{"id":106133,"date":"2018-09-24T11:00:34","date_gmt":"2018-09-24T11:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/09\/naru-cavassini-drummond-10-2018fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:01:10","modified_gmt":"2023-08-23T21:01:10","slug":"verhaltensoekonomie-naru-cavassini-drummond-10-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/09\/verhaltensoekonomie-naru-cavassini-drummond-10-2018\/","title":{"rendered":"Behavioural Insights als Werkzeug zur Politikgestaltung"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr Staaten setzen bei der Politikgestaltung auf Erkenntnisse der Verhaltenswissenschaften. Ein verhaltenswissenschaftlicher Ansatz zur Politikgestaltung ist Behavioural Insights (BI). BI basiert auf Erkenntnissen aus der Psychologie, den Kognitions- und den Sozialwissenschaften sowie auf empirischen Tests, die zeigen, wie Menschen Entscheidungen treffen. Auf der Grundlage von Experimenten und Lenkungsmassnahmen stellt BI etablierte Theorien \u00fcber rationales Verhalten von Einzelpersonen und Unternehmen infrage und bietet Entscheidungstr\u00e4gern Anhaltspunkte zum \u00abtats\u00e4chlichen\u00bb Verhalten, das wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Effekten zugrunde liegt. Bestandteil von BI ist die Verhaltens\u00f6konomik, zu deren Pionieren Richard Thaler z\u00e4hlt, der 2017 mit dem Nobelpreis f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBI gibt der Politik ein Instrument in die Hand, mit dem diese ihre Ziele wirksamer und effizienter erreicht und die tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung besser ber\u00fccksichtigen kann. Staatliche Interventionen basieren oft darauf, dass ein vermeintlich rationales Verhalten auf politische Probleme \u00fcbertragen und eine entsprechende L\u00f6sung im grossen Massstab umgesetzt wird. Mit der BI-Methode wird versucht, diesen Prozess zu \u00abentzerren\u00bb, indem von der manchmal unrealistischen Hypothese eines rationalen Verhaltens Abstand genommen und das tats\u00e4chliche Verhalten von Personen analysiert wird. Um zu bestimmen, welche Massnahmen sich am besten eignen und wie kostenwirksam diese sind, werden Probleme definiert und Experimente durchgef\u00fchrt. Zun\u00e4chst werden die Massnahmen jeweils in kleinem Massstab getestet. Die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist bei der Erforschung und Analyse von BI f\u00fcr die Politikpraxis f\u00fchrend.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Antwort auf die Finanzkrise<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Finanzkrise von 2008 stellte die meisten Regierungen vor schwierige Herausforderungen: Das Budget schrumpfte, und das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung in die \u00f6ffentlichen Institutionen br\u00f6ckelte. Die Krise, die teilweise durch Wissensdefizite und intransparente Finanzprodukte bedingt war, zeigte auf, dass bei der Regulierung von M\u00e4rkten und Sektoren kognitive Verzerrungen ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. Mit Behavioural Insights haben die Regierungen ein Tool erhalten, mit dem sie diese Defizite angehen k\u00f6nnen. Mit weniger Ressourcen k\u00f6nnen sie so einer st\u00e4rkeren Nachfrage der Bev\u00f6lkerung nach Information besser gerecht werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBI ist inzwischen zu einem Bestandteil der Regierungst\u00e4tigkeit geworden, wie eine OECD-Studie zu weltweit 60 \u00abNudge Units\u00bb best\u00e4tigt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Anhand von \u00fcber 100 Fallstudien wurde untersucht, in welchen Bereichen BI in der \u00f6ffentlichen Politik angewandt wird (siehe <em>Abbildung<\/em>). Zur Eind\u00e4mmung des Antibiotikagebrauchs versandte die britische Regierung beispielsweise BI-Schreiben an 790 Arztpraxen, die zu den h\u00e4ufigsten Verschreibern geh\u00f6rten (oberste 20%), und erreichte damit eine Reduktion um 3,3\u00a0Prozent (73\u2019406 Dosen). D\u00e4nemark wiederum gelang es, den Verkauf von Gem\u00fcse in 12 Lebensmittelgesch\u00e4ften um 61,3\u00a0Prozent zu steigern, indem