{"id":106488,"date":"2018-07-19T10:30:22","date_gmt":"2018-07-19T10:30:22","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/07\/gabathuler-ziltener-07-2018fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:01:31","modified_gmt":"2023-08-23T21:01:31","slug":"gabathuler-ziltener-07-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/07\/gabathuler-ziltener-07-2018\/","title":{"rendered":"Arbeitszeitverl\u00e4ngerungen nach dem Frankenschock"},"content":{"rendered":"<p>Innert k\u00fcrzester Zeit verteuerten sich die schweizerischen Arbeitskosten um \u00fcber 10 Prozent. Als die Schweizerische Nationalbank am 15. Januar 2015 den Euromindestkurs von 1.20 Franken aufgab, wurde der Franken gegen\u00fcber den W\u00e4hrungen in den Exportm\u00e4rkten stark aufgewertet. Deshalb spricht man auch von einem \u00abFrankenschock\u00bb. Bei Belegschaften und Sozialpartnern in der Exportindustrie l\u00f6ste das \u00c4ngste aus. Besonders schlechte Aussichten prophezeite man der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie). Im Gegensatz zur Pharma- oder zur Uhrenindustrie agiert diese auf stark kompetitiven M\u00e4rkten. Zwar sind dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der MEM-Industrie weniger als ein Drittel der Arbeitnehmer in der Branche unterstellt<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>, doch darunter sind fast alle grossen Exporteure der Branche.&#13;<\/p>\n<h2>Die Reaktion der Unternehmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGem\u00e4ss Artikel 57 im GAV sind Abweichungen von normativen Bestimmungen zul\u00e4ssig, wenn sie mit den Arbeitnehmervertretungen in den Betrieben ausgehandelt werden (siehe <em>Kasten<\/em>). Die Arbeitnehmerverb\u00e4nde, insbesondere Unia, Syna und Angestellte Schweiz, waren sehr darauf bedacht, die Arbeitnehmervertreter gut zu beraten. Sie wollten verhindern, dass Arbeitszeitverl\u00e4ngerungen unterschrieben wurden, ohne im Gegenzug Konzessionen zu erhalten: Dazu z\u00e4hlen tempor\u00e4re Arbeitsplatzgarantien, nachtr\u00e4gliche Kompensationen der gratis geleisteten Mehrarbeit bei besserer Gesch\u00e4ftslage sowie Opfersymmetrie. Letztere bedeutet zum Beispiel, dass auch Kaderleute, die nicht dem GAV unterstellt sind, Mehrarbeit leisten m\u00fcssen. Zuverl\u00e4ssige Daten \u00fcber solche Verhandlungen im Anschluss an den Frankenschock sind nicht erh\u00e4ltlich. Die Sch\u00e4tzungen der Sozialpartner schwanken zwischen 30 und 110 ausgehandelten Vereinbarungen. Betroffen war jedenfalls nur eine Minderheit der Unternehmen, die dem GAV unterstellt sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTrotzdem berichteten die Medien in der Folge von etlichen Arbeitszeitverl\u00e4ngerungen ohne Entsch\u00e4digung.<sup><a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a><\/sup> Das ist bemerkenswert. Denn Arbeitsbeziehungen auf Firmenebene zwischen Management und Arbeitnehmervertretungen werden in der Schweiz normalerweise sehr diskret gehandhabt und von den Mainstreammedien kaum beachtet. Weshalb nicht mehr Unternehmen solche Verhandlungen aufgenommen haben, daf\u00fcr kommen mehrere Gr\u00fcnde infrage: M\u00f6glich ist, dass die Arbeitnehmervertretungen Abweichungen vom GAV prinzipiell ablehnten oder dass die Kostensituation bereits so angespannt war, dass auch eine Arbeitszeitverl\u00e4ngerung nicht mehr alle Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4tte erhalten k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h2>Probleme schon vor 2015<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Rahmen eines Nationalfondsprojekts<sup><a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a><\/sup> haben wir 2017 vier Unternehmen untersucht, welche im Jahr 2015 den Artikel 57 angewandt haben (siehe <em>Tabelle 1<\/em>). Die Fallstudien zeigen den Verhandlungsprozess, der zur jeweiligen Vereinbarung f\u00fchrte, und evaluieren, wie die Akteure r\u00fcckblickend den Erfolg der Massnahme