{"id":105547,"date":"2018-12-20T10:30:27","date_gmt":"2018-12-20T10:30:27","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/12\/schnyder-01-02-2019fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:00:06","modified_gmt":"2023-08-23T21:00:06","slug":"schnyder-01-02-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/12\/schnyder-01-02-2019\/","title":{"rendered":"Gef\u00e4hrdet die Digitalisierung die \u00f6ffentlichen Finanzen?"},"content":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung weitet sich aus und erfasst vermehrt auch Dienstleistungen und namentlich das Gesundheitswesen. Dank der fortschreitenden Automatisierung sind substanzielle Produktivit\u00e4tssteigerungen zu erwarten.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Gleichzeitig stellt sich die Frage nach den damit verbundenen Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Automatisierung auf das Volumen und die Struktur der Besch\u00e4ftigung sowie auf die L\u00f6hne.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> \u00dcberdies bestehen Bef\u00fcrchtungen, dass eine zunehmend automatisierte Produktion von Waren und Dienstleistungen die Steuereinnahmen und die Finanzierung der Sozialversicherungen gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. Die Hauptsorge gilt dabei den Folgen eines r\u00fcckl\u00e4ufigen Anteils der Arbeit am gesamtwirtschaftlichen Einkommen. In einem aktuellen Bericht befasst sich der Bundesrat mit dieser Problematik.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNoch ist ungewiss, wie sich die fortschreitende Automatisierung auf die Besch\u00e4ftigung und die L\u00f6hne auswirkt.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> In der Schweiz sind die Auswirkungen der Digitalisierung der Wirtschaft bereits sp\u00fcrbar, bisher jedoch ohne negative Folgen: Der Arbeitsmarkt und das Sozialversicherungssystem scheinen gen\u00fcgend robust und flexibel.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Mittel- bis langfristig sind jedoch gewisse Risiken nicht auszuschliessen, etwa eine strukturelle Arbeitslosigkeit und eine Polarisierung der Besch\u00e4ftigten und der L\u00f6hne. Es stellt sich daher die Frage, inwiefern und ob diese Risiken die Stabilit\u00e4t der Steuereinnahmen sowie der Sozialversicherungen bedrohen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr Bund, Kantone, Gemeinden und Sozialversicherungen wie die AHV sind die Einkommenssteuern von nat\u00fcrlichen Personen sowie Lohnbeitr\u00e4ge eine wichtige Einnahmequelle. Im Jahr 2016 stammten fast 30 Prozent der Steuereinnahmen des \u00f6ffentlichen Sektors aus den Einkommenssteuern der nat\u00fcrlichen Personen. Hinzu kommen Lohnbeitr\u00e4ge an die Sozialversicherungen, die ein Viertel der Steuereinnahmen ausmachen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSch\u00e4tzungsweise entf\u00e4llt rund die H\u00e4lfte der Steuereinnahmen des \u00f6ffentlichen Sektors auf die Besteuerung von Arbeit (Steuern und Lohnbeitr\u00e4ge), und 30 Prozent stammen von der Besteuerung von Kapitalertr\u00e4gen. Wird der Begriff \u00abSteuereinnahmen\u00bb um weitere obligatorische Lohnbeitr\u00e4ge wie die berufliche Vorsorge (zweite S\u00e4ule), die Unfallversicherung und Familienzulagen erweitert, erreicht der Anteil der Einnahmen aus der Besteuerung der Arbeit rund 63 Prozent, gegen\u00fcber 22 Prozent f\u00fcr die Kapitalertr\u00e4ge.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Einkommensverteilung stabil<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Anteil der Arbeit am Nationaleinkommen misst den Anteil des Gesamteinkommens einer Volkswirtschaft, welcher in Form von L\u00f6hnen an unselbstst\u00e4ndig Erwerbst\u00e4tige ausbezahlt wird. Der Rest entspricht dem Anteil der Kapitaleink\u00fcnfte. Diese Verteilung ist in der Schweiz \u2013 im Gegensatz zu L\u00e4ndern wie Deutschland, USA und Kanada \u2013 seit den Neunzigerjahren stabil.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Die Bef\u00fcrchtungen \u00fcber m\u00f6gliche negative Auswirkungen einer zunehmend automatisierten Wirtschaft auf die Steuereinnahmen beruhen haupts\u00e4chlich auf der Annahme, dass der Anteil der Arbeit am volkswirtschaftlichen Einkommen zur\u00fcckgehen wird. Mit anderen Worten: Die wichtigste Einnahmequelle k\u00f6nnte schrumpfen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDar\u00fcber hinaus k\u00f6nnte ein steigender Anteil der Kapitaleink\u00fcnfte am Gesamteinkommen die Einkommensungleichheit in der Bev\u00f6lkerung versch\u00e4rfen, da der Kapitalbesitz vorwiegend im oberen Teil der Einkommenspyramide konzentriert ist. Anders als beispielsweise in Deutschland, in Frankreich, in den USA sowie in weiteren OECD-L\u00e4ndern entwickelt sich die Einkommensverteilung in der Schweiz vorderhand relativ stabil.