es gebrauchsfertiges Gem\u00fcse neben Hackfleisch platzierte. Dies erh\u00f6ht die Sichtbarkeit und stellt einen Anreiz dar, einer Mahlzeit Gem\u00fcse hinzuzuf\u00fcgen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Anwendung von Behavioural Insights nach Politikbereichen<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Naru_Cavassini_Drummond_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Naru_Cavassini_Drummond_1_de').highcharts({\n   chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n   \n    xAxis: {\n        categories: [\n            'Finanzprodukte',\n            'Gesundheit und Sicherheit',\n            'Konsumentenfragen',\n               'Andere',\n            'Arbeitsmarkt',\n            'Energie',\n            'Erbringung von \u00f6ffentlichen Dienstleistungen',\n            'Umwelt',\n            'Telekommunikation',\n            'Steuern',\n            'Bildung'\n           \n        ],\n        crosshair: true\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: 'Anzahl Fallstudien'\n        }\n    },\n  \n  \n    series: [{\n        name: 'Anwendung von Behavioural Insights',\n        data: [31,21,18,16,12,11,11,11,11,10,7],\n        showInLegend: false,\n\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Anmerkung: Fallstudien insgesamt = 159; Quelle: OECD (2017a) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBew\u00e4hrt hat sich BI bei der Regulierung von Schl\u00fcsselsektoren wie Kommunikation, Wasser, Energie und Verkehr. In Kolumbien verwendete die Communications Regulatory Commission (CRC) einen Mix aus BI-Regulierungen und nicht regulatorischen Instrumenten, um Optimierungen bei der Informationsbereitstellung, beim Kundenservice und beim Management von Verbrauch und Leistungspaketen herbeizuf\u00fchren. Auf der Grundlage von Experimenten und Erkenntnissen wurde ein neues Konsumentenschutzsystem entwickelt, das am 1. September 2017 in Kraft trat.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> In Schottland wurden Experimente und BI-Anwendungen genutzt, um die Pr\u00e4ferenzen der Verbraucher bei der Festsetzung der Wassergeb\u00fchren abzukl\u00e4ren.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Unterschiede zwischen Staaten<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMehr als 150 Staaten setzen \u00abNudges\u00bb sch\u00e4tzungsweise ein, um das Verhalten und die Entscheidungen von Konsumenten zu beeinflussen,<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> und rund 200 \u00f6ffentliche Institutionen setzen BI bei ihrer Politikgestaltung ein.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Dar\u00fcber hinaus testen Forschungsinstitutionen ausserhalb von Regierungen BI-L\u00f6sungen, die k\u00fcnftig von der Politik zur L\u00f6sung bestimmter Probleme verwendet werden k\u00f6nnten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInnerhalb der Verwaltungen sind die BI-Einheiten von Land zu Land unterschiedlich angesiedelt. Sie finden sich im Zentrum der Regierung, als spezialisierte Einheiten in den Ministerien oder als externe Projektteams.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> In Grossbritannien wurde beispielsweise im Jahr 2010 ein Behavioural Insights Team (BIT) im zentralen Cabinet Office geschaffen, das ausschliesslich oder teilweise die Aufgabe hatte, die Verwendung von BI in der gesamten Administration zu f\u00f6rdern. Inzwischen hat sich das BIT zu einer externen Stelle gewandelt, die nur noch teilweise dem Cabinet Office angegliedert und mit Einheiten in den Departementen pr\u00e4sent ist. In Australien wurden zun\u00e4chst Spezialeinheiten in Departementen oder Stellen auf nationaler, regionaler und lokaler Regierungsebene geschaffen. Schliesslich wurde eine zentrale Koordinationsstelle, das Behavioural Economics Team of the Australian Government (Beta), gebildet. Singapur wiederum arbeitete zun\u00e4chst projektbezogen. Heute finden sich dort institutionalisierte Spezialeinheiten auf der zentralen Lenkungsebene.