beurteilen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInteressant ist, dass drei der vier beobachteten Unternehmen bereits vor der Mindestkursaufhebung zum Euro wirtschaftliche Probleme hatten. Erst die ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen nach dem Frankenschock waren dann allerdings ausschlaggebend daf\u00fcr, dass das Management die tempor\u00e4re Arbeitszeiterh\u00f6hung beantragt hat (siehe <em>Tabelle 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nFirma A exportiert hoch spezialisierte Textilmaschinen in stark volatile Zielm\u00e4rkte. Sie ist hingegen nur wenig vom schweizerischen Kostenniveau betroffen, weil auch ihre wichtigste Konkurrentin in der Schweiz ist. Ihre gewerkschaftlich engagierte Arbeitnehmervertretung hat ausgehandelt, dass die Arbeitszeiterh\u00f6hung vertraglich an den Gesch\u00e4ftsgang und an einen W\u00e4hrungskorb gebunden wurde, der durch die wichtigsten Zielm\u00e4rkte definiert war. Die konkrete Anwendung der Arbeitszeiterh\u00f6hung war also nicht allein vom Eurokurs, sondern auch von den Kursen weiterer W\u00e4hrungen abh\u00e4ngig. Allerdings wurde kurz darauf wegen mangelnder Auslastung in der Produktion zeitweise Kurzarbeit verh\u00e4ngt. F\u00fcr Teile der Belegschaft wurde die Vereinbarung deswegen vorzeitig beendet; nur im B\u00fcro wurde wie vereinbart Mehrarbeit geleistet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nFirma C, eine Herstellerin von Schleifmitteln, war bereits seit einigen Jahren in den roten Zahlen. Schon 2011 war eine Arbeitszeiterh\u00f6hung vereinbart worden. Aus Arbeitnehmersicht waren die Resultate damals jedoch unbefriedigend: Weil die Arbeit fehlte, waren die vereinbarten Mehrstunden f\u00fcr den kostenlosen Abbau von \u00dcberstunden verwendet worden. Die Arbeitnehmervertretung dr\u00e4ngte deshalb auf eine Klausel f\u00fcr die Abteilungen, in denen faktisch keine Mehrarbeit anfiel. Diese sah vor, dass die Betroffenen die \u00dcberstunden nachtr\u00e4glich gutgeschrieben bekamen. Noch w\u00e4hrend die Vereinbarung lief, gab die Gesch\u00e4ftsleitung bekannt, dass ein Teil der Fertigung ins Ausland ausgelagert werde. Das f\u00fchrte zu einem vorzeitigen Abbruch der Massnahme. Die Firma hielt sich zwar an die gegebenen Arbeitsplatzgarantien, und die von der Massenentlassung betroffenen Arbeitnehmer erhielten die geleisteten Mehrstunden ausbezahlt. Trotzdem verfehlte die Massnahme ihr wichtigstes Ziel, n\u00e4mlich die Arbeitspl\u00e4tze in der Schweiz zu sichern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nFirma D ist\u00a0auf Geb\u00e4udetechnologie spezialisiert. Den Beteiligten war klar, dass schon im Jahr 2015 Entlassungen in der Produktion unvermeidbar w\u00fcrden. Mehrarbeit wurde daher nur in der Forschung &amp; Entwicklung sowie in der Verwaltung vereinbart. W\u00e4hrend eines halben Jahres wurde die Wochenarbeitszeit auf das gesetzlich zul\u00e4ssige H\u00f6chstmass von 45 Stunden erh\u00f6ht. Das brachte der Arbeitnehmervertretung Kritik aus Teilen der Belegschaft ein, obwohl sie in mehrw\u00f6chigen Verhandlungen eine Arbeitsplatzgarantie von drei Monaten \u00fcber die Dauer der Massnahme hinaus erreicht hatte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEinzig Firma B war bis Anfang 2015 sehr gut im Markt positioniert. Erst der pl\u00f6tzliche Wertanstieg des Frankens stellte das Familienunternehmen in Schweizer Besitz vor gravierende Probleme. Die nicht gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmervertretung verzichtete anders als in den anderen untersuchten Firmen auf eine explizite Arbeitsplatzgarantie. Trotzdem half die Arbeitszeiterh\u00f6hung der gesamten Belegschaft: Das Kostenniveau konnte gesenkt und die Arbeitspl\u00e4tze in der Schweiz zumindest mittelfristig gesichert werden. F\u00f6rderlich war hier etwa der kostenlose Abbau von \u00dcberstunden, wie ihn Firma C ausdr\u00fccklich ablehnte.