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Volumen entscheidend<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSelbst wenn in der Schweiz derzeit noch keine beunruhigende Entwicklung festzustellen ist, was die Anteile des Einkommens aus Arbeit beziehungsweise Kapital betrifft, stellt sich die Frage, wie eine Verschiebung dieses Gleichgewichts die Steuereinnahmen und die Finanzierung der Sozialversicherungen beeinflussen w\u00fcrde. Denkbar ist, dass eine Verringerung des Anteils der Arbeit die Steuereinnahmen schm\u00e4lert. Dieser Zusammenhang ist jedoch nicht eindeutig. So bedeutet ein R\u00fcckgang beim relativen Anteil der Arbeit nicht zwingend, dass das Volumen der Einnahmen nicht zunehmen kann. \u00dcberdies werden Kapitaleink\u00fcnfte zu einem sogenannten impliziten Satz besteuert, der nahe beim impliziten Steuersatz f\u00fcr Arbeitseinkommen liegt. \u00abImplizite Steuers\u00e4tze\u00bb messen die effektive Abgabenbelastung f\u00fcr die verschiedenen Arten von Einkommen. Sie entsprechen dem Verh\u00e4ltnis zwischen dem Gesamtsteueraufkommen der jeweiligen Wirtschaftskategorie (Konsum, Arbeit und Kapital) und der potenziellen Steuerbemessungsgrundlage gem\u00e4ss der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDass die beiden impliziten S\u00e4tze nahe beieinanderliegen, l\u00e4sst sich insbesondere mit der Mehrfachbesteuerung von Kapitalfl\u00fcssen und Verm\u00f6genswerten erkl\u00e4ren. Beispiele f\u00fcr Steuern auf Kapitalfl\u00fcsse sind Gewinne, Dividendenaussch\u00fcttungen und Kapitalertr\u00e4ge; zur zweiten Kategorie z\u00e4hlen Steuern auf das Verm\u00f6gen, auf das Unternehmenskapital, auf Liegenschaften sowie Stempelabgaben.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Kapitalertr\u00e4ge mehrfach besteuert<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Jahr 2016 betrug der implizite Steuersatz bei Kapitaleink\u00fcnften insgesamt 29,2 Prozent, wie eine Sch\u00e4tzung f\u00fcr Bund, Kantone, Gemeinden und Sozialversicherungen zeigt.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Ein Jahr zuvor waren es 26,5 Prozent. Bei den Arbeitseinkommen blieb der implizite Steuersatz mit je 25,8 Prozent in den beiden Jahren stabil.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Werte k\u00f6nnen von Jahr zu Jahr je nach Konjunkturlage betr\u00e4chtlich schwanken. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Steuereinnahmen stabil bleiben, solange sich die Einkommensanteile nur moderat ver\u00e4ndern \u2013 und zwar aus zwei Gr\u00fcnden: erstens aufgrund der Mehrfachbesteuerung von Kapitalertr\u00e4gen, zuerst in den Unternehmen (Gewinnsteuern) und anschliessend bei den nat\u00fcrlichen Personen (Einkommenssteuern), zweitens aufgrund der Progression bei den Einkommenssteuern. Bei gen\u00fcgend kr\u00e4ftigen Produktivit\u00e4tsgewinnen k\u00f6nnten die Steuereinnahmen sogar steigen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVoraussetzung f\u00fcr diese Annahme ist allerdings eine gewisse Stabilit\u00e4t, was die Lokalisierung der Produktion in der Schweiz sowie die Kapitalbesitzverh\u00e4ltnisse betrifft. Dasselbe gilt f\u00fcr die Besch\u00e4ftigungsstruktur. Was geschehen w\u00fcrde, wenn der Einkommensanteil aus Arbeit markant schrumpft \u2013 was derzeit nicht plausibel scheint \u2013, ist schwierig abzusch\u00e4tzen, da dies mit einer ver\u00e4nderten Verteilung des Kapitalbesitzes einhergehen k\u00f6nnte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nProduktivit\u00e4tssteigerungen entsch\u00e4rften die Problematik, da dadurch das Gesamteinkommen steigt. In diesem Fall reduziert sich das Risiko darauf, dass die Steuereinnahmen weniger rasch wachsen als das Bruttoinlandprodukt (BIP). Umgekehrt hingegen \u2013 wenn das Nationaleinkommen kaum w\u00e4chst und gleichzeitig der Anteil der Arbeit am Nationaleinkommen sinkt \u2013 k\u00f6nnten vor allem die Sozialversicherungen unter Druck geraten. Denn deren Beitr\u00e4ge h\u00e4ngen von der Lohnsumme ab. Entscheidend f\u00fcr stabile Einnahmen der Sozialversicherungen sind somit in erster Linie die Entwicklung des allgemeinen Lohnniveaus sowie die Besch\u00e4ftigungsquote \u2013 und nicht die Anteile der Einnahmen aus Arbeit und Kapital.