{"id":106185,"date":"2018-09-24T10:30:54","date_gmt":"2018-09-24T10:30:54","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/09\/suter-10-2018fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:01:26","modified_gmt":"2023-08-23T21:01:26","slug":"berufsbildung-und-grundkompetenzen-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/09\/berufsbildung-und-grundkompetenzen-staerken\/","title":{"rendered":"Berufsbildung und Grundkompetenzen st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>Bildung spielt eine zentrale Rolle bei der Verhinderung von Armut. Um die Chancen auf ein unabh\u00e4ngiges Leben zu verbessern, ist ein gelungener Berufseinstieg f\u00fcr Jugendliche und junge Erwachsene eine nicht zu untersch\u00e4tzende Voraussetzung. Ein langfristig gelungener \u00dcbergang in das Erwerbsleben gestaltet sich mit Berufsabschluss deutlich einfacher und er\u00f6ffnet mehr berufliche Entwicklungsm\u00f6glichkeiten. Neben der fr\u00fchen F\u00f6rderung im Kindesalter gilt hier insbesondere den \u00dcberg\u00e4ngen von der obligatorischen Schule ins Erwerbsleben besondere Aufmerksamkeit. Bund und Kantone verfolgen gemeinsam das bildungspolitische Ziel: 95 Prozent aller 25-J\u00e4hrigen sollen \u00fcber einen Abschluss auf Sekundarstufe II verf\u00fcgen. Zur Erreichung dieses Ziels ist insbesondere die Unterst\u00fctzung von Jugendlichen, deren Bildungserfolg gef\u00e4hrdet ist, zentral.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den vergangenen Jahren haben Bund und Kantone Massnahmen entwickelt, erprobt und eingef\u00fchrt, welche Jugendliche in ihrer Bildungslaufbahn unterst\u00fctzen. Dazu geh\u00f6ren das <a href=\"https:\/\/www.sbfi.admin.ch\/sbfi\/de\/home\/bildung\/berufsbildungssteuerung-und--politik\/projekte-und-initiativen\/abgeschlossene-projekte-und-initiativen\/cm-bb.html\">Case-Management Berufsbildung<\/a> sowie Coaching- und Mentoringprogramme. Dieses Grundangebot ist heute nachhaltig verankert.&#13;<\/p>\n<h2>Grundkompetenzen als Fundament<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nErwachsene mit fehlenden Grundkompetenzen oder ohne nachobligatorischen Abschluss haben h\u00e4ufiger Schwierigkeiten, sich beruflich einzugliedern. Grundkompetenzen Erwachsener sind die kompetenzm\u00e4ssigen Voraussetzungen, damit eine Person den Alltag erfolgreich bestreiten und an Bildung teilnehmen kann. Dazu geh\u00f6ren grundlegende Kenntnisse in Lesen, Schreiben, m\u00fcndlicher Ausdrucksf\u00e4higkeit in einer Landessprache, Alltagsmathematik sowie Anwenderkenntnisse von Informations- und Kommunikationstechnologien. Etwa 400\u2019000 Erwachsenen in der Schweiz f\u00e4llt es schwer, einfache Rechenaufgaben zu l\u00f6sen, und rund 800\u2019000 Erwachsene k\u00f6nnen nicht richtig lesen und schreiben. Dennoch gehen fast zwei Drittel der Betroffenen einer Erwerbst\u00e4tigkeit nach. Wobei sie ein h\u00f6heres Risiko aufweisen, in einem prek\u00e4ren Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis zu arbeiten oder arbeitslos zu werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Besch\u00e4ftigungschancen von Niedrigqualifizierten in der Schweiz haben sich in den letzten Jahren verschlechtert. Gr\u00fcnde daf\u00fcr k\u00f6nnen einerseits die gestiegenen Anforderungen an die digitalen Kompetenzen bei Arbeitnehmern sein. Andererseits k\u00f6nnte auch ein Struktureffekt daf\u00fcr verantwortlich sein, welcher die Auslagerung von weniger anspruchsvollen T\u00e4tigkeiten ins Ausland bewirkt. Ein zentraler Ansatzpunkt, um die Rahmenbedingungen f\u00fcr gering qualifizierte Erwachsene zu verbessern, ist deshalb die Unterst\u00fctzung beim Erwerb und Erhalt von Grundkompetenzen wie etwa den ICT-Kenntnissen. Auch m\u00f6glich ist die Unterst\u00fctzung bei einem Berufsabschluss oder -wechsel, etwa mittels einer Validierung von Bildungsleistungen oder des Erwerbs einer beruflichen Grundbildung.&#13;<\/p>\n<h2>Verbundpartnerschaftliche Aufgabe<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuf Bundesebene koordiniert und steuert das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) die Berufsbildung. Das SBFI stellt die gesetzlichen Strukturen, die Koordination und die Steuerung der Berufsentwicklung in der verbundpartnerschaftlichen Aufgabenteilung der Berufsbildung sicher. Dazu arbeitet es gezielt mit dem Staatssekretariat f\u00fcr Migration (SEM), dem Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) und dem Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherung (BSV) zusammen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie rechtliche Grundlage f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.sbfi.admin.ch\/sbfi\/de\/home\/bildung\/weiterbildung\/grundkompetenzen-erwachsener.html\">F\u00f6rderung von Grundkompetenzen<\/a> von Erwachsenen legt das Weiterbildungsgesetz, welches 2017 in Kraft trat. Anhand von Leistungsvereinbarungen mit dem SBFI k\u00f6nnen die Kantone entsprechende F\u00f6rdergef\u00e4sse entwickeln oder ausbauen. Die Organisationen der Arbeitswelt \u2013 d. h. Sozialpartner, Berufsverb\u00e4nde, Betriebe und Anbieter der Berufsbildung \u2013 k\u00f6nnen ebenfalls Leistungsvereinbarungen mit dem SBFI abschliessen. Damit soll die Koordination in Netzwerken erh\u00f6ht, die Qualit\u00e4t des gesamten Weiterbildungssystems gest\u00e4rkt und die \u00d6ffentlichkeit sensibilisiert und informiert werden. Unter dem Label <a href=\"http:\/\/www.sbfi.admin.ch\/einfach-besser\">\u00abEinfach besser!&#8230; am Arbeitsplatz\u00bb<\/a> unterst\u00fctzt der Bund seit Januar 2018 kurze Weiterbildungen zur Vermittlung von Grundkompetenzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Rahmen der Fachkr\u00e4fteinitiative des Bundes sind zudem die Nachholbildung sowie die Um- und H\u00f6herqualifizierung von Arbeitnehmern ein eigenes Handlungsfeld. Hier geht es ebenfalls um den Erwerb und den Erhalt von Grundkompetenzen sowie um die Anrechnung von Bildungsleistungen an formale Bildungsabschl\u00fcsse, um die Entwicklung und Schaffung von Angeboten wie auch um die Erleichterung des Zugangs zur Berufsbildung im Allgemeinen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bildung spielt eine zentrale Rolle bei der Verhinderung von Armut. Um die Chancen auf ein unabh\u00e4ngiges Leben zu verbessern, ist ein gelungener Berufseinstieg f\u00fcr Jugendliche und junge Erwachsene eine nicht zu untersch\u00e4tzende Voraussetzung. Ein langfristig gelungener \u00dcbergang in das Erwerbsleben gestaltet sich mit Berufsabschluss deutlich einfacher und er\u00f6ffnet mehr berufliche Entwicklungsm\u00f6glichkeiten. 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