{"id":106247,"date":"2018-09-24T10:30:15","date_gmt":"2018-09-24T10:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/09\/sacchi-shi-imdorf-samuel-08-09-2018fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:01:43","modified_gmt":"2023-08-23T21:01:43","slug":"arbeitslosigkeit-imdorf-sacchi-samuel-shi-08-09-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/09\/arbeitslosigkeit-imdorf-sacchi-samuel-shi-08-09-2018\/","title":{"rendered":"Arbeitslosigkeit mindert Jobchancen"},"content":{"rendered":"<p>Haben Personen, die arbeitslos waren, weniger Erfolg bei der Stellensuche? In einer Studie haben wir f\u00fcr die Schweiz untersucht, wie sich Arbeitslosigkeit auf die Einstellungschancen auswirkt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Auswirkungen, die von reduziertem psychologischem Wohlbefinden bis hin zu einem tieferen Lohn in nachfolgenden Jobs reichen k\u00f6nnen, bezeichnet man als sogenannte Narbeneffekte (\u00abscarring effects\u00bb).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweiz wird oft f\u00fcr ihr etabliertes duales Berufsbildungssystem gelobt, welches den Absolventen einen vergleichsweise reibungslosen \u00dcbergang von der Ausbildung in die Berufswelt erm\u00f6glicht. Die Jugendarbeitslosigkeitsquote ist im Vergleich zu anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern in der Tat relativ tief. Weniger Beachtung wird hingegen der l\u00e4ngerfristigen Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Fachkr\u00e4ften mit Berufsausbildung geschenkt. Angesichts des raschen Wandels von Berufsbildern und der fortschreitenden Digitalisierung des Arbeitsmarkts erh\u00e4lt diese Frage zunehmend Gewicht. Denn: Stabile Berufskarrieren, die kontinuierlich im erlernten Beruf verlaufen, stellen l\u00e4ngst nicht mehr die Norm dar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNachobligatorische Ausbildungen sollten daher nicht nur den Arbeitsmarkteinstieg erleichtern, sondern auch im Falle von Arbeitslosigkeit (oder einer freiwilligen Erwerbsunterbrechung) zu einer nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt beitragen. Gem\u00e4ss unserer Analyse m\u00fcssen indessen auch Personen mit einem Lehrabschluss damit rechnen, dass ihre Einstellungschancen durch eine Phase der Arbeitslosigkeit geschm\u00e4lert werden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Experiment mit 550 Stellenverantwortlichen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm besser zu verstehen, wie Unternehmen bei der Besetzung von offenen Stellen Bewerber beurteilen, die zwischenzeitlich arbeitslos waren, haben wir in der Deutschschweiz sowie in Bulgarien, Griechenland und Norwegen ein Bewerbungsexperiment unter personalsuchenden Unternehmen durchgef\u00fchrt.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Die Befunde f\u00fcr die deutschsprachige Schweiz, die wir hier pr\u00e4sentieren, beruhen auf einer Stichprobe von 2118 Stellenausschreibungen f\u00fcr qualifizierte Fachkr\u00e4fte. Diese wurden im Fr\u00fchjahr 2016 in den Bereichen Finanz-, Pflege-, Gastronomie- und Informatikberufe sowie Mechaniker erhoben.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt haben 550 Stellenverantwortliche am Experiment teilgenommen. Auf der Basis von je zehn fiktiven Lebensl\u00e4ufen bewerteten sie die Bewerbungschancen von hypothetischen Bewerbern mit unterschiedlichen Ausbildungshintergr\u00fcnden und Erwerbserfahrungen. Die Stellenverantwortlichen wurden gebeten, deren Einstellungschancen auf einer Punkteskala von 0 bis 10 einzusch\u00e4tzen. Die fiktiven Lebensl\u00e4ufe unterscheiden sich dabei ausschliesslich bez\u00fcglich der experimentell variierten Merkmale Arbeitslosigkeitserfahrung, Ausbildungsniveau und -beruf, bisher ausge\u00fcbter Beruf sowie Geschlecht. Bewertet wurden die Einstellungschancen hinsichtlich der konkreten Stelle aus der Stellenausschreibung.