und der Deza, in ihren Partnerl\u00e4ndern einen wichtigen Beitrag zu solchen menschenw\u00fcrdigen Arbeitspl\u00e4tzen zu leisten. In diesem Wirkungsbericht<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> <span lang=\"DE\">analysierte ein Expertenteam \u00fcber 70 Projekte von Deza und Seco. Es kommt zum Schluss, dass Berufsbildungsprogramme, Projekte zum Aufbau von Wertsch\u00f6pfungsketten in der Landwirtschaft und Projekte zur Verbesserung der Arbeitsbe&shy;dingungen die beste Wirkung erzielten. Das Evaluationsteam bewertet 85 Prozent der evaluierten Projekte zwischen \u00absehr gut\u00bb (H\u00f6chstnote 6) und \u00abzufriedenstellend\u00bb (Note 4). Die Durchschnittsnote liegt bei 4,5. Laut Bericht f\u00f6rderten die Projekte zudem die Produktivit\u00e4t der Unternehmen und die Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern am Arbeitsplatz. <\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span lang=\"DE\">Gleichzeitig kommt das Evaluationsteam zum Schluss, dass insbesondere Mikrofinanzprojekte und Projekte, die KMU unterst\u00fctzen, mehr Mittel brauchten, damit den betroffenen Arbeitnehmenden der Schritt aus der Armut gelingt. Ausserdem zeigte sich, dass Projekte in Asien und Lateinamerika bessere Wirksamkeitswerte erzielten als jene in Afrika und dem Nahen Osten. <\/span>Das liegt daran, dass die Projekte in Afrika und im Nahen Osten h\u00e4ufig mit gr\u00f6sseren Herausforderungen auf den regionalen Arbeitsm\u00e4rkten konfrontiert sind: beispielsweise mit einer mangelhaften Berufsbildung oder einem schwachen institutionellen Kontext. <span lang=\"DE\">Der bedeutende Anteil informeller Unternehmen in diesen Regionen ist eine zus\u00e4tzliche Herausforderung f\u00fcr Besch\u00e4ftigungsprojekte der Internationalen Zusammenarbeit der Schweiz.<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Finanzierung breiter abst\u00fctzen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEntwicklungsl\u00e4nder verf\u00fcgen zunehmend \u00fcber alternative Ressourcen f\u00fcr ihre Entwicklung: beispielsweise ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen oder Ertr\u00e4ge aus dem internationalen Handel. Um solche Finanzierungsm\u00f6glichkeiten zu erschliessen (siehe <em>Kasten 1<\/em>), unterst\u00fctzt das Seco seine Partnerl\u00e4nder zunehmend mit Know-how. Der Halbzeitbericht zeigt, dass dies dem Seco bisher gut gelungen ist. 2017 hat diese Unterst\u00fctzung des Seco in Indonesien einen Kredit der Weltbank an die indonesische Regierung von 200 Millionen Dollar ausgel\u00f6st.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin weiteres Beispiel ist S\u00fcdafrika: Dort steigt in den St\u00e4dten derzeit die Nachfrage nach Unterk\u00fcnften und Jobs. Daher hilft das Seco den dortigen Stadtregierungen, Investitionen besser und langfristiger zu planen. Die Unterst\u00fctzung von acht St\u00e4dten zeigt bereits erste positive Resultate. So konnten in der Stadt Durban f\u00fcr ein Stadtentwicklungsprojekt bis im Jahr 2017 934 Millionen Dollar an Investitionen durch den Privatsektor mobilisiert werden.&#13;<\/p>\n<h2>Know-how zur Selbsthilfe aufbauen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn den Partnerl\u00e4ndern des Seco fehlt es sowohl in \u00f6ffentlichen Institutionen als auch im Privatsektor oft am spezifischen Fachwissen, um die eigene Entwicklung erfolgreich in die Hand zu nehmen. Das Seco f\u00f6rdert daher zunehmend Ausbildungsm\u00f6glichkeiten, sowohl f\u00fcr den \u00f6ffentlichen als auch den privaten Sektor. In Peru unterst\u00fctzt das Seco beispielsweise das lokale \u00f6ffentliche Finanzmanagement beim Planen, Budgetieren und Ausschreiben von Auftr\u00e4gen. Es hat 2016 und 2017 Ausbildungen f\u00fcr \u00fcber 3000 Personen durchgef\u00fchrt. Weitere vom Seco finanzierte Ausbildungsprogramme sind \u00abScore\u00bb und \u00abBetter Work\u00bb (siehe <em>Kasten<\/em> 2). Sie richten sich an Unternehmer, Manager, Supervisoren und Mitarbeitende von Betrieben und schulen diese in der Umsetzung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Bisher wurden \u00fcber 2000 Personen ausgebildet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn der Ukraine f\u00f6rdert das Seco mit Bildungsprogrammen indirekt den Markt f\u00fcr biologische Landwirtschaft. Es erm\u00f6glicht die Ausbildung von Mitarbeitenden in den Wertsch\u00f6pfungsketten f\u00fcr Milchprodukte, die Ausbildung von Bauern, die Biolandbau betreiben, oder von Produzenten lokaler Spezialit\u00e4ten. 2016 f\u00fchrte dies im Markt f\u00fcr Bioprodukte zu Mehreinnahmen von insgesamt 55 Millionen Euro.