{"id":105534,"date":"2018-12-20T10:30:29","date_gmt":"2018-12-20T10:30:29","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/12\/bieri-01-02-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T22:59:58","modified_gmt":"2023-08-23T20:59:58","slug":"bieri-01-02-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/12\/bieri-01-02-2019\/","title":{"rendered":"Die Erwerbsbeteiligung steigt"},"content":{"rendered":"<p>Seit geraumer Zeit steigt die Nachfrage nach gut bis sehr gut ausgebildeten Fachkr\u00e4ften in der Schweiz an. Die demografische Entwicklung der Schweizer Erwerbsbev\u00f6lkerung deutet langfristig auf eine Verknappung des inl\u00e4ndischen Fachkr\u00e4fteangebots hin, weil mit den j\u00fcngeren Generationen zu wenig Arbeitskr\u00e4fte in den Arbeitsmarkt nachr\u00fccken. Das macht die inl\u00e4ndischen Unternehmen zunehmend von ausl\u00e4ndischen Arbeitnehmern abh\u00e4ngig. Auch die zunehmend kontroversen \u00f6ffentlichen und politischen Diskurse \u00fcber die Zuwanderung veranlassten 2011 das damalige Volkswirtschaftsdepartement (heute Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung, WBF), die Fachkr\u00e4fteinitiative (FKI) ins Leben zu rufen. Im Rahmen der Initiative wurden alle relevanten Akteure wie Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverb\u00e4nde sowie diverse kantonale Konferenzen und Bundes\u00e4mter mit einbezogen, um so Massnahmen zur besseren Erschliessung des inl\u00e4ndischen Fachkr\u00e4ftepotenzials einzuleiten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie FKI verfolgt dabei eine Strategie, die sozialpartnerschaftliche L\u00f6sungen sucht und verschiedene Politikfelder ber\u00fchrt. Denn die Fachkr\u00e4ftethematik betrifft Fragen der Arbeitsmarkt-, der Bildungs-, der Zuwanderungs- und der Sozialpolitik gleichermassen. Politikbereiche also, in denen das f\u00f6derale Prinzip und die liberale Wirtschaftsordnung der Schweiz die Handlungsm\u00f6glichkeiten des Bundes bestimmen.&#13;<\/p>\n<h2>Anreize setzen und sensibilisieren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas zentrale Instrument der Initiative ist der vom Bundesrat 2013 verabschiedete Massnahmenplan. Die darin enthaltenen Massnahmen wurden dezentral, von den jeweils zust\u00e4ndigen Bundes\u00e4mtern in vier Handlungsfeldern realisiert: Erstens soll die Erwerbsbev\u00f6lkerung durch Nach- und H\u00f6herqualifizierung den Bed\u00fcrfnissen des Arbeitsmarktes entsprechen, zweitens soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden, drittens sollen Innovationen gef\u00f6rdert werden, welche die Fachkr\u00e4fteknappheit aufgrund h\u00f6herer Produktivit\u00e4t entsch\u00e4rfen, und viertens sollen gute Bedingungen daf\u00fcr sorgen, dass die Erwerbst\u00e4tigkeit bis zum Rentenalter und dar\u00fcber hinaus attraktiv bleibt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEntsprechend den Kompetenzen des Bundes geht es auf Bundesebene mehrheitlich darum, bestehende Gesetze und Verordnungen zu erarbeiten oder anzupassen. Hinzu kommen Impuls- und F\u00f6rderprogramme, um Anreize zu setzen \u2013 beispielsweise zur Schaffung zus\u00e4tzlicher Pl\u00e4tze f\u00fcr die Tagesbetreuung von Kindern. Zudem wurden \u00d6ffentlichkeit, Wirtschaft und Politik \u00fcber die Ursachen und Folgen eines Fachkr\u00e4ftemangels sensibilisiert. Auch das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) ist hierbei involviert. Das Seco stellt die Kooperation und die Koordination der Akteure sicher, erarbeitet die notwendigen Entscheidungsgrundlagen zur Fachkr\u00e4ftethematik und bietet Zugang zu den verf\u00fcgbaren Informationen \u00fcber die Website <a href=\"https:\/\/www.fachkraefte-schweiz.ch\/de\/\">Fachkraefte-schweiz.ch<\/a>.