{"id":106274,"date":"2018-09-20T10:00:46","date_gmt":"2018-09-20T10:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/09\/ziltener-10-2018fr-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:01:20","modified_gmt":"2023-08-23T21:01:20","slug":"taiwan-ziltener-10-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/09\/taiwan-ziltener-10-2018\/","title":{"rendered":"Keine Utopie: Freihandel zwischen der Schweiz und Taiwan"},"content":{"rendered":"<p>Noch im Januar 2007 schrieb das britische Magazin \u00abThe Economist\u00bb, Taiwans Suche nach Handelsabkommen mit wichtigen Partnern sei zum Scheitern verurteilt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Hintergrund ist die Ein-China-Politik des grossen Nachbarn China, welcher Taiwan als Teil der Volksrepublik China betrachtet und keine diplomatischen Beziehungen anderer L\u00e4nder mit Taiwan duldet. Die Situation \u00e4nderte sich drei Jahre sp\u00e4ter mit dem Abschluss des Economic Cooperation Frame&shy;work Agreement (ECFA) zwischen Taiwan und China. Damit wurde es f\u00fcr Drittl\u00e4nder politisch m\u00f6glich, bilaterale Abkommen mit dem WTO-Mitglied Taiwan abzuschliessen, die typischen Freihandelsabkommen (FHA) \u00e4hneln.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Jahr 2013 unterzeichnete Singapur das \u00abAgreement Between Singapore and the Separate Customs Territory of Taiwan, Penghu, Kinmen and Matsu on Economic Partnership (Astep)\u00bb, Neuseeland zog noch im selben Jahr mit dem \u00abEconomic Cooperation Agreement\u00bb (Anztec) nach. Damit wiesen die beiden Staaten nach, dass bilaterale Wirtschafts&shy;abkommen mit Taiwan m\u00f6glich sind, ohne sensible Souver\u00e4nit\u00e4tsthemen zu ber\u00fchren und damit die chinesische Regierung zu ver\u00e4rgern. Das chinesische Aussenministerium kommentierte, dass es keine Probleme gebe, wenn andere L\u00e4nder wirtschaftliche, Handels- und kulturelle Beziehungen mit Taiwan aufbauten, solange die Ein-China-Politik nicht ber\u00fchrt und keine offiziellen inter&shy;gouver&shy;ne&shy;mentalen Beziehungen eingegangen w\u00fcrden.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Wichtige Voraussetzungen f\u00fcr den Erfolg waren das (damalige) entspannte Klima an der Formosa-Strasse sowie die Durchf\u00fchrung der Verhandlungen durch \u00abprivate sector nego&shy;tiators\u00bb und das strikte Einhalten der Vorgaben der WTO-Nomenklatur.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Taiwan ist ein wichtiger Handelspartner<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAls WTO-Mitglied k\u00f6nnte auch die Schweiz mit Taiwan auf gleichem oder \u00e4hnlichem Weg ein FHA-\u00e4hnliches Abkommen abschliessen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Die taiwanesische Regierung unter Pr\u00e4sidentin Tsai Ing-wen hat das Interesse an einem Aufbau eines Netzes bilateraler Abkommen bekr\u00e4ftigt. Die Schweiz verf\u00fcgt in der Region bereits \u00fcber Freihandelsabkommen mit China, Hongkong (China), Japan, S\u00fcdkorea, Singapur, den Philippinen und verhandelt derzeit mit weiteren Staaten des Verbandes S\u00fcdostasiatischer Staaten (Asean). Im ost&shy;asiatischen Raum klafft somit eine \u00abL\u00fccke\u00bb im schweizerischen FHA-Netz, zumal Taiwan ein bedeutender Handelspartner der Schweiz ist: Die Schweizer Exporte ins s\u00fcdostasiatische Land beliefen sich letztes Jahr auf 1,88 Milliarden Franken, die Importe auf 1,2 Milliarden Franken. Gem\u00e4ss dem Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) besch\u00e4ftigten 114 Schweizer Unternehmen \u00fcber 17\u2019000 Personen in Taiwan.