{"id":106068,"date":"2018-10-22T07:10:07","date_gmt":"2018-10-22T07:10:07","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/10\/foellmi-favre-zweimueller-11-2018fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:01:07","modified_gmt":"2023-08-23T21:01:07","slug":"foellmi-favre-zweimueller-11-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/10\/foellmi-favre-zweimueller-11-2018\/","title":{"rendered":"Migranten sind im Schweizer Arbeitsmarkt gut integriert"},"content":{"rendered":"<p>Seit der Unterzeichnung des Freiz\u00fcgigkeitsabkommens mit den EU- und Efta-Staaten im Jahr 1999 ist die Immigration aus diesem Raum in die Schweiz stark angestiegen. Dies l\u00f6ste eine teilweise sehr heftige wirtschafts- und gesellschaftspolitische Debatte \u00fcber die m\u00f6glichen Auswirkungen von erh\u00f6hter Immigration aus. Eine zentrale Rolle in dieser Debatte spielt die Arbeitsmarktintegration von Immigranten. K\u00f6nnen diese auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig Fuss fassen, erleichtert das ihre gesellschaftliche Integration und st\u00e4rkt die Sozialwerke. Die Autoren haben deshalb in einer Studie f\u00fcr das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) den Arbeitsmarkterfolg von Immigranten in der Schweiz analysiert und mit demjenigen von Schweizern verglichen. F\u00fcr die Analyse wurden verschiedene Register- und Umfragedaten miteinander verkn\u00fcpft (siehe <em>Kasten<\/em>).&#13;<\/p>\n<h2>Wie man Arbeitsmarktintegration misst<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWenn \u00d6konomen vom Arbeitsmarkterfolg einer Personengruppe sprechen, beziehen sie sich im Wesentlichen auf zwei Gr\u00f6ssen: das Durchschnittseinkommen erwerbst\u00e4tiger Personen und die Erwerbst\u00e4tigenquote. Letztere misst den Anteil der Personen, die einer Erwerbst\u00e4tigkeit nachgehen. Die Einkommensh\u00f6he ist von zentraler Bedeutung, weil sie letztlich bestimmt, welchen Lebensstandard eine Person sich leisten kann. Sie wird einerseits vom Stundenlohn \u2013 und damit von der Qualifikation \u2013 beeinflusst und andererseits vom Besch\u00e4ftigungsgrad. Betrachtet man nur das Einkommen, l\u00e4sst man allerdings ausser Acht, dass nicht alle Personen einer Erwerbst\u00e4tigkeit nachgehen. Um ein umfassendes Bild des Arbeitsmarkterfolges zu erhalten, muss man deshalb dem Einkommen besch\u00e4ftigter Personen die Erwerbst\u00e4tigenquote gegen\u00fcberstellen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAls Referenzwerte, an denen Einkommensh\u00f6he und Erwerbst\u00e4tigenquote von Immigranten gemessen werden sollen, dienen die Arbeitsmarktergebnisse der in der Schweiz Geborenen. Zwischen den Immigranten und den in der Schweiz Geborenen gibt es je nach Alter, Bildung und Region bedeutende Unterschiede. So sind etwa Personen unter 25 und \u00fcber 55 Jahren bei den Immigranten untervertreten, Geringqualifizierte und Hochqualifizierte jedoch \u00fcbervertreten. Zudem konzentrieren sich Migranten stark auf urbane Regionen. Damit man Einkommen und Erwerbst\u00e4tigenquote der beiden Gruppen miteinander vergleichen kann, muss in der Regressionsanalyse deshalb f\u00fcr Alter, Bildung und Wohnort kontrolliert werden.&#13;<\/p>\n<h2>Kaum Unterschiede bei den Einkommen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der Migrationsdebatte wird oftmals die Bef\u00fcrchtung ge\u00e4ussert, dass Immigranten bereit seien, f\u00fcr tiefere L\u00f6hne zu arbeiten, und dass sie damit Schweizer aus dem Arbeitsmarkt verdr\u00e4ngten. In unseren Analysen finden wir daf\u00fcr keine Anhaltspunkte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBetrachtet man 25- bis 55-j\u00e4hrige erwerbst\u00e4tige M\u00e4nner, die in die Schweiz einwandern und w\u00e4hrend mindestens f\u00fcnf Jahren im Land bleiben, verdienen diese zwar anf\u00e4nglich noch deutlich weniger. Schon im ersten Jahr nach der Einwanderung sind ihre Einkommen aber im