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Fachkenntnisse sind matchentscheidend<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZun\u00e4chst haben wir die Einstellungschancen von Bewerbergruppen mit unterschiedlicher beruflicher Passung \u2013 alle mit f\u00fcnf Jahren Erwerbserfahrung \u2013 untersucht. Fachkr\u00e4fte, die \u00fcber eine zur ausgeschriebenen Stelle passende Berufsausbildung verf\u00fcgen, erhalten die insgesamt besten Bewertungen. Die qualifikationsbezogene Passung zwischen dem Bewerberprofil und der ausgeschriebenen Position spielt dabei eine entscheidende Rolle: Sind die Stellenanforderungen an Ausbildung und bisherige Arbeitserfahrung erf\u00fcllt, so werden die Bewerbungen um rund 60 Prozent besser beurteilt, als wenn dies nicht der Fall ist. Dabei gibt es Unterschiede hinsichtlich des verlangten Qualifikationsniveaus (\u00abvertikale Passung\u00bb) und hinsichtlich der verlangten fachlichen Spezialisierung von Ausbildung und bisheriger Berufspraxis (\u00abhorizontale Passung\u00bb): W\u00e4hrend die Einstellungschancen bei vertikaler Passung um rund 40 Prozent steigen, erh\u00f6hen sie sich bei horizontaler Passung sogar um 50 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei sonst gleichen Merkmalen haben Kandidaten, die von Arbeitslosigkeit betroffen waren, schlechtere Bewerbungschancen als solche, die nie arbeitslos waren. Unter zus\u00e4tzlicher Ber\u00fccksichtigung der Passung von Bewerber und Stelle wird deutlich, dass die horizontale berufliche Passung eine wesentliche \u2013 und auf den ersten Blick unerwartete \u2013 Rolle f\u00fcr Arbeitslosigkeits-Narbeneffekte spielt: Wenn die Bewerber die Stellenanforderung bez\u00fcglich Berufsspezifit\u00e4t von Ausbildung und Berufserfahrung nicht erf\u00fcllen, hat Arbeitslosigkeit keinen signifikanten Einfluss auf die Einstellungschance. Ist diese Anforderung hingegen erf\u00fcllt, werden Bewerber mit Arbeitslosigkeit um 13 Prozentpunkte tiefer bewertet als solche, die nie arbeitslos waren (siehe <em>Abbildung 1).<\/em>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Arbeitslosigkeitseffekt nach berufsspezifischer Passung der Bewerber <a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/08\/Imdorf_Abb_1_1_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-80584\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/08\/Imdorf_Abb_1_1_DE.png\" alt=\"\" width=\"2416\" height=\"1520\" \/><\/a><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Abbildung zeigt, welchen Effekt die Arbeitslosigkeit auf die Einsch\u00e4tzung der Einstellungschancen durch die Stellenverantwortlichen hat. Bei Minuswerten sind die Einstellungschancen gesunken.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn einer weiteren Analyse haben wir den Effekt von Arbeitslosigkeit schliesslich f\u00fcr unterschiedliche Bildungsgruppen analysiert.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Die Befunde weisen darauf hin, dass Arbeitslosigkeit in der Schweiz die sp\u00e4teren Bewerbungschancen von jungen Fachkr\u00e4ften mit Lehrabschluss stark beeintr\u00e4chtigen kann. Dagegen hat Arbeitslosigkeit kaum Einfluss auf die Einstellungschancen von Fachkr\u00e4ften, die zus\u00e4tzlich einen Abschluss der h\u00f6heren Berufsbildung mitbringen. Wir vermuten, dass der (mutmasslich) positive Effekt der Terti\u00e4rbildung und der negative Effekt der Arbeitslosigkeit sich (bei einer Bewerbung auf Fachkr\u00e4ftestellen) gegenseitig aufheben (siehe <em>Abbildung 2)<\/em>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Arbeitslosigkeitseffekt nach Bildungsabschluss der Bewerber<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/08\/Imdorf_Abb_2_1_DE.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-80583\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/08\/Imdorf_Abb_2_1_DE.png\" alt=\"\" width=\"2388\" height=\"2320\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Abbildung zeigt, welchen Effekt die Arbeitslosigkeit auf die Einsch\u00e4tzung der Einstellungschancen durch die Stellenverantwortlichen hat. Bei Minuswerten sind die Einstellungschancen gesunken.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZusammenfassend zeigt sich f\u00fcr die Schweiz folgendes Bild: Die Stellenverantwortlichen interpretieren Arbeitslosigkeit als negatives Signal, welches die Chance auf eine erfolgreiche Bewerbung entsprechend mindert. Ein negativer Effekt l\u00e4sst sich allerdings nur f\u00fcr Bewerbungen statistisch gesichert nachweisen, welche die qualifikatorischen Anforderungen der Unternehmen, insbesondere an die berufsfachliche Passung, erf\u00fcllen. Mit Blick auf entsprechende Fachkr\u00e4ftestellen zeigt sich, dass Arbeitslosigkeit die Einstellungschancen auch von jungen Fachkr\u00e4ften substanziell reduzieren kann. Dies steht in Einklang mit anderen Ergebnissen, wonach eine Berufsausbildung keinen Schutz gegen Narbeneffekte bietet.