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZwischen der Schweiz und Taiwan bestehen bereits mehrere Wirtschaftsabkommen. Im Jahr 2004 vereinbarten die beiden Staaten eine Kooperation bei der Investitions&shy;f\u00f6rderung. Drei Jahre sp\u00e4ter wurde ein Briefwechsel zur gegenseitigen Konformi&shy;t\u00e4ts&shy;anerkennung auf dem Gebiet von Medizinalger\u00e4ten abgeschlossen, und 2011 trat ein Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuf der Basis der Handelsdaten von 2015 hat der Autor berechnet, welches Einsparpotenzial sich aus einem vollst\u00e4ndigen Zollabbau f\u00fcr beide L\u00e4nder erg\u00e4be.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Ber\u00fccksichtigt wurde, dass sowohl die Schweiz als auch Taiwan das multilaterale Information Technology Agreement (ITA) im Rahmen der WTO unterzeichnet haben, das den vollst\u00e4ndigen Zollabbau auf IT-G\u00fctern vorsieht. Das maximale Einsparpotenzial wurde als Multiplikation jeder Exportposition mit dem jeweiligen Zollsatz berechnet, wobei Gewichtsz\u00f6lle und gemischte Zollans\u00e4tze ausge&shy;klammert wurden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Grosses Einsparpotenzial bei Uhren<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweizer Exporte nach Taiwan bestehen vorrangig aus Uhren, chemischen und pharmazeutischen Produkten sowie Maschinen. Knapp ein Viertel der Exporte ist bereits zollbefreit \u2013 dabei handelt es sich haupts\u00e4chlich um Pharmaprodukte und Instrumente (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Wird das Information Technology Agreement dereinst vollst\u00e4ndig umgesetzt, erh\u00f6ht sich der Anteil der zollbefreiten G\u00fcter erheblich. Trotzdem verbleiben auch in diesem Fall Z\u00f6lle auf Einfuhren aus der Schweiz in der H\u00f6he von insgesamt 47 Millionen Dollar. Der gr\u00f6sste Teil entf\u00e4llt auf Uhren (21 Millionen Dollar), danach folgen verarbeitete Landwirtschaftsg\u00fcter (8,1 Mio.), Maschinen (7,7 Mio.) und chemisch-pharmazeutische Produkte (3,7 Mio.). Vor allem Exporte von Armbanduhren, Zigaretten, Druckertinte und Lebensmittel&shy;zubereitungen w\u00fcrden j\u00e4hrlich erheblich entlastet, wie eine detaillierte Analyse ergab.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Schweizer Exporte nach Taiwan nach Sektor und Verzollungsart (2015)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Ziltener_Abb3_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Ziltener_Abb3_DE').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'bar'\n    },\n    title: {\n        text: ' '\n    }, credits: {enabled: false},\n    xAxis: \n    \n    {categories: ['Uhren','Instrumente','Fahrzeuge','Metall, Maschinen','Textil','Leder, Holz, Papier','Plastik\/Gummi','Chemie\/Pharma','Verarbeitete Landwirtschaftsprodukte','Unverarbeitete Landwirtschaftsprodukte','Total'\n]\n    },\n    yAxis: {stackLabels: {enabled: false } ,\n        min: 0,\n        title: {\n            text: 'in Mio. 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So nehmen die erw\u00e4hnten Handelsabkommen von Neuseeland und Singapur \u2013 abgesehen von frischer Milch, Nussmischungen und roten Bohnen \u2013 kaum G\u00fcter&shy;gruppen vom Zollabbau aus. Im Jahr 2015 exportierte die Schweiz verarbeitete Landwirtschafts&shy;pro&shy;dukte im Wert von etwa 47,5 Millionen Dollar nach Taiwan (11 Prozent davon zollfrei). Bei den unverarbeiteten Landwirtschaftsprodukten sind es 3,3 Millionen Dollar j\u00e4hrlich (66 Prozent davon zollfrei).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKonkret k\u00f6nnten \u00fcber 8 Millionen Dollar an Zollabgaben eingespart werden. Besonders gross ist das Potenzial bei Zuckerwaren und Schokolade. Analog zum Abkommen mit Neuseeland k\u00f6nnten diese Z\u00f6lle innerhalb von acht Jahren schrittweise abgebaut werden. Nicht zuletzt profitieren derzeit neuseel\u00e4ndische Exporteure von Milchprodukten, die ab Inkrafttreten des Abkommens von Z\u00f6llen befreit wurden. Hier sehen sich Schweizer Exporteure auf dem taiwanesischen Markt benachteiligt.