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Institutionalisierung von Behavioural Insights wird h\u00e4ufig von einer hohen F\u00fchrungsebene initiiert, um die Politikgestaltung zu optimieren. Dabei werden vielfach akademische oder gemeinn\u00fctzige Institutionen als Berater beigezogen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKritiker bem\u00e4ngeln, bei BI entscheide der Staat, was f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung gut sei. Weiter wird kritisiert, dass Testpersonen in der Versuchsphase m\u00f6glicherweise von negativen Auswirkungen betroffen sind. Diese Kritiken werden ernst genommen. Gem\u00e4ss Nobelpreistr\u00e4ger Richard Thaler bef\u00fcrworten BI-Praktiker und Entscheidungstr\u00e4ger Rahmenbedingungen, die sicherstellen, dass die Anreize den Zielpersonen zugutekommen. Dies war auch der Tenor an einer BI-Veranstaltung der OECD im Mai 2017. Rund 150 Teilnehmende diskutierten \u00fcber die Notwendigkeit, einen \u00abResponsibility\u00bb-Rahmen mit ethischen Vorgaben f\u00fcr Politik, BI-Wissenschaft und den Privatsektor zu schaffen. In einem solchen Rahmen k\u00f6nnten Standards f\u00fcr BI-Anwendungen definiert werden. Zudem k\u00f6nnte aufgezeigt werden, wie man Empfehlungen und Entscheidungen aufgrund solider Nachweise formuliert.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Die OECD entwickelt derzeit ein entsprechendes Toolkit und einen ethischen Rahmen, deren Ver\u00f6ffentlichung f\u00fcr Ende 2018 geplant ist.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Drei Inputs f\u00fcr Entscheidungstr\u00e4ger<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAngesichts der zunehmenden Integration von BI auf staatlicher Ebene stellen sich drei Fragen. Die erste lautet: Wo gibt es weitere Anwendungsm\u00f6glichkeiten von BI in der Politik? Bisher wurde BI vorwiegend eingesetzt, um die Leistungserbringung und die Umsetzung der Politik zu optimieren. Brachliegendes Potenzial besteht somit vorwiegend bei fr\u00fchen Etappen der Politikgestaltung. Dies ist besonders relevant, weil Regierungen mit immer komplexeren Problemen konfrontiert sind. Wenn beispielsweise in Bereichen wie Nachhaltigkeit und soziale Inklusion nennenswerte \u00c4nderungen herbeigef\u00fchrt werden sollen, ist es wichtig, das individuelle Verhalten und die Entscheidungsfindung zu verstehen. Dadurch k\u00f6nnen L\u00f6sungen einfach, zug\u00e4nglich, erschwinglich, attraktiv und nachhaltig ausgestaltet werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZweitens m\u00fcssen sich Entscheidungstr\u00e4ger fragen, wie sich BI f\u00fcr die Praxis und die staatliche Politik nutzen l\u00e4sst. Die Antwort lautet: indem der Ansatz einfach und relevant aufbereitet wird. BI bietet sich f\u00fcr traditionelle staatliche Tools unter anderem in den Bereichen Regulierung, Steuern oder Budget an, indem Einzelmassnahmen verkn\u00fcpft werden. Zentral ist dabei eine Entmystifizierung von BI beispielsweise durch den Einsatz von randomisierten, kontrollierten Studien. Ebenfalls hilfreich sind einfache und klare Richtlinien zu Methoden und Ans\u00e4tzen. Wichtig ist auch, den Prozess der Entscheidungsfindung zu optimieren und Verzerrungen zu beseitigen. Die Grundlage bilden Nachweise und Daten sowie ein besseres Verst\u00e4ndnis, wie Entscheidungen tats\u00e4chlich getroffen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSchliesslich lautet die dritte Frage: Steht das Verhalten der Nutzer im Zentrum der politischen Analyse? Da dies oftmals nicht der Fall ist, bedeutet dies \u2013 gerade bei der Bew\u00e4ltigung von komplexen politischen Problemen \u2013 eine Abkehr von traditionellen Ans\u00e4tzen. Anstatt zuerst zu entscheiden, welches Departement f\u00fcr den Politikbereich und die L\u00f6sung zust\u00e4ndig ist, muss das Problem aus Nutzersicht analysiert und entschieden werden, wie das Projektteam aussehen soll.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Wunsch nach einem nutzerorientierten Ansatz war der Hauptgrund f\u00fcr die zunehmende Institutionalisierung von Behavioural Insights.