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn Nordafrika setzen sich Seco und Deza, die Abteilung f\u00fcr Menschliche Sicherheit (AMS) und das Staatssekretariat f\u00fcr Migration (SEM) f\u00fcr Demokratie, Wohlstand und Stabilit\u00e4t ein. Die vier Schweizer Bundesstellen sind dort in gemeinsamen Vertretungen pr\u00e4sent. Ihre Aktivit\u00e4ten verst\u00e4rken sich gegenseitig: Die AMS f\u00fchrt zum Beispiel einen Menschenrechtsdialog mit der Regierung, die Deza bildet die Beh\u00f6rden in guter Regierungsf\u00fchrung aus, und das Seco st\u00e4rkt die Organisations- und Handlungskompetenz von Finanzinstitutionen. Eine zunehmende Gefahr f\u00fcr die Stabilit\u00e4t Nordafrikas sind der Mangel an Arbeitspl\u00e4tzen und die geringen Einkommen. Deza und Seco werden sich daher in Zukunft noch st\u00e4rker auf Projekte konzentrieren, die attraktive Stellen und Perspektiven f\u00fcr junge Menschen schaffen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm globale Herausforderungen wie Klimawandel und Migration anzugehen, setzt das Seco weiterhin auf die multilaterale Zusammenarbeit (siehe <em>Kasten 3<\/em>).&#13;<\/p>\n<h2>Pl\u00e4ne f\u00fcr die zweite Halbzeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der zweiten H\u00e4lfte des Botschaftsmandats \u2013 von 2019 bis Ende 2020 \u2013 wird das Seco seine Bem\u00fchungen verst\u00e4rken, um die Botschaftsziele zu erreichen. So wird es sich noch intensiver in den Bereichen Management von Staatsschulden, internationale Besteuerung und illegale Geldfl\u00fcsse engagieren. Strategische Partnerschaften mit internationalen Finanzinstitutio&shy;nen im Bereich Infrastruktur sollen vertieft und das Netzwerk von Partnern in den Bereichen Wasserkraft und Mobilit\u00e4t erweitert werden. Im Weiteren sollen Projekte zur Ausbildung von Arbeitskr\u00e4ften, nachhaltige Wertsch\u00f6pfungsketten und Tourismus ausgebaut und eine umwelt- und sozialvertr\u00e4gliche Stadtentwicklung vorangetrieben werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen, braucht es zudem zus\u00e4tzliche Investitionen in Entwicklung: Damit diese Mittel generiert und die globalen Herausforderungen bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen, wird das Seco bestehende Partnerschaften st\u00e4rken und neue Partnerschaften eingehen, insbesondere mit dem Privatsektor. Daf\u00fcr sollen auch weitere innovative Produkte eingesetzt werden, z. B. Finanzdienstleistungen zum Aufbau eines mobilen Zahlungssystems, Finanzierungsmechanismen wie gr\u00fcne Anleihen und Kreditlinien oder ressourcenschonende Produktionsmethoden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Komplement\u00e4rmassnahmen sind bilaterale Interventionen, die in Nicht-Schwerpunktl\u00e4ndern des Seco zum Einsatz kommen. Sie erm\u00f6glichen es dem Leistungsbereich Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Seco, auf Nachfrage Aktivit\u00e4ten punktuell auch zugunsten von Partnern anderer Seco-Bereiche oder in der Bundesverwaltung (insbesondere der Deza) einzusetzen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Der Halbzeitbericht zur Botschaft 2017\u20132020 ist <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-73176.html\">online<\/a> auf Admin.ch erh\u00e4ltlich.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Der Halbzeitbericht basiert auf Daten aus unabh\u00e4ngigen Evaluationen sowie auf Daten aus dem Projektmonitoring.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Der vollst\u00e4ndige \u00ab<a href=\"https:\/\/www.seco-cooperation.admin.ch\/secocoop\/de\/home\/dokumentation\/berichte\/rechenschaft-und-wirksamkeit.html\">Wirkungsbericht Besch\u00e4ftigung<\/a>\u00bb ist online auf Seco-cooperation.admin.ch verf\u00fcgbar.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) ist das Kompetenzzentrum des Bundes f\u00fcr alle Kernfragen der Wirtschaftspolitik \u2013 auch im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung. 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Rund 85 Prozent der Projekte sind erfolgreich. Doch trotz hoher Relevanz sind die Resultate nicht immer dauerhaft.","post_hero_image_description":"Profitieren von den Projekten des Seco: Goldminenarbeiter in Peru ...","post_hero_image_description_copyright_de":"Christian Rinke","post_hero_image_description_copyright_fr":"Christian Rinke","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Kasten 1: Private Investitionen f\u00fcr Infrastruktur","kasten_box":"Das Seco unterst\u00fctzt die Geberorganisation Private Infrastructure Development Group (PIDG). Diese mobilisiert seit 2002 Investitionen des Privatsektors f\u00fcr Infrastrukturen in Entwicklungsl\u00e4ndern. PIDG stellt dazu Kapital f\u00fcr Projekte, Kreditgarantien und Darlehen zur Verf\u00fcgung. Die Idee dahinter: Eine bessere Infrastruktur st\u00fctzt die Wirtschaft, indem die Industrie z. B. zuverl\u00e4ssig mit Strom versorgt oder der Transport von Produkten erleichtert wird. Dies erzeugt indirekt Wirtschaftswachstum und Besch\u00e4ftigung. Direkte Arbeitspl\u00e4tze entstehen in der Bauphase, im Betrieb und im Unterhalt der neuen Infrastrukturen. Es gibt aber auch sekund\u00e4re Auswirkungen auf die Besch\u00e4ftigung, etwa wenn eine neue Strasse einen besseren Zugang zu Ortschaften und M\u00e4rkten schafft. Von 2002 bis 2015 hat PIDG \u00fcber 12\u2019000 kurzfristige und \u00fcber 189\u2019000 langfristige Arbeitspl\u00e4tze geschaffen."