Durchschnitt h\u00f6her als die von Schweizern (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Konkret: Bei den M\u00e4nnern verwandelt sich der anf\u00e4ngliche Einkommensr\u00fcckstand von 6,4 Prozent nach f\u00fcnf Jahren in einen Vorsprung von 1,9 Prozent. \u00dcber die Ursachen dieses Aufholprozesses erlaubt die vorliegende Studie keine direkten Aussagen. Denkbar ist aber, dass die Immigranten in dieser Zeit ihre Sprachkenntnisse verbessern, ein gr\u00f6sseres Netzwerk aufbauen oder den Schweizer Arbeitsmarkt besser kennenlernen. Da der Spielraum f\u00fcr Lohnsteigerungen in derselben Firma in der Regel begrenzt ist, d\u00fcrften Arbeitsplatzwechsel dabei eine nicht unwesentliche Rolle spielen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDieses positive Bild der Einkommensentwicklung von besch\u00e4ftigten Immigranten ist teilweise durch die sehr hohen Einkommen einer kleinen Gruppe von Immigranten, beispielsweise Spitzenmanager, getrieben. Differenzierte Analysen nach Bildungs- und Einkommensgruppen zeigen aber, dass auch Geringqualifizierte sich im Laufe ihres Aufenthalts einkommensm\u00e4ssig gut integrieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr eingewanderte Frauen zeichnen unsere Analysen ein etwas differenzierteres Bild. Weil Immigrantinnen einen deutlich h\u00f6heren Besch\u00e4ftigungsgrad aufweisen, \u00fcbertreffen die Einkommen erwerbst\u00e4tiger Immigrantinnen diejenigen der Schweizerinnen bereits im Jahr der Einwanderung und liegen f\u00fcnf Jahre nach der Einwanderung deutlich dar\u00fcber. Der h\u00f6here durchschnittliche Besch\u00e4ftigungsgrad der Immigrantinnen findet sich in allen Bildungsgruppen gleichermassen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Einkommensunterschiede zwischen Immigranten und Schweizern im Laufe des Aufenthaltes<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='zweimueller_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#zweimueller_1_de').highcharts({\n    title: {\n        text: ''\n    },\n\n    xAxis: {\n        categories: ['0','1', '2', '3', '4', '5'],\n        title: {\n            text: 'Jahre seit Einwanderung'\n        }\n    },\n\n    yAxis: {\n labels: {\n            format: '{value}%'\n        },\n          plotLines: [{\n           label: {\n                text: 'Schweizer',\n                align: 'right',\n                x: -30,\ny:15\n            },\n            color: '#a5c4d2',\n            width: 3,\n            value:0\n        }],\n        title: {\n            text: 'Einkommensunterschied gegen\u00fcber Schweizern'\n        }\n    },\n tooltip: {headerFormat: '{point.x} Jahr(e) nach Einwanderung:<br\/>',\n            crosshairs: true,\n        shared: true,\n        valueSuffix: '%'\n    },\n       \n\n    legend: {\n    },\n\n    series: [{\n        name: 'Einkommensunterschied immigrierter M\u00e4nner gegen\u00fcber Schweizern',\n        data: [[-6.44],[+1.18],[+3.14],[+3.18],[+2.88],[+1.93]],\n        zIndex: 1,\n        marker: {\n            fillColor: 'white',\n            lineWidth: 2,\n            lineColor: Highcharts.getOptions().colors[0]\n        }\n    }, {\n        name: 'Konfidenzintervall M\u00e4nner',\n        data: [[-7.28, -5.598],[0.27, 2.09],[2.22, 4.07],[2.26, 4.11],[1.96, 3.81],[1.02, 2.85]],\n        type: 'arearange',\n        lineWidth: 0,\n        linkedTo: ':previous',\n        color: '#a5c4d2',\n        fillOpacity: 0.3,\n        zIndex: 0,\n        marker: {\n            enabled: false\n        },\n    tooltip: {\n        enabled: true\n    },\n    },\n    {\n        name: 'Einkommensunterschied immigrierter Frauen gegen\u00fcber Schweizerinnen',\n        data: [[+0.90],[+12.50],[+15.05],[+17.13],[+19.58],[+20.81]],\n        zIndex: 1,\n        marker: {\n            fillColor: 'white',\n            lineWidth: 2,\n            lineColor: Highcharts.getOptions().colors[0]\n        }\n    }, {\n        name: 'Konfidenzintervall