&#13;<\/p>\n<h2>Taiwans Velohersteller als Profiteure<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nTaiwan exportiert in erster Linie Metallg\u00fcter, Maschinen und Fahrzeugteile in die Schweiz. Etwa ein Drittel sind bei der Einfuhr bereits zollbefreit (siehe <em>Abbildung 2<\/em>), und das ITA wird diesen Anteil noch mal erheblich erh\u00f6hen. Dennoch verbleibt ein bedeutendes Einsparpotenzial von 9 Millionen Franken j\u00e4hrlich. Davon entfallen <span style=\"color: #000000;\">6 Millionen Franken auf Metallprodukte, Maschinen und Fahrzeugteile. Weitere Einsparungen sind bei Textilien (1 Mio.), bei Gummi- und Plastikprodukten (0,8 Mio.) sowie bei chemisch-pharmazeutischen Produkten (0,1 Mio.) m\u00f6glich.<\/span><span style=\"color: #ff00ff;\">&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn erster Linie w\u00fcrden die Exporte von Velos sowie Schrauben und Bolzen erheblich entlastet, wie die detaillierte Analyse ergab.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Dazu kommen Motorr\u00e4der, verschiedene Fahrzeugteile, Sportger\u00e4te und einige Textilartikel. An Landwirtschaftsg\u00fctern liefert Taiwan j\u00e4hrlich Waren im Wert von rund 6,5 Millionen Franken in die Schweiz. Die Zollabgaben betragen rund 280\u2019000 Franken. Unter den Landwirtschaftsg\u00fctern finden sich pflanzliche Produkte wie N\u00fcsse und Sesam\u00f6l; rund die H\u00e4lfte sind verarbeitete Lebensmittel wie Teigwaren und nicht alkoholische Getr\u00e4nke.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Taiwanesische Exporte in die Schweiz nach Sektor und Verzollungsart (2015)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Ziltener_Abb1_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Ziltener_Abb1_DE').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'bar'\n    },\n    title: {\n        text: ' '\n    }, credits: {enabled: false},\n    xAxis: \n    \n    {categories: ['Uhren','Instrumente','Fahrzeuge','Metall, Maschinen','Textil','Leder, Holz, Papier','Plastik\/Gummi','Chemie\/Pharma','Verarbeitete Landwirtschaftsprodukte','Unverarbeitete Landwirtschaftsprodukte','Total'\n]\n    },\n    yAxis: {stackLabels: {enabled: false } ,\n        min: 0,\n        title: {\n            text: 'in Mio. 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Dies belegen die FHA-\u00e4hnlichen Abkommen mit Singapur und Neuseeland. Allerdings ist dieser Handlungsspielraum prek\u00e4r und von der Grosswetterlage an der Formosa-Strasse bestimmt.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie gegenw\u00e4rtige Regierung Taiwans bem\u00fcht sich, diesen Handlungs&shy;spiel&shy;raum zu bewahren und auszun\u00fctzen. Die Schweiz sollte deshalb diesen wichtigen und verl\u00e4sslichen Wirtschafts&shy;partner in Ostasien bei der Weiterentwicklung ihres FHA-Netzes im Auge behalten. Mit einem FHA-\u00e4hnlichen Abkommen w\u00fcrden beide die Rahmenbedingungen f\u00fcr ihre Unter&shy;nehmen verbessern sowie unbeabsichtigte und unerw\u00fcnschte Diskriminierungseffekte vermeiden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Playing the Other Woman, \u00abThe Economist\u00bb, 20. Januar 2007.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Young (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Ebd.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Vgl. auch die F\u00e4lle des FHA der Efta mit der Pal\u00e4stinensischen Beh\u00f6rde oder das bilaterale FHA mit den F\u00e4r\u00f6er-Inseln.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Seco (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Ohne Edelmetalle und Schmuck sowie Kunstgegenst\u00e4nde und Antiquit\u00e4ten. F\u00fcr die Methodik siehe Ziltener (2014) sowie Ziltener und Blind (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Ziltener (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Ziltener (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Vgl. NZZ vom 4. August 2018: \u00abPeking zieht gegen\u00fcber Taiwan die Schraube an\u00bb.