},{"kasten_title":"Kasten 2: Bessere Arbeitsbedingungen in der Textilbranche","kasten_box":"Das globale Projekt \u00abBetter Work\u00bb verbessert die Arbeitsbedingungen und die Einhaltung von Arbeitsrechten in der Bekleidungsindustrie. Es f\u00f6rdert auch die Produktivit\u00e4t und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Firmen. Bis 2016 wurden die Arbeitsbedingungen von etwa 3 Millionen Angestellten in Asien, dem Nahen Osten und in Zentralamerika verbessert. Missbr\u00e4uche wie sexuelle Bel\u00e4stigung wurden reduziert, die L\u00f6hne stiegen, und die Lohnungleichheit zwischen M\u00e4nnern und Frauen ging zur\u00fcck. Die Arbeitsvertr\u00e4ge wurden besser, und die Arbeitsbelastung wurde vermindert. Gleichzeitig stiegen Produktivit\u00e4t und Rentabilit\u00e4t der Firmen um mehr als 20 Prozent."},{"kasten_title":"Kasten 3: Zusammenarbeit mit multilateralen Entwicklungsbanken","kasten_box":"Dank seinen Partnerschaften mit den multilateralen Entwicklungsbanken erzielt das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft eine gr\u00f6ssere Reichweite und Skalierung seiner Aktivit\u00e4ten. Die Schweiz ist in allen Leitungsgremien der Entwicklungsbanken vertreten und kann so die strategische und operationelle Entwicklung der Banken beeinflussen. 2017 feierte die Schweiz gleich drei Jubil\u00e4en: Vor 25 Jahren trat sie der Europ\u00e4ischen Bank f\u00fcr Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) sowie der Weltbank-Gruppe bei; vor 50 Jahren wurde sie Mitglied der Asiatischen Entwicklungsbank. Am 23. August 2017 fand in Bern eine Konferenz mit Weltbank-Pr\u00e4sident Jim Yong Kim und Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann statt. Weltbank-Pr\u00e4sident Kim w\u00fcrdigte das partnerschaftliche Verh\u00e4ltnis sowie die konstruktive Rolle der Schweiz als langj\u00e4hrige und wichtige Partnerin der Weltbank-Gruppe."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":105326,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":105330,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"83904","post_abstract":"<span style=\"margin: 0px; font-family: 'Arial',sans-serif; font-size: 11pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) erreicht seine Ziele in der internationalen Zusammenarbeit mehrheitlich: 85 Prozent der Projekte sind erfolgreich. Dies zeigt der Halbzeitbericht \u00fcber die Botschaft zur Internationalen Zusammenarbeit 2017\u20132020. Der Bericht attestiert dem Seco, dass es aus seinen Fehlern lernt und seine Aktivit\u00e4ten fortlaufend verbessert. In der zweiten Halbzeit will das Seco die Fachkompetenzen in den Schwerpunktl\u00e4ndern weiter st\u00e4rken und den Zugang zu Finanzen, die nachhaltige Produktion von Rohstoffen sowie die Widerstandsf\u00e4higkeit gegen den Klimawandel verst\u00e4rken.<\/span><\/span>","magazine_issue":"20190301","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20190226","original_files":null,"external_release_for_author":"20190204","external_release_for_author_time":"16:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5c3713127ddbb"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105323"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4806"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=105323"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105323\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126069,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105323\/revisions\/126069"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4820"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4806"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20723"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=105323"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=105323"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=105323"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=105323"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=105323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}