&#13;<\/p>\n<h2><strong>H\u00f6here Einnahmen dank Progression<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie wirkt sich eine wachsende Polarisierung der Einkommensverteilung auf die Steuereinnahmen aus? Aus steuertechnischer Betrachtung ist der Effekt vermutlich nicht signifikant. Aufgrund der Progression bei den Einkommenssteuern bewirkt eine gr\u00f6ssere Ungleichheit in der Einkommensverteilung bei unver\u00e4ndertem Gesamteinkommen n\u00e4mlich einen Anstieg des durchschnittlichen Steuersatzes und damit h\u00f6here Steuereinnahmen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch bei der Finanzierung der Sozialversicherungen w\u00fcrde eine ungleiche Lohnverteilung den Umfang der Gesamteinnahmen nicht gef\u00e4hrden, solange das Gesamtvolumen der L\u00f6hne nicht abnimmt. Eine Versch\u00e4rfung der Lohnungleichheiten k\u00f6nnte sich jedoch als problematisch erweisen, insbesondere wenn die Zahl der Working Poor steigt oder die Besch\u00e4ftigungsquote sinkt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass es schwierig ist, abzusch\u00e4tzen, wie sich die Automatisierung der Wirtschaft auf die Steuereinnahmen und die Finanzierung der Sozialversicherungen auswirkt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Steuereinnahmen stabil bleiben, solange das Ausmass der Verlagerung moderat ist. Bei einem gen\u00fcgend kr\u00e4ftigen Produktivit\u00e4tswachstum k\u00f6nnten die Einnahmen sogar steigen. Besonders ins Gewicht f\u00e4llt eine Produktivit\u00e4tssteigerung bei den Sozialversicherungen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">OECD (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Bundesrat (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Bundesrat (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe zum Beispiel Acemoglu und Restrepo (2018) sowie UNO (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Bundesrat (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siegenthaler und Stucki (2015) sowie OECD und ILO (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Zur Methode siehe Mendoza et al. (1994). Dank impliziter Steuers\u00e4tze kann die Steuerbelastung zwischen EU-Staaten besser verglichen werden. Vgl. Europ\u00e4ische Kommission (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Die Berechnungen des Autors beruhen auf den Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (BFS) und der Steuereinnahmen (EFV).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung weitet sich aus und erfasst vermehrt auch Dienstleistungen und namentlich das Gesundheitswesen. Dank der fortschreitenden Automatisierung sind substanzielle Produktivit\u00e4tssteigerungen zu erwarten. 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November.<\/li>&#13;\n \t<li>Bundesrat (2018).<a href=\"https:\/\/www.newsd.admin.ch\/newsd\/message\/attachments\/55005.pdf\"> Eine Prospektivstudie \u00fcber die Auswirkungen der Robotisierung in der Wirtschaft auf das Steuerwesen und auf die Finanzierung der Sozialversicherungen<\/a>, 7. Dezember 2018.<\/li>&#13;\n \t<li>Europ\u00e4ische Kommission (2018). <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/taxation_customs\/sites\/taxation\/files\/taxation_trends_report_2018.pdf\">Taxation Trends in the European Union<\/a>, Luxemburg.<\/li>&#13;\n \t<li>Mendoza E., A. Razin und L. Tesar (1994). Effective Tax Rates in Macroeconomics. Cross-country Estimates of Tax Rates on Factor Incomes and Consumption, in: Journal of Monetary Economics, 34, 297\u2013323.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD und ILO (2015). <a href=\"https:\/\/www1.oecd.org\/g20\/summits\/antalya\/The-Labour-Share-in-G20-Economies.pdf\">The Labour Share in G20 Economies<\/a>, Bericht.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2018). <a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1787\/9789264282483-fr\">Perspectives de l\u2019\u00e9conomie num\u00e9rique de l\u2019OCDE 2017<\/a>.<\/li>&#13;\n \t<li>Siegenthaler, M. und T. Stucki (2015). Dividing the Pie: The Determinants of Labor\u2019s Share of Income on the Firm Level\u00bb, in: Industrial and Labor Relations Review, 68(5), 1157\u20131194.<\/li>&#13;\n \t<li>UNO (2017). Frontier Issues: The Impact of the Technological Revolution on Labour Markets and Income Distribution, Development Policy Seminar, 6. 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Wie sich zeigt, w\u00fcrde ein moderat r\u00fcckl\u00e4ufiger Anteil der Arbeit die Steuereinnahmen nicht wesentlich schm\u00e4lern. St\u00e4rker betroffen w\u00e4ren die Sozialversicherungen, da deren Finanzierung im Wesentlichen durch Abgaben auf der Erwerbsarbeit erfolgt. 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