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Tabelle 1: Vergleich der vier Vereinbarungen nach Art. 57<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table width=\"0\">&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"182\"><strong>Firma<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"90\"><strong>Besch\u00e4ftigte&#13;<br \/>\n(2017)<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"103\"><strong>Maximaldauer der Vereinbarung in Monaten<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"86\"><strong>Anwendbar f\u00fcr alle?<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"135\"><strong>Wochenarbeitszeit&#13;<br \/>\nin Std<\/strong>*<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"153\"><strong>Arbeitsplatzgarantien?<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"182\">\n<p><strong>A<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n(Textilmaschinenhersteller)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"90\">100<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"103\">6 (1. Vereinbarung)&#13;<br \/>\n3 (2. Vereinbarung)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"86\">Je nach Bedarf<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"135\">42\u201344&#13;<br \/>\n(abh\u00e4ngig von W\u00e4hrungskorb und Gesch\u00e4ftsgang)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"153\">Ja<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"182\">\n<p><strong>B<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n(Hersteller von Rohren, Kunststoff und Geb\u00e4udesystemen)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"90\">750<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"103\">15<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"86\">Ja<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"135\">42<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"153\">Nein, aber Vereinbarung hinf\u00e4llig bei Massenentlassung<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"182\">\n<p><strong>C<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n(Schleifmittelproduzent)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"90\">750<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"103\">10<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"86\">Ja<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"135\">42&#13;<br \/>\n(nur wenn Mehrarbeit vorhanden, kein \u00dcberstundenabbau)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"153\">Ja, plus Kompensation bei Entlassungen bis 24 Monate nach Vereinbarungsende<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"182\">\n<p><strong>D<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n(Hersteller von Geb\u00e4udetechnologie)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"90\">1\u2019700<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"103\">15<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"86\">Nicht in der Produktion<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"135\">45 (6 Monate lang)&#13;<br \/>\n43 (9 Monate lang)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"153\">Ja, inkl. 3 Monate \u00fcber Vereinbarungsende hinaus<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">*Normalarbeitszeit im GAV: 40 Wochenarbeitsstunden.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: eigene Erhebung der Autoren<\/span>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Tabelle 2: Wirtschaftliche Hintergr\u00fcnde und Folgen der jeweiligen Vereinbarungen<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table width=\"0\">&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"182\"><strong>Firma<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"124\"><strong>Besitzverh\u00e4ltnisse<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"95\"><strong>Exportanteil<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"134\"><strong>Problematik<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\"><strong>Anwendung der Vereinbarung<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"130\"><strong>Nutzen<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"92\"><strong>Kritik aus&#13;<br \/>\nBelegschaft?