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch im Januar 2007 schrieb das britische Magazin \u00abThe Economist\u00bb, Taiwans Suche nach Handelsabkommen mit wichtigen Partnern sei zum Scheitern verurteilt. Hintergrund ist die Ein-China-Politik des grossen Nachbarn China, welcher Taiwan als Teil der Volksrepublik China betrachtet und keine diplomatischen Beziehungen anderer L\u00e4nder mit Taiwan duldet. 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Einsch\u00e4tzung des Potenzials des Freihandelsabkommens mit der Volksrepublik China f\u00fcr Schwei\u00adzer Exporte: Landwirtschafts- und Industrieg\u00fcter, Studie im Auftrag von Switzerland Global Enterprise, Juni 2014.<\/li>&#13;\n \t<li>Ziltener (2017). <a href=\"https:\/\/ideas.repec.org\/a\/usg\/auswrt\/20176801115-138.html\">Missing Link: The Case of Free Trade Between Switzerland and Taiwan<\/a>, in: Aussenwirtschaft, University of St. Gallen, School of Economics and Political Science, Swiss Institute for International Economics and Applied Economics Research, vol. 68(01), pages 115\u2013138, Dezember.<\/li>&#13;\n \t<li>Young, Jason (2014). Space for Taiwan in Regional Economic Integration: Cooperation and Partnership with New Zealand and Singapore, in: Political Science, 66(1), 3\u201322.<\/li>&#13;\n \t<li>Ziltener, Patrick und Georg D. Blind (2014). Effektivit\u00e4t der Schweizer Freihandelsabkommen (FHA) weltweit \u2013 Evaluierung der FHA-Nutzung durch Schweizer Exporteure, 2012-13, Studie im Auftrag von Switzerland Global Enterprise, Januar 2014.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Von der Forschung in die Politik","kasten_box":"Die \u00abVolkswirtschaft\u00bb und das \u00abJournal Aussenwirtschaft\u00bb des Schweizerischen Instituts f\u00fcr Aussenwirtschaft und Angewandte Wirtschaftsforschung der Universit\u00e4t St. Gallen verbessern den Wissenstransfer von der Forschung in die Politik: Aktuelle wissenschaftliche Studien mit einem starken Bezug zur schweizerischen Wirtschaftspolitik erscheinen in einer Kurzfassung in der \u00abVolkswirtschaft\u00bb.&#13;\n&#13;\nDieser Artikel beruht u. a. auf empirischer Forschung, die der Autor als Taiwan Fellow in Taipei 2016 durchgef\u00fchrt hat. Der Autor verdankt die freundliche Aufnahme und Unterst\u00fctzung durch die Chung-Hua Institution for Economic Research (CIER) in Taipei. Die vorgestellten Ergebnisse und Einsch\u00e4tzungen geben lediglich die unabh\u00e4ngige Meinung des Autors wider und stellen keine offizielle Stellungnahme seitens CIER, der Universit\u00e4t Z\u00fcrich oder des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) oder einer anderen Institution der Schweizerischen Eidgenossenschaft dar."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":106277,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":106281,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"80609","post_abstract":"Obwohl die Schweiz Taiwan nicht als eigenst\u00e4ndigen Staat anerkennt, k\u00f6nnten die Schweiz und Taiwan im Rahmen der WTO einen Freihandelsabkommen-\u00e4hnlichen Vertrag abschliessen \u2013 so wie das Singapur und Neuseeland 2013 erfolgreich getan haben. Unter Ber\u00fccksichtigung der tats\u00e4chlich angewandten Zolls\u00e4tze und des Information Technology Agreement (ITA) w\u00fcrden Schweizer Exporte j\u00e4hrlich um etwa 47 Millionen Dollar entlastet, davon entfallen \u00fcber 20 Millionen Abgaben auf Uhren. Weiter w\u00fcrden vor allem Maschinen, Druckertinte, Zigaretten und Lebensmittel\u00adzubereitungen von einem Zollabbau erheblich profitieren. Das Einspar\u00adpotenzial bei den verarbeiteten Landwirtschafts\u00adpro\u00addukten betr\u00e4gt \u00fcber 8 Millionen Dollar j\u00e4hrlich. 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