Frauen',\n        data: [[-0.76, 2.58],[10.73, 14.30],[13.29, 16.84],[15.37, 18.92],[17.79, 21.39],[18.98, 22.68]],\n        type: 'arearange',\n        lineWidth: 0,\n        linkedTo: ':previous',\n        color: '#a5c4d2',\n        fillOpacity: 0.3,\n        zIndex: 0,\n        marker: {\n            enabled: false\n        }\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Grafik zeigt Immigrantinnen und Immigranten im Alter von 25 bis 55 Jahren, die sich w\u00e4hrend mindestens f\u00fcnf Jahren ununterbrochen in der Schweiz aufhalten und dabei unselbstst\u00e4ndig erwerbst\u00e4tig sind. Die Referenzgruppe sind Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 25 bis 55 Jahren, die in derselben Zeit ununterbrochen unselbstst\u00e4ndig erwerbst\u00e4tig sind. Die Regressionsanalyse kontrolliert auch f\u00fcr Unterschiede in Alter, Bildung und Wohnregion.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Individuelle Konten der AHV (ZAS) \/ ZEMIS (SEM) \/ STATPOP, Strukturerhebung (BFS) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Erwerbst\u00e4tigenquoten gleichen sich an<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nImmigranten, die auf dem Arbeitsmarkt Fuss fassen, schneiden dort also mindestens so gut ab wie vergleichbare Schweizer. Ein differenzierteres Bild ergibt sich allerdings, wenn man auch Personen in den Blick nimmt, die nicht erwerbst\u00e4tig sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBetrachtet man 25- bis 55-j\u00e4hrige M\u00e4nner, die in die Schweiz einwandern und w\u00e4hrend mindestens f\u00fcnf Jahren im Land bleiben, liegt die Erwerbst\u00e4tigenquote bei der Einwanderung um 16,2 Prozentpunkte tiefer als bei Schweizern dieser Altersgruppe. Die Differenz nimmt im Laufe des Aufenthaltes zwar deutlich ab, doch auch nach f\u00fcnf Jahren liegt die Erwerbst\u00e4tigenquote der Immigranten noch rund 3 Prozentpunkte tiefer (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei den Frauen ist der anf\u00e4ngliche Unterschied in der Erwerbst\u00e4tigenquote zwischen Immigrantinnen und Schweizerinnen sogar noch gr\u00f6sser. Zwar geht die Differenz in den ersten f\u00fcnf Jahren des Aufenthaltes stark zur\u00fcck, doch danach bleibt die Quote bei den Immigrantinnen um 12 Prozentpunkte unter derjenigen von vergleichbaren Schweizerinnen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Unterschiede in der Erwerbst\u00e4tigenquote von Immigranten und Schweizern im Laufe des Aufenthalts<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='zweimueller_2_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#zweimueller_2_de').highcharts({\n    title: {\n        text: ''\n    },\n\n    xAxis: {\n        categories: ['0','1', '2', '3', '4', '5'],\n        title: {\n            text: 'Jahre seit Einwanderung'\n        }\n    },\n\n    yAxis: {\n      plotLines: [{\n           label: {\n                text: 'Schweizer',\n                align: 'right',\n                x: -30,\ny:15\n            },\n            color: '#a5c4d2',\n            width: 3,\n            value:0\n        }],\n        title: {\n            text: 'Unterschied in Erwerbst\u00e4tigenquote gegen\u00fcber Schweizern (Prozentpunkte)',\n\n\n        }\n    },\n\n  tooltip: {headerFormat: '{point.x} Jahr(e) nach Einwanderung:<br\/>',\n            crosshairs: true,\n        shared: true,\n        valueSuffix: ' Prozentpunkte'\n    },\n\n    legend: {\n    },\n\n    series: [{\n        name: 'Erwerbst\u00e4tigenquote immigrierter M\u00e4nner gegen\u00fcber Schweizern',\n        data: [[-16.25],[-7.10],[-4.41],[-3.47],[-3.22],[-3.04]],\n        zIndex: 1,\n       marker: {\n            fillColor: 'white',\n            lineWidth: 2,\n            lineColor: Highcharts.getOptions().colors[0]\n        }\n    }, {\n        name: 'Konfidenzintervall M\u00e4nner',\n        data: [[-16.53, -15.96],[-7.39, -6.81],[-4.70, -4.12],[-3.76, -3.18],[-3.51, -2.94],[-3.32, -2.75]],\n        