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Forschende, die im Bereich BI mit \u00f6ffentlichen Instituten zusammenarbeiten, wollen in erster Linie verstehen, weshalb ein Problem auftritt und wie Menschen auf Lenkungsmassnahmen reagieren. Sie haben Regierungen und Institutionen rund um den Erdball aufgerufen, ihre Politik zu \u00fcberpr\u00fcfen. Die Regierungen sollen sich dabei auf wissenschaftliche Methoden st\u00fctzen, denen solide theoretische Modelle zugrunde liegen und die aus Verhaltenssicht zeigen, was funktioniert und was nicht.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">OECD (2017a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">OECD (2016); OECD (2017b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">WICS (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Sunstein, Reisch und Rauber (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">OECD (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">OECD (2017a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Z. B. ideas42 (USA), Behavioural Insights in Action at Rotman (Kanada), iNudgeyou (D\u00e4nemark) oder das Price Lab des Instituts f\u00fcr Wirtschafts- und Sozialforschung in Irland.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">OECD (2017c).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">OECD (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Staaten setzen bei der Politikgestaltung auf Erkenntnisse der Verhaltenswissenschaften. Ein verhaltenswissenschaftlicher Ansatz zur Politikgestaltung ist Behavioural Insights (BI). 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(2014). <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1787\/9789264207851-en\">Regulatory Policy and Behavioural Economics<\/a>, Paris: OECD Publishing.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2018). <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/gov\/regulatory-policy\/behavioural-insights.htm\">Behavioural Insights Webpage, Regulatory Policy Division, Public Governance Directorate<\/a>.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2017a). <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1787\/9789264270480-en\">Behavioural Insights and Public Policy: Lessons from Around the World<\/a>, OECD Publishing, Paris.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2017b). <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/gov\/regulatory-policy\/colombia-update-what-happened-next.htm\">Impact Update: What Happened Next? Protecting Consumer Through Behavioural Insights: Regulating the Communications Market in Colombia<\/a>, OECD, Paris, (eingesehen am 30.\u00a0Juli 2018).<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2017c). <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/governance\/regulatory-policy\/OECD-events-behavioural-insights-summary-may-2017.pdf\">Behavioural Insights in Public Policy: Key Messages and Summary from OECD International Events<\/a>, May 2017, OECD, Paris.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2016). <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1787\/9789264255463-en\">Protecting Consumers Through Behavioural Insights: Regulating the Communications Market in Colombia<\/a>, OECD Publishing, Paris.<\/li>&#13;\n \t<li>Sunstein, C.A., Reisch, L.A., and Rauber, J. (2017). <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.2139\/ssrn.2921217\">Behavioural Insights All Over the World? Public Attitudes Towards Nudging in a Multi-Country Study<\/a>.<\/li>&#13;\n \t<li>Water Industry Commission for Scotland (WICS, 2017). <a href=\"https:\/\/www.watercommission.co.uk\/UserFiles\/Documents\/SRC21_Innovation%20and%20Collaboration_Methodology_WICS_amended.pdf\">Innovation and Collaboration: Future Proofing the Water Industry for Customers, Methodology for the Strategic Review of Changes 2021\u20132027, April 2017<\/a>.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":106136,"main_focus":[156205,156952],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":106140,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"80547","post_abstract":"Behavioural Insights (BI) ist ein induktiver Ansatz zur Politikgestaltung. 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