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Quereinsteiger haben es schwer<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Resultate werfen Fragen auf, da ein wettbewerbsf\u00e4higes Ausbildungsprofil die Absolventen vor den negativen Folgen von Arbeitslosigkeit sch\u00fctzen sollte. Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr die dennoch auftretenden Narbeneffekte liegt im meist mehrstufigen Verfahren der Personalauswahl: In einer ersten Runde werden Lebensl\u00e4ufe aussortiert, welche \u00fcberhaupt nicht infrage kommen.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> In der Schweiz ist das Vertrauen der Unternehmen in berufliche Ausbildungszertifikate (eidgen\u00f6ssische F\u00e4higkeitszeugnisse) hoch; dies aufgrund der Standardisierung der beruflichen Grundbildung sowie der ausgepr\u00e4gten berufsspezifischen Arbeitsmarktsegmentierung. Ein passendes Ausbildungszertifikat ist so in der Regel eine unerl\u00e4ssliche Bedingung f\u00fcr eine erfolgreiche Bewerbung. Es kann also angenommen werden, dass die mit der Personalauswahl betrauten Personen Bewerbungen ohne passende Ausbildung gewohnheitsm\u00e4ssig als ungen\u00fcgend bewerten und von einer n\u00e4heren Pr\u00fcfung ausschliessen. Die resultierenden extrem tiefen Bewertungen von Lebensl\u00e4ufen ohne passende Ausbildung und Berufserfahrung st\u00fctzen diese Annahme. Arbeitslosigkeit vermindert die Bewerbungschancen unpassender Kandidaten nicht weiter, da ihre Chancen, f\u00fcr die Stelle in Betracht gezogen zu werden, ohnehin gegen null tendieren. Erst wenn die erste H\u00fcrde der Vorselektion anhand von Qualifikationen und Erfahrung \u00fcberwunden ist, wird Arbeitslosigkeit zu einem relevanten Selektionskriterium. Dies kann erkl\u00e4ren, weshalb Arbeitslosigkeit in unserem Experiment ausschliesslich die Einstellungschancen von Kandidaten mit passendem Ausbildungs- und Erfahrungsprofil reduziert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBemerkenswert ist dabei, dass Arbeitslosigkeits-Narbeneffekte vor allem bei horizontaler beruflicher Passung auftreten. Hier ist der schweizerische Arbeitsmarkt f\u00fcr branchenfremde Bewerber \u00abgeschlossen\u00bb, da Dossiers, bei denen berufsspezifische Anforderungen nicht erf\u00fcllt sind, geringe Chancen haben. Quereinsteiger haben \u2013 zumindest in den betrachteten Berufsfeldern \u2013 nur minime Erfolgsaussichten, die durch Arbeitslosigkeitserfahrungen kaum weiter geschm\u00e4lert werden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Br\u00fcche im Erwerbsverlauf werden zur Norm<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nFlexibilisierung (Stichwort: Gig-Economy) und Digitalisierung der Wirtschaft f\u00fchren zu einem Wandel der Kompetenznachfrage im Arbeitsmarkt. Verortet man die beschriebenen Studienergebnisse vor diesem Hintergrund, ergeben sich bestimmte bildungspolitische Implikationen f\u00fcr die Weiterentwicklung der Schweizer Berufsbildung. Manche der Berufsbilder werden durch den Wandel des Arbeitsmarktes stark ver\u00e4ndert oder gar ganz verschwinden. Fachkr\u00e4fte im mittleren Anforderungsbereich sind aufgrund der berufsspezifischen Qualifikationen besonders betroffen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn Zukunft ist so unter anderem auch f\u00fcr Absolventen einer Berufsausbildung mit einem wachsenden Anteil von Erwerbsverl\u00e4ufen zu rechnen, die durch Phasen der Arbeitslosigkeit, von Erwerbsunterbrechungen und Berufswechseln gekennzeichnet sind. Die Frage nach den Besch\u00e4ftigungsperspek&shy;tiven nach derartigen Br\u00fcchen im Erwerbsverlauf gewinnt so an Relevanz. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Arbeitsmarktchancen von Personen mit einem Lehrabschluss in einem hohen Mass an berufsfachlichen Qualifikationen h\u00e4ngen, die sich unter Umst\u00e4nden rasch entwerten k\u00f6nnen. Vor diesem Hintergrund scheint es zentral, dass die Schweizer Berufsbildung ihre Absolventen verst\u00e4rkt auch mit nachhaltigeren, auch \u00fcberberuflich nutzbaren Qualifikationen wappnet, die es ihnen bei Bedarf erleichtern, sich neu zu orientieren und aktiv weiterzuentwickeln.