type: 'arearange',\n        lineWidth: 0,\n        linkedTo: ':previous',\n        fillOpacity: 0.3,\n        color: '#a5c4d2',\n        marker: {\n            enabled: false\n        }\n    },\n    {\n        name: 'Erwerbst\u00e4tigenquote immigrierter Frauen gegen\u00fcber Schweizerinnen',\n        data: [[-26.78],[-25.57],[-19.50],[-16.78],[-14.95],[-12.26]],\n        zIndex: 1,\n        marker: {\n            fillColor: 'white',\n            lineWidth: 2,\n            lineColor: Highcharts.getOptions().colors[0]\n        }\n    }, {\n        name: 'Konfidenzintervall Frauen',\n        data: [[-27.40, -26.16],[-26.19, -24.95],[-20.12, -18.88],[-17.40, -16.16],[-15.57, -14.33],[-12.88, -11.64]],\n        type: 'arearange',\n        lineWidth: 0,\n        linkedTo: ':previous',\n        fillOpacity: 0.3,\n        zIndex: 0,\n        color: '#a5c4d2',\n\n        marker: {\n            enabled: false\n        }\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkungen: Die Grafik zeigt Immigrantinnen und Immigranten im Alter von 25 bis 55 Jahren, die sich w\u00e4hrend mindestens f\u00fcnf Jahren ununterbrochen in der Schweiz aufhalten. Die Referenzgruppe sind Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 25 bis 55 Jahren. In der Regressionsanalyse wurde auch f\u00fcr Unterschiede in Alter, Bildung und Wohnregion kontrolliert.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Individuelle Konten der AHV (ZAS) \/ ZEMIS (SEM) \/ STATPOP, Strukturerhebung (BFS) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEs stellt sich die Frage, ob die verbleibende Differenz in der Erwerbst\u00e4tigenquote von Immigranten und Schweizern auf eine h\u00f6here Arbeitslosenquote der Immigranten oder auf eine h\u00f6here Quote der Nichterwerbspersonen, wie etwa IV-Rentner oder Sozialhilfebez\u00fcger, zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Es zeigt sich, dass die Immigranten nicht deshalb eine tiefere Erwerbst\u00e4tigenquote als die Schweizer aufweisen, weil sie dem Arbeitsmarkt eher fernbleiben, sondern weil sie \u00f6fter arbeitslos sind. Denn der anf\u00e4ngliche Unterschied in der Nichterwerbsquote verschwindet nach f\u00fcnf Jahren wieder, w\u00e4hrend die Arbeitslosenquote zunimmt (siehe <em>Abbildung 3<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 3: Nichterwerbst\u00e4tigkeit und Arbeitslosigkeit von Immigranten und Schweizern im Laufe des Aufenthaltes<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='zweimueller_3_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#zweimueller_3_de').highcharts({\n   title: {\n        text: ''\n    },\n\n    xAxis: {\n        categories: ['0','1', '2', '3', '4', '5'],\n        title: {\n            text: 'Jahre seit Einwanderung'\n        }\n    },\n\n    yAxis: {\n      plotLines: [{\n           label: {\n                text: 'Schweizer',\n                align: 'right',\n                x: -30,\ny:15\n            },\n            color: '#a5c4d2',\n            width: 3,\n            value:0\n        }],\n        title: {\n            text: 'Unterschied in Nichterwerbst\u00e4tigkeit und Arbeitslosigkeit (Prozentpunkte)',\n\n\n        }\n    },\n\n    tooltip: {headerFormat: '{point.x} Jahr(e) nach Einwanderung:<br\/>',\n        crosshairs: true,\n        shared: true,\n        valueSuffix: ' Prozentpunkte'\n    },\n\n    legend: {\n    },\n\n    series: [{\n        name: 'Unterschied Nichterwerbst\u00e4tigkeit immigrierter M\u00e4nner gegen\u00fcber Schweizern',\n        data: [[16.25],[7.10],[4.41],[3.47],[3.22],[3.04]],\n        zIndex: 1,\n        marker: {\n            fillColor: 'white',\n            lineWidth: 2,\n            lineColor: Highcharts.getOptions().colors[0]\n        }\n    }, {\n        name: 'Konfidenzintervall Nichterwerbst\u00e4tigkeit M\u00e4nner',\n        data: [[15.96, 16.53],[6.81, 7.39],[4.12, 4.70],[3.18, 3.76],[2.94, 3.51],[2.75, 3.32]],\n        type: 