{"id":105422,"date":"2018-12-20T11:00:56","date_gmt":"2018-12-20T11:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/12\/stettler-1-2-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:00:00","modified_gmt":"2023-08-23T21:00:00","slug":"stettler-1-2-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/12\/stettler-1-2-2019\/","title":{"rendered":"Chinesischer Tourismus in der Schweiz: Nur wenige profitieren"},"content":{"rendered":"<p>Der internationale Tourismus hat in den vergangenen Jahrzehnten ein beeindruckendes Wachstum verzeichnet. W\u00e4hrend im Jahr 1950 weltweit 25 Millionen Ank\u00fcnfte von ausl\u00e4ndischen Reisenden verzeichnet wurden, waren es vergangenes Jahr rund 1,3 Milliarden. Laut Hochrechnungen wird diese Zahl bis 2030 auf 1,8 Milliarden steigen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn Asien, wo die Einkommen angestiegen sind, nahm die Nachfrage nach internationalen Reisen besonders stark zu. Diese Entwicklung zeigt sich anschaulich am Herkunftsmarkt China: Hier haben die internationale Markt\u00f6ffnung, das Wirtschaftswachstum und die verbesserte finanzielle Situation der Bev\u00f6lkerung seit der Jahrtausendwende zu einer stark steigenden Reiset\u00e4tigkeit gef\u00fchrt (siehe <em>Abbildung 1<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Auslandreisen der chinesischen Bev\u00f6lkerung (2007\u20132016)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='stettler_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#stettler_1_de').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ' '\n    }, credits: {enabled: false},\n \n    xAxis: {\n        categories: ['2007', '2008', '2009', '2010', '2011', '2012', '2013', '2014', '2015', '2016']\n    },\nlegend: {enabled: false},\n\nplotOptions: {\n   series: {\n    marker: {\n    enabled: false\n    }\n    }\n    },\n\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Anzahl Reisen (in Mio.)'\n        }\n    }, \n\n    tooltip: {\n       \n      pointFormat: '<b>{point.y}<\/b> Mio.'},\n  \n    series: [{\n        name: 'XX XX',\n        data: [41, 46, 48, 57, 70, 83, 98, 116, 127, 135]\n    }]\n});\n\n     \n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: National Bureau of Statistics of China (2017) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSeit 2012 steht das asiatische Land bei den touristischen Ausgaben weltweit an der Spitze: Inzwischen wird rund jeder f\u00fcnfte Franken auf dem globalen Tourismusmarkt von einem chinesischen Reisenden ausgegeben.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Die Nachfrage aus China d\u00fcrfte in naher Zukunft weiter steigen \u2013 insbesondere unter Ber\u00fccksichtigung der Tatsache, dass bisher erst\u00a010\u00a0Prozent der rund 1,4 Milliarden chinesischen Einwohner einen Reisepass besitzen. Ein Grossteil der 135 Millionen Auslandreisen, welche die chinesische Bev\u00f6lkerung 2017 unternahm, fanden innerhalb des asiatischen Kontinents statt \u2013 mit den Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau sowie s\u00fcdostasiatischen Staaten wie Thailand oder Indonesien als beliebtesten Destinationen. Jede zehnte Auslandreise f\u00fchrt nach Europa.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Auf die Schweiz entf\u00e4llt knapp\u00a01 Prozent der chinesischen Auslandreisen \u2013 was etwa 970\u2019000 Ank\u00fcnften pro Jahr entspricht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGemessen an den Logiern\u00e4chten ist China f\u00fcr den Schweizer Tourismus mittlerweile hinter dem heimischen Markt, Deutschland, den USA und Grossbritannien das f\u00fcnftwichtigste Herkunftsland. In den letzten zehn Jahren verzeichneten die Schweizer Hotels j\u00e4hrlich zweistellige Wachstumsraten bei den chinesischen G\u00e4sten (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Diese Entwicklung ist erfreulich, da Chinesen vergleichsweise sehr ausgabefreudig sind. Einzig G\u00e4ste aus den Golfstaaten geben noch mehr Geld aus.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Logiern\u00e4chte von asiatischen Reisenden in der Schweiz (2017)&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='stettler_2_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#stettler_2_de').highcharts({\n    chart: {\n        zoomType: 'xy'\n    },\n    title: {\n        text: ' '\n    }, credits: {enabled: false},\n    \n    xAxis: [{\n        categories: ['Indien', 'China', 'Hongkong', 'S\u00fcdkorea', 'Thailand'],\n        crosshair: true\n    }],\n\n legend: {enabled: false},\n\n\n    yAxis: [{ \/\/ Primary yAxis\n        labels: {\n            format: '{value}',\n            style: {\n                color: '#88c0d3'\n            }\n        },\n        title: {\n            text: 'Anzahl Logiern\u00e4chte (in Mio.)'}\n    }, { \/\/ Secondary yAxis\n        title: {\n            text: 'Zunahme seit 2007 '\n        },\n        labels: {\n            format: '{value} %',\n            style: {\n                color: '#ee7452'\n            }\n        },\n        opposite: true\n    }],\n    tooltip: {\n  pointFormat: '{series.name}: <b>{point.y}<\/b><br\/>',\n        valueSuffix: ' cm',\n        shared: true},\n\n    \n    series: [{\n        name: 'Anzahl Logiern\u00e4chte',\n        type: 'column',\n        data: [0.7, 1.3, 0.2, 0.4, 0.2],\n        tooltip: {\n            valueSuffix: ' Mio.'