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Die Resultate in diesem Artikel basieren auf Befunden in Shi et al. (2018) sowie Imdorf et al. (im Erscheinen). Die Studie wurde im Rahmen des europ\u00e4ischen Forschungsprojekts \u00abNegotiating Early Job-Insecurity and Labour Market Exclusion in Europe\u00bb (Negotiate) durch das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gef\u00f6rdert.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Berichte unter <a href=\"https:\/\/negotiate-research.eu\/survey-experiment\/employer-report-switzerland\/\">Negotiate-research.eu\/survey-experiment<\/a> abrufbar.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Die berufsspezifische Erhebung vakanter qualifizierter Stellen und die Durchf\u00fchrung der Umfrage wurden in Zusammenarbeit mit dem Stellenmarkt Monitor SMM der Universit\u00e4t Z\u00fcrich sowie mit MIS Trend durchgef\u00fchrt.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Imdorf et al. (im Erscheinen)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Helbling und Sacchi (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Bills (1990).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haben Personen, die arbeitslos waren, weniger Erfolg bei der Stellensuche? In einer Studie haben wir f\u00fcr die Schweiz untersucht, wie sich Arbeitslosigkeit auf die Einstellungschancen auswirkt. 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Dies zeigt ein Feldexperiment zur Besetzung von Fachkr\u00e4ftestellen in der Schweiz.","post_hero_image_description":"Ein Lehrabschluss alleine ist keine Garantie f\u00fcr eine Stelle. Lernende der Berufsschule f\u00fcr Gestaltung in Z\u00fcrich.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"Keystone","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Bills, D. B. (1990). Employers' Use of Job History Data for Making Hiring Decisions: A Fuller Specification of Job Assignment and Status Attainment. In: The Sociological Quarterly 31(1): 23\u201335.<\/li>&#13;\n \t<li>Helbling, L. A. und Sacchi, S. (2014). <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1186\/s40461-014-0012-2\">Scarring Effects of Early Unemployment Among Young Workers with Vocational Credentials in Switzerland.<\/a> In: Empirical Research in Vocational Education and Training, 6(12): 1\u201322.<\/li>&#13;\n \t<li>Imdorf, C., Shi, P. L., Sacchi, S., Samuel, R., Hyggen, C., Stoilova, R., Yordanova, G., Boyadjieva, P., Ilieva-Trichkova, P., Parsanoglou, D. und Yfanti, A. (im Erscheinen). Chapter 5: Scars of Early Job Insecurity Across Europe: Insights from a Multicountry Employer Study. In: B. Hvinden, J. O\u2019Reilly, T. Sirov\u00e1tka, M. A. Sch\u00f8yen &amp; C. Hyggen (eds.): Youth Unemployment and Job Insecurity in Europe: Problems, Risk Factors and Policies. Edward Elgar Publishing.<\/li>&#13;\n \t<li>Shi, L. P., Imdorf, C., Samuel, R., Sacchi, S. (2018). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1186\/s12651-018-0239-7\">How Unemployment Scarring Affects Skilled Young Workers: Evidence from a Factorial Survey of Swiss Recruiters<\/a>. In: Journal for \u00a0Labour Market Research 52:7.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":106250,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":106254,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"78262","post_abstract":"Angesichts des raschen strukturellen Wandels im Arbeitsmarkt ist ein geradliniger Berufsverlauf nach der Lehre nicht mehr die Norm. Es ist anzunehmen, dass durch Arbeitslosigkeit oder Berufswechsel bedingte Br\u00fcche im Berufsverlauf in Zukunft h\u00e4ufiger werden. In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie Arbeitgeber bei der Besetzung von offenen Stellen solche Br\u00fcche in den Lebensl\u00e4ufen junger Stellensuchender bewerten. Eine Studie, welche die Frage nach einer m\u00f6glichen Beeintr\u00e4chtigung der Bewerbungschancen junger Stellensuchender nach einer Phase der Arbeitslosigkeit ins Zentrum stellt, zeigt: Arbeitslosigkeit beeintr\u00e4chtigt in der Schweiz die Bewerbungschancen von Stellensuchenden. 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