&#13;<\/p>\n<h2>Fachkr\u00e4fte als Standortfaktor<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin zentrales Ziel der Schweizer Wirtschaftspolitik ist es, die guten Standortbedingungen der Schweiz weiter zu verbessern. Denn Unternehmen machen ihre Entscheidungen zum Standort, zur Technologiewahl und zur Organisation ihrer Wertsch\u00f6pfungsketten auch vom vorhandenen Arbeitskr\u00e4fteangebot und von der Qualifikation und der Kompetenz der Arbeitskr\u00e4fte abh\u00e4ngig. Die Verf\u00fcgbarkeit von Fachkr\u00e4ften bestimmt also die Wachstumsdynamik der Schweizer Volkswirtschaft. Ein Weg, den Standort Schweiz zu st\u00e4rken, ist beispielsweise, sicherzustellen, dass Unternehmen die gesuchten Arbeitskr\u00e4fte hier finden k\u00f6nnen. Dadurch werden hochwertige Arbeitspl\u00e4tze erhalten oder neu geschaffen; denn solche Arbeitspl\u00e4tze sind die Grundlage des hohen Wohlstands unserer Bev\u00f6lkerung.&#13;<br \/>\nDoch Arbeitsmarkt und Fachkr\u00e4ftesituation unterliegen einem permanenten Strukturwandel. So galt es die Massnahmen im Rahmen der FKI auch unter Ber\u00fccksichtigung langfristiger Trends, wie der Automatisierung, der Digitalisierung und der Globalisierung, sowie des gesellschaftlichen Wandels umzusetzen. Die Wechselwirkungen zwischen diesen Trends haben in den letzten 20 Jahren vor allem eine Besch\u00e4ftigungszunahme in technologie- und wissensintensiven Berufen bewirkt. Aber nicht nur dort: Auch in Berufen mit einem hohen Anteil an menschlicher Interaktion, wie in Pflege- und Gesundheitsberufen, oder in Berufen mit manuellen Nichtroutinet\u00e4tigkeiten, wie in der Reinigung, ist die Nachfrage nach Fachkr\u00e4ften gestiegen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEntscheidend f\u00fcr die Wirtschaftsleistung der Schweiz ist, dass sich die Qualifikationsstruktur der Schweizer Erwerbsbev\u00f6lkerung parallel zur Bildungsintensit\u00e4t des Besch\u00e4ftigungswachstums entwickelt. Will heissen: Die Qualifikationen der Erwerbspersonen m\u00fcssen mit der Nachfrage des Arbeitsmarkts Schritt halten. Ein R\u00fcckblick auf die letzten 20 Jahre zeigt, dass der Bev\u00f6lkerungsanteil mit einem Bildungsabschluss auf Terti\u00e4rstufe<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> stark zugenommen hat; n\u00e4mlich von rund 22 Prozent (1996) auf \u00fcber 45 Prozent (2017). Das Bildungssystem der Schweiz hat den Strukturwandel somit gut mitgetragen und wesentlich dazu beigetragen, die steigende Nachfrage nach (hoch) qualifizierten Fachkr\u00e4ften abzufedern. Unterst\u00fctzend hat in den letzten 15 Jahren auch die Zuwanderung im Rahmen der Personenfreiz\u00fcgigkeit gewirkt. So verf\u00fcgten im Durchschnitt 54 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen, die aus dem EU\/Efta-Raum zugewandert sind, \u00fcber einen Bildungsabschluss auf Terti\u00e4rstufe. Die Analysen zeigen, dass diese hoch qualifizierten Zuwanderer grossmehrheitlich ihrem Qualifikationsniveau entsprechend besch\u00e4ftigt sind.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie angesprochenen Langfristtrends interagieren aber nicht nur untereinander, sondern f\u00fchren auch zu Wechselwirkungen mit den FKI-Massnahmen. Die Massnahmen wirken daher erst mittel- bis langfristig. Trotzdem kann man bereits heute eine bessere Aussch\u00f6pfung des Arbeitskr\u00e4ftepotenzials feststellen. In welchem Ausmass diese Entwicklung auf die FKI zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, l\u00e4sst sich aber nicht sagen.