\n        }\n    },{\n        name: 'Zunahme',\n        type: 'scatter',\n        yAxis: 1,\n        data: [119, 456, 177, 184, 204],\n        tooltip: {\n            valueSuffix: ' %'\n        }\n\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Beliebte Pauschalangebote<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Gegensatz zu den traditionellen Herkunftsm\u00e4rkten, wie Deutschland oder den USA, besucht die Mehrheit der chinesischen Reisenden die Schweiz als Teil einer pauschalgebuchten Gruppenreise quer durch Europa. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Beliebtheit von solchen Pauschalreisen sind vielseitig. Einerseits spielen Visumbestimmungen und wirtschaftliche \u00dcberlegungen eine Rolle: So ist eine Pauschalreise oftmals preiswerter als eine selbstst\u00e4ndig organisierte Reise. Andererseits haben die meisten chinesischen Touristen keine oder nur wenig Reiseerfahrung und nur geringe Fremdsprachenkenntnisse.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDa viele der angebotenen Reisen dieselben Attraktionen ansteuern, konzentrieren sich die Touristenstr\u00f6me an einzelnen Destinationen. In der Schweiz \u00fcbernachten drei Viertel aller chinesischen G\u00e4ste in den Tourismusregionen Luzern, Z\u00fcrich und Bern. Fast ein Drittel der \u00dcbernachtungen f\u00e4llt auf die Tourismusregion Luzern. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass rund 70 bis 80 Prozent aller Gruppenreisen durch Zentraleuropa in der Stadt Luzern haltmachen. Gerade bei chinesischen G\u00e4sten scheint die Kombination von See, Ausflugsbergen und Einkaufsm\u00f6glichkeiten beliebt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAm Schwanenplatz in Luzern, wo sich mehrere Uhrengesch\u00e4fte befinden und viele Reisecars anhalten, hat die Zahl der Gruppenreisenden besonders stark zugenommen. Innerhalb von sechs Jahren wuchs sie um 0,6 Millionen auf 1,4 Millionen Reisende im Jahr 2017.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Uhrenk\u00e4ufe sind ein wichtiger Grund f\u00fcr die hohen Tagesausgaben von chinesischen Reisenden. Nicht zuletzt deshalb sind deren durchschnittliche Tagesausgaben relativ hoch (siehe <em>Abbildung 3<\/em>).<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 3: Durchschnittliche Tagesausgaben pro Reisenden nach Herkunftsland (2017)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='stettler_3_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#stettler_3_de').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ' ', \n    },\n    credits: {enabled: false},\n   \n    xAxis: {\n        categories: [\n            'Schweiz',\n            'Deutschland',\n            'USA',\n            'Grossbritannien',\n            'China' ],\n        crosshair: true\n    }, legend: {enabled: false},\n\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: 'in Fr.'\n        }\n    },\n    tooltip: {\n       \n      pointFormat: '<b>{point.y}<\/b>  Fr.'},\n     \n \n    plotOptions: {\n        column: {\n            pointPadding: 0.2,\n            borderWidth: 0\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'XX XX',\n        data: [140, 130, 280, 210, 380], \n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Schweiz Tourismus (2018) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus wirtschaftlicher Sicht geben die chinesischen Gruppen- und Pauschalreisenden positive Wachstums- und Besch\u00e4ftigungsimpulse. Alleine am Schwanenplatz generierte der Gruppentourismus vergangenes Jahr eine Wertsch\u00f6pfung von insgesamt 224 Millionen Franken, und rund 455 Besch\u00e4ftigte k\u00f6nnen auf dieses Segment zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Hinzu kommen 179 Millionen Franken, welche in der Zentralschweiz (Tourismusregion Luzern-Vierwaldst\u00e4ttersee) erwirtschaftet werden. Daraus resultiert eine vom Gruppentourismus ausgehende Wertsch\u00f6pfung in der Region von 403 Millionen Franken.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Akzeptanzprobleme in der Bev\u00f6lkerung<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Zunahme der Gruppenreisen hat auch Schattenseiten: Ausgel\u00f6st durch die \u00f6rtliche und zeitliche Konzentration der Tourismusstr\u00f6me rund um den Schwanenplatz, sind Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse und damit verbundene Akzeptanzprobleme in der lokalen Bev\u00f6lkerung die Folge. Unter genauerer Betrachtung zeigt sich zudem, dass die vom Gruppentourismus generierte Wertsch\u00f6pfung stark konzentriert ist. So entfallen von den 224 Millionen Franken, die am Schwanenplatz erwirtschaftet werden, 196 Millionen auf den Detailhandel mit Uhren und Schmuck. Demgegen\u00fcber wird von der Gastronomie nur 1 Million Franken erarbeitet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie kann die Tourismusindustrie mit solchen Herausforderungen umgehen? Eine M\u00f6glichkeit ist es, in Asien gezielt Personen anzusprechen, die allein oder in kleinen Gruppen reisen m\u00f6chten. Die Annahme ist: Individualreisende halten sich weniger an fixe Vorgaben eines Veranstalters, verweilen l\u00e4nger an einem Ort und interessieren sich f\u00fcr Attraktionen abseits der Hauptattraktionen. Daraus resultieren eine breitere Verteilung der generierten Wertsch\u00f6pfung und eine bessere r\u00e4umliche und zeitliche Entflechtung der Touristenstr\u00f6me.