'arearange',\n        lineWidth: 0,\n        linkedTo: ':previous',\n        color: '#a5c4d2',\n\n        fillOpacity: 0.3,\n        marker: {\n            enabled: false\n        }\n    },\n    {\n        name: 'Unterschied Arbeitslosigkeit immigrierter M\u00e4nner gegen\u00fcber Schweizern',\n        data: [[-1.87],[-0.71],[1.67],[2.68],[2.81],[2.96]],\n        zIndex: 1,\n         marker: {\n            fillColor: 'white',\n            lineWidth: 2,\n            lineColor: Highcharts.getOptions().colors[0]\n        }\n    }, {\n        name: 'Konfidenzintervall Arbeitslosigkeit M\u00e4nner',\n        data: [[-2.01, -1.74],[-0.84, -0.58],[1.54, 1.80],[2.55, 2.81],[2.68, 2.94],[2.82, 3.09]],\n        type: 'arearange',\n        lineWidth: 0,\n        linkedTo: ':previous',\n        color: '#a5c4d2',\n\n        fillOpacity: 0.3,\n        zIndex: 0,\n        marker: {\n            enabled: false\n        }\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Grafik zeigt Immigranten im Alter von 25 bis 55 Jahren, die sich w\u00e4hrend mindestens f\u00fcnf Jahren ununterbrochen in der Schweiz aufhalten. Die Referenzgruppe sind Schweizer im Alter von 25 bis 55 Jahren. Wir kontrollieren in der Regressionsanalyse auch f\u00fcr Unterschiede in Alter, Bildung und Wohnregion.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Individuelle Konten der AHV (ZAS) \/ ZEMIS (SEM) \/ STATPOP, Strukturerhebung (BFS) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAnders als bei den M\u00e4nnern ist der Unterschied in der Erwerbst\u00e4tigenquote bei den Frauen nur zum Teil auf ein h\u00f6heres Arbeitslosigkeitsrisiko zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Hauptursache f\u00fcr den Unterschied besteht in der Erwerbsbeteiligung, die rund 9 Prozentpunkte tiefer liegt als bei Schweizerinnen. Dieser Unterschied muss aber keineswegs negativ interpretiert werden. Denn die tiefere Erwerbsbeteiligung der Immigrantinnen d\u00fcrfte durch den Familiennachzug getrieben sein. Die traditionelle Rollenteilung, die den Frauen die Kinderbetreuung oder die Hausarbeit zuweist, k\u00f6nnte der Grund sein, dass Immigrantinnen \u2013 insbesondere in den ersten Jahren nach der Einwanderung \u2013 noch keiner Besch\u00e4ftigung nachgehen. F\u00fcr diese Interpretation spricht, dass die Erwerbst\u00e4tigenquote in den ersten Jahren nach der Immigration stark zunimmt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt gelingt die Integration von Immigrantinnen und Immigranten in den Schweizer Arbeitsmarkt relativ gut. M\u00e4nner, die auf dem Arbeitsmarkt Fuss fassen, erzielen mit den Schweizern vergleichbare Einkommen. Die Immigrantinnen verdienen sogar mehr als die Schweizer Vergleichsgruppe, da sie im Durchschnitt h\u00f6here Besch\u00e4ftigungsgrade haben. Allerdings sind unter den Immigrantinnen und Immigranten weniger Personen erwerbst\u00e4tig als unter den Schweizerinnen und Schweizern. W\u00e4hrend dieser Unterschied im Jahr der Einwanderung noch betr\u00e4chtlich ist, steigt die Erwerbst\u00e4tigenquote der Immigranten im Laufe des Aufenthaltes stark an \u2013 auch dies ein Indiz f\u00fcr erfolgreiche Integration. Der verbleibende R\u00fcckstand ist bei den M\u00e4nnern auf ein h\u00f6heres Arbeitslosigkeitsrisiko zur\u00fcckzuf\u00fchren. Bei den Frauen spielt ausserdem mit, dass sie dem Arbeitsmarkt m\u00f6glicherweise aus famili\u00e4ren Gr\u00fcnden fernbleiben.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der Unterzeichnung des Freiz\u00fcgigkeitsabkommens mit den EU- und Efta-Staaten im Jahr 1999 ist die Immigration aus diesem Raum in die Schweiz stark angestiegen. Dies l\u00f6ste eine teilweise sehr heftige wirtschafts- und gesellschaftspolitische Debatte \u00fcber die m\u00f6glichen Auswirkungen von erh\u00f6hter Immigration aus. Eine zentrale Rolle in dieser Debatte spielt die Arbeitsmarktintegration von Immigranten. 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