&#13;<\/p>\n<h2>H\u00f6here Erwerbsbeteiligung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZwischen 2010 und 2018 ist das Arbeitskr\u00e4fteangebot von Personen ab 25 Jahren schweizweit um rund 417\u2019000 Vollzeitstellen<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> gewachsen. Dieser Zuwachs hat zwei Gr\u00fcnde: Einerseits ergibt er sich durch eine h\u00f6here Erwerbsbeteiligung (Partizipationseffekt) und andererseits durch das Bev\u00f6lkerungswachstum (Bev\u00f6lkerungseffekt). Schl\u00fcsselt man nach diesen zwei Effekten auf, zeigt sich, dass mehr als ein Drittel der Zunahme dem Partizipationseffekt zuzuschreiben ist. Die h\u00f6here Erwerbsbeteiligung macht insgesamt 148\u2019200 Vollzeitstellen aus (siehe <em>Abbildung<\/em>). Das ist ein Beleg f\u00fcr die bessere Aussch\u00f6pfung des inl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ftepotenzials. Mit anderen Worten: Die h\u00f6here Arbeitsmarktbeteiligung hat die Erwerbst\u00e4tigkeit im Durchschnitt j\u00e4hrlich um 18\u2019500 Vollzeitstellen erh\u00f6ht. Diese Zunahme ist beachtlich in Anbetracht der Tatsache, dass die schweizerische Erwerbsquote 2018 bereits sehr hoch (83,9%) und die Erwerbslosenquote tief war (4,6%).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><a name=\"_Toc529974397\"><\/a>Abb.: Zunahme des Arbeitskr\u00e4fteangebots, nach Partizipations- und Bev\u00f6lkerungseffekt sowie nach Altersgruppen in Vollzeit\u00e4quivalenten (2010\u20132018)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='bieri_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#bieri_1_de').highcharts({\n    chart: {\n        plotBackgroundColor: null,\n        plotBorderWidth: null,\n        plotShadow: false,\n        type: 'pie'\n    },\n    title: {\n        text: ' '\n    }, credits: {enabled: false},\n    tooltip: {\n        pointFormat: '<b>{point.y:f} Vollzeitstellen<\/b>'\n    },\n    plotOptions: {\n        pie: {\n            allowPointSelect: true,\n            cursor: 'pointer',\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n            showInLegend: true\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: '  ',\n        colorByPoint: true,\n        data: [{\n            name: 'Partizipationseffekt 25- bis 54-J\u00e4hrige',\n            y: 74800,\n            sliced: false,\n            selected: false\n        }, {\n            name: 'Partizipationseffekt 55-J\u00e4hrige und \u00e4lter',\n            y: 73400\n        }, {\n            name: 'Bev\u00f6lkerungseffekt 25- bis 54-J\u00e4hrige',\n            y: 155600\n        }, {\n            name: 'Bev\u00f6lkerungseffekt 55-J\u00e4hrige und \u00e4lter',\n            y: 113200\n        }]\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Zunahme des Arbeitskr\u00e4fteangebots total: 417\u2019000.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Der Partizipationseffekt zeigt die Zunahme des Arbeitsangebots aufgrund der h\u00f6heren Erwerbsbeteiligung, der Bev\u00f6lkerungseffekt zeigt die Zunahme aufgrund des Bev\u00f6lkerungswachstums.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: \u00a0BFS \/ Sake \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Knappheit bleibt bestehen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie verst\u00e4rkte Koordination und Kooperation im Rahmen der FKI hat die Aussch\u00f6pfung des inl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ftepotenzials angekurbelt, ohne dabei drastische regulatorische Eingriffe in die Schweizer Wirtschaft zu t\u00e4tigen. Die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Sozialpartnern hat wesentlich dazu beigetragen, die Verflechtung der politisch und wirtschaftlich relevanten Aspekte beim Fachkr\u00e4ftemangel transparenter zu machen. Das hat auch die Akzeptanz f\u00fcr ein relativ flexibles Zuwanderungsregime gest\u00e4rkt. So hat das Parlament bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative von einer Kontingentierung der Zuwanderung abgesehen und hat stattdessen den Bundesrat verpflichtet, das inl\u00e4ndische Arbeitsmarktpotenzial besser auszusch\u00f6pfen. Die Fachkr\u00e4ftepolitik tr\u00e4gt so zu einer umfassenden und weitsichtigen Migrationspolitik bei. Denn Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Migrationspolitik sind eng miteinander verkn\u00fcpft. Ein gutes Zusammenspiel dieser Politikfelder sorgt daf\u00fcr, dass m\u00f6glichst viele Menschen einer Erwerbst\u00e4tigkeit nachgehen k\u00f6nnen und dass die Wirtschaft die gesuchten Fachkr\u00e4fte findet und effizient einsetzen kann.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDennoch: Die Alterung der Bev\u00f6lkerung und das anhaltende Besch\u00e4ftigungswachstum von Hochqualifizierten deuten auf eine Akzentuierung des Fachkr\u00e4ftemangels hin. Der Handlungsbedarf bleibt deshalb bestehen. Die Massnahmen der FKI sind eine gute und breit angelegte Basis, um den k\u00fcnftigen Herausforderungen zu begegnen. Die Massnahmen sind langfristig angelegt und werden auch nach dem FKI-Programm, ab Ende 2018, von den zust\u00e4ndigen Akteuren fortgef\u00fchrt. Damit die Stossrichtungen der laufenden Massnahmen weiterhin auf die langfristigen Trends abgestimmt werden k\u00f6nnen und damit die Bem\u00fchungen zur Fachkr\u00e4ftesicherung fortbestehen, hat der Bundesrat beschlossen, die Fachkr\u00e4ftepolitik ab 2019 als unbefristete Departementsaufgabe des WBF zu etablieren. Die Zielsetzung der FKI wird weiterhin konsequent entlang der vier Handlungsfelder vorangetrieben, und das inzwischen etablierte Netzwerk sowie das umfassende Know-how bleiben erhalten.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Die Terti\u00e4rstufe umfasst die h\u00f6here Berufsbildung, die Techniker- und Fachschulen, die h\u00f6heren Fachschulen sowie die Universit\u00e4ten, die ETH, die Fachhochschulen und die P\u00e4dagogischen Hochschulen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. dazu Seco (2018). 14. Bericht des Observatoriums zum Freiz\u00fcgigkeitsabkommen Schweiz \u2013 EU.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Erwerbst\u00e4tige in Vollzeit\u00e4quivalenten, d. h., wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei der Ber\u00fccksichtigung aller Erwerbst\u00e4tigen mit unterschiedlichen Arbeitspensen ergeben.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit geraumer Zeit steigt die Nachfrage nach gut bis sehr gut ausgebildeten Fachkr\u00e4ften in der Schweiz an. 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Deshalb hat der Bundesrat 2013 den Massnahmenplan zur Fachkr\u00e4fteinitiative (FKI) verabschiedet, um das inl\u00e4ndische Arbeitspotenzial besser zu erschliessen. Durch die FKI ist es gelungen, die Verflechtung aller Aspekte der Fachkr\u00e4ftethematik zu erfassen und die Kr\u00e4fte der relevanten Akteure zu b\u00fcndeln. Mit Erfolg, wie sich zeigt, denn die Erwerbsbeteiligung hat insgesamt um 148\u2019200 Vollzeitstellen zugenommen. Aber die Situation bleibt angespannt. 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