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie nationale Marketingorganisation Schweiz Tourismus sch\u00e4tzt den Anteil der Individualreisenden bei den chinesischen G\u00e4sten auf ungef\u00e4hr ein Drittel. Allerdings sind diese Angaben mit Vorsicht zu geniessen, da es an aussagekr\u00e4ftigen Daten fehlt. Aktuelle Untersuchungen gehen zudem davon aus, dass sich das Reiseverhalten der meisten chinesischen Individualreisenden nur geringf\u00fcgig von demjenigen chinesischer Gruppenreisender unterscheidet. Dies trifft insbesondere auf Reisende zu, welche die Schweiz zum ersten Mal und im Rahmen einer Europareise besuchen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Individualreisende ansprechen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie soll der asiatische Herkunftsmarkt angesichts der zunehmenden Akzeptanzprobleme von Gruppenreisenden in der Schweiz weiterbearbeitet werden? Einerseits gilt es die erw\u00e4hnte hohe Wertsch\u00f6pfung asiatischer und insbesondere chinesischer Gruppen zu sichern: Dabei sollen mit zielgruppengerechten Angeboten vorzugsweise kleinere, zahlungskr\u00e4ftigere Reisegruppen angesprochen werden, welche in der Destination \u00fcbernachten und zus\u00e4tzliche Angebote in Anspruch nehmen. Durch eine gezielte \u00f6rtliche Lenkung der Touristenstr\u00f6me und eine bessere Verteilung der zeitlichen Belastungsspitzen k\u00f6nnten zudem die negativen externen Effekte minimiert werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAnderseits gilt es die G\u00e4stestruktur aus den asiatischen M\u00e4rkten zu diversifizieren. Im Vordergrund steht dabei der wachsende Anteil chinesischer Individualreisender. Dazu sind fundierte Kenntnisse \u00fcber den chinesischen Individualreisemarkt zwingend. Kenntnisse, welche zum jetzigen Zeitpunkt nur ungen\u00fcgend vorhanden sind. Klar ist: F\u00fcr die Entwicklung von nachhaltigen Gesch\u00e4ftsmodellen ist es zwingend, die Wertsch\u00f6pfung breiter zu verteilen, sodass mehr Anbieter davon profitieren und die negativen Folgen minimiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">UNWTO (2011).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">UNWTO (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">ETC (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Hanser Consulting (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Schweiz Tourismus (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der internationale Tourismus hat in den vergangenen Jahrzehnten ein beeindruckendes Wachstum verzeichnet. 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Penetrating the Chinese Outbound Tourism Market \u2013 Successful Practices and Solutions: World Tourism Organization (UNWTO).<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":105425,"main_focus":[156170,156927],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":105429,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"82582","post_abstract":"Die globale Tourismusindustrie boomt. Insbesondere in China hat die Nachfrage nach internationalen Reisen \u00fcberdurchschnittlich stark zugenommen. Von diesem Wachstum profitiert auch die Schweizer Tourismusindustrie. G\u00e4ste aus China sind mittlerweile die f\u00fcnftgr\u00f6sste G\u00e4stegruppe im Land. Das ist einerseits erfreulich, denn die chinesischen G\u00e4ste z\u00e4hlen zu den ausgabefreudigsten Reisenden in der Schweiz. Anderseits f\u00fchrt die Vorliebe von Chinesen, in Gruppen zu reisen, zu \u00f6rtlich und zeitlich konzentrierten Touristenstr\u00f6men und in der Folge zu Kapazit\u00e4tsengp\u00e4ssen und m\u00f6glichen Verdr\u00e4ngungseffekten. Dies kann zu Akzeptanzproblemen in der lokalen Bev\u00f6lkerung f\u00fchren. Eine differenzierte Betrachtung des G\u00e4steverhaltens ist zwingend f\u00fcr die Entwicklung nachhaltiger Gesch\u00e4ftsmodelle. Damit wird die Wertsch\u00f6pfung breiter verteilt, sodass mehr Anbieter vom Nachfragewachstum in Asien und vor allem in China profitieren und die negativen Folgen minimiert werden k\u00f6nnen.","magazine_issue":"20190201","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20181221","original_files":null,"external_release_for_author":"20181130","external_release_for_author_time":"23:30:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5be04bb1e7b8f"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105422"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3079"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=105422"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105422\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126080,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105422\/revisions\/126080"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4781"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3079"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156927"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156170"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20836"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=105422"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=105422"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=105422"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=105422"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=105422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}