<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"182\">\n<p><strong>A<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n(Textilmaschinenhersteller)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"124\">Chinesische TNC<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"95\">&gt; 80%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"134\">Konjunkturzyklus, schwierige M\u00e4rkte<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Nur teilweise,&#13;<br \/>\nparallel Kurzarbeit<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"130\">Mehrarbeit war teilweise nicht vorhanden<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"92\">Nein<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"182\">\n<p><strong>B<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n(Hersteller von Rohren, Kunststoff und Geb\u00e4udesystemen)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"124\">Familienbesitz<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"95\">75% (Stahl)&#13;<br \/>\n50% (Geb\u00e4ude)&#13;<br \/>\n(mehrheitlich Euroraum)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"134\">Externe Konkurrenz<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">Wie vereinbart<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"130\">Mehrarbeit war teilweise vorhanden, teilweise \u00dcberstundenabbau<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"92\">Nein<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"182\">\n<p><strong>C<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n(Schleifmittelproduzent)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"124\">Deutsche TNC<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"95\">&gt; 80%&#13;<br \/>\n(mehrheitlich Euroraum)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"134\">Konzerninterne Standortkonkurrenz wegen&#13;<br \/>\nKostenniveau<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">vorzeitig abgebrochen, nach Ank\u00fcndigung Massenentlassung<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"130\">\u00dcberstundenabbau nicht m\u00f6glich. Arbeitspl\u00e4tze langfristig nicht gesichert<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"92\">Wenig<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"182\">\n<p><strong>D<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n(Hersteller von Geb\u00e4udetechnologie)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"124\">Deutsche TNC<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"95\">95%&#13;<br \/>\n(davon 70% im Euroraum<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"134\">Konzerninterne Standortkonkurrenz wegen&#13;<br \/>\nKostenniveau<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"125\">2 Monate fr\u00fcher abgebrochen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"130\">Mehr Output in F&amp;E. Symbolische Wirkung gegen\u00fcber Zentrale<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"92\">Ja<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">TNC: Transnationaler Konzern<\/span>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\"> F&amp;E: Forschung und Entwicklung<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: eigene Erhebung der Autoren<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Nachhaltiger Nutzen ungewiss<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Umfrage zeigt, dass der Artikel 57 von den betrieblichen Akteuren durchaus genutzt wird. Mit dem Artikel k\u00f6nnen sozialpartnerschaftlich auf die Situation zugeschnittene L\u00f6sungen erarbeitet werden. So hat jede Firma eine spezifisch eigene Vereinbarung ausgehandelt. Bei Firma C konnten zudem auch Lerneffekte aufseiten der Arbeitnehmervertretung beobachtet werden, indem sie darauf beharrte, mit einer Klausel den aus ihrer Sicht missbr\u00e4uchlichen kostenlosen Abbau von \u00dcberstunden zu verhindern. Der Artikel 57 wird somit durchaus zu Recht von Arbeitgeberseite als Instrument einer flexiblen Arbeitsmarktordnung betrachtet.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Durch diese Flexibilit\u00e4t haben die Schweizer Standorte von transnationalen Konzernen trotz ihren hohen Lohnst\u00fcckkosten einen komparativen Vorteil gegen\u00fcber anderen Standorten im selben Konzern. Das Management in der deutschen Konzernzentrale von Firma D war beeindruckt von der Flexibilit\u00e4t der schweizerischen Sozialpartnerschaft.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus Sicht der Gewerkschaften ist der Artikel 57 zwiesp\u00e4ltig: Denn einerseits kann er durch den Arbeitgeber missbraucht werden. Dann n\u00e4mlich, wenn die kostenlose Mehrarbeit auch Arbeitnehmer leisten m\u00fcssen, deren Lohnkosten keinen Einfluss auf die Konkurrenzf\u00e4higkeit der Firma haben. Andererseits bietet der Artikel den Unternehmen die M\u00f6glichkeit, flexibler auf tempor\u00e4re Krisensituationen zu reagieren, als dies ohne GAV m\u00f6glich w\u00e4re. Somit stellt er f\u00fcr Unternehmen einen Anreiz dar, sich freiwillig dem GAV zu unterstellen. Das st\u00e4rkt die Sozialpartnerschaft.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Arbeitnehmervertreter bedeutet der Krisenartikel zweierlei: Sofern sie sich ihrer \u00abVetomacht\u00bb bewusst sind und ihren Verhandlungsspielraum nutzen, k\u00f6nnen sie mit dem Artikel 57 der Arbeitgeberseite tempor\u00e4re Arbeitsplatzgarantien abringen. Zudem k\u00f6nnen sie sich als zuverl\u00e4ssige und kompetente Verhandlungspartner den Respekt des Managements sichern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nFraglich ist hingegen, wie nachhaltig der betriebswirtschaftliche Nutzen der Arbeitszeitverl\u00e4ngerung ist. In Firma C konnte die Massnahme den Arbeitsplatzabbau nicht verhindern. Und in Firma A musste f\u00fcr einen Teil des Personals eine Arbeitszeitverl\u00e4ngerung und f\u00fcr einen anderen Teil Kurzarbeit verh\u00e4ngt werden, weil die Auftragslage unabh\u00e4ngig von der Wechselkurssituation schlecht blieb.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Gem\u00e4ss Angaben von Swissmem sind 96\u2019000 Besch\u00e4ftigte und 540 Unternehmen dem GAV unterstellt.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe \u00ab\u00dcberzeit wegen Frankenhochs\u00bb (NZZ vom 7.2.2015) oder \u00abGegen den Frankenschock. Viele Firmen lassen ihre Mitarbeiter wegen der starken W\u00e4hrung l\u00e4nger arbeiten\u00bb (Handelszeitung vom 27.8.2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe <a href=\"https:\/\/www.uzh.ch\/cmsssl\/suz\/de\/forschung\/projekte\/anv.html\">\u00abArbeitnehmervertretungen in der Schweizer Privatwirtschaft\u00bb<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Ziltener und Gabathuler (2018b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Kohl 2016.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innert k\u00fcrzester Zeit verteuerten sich die schweizerischen Arbeitskosten um \u00fcber 10 Prozent. 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Nach der Aufwertung des Frankens im Jahr 2015 haben sie das gemacht. Nicht immer erfolgreich.","post_hero_image_description":"Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie hat besonders unter dem starken Franken gelitten.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"Keystone","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Haipeter, T. (2011). Tarifabweichungen, Betriebsr\u00e4te und Gewerkschaften \u2013 Modernisierungschancen in lokalen Konflikten, in: K. D\u00f6rre \/ T. Haipeter (Hg.) <em>Gewerkschaftliche Modernisierung<\/em>. Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften \/ Springer Fachmedien.<\/li>&#13;\n \t<li>Kohl, J.-P. (2016). Die Industrie wird \u00fcberleben, in: <em>Die Volkswirtschaft<\/em> 8-9\/2016: 31.<\/li>&#13;\n \t<li>Mach, A. (2006). La Suisse entre internationalisation et changements politiques internes. La l\u00e9gislation sur les cartels et les relations industrielles dans les ann\u00e9es 1990. Zurich \/ Chur: R\u00fcegger.<\/li>&#13;\n \t<li>Oesch, D. (2011). Swiss Trade Unions and Industrial Relations After 1990. A History of Decline and Renewal, in: C. Trampusch \/ A. Mach (Hg.) <em>Switzerland in Europe. Continuity and Change in the Swiss Political Economy <\/em>Abingdon \/ New York: Routledge.<\/li>&#13;\n \t<li>Widmer, F. (2012). La coordination patronale face \u00e0 la financiarisation. Les nouvelles r\u00e8gles du jeu dans l'industrie suisse des machines. Zurich \/ Gen\u00e8ve: Seismo.<\/li>&#13;\n \t<li>Ziltener, P. und Gabathuler, H. (2018a). Betriebliche Mitwirkung in der Schweiz \u2013 eine Untersuchung der Bestimmungen in Gesamtarbeitsvertr\u00e4gen, in: <em>Industrielle Beziehungen<\/em> 25(1).<\/li>&#13;\n \t<li>Ziltener, P. und Gabathuler, H. (2018b). Working More in Order to Preserve Jobs? Works Councils in the Swiss Mechanical and Electrical Engineering Industry and the \u00abSwiss Franc Shock\u00bb in 2015, in: <em>Industrial Relations Journal<\/em> (im Erscheinen).<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Der \u00abKrisenartikel\u00bb","kasten_box":"Der in dieser Studie untersuchte Gesamtarbeitsvertrag (GAV) war von Juli 2013 bis Juni 2018 in Kraft. Mit Artikel 57 \u2013 dem sogenannten Krisenartikel \u2013 erlaubte er \u00abin Ausnahmef\u00e4llen\u00bb Abweichungen von normativen Bestimmungen. Insbesondere bei der w\u00f6chentlichen Normalarbeitszeit von 40 Stunden erlaubt er Anpassungen \u00abmit dem Ziel, Arbeitspl\u00e4tze in der Schweiz zu erhalten oder zu schaffen\u00bb. Der Artikel darf angewendet werden zur \u00abVerbesserung der Konkurrenzf\u00e4higkeit\u00bb, etwa bei verschlechterten makro\u00f6konomischen Bedingungen, zu denen auch ein aufgewerteter Schweizer Franken z\u00e4hlt. Gem\u00e4ss GAV muss das Management dazu der von der Belegschaft gew\u00e4hlten Arbeitnehmervertretung einen begr\u00fcndeten Antrag stellen. Eine Abweichungsvereinbarung darf maximal 15 Monate dauern; einer Verl\u00e4ngerung m\u00fcssen beide Vertragsparteien zustimmen. Unternehmen, welche dem GAV nicht unterstellt sind, m\u00fcssten f\u00fcr eine Arbeitszeit\u00e4nderung allen Arbeitnehmern einzeln \u00c4nderungsk\u00fcndigungen mit mehrmonatigen K\u00fcndigungsfristen vorlegen.&#13;\n&#13;\nIn Deutschland gibt es seit den Neunzigerjahren vergleichbare Abweichungsbestimmungen in den Tarifvertr\u00e4gen der deutschen Metall- und Chemieindustrie.<sup>a<\/sup> In der Schweiz wurde der \u00abKrisenartikel\u00bb erstmals 1993, w\u00e4hrend des schwierigen konjunkturellen Umfelds, in den GAV der MEM-Industrie aufgenommen. Die Gewerkschaften boten damals nur z\u00f6gerlich Hand zu einer solchen Flexibilisierung.<sup>b<\/sup>&#13;\n&#13;\nDie Forschung sieht im \u00abKrisenartikel\u00bb einen Indikator f\u00fcr einen allgemeinen Trend zur Dezentralisierung der Arbeitsbeziehungen in der Schweiz.<sup>c<\/sup> Die Bestimmung wurde seither mehrfach modifiziert<em>. <\/em>Im neuen GAV, der seit Juli 2018 in Kraft ist, ist sie, mit geringf\u00fcgigen Modifikationen, weiterhin enthalten. Unsere Analyse zeigt allerdings, dass tempor\u00e4re oder dauerhafte Vertragsabweichungen durch die betrieblichen Sozialpartner insgesamt nur in sehr wenigen GAV erlaubt sind.<sup>d<\/sup>&#13;\n&#13;\n<sup>a<\/sup> Haipeter (2011).&#13;\n&#13;\n<sup>b<\/sup> Siehe Mach (2006) und Widmer (2012).&#13;\n&#13;\n<sup>c<\/sup> Oesch (2011).&#13;\n&#13;\n<sup>d<\/sup> Ziltener und Gabathuler (2018a)."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":106491,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":106495,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"78460","post_abstract":"Als die Nationalbank Anfang 2015 die Eurountergrenze aufgab, f\u00fchrten etliche Firmen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie Arbeitszeitverl\u00e4ngerungen ein. Gem\u00e4ss Artikel 57 des Gesamtarbeitsvertrags der Branche k\u00f6nnen solche Verl\u00e4ngerungen mit den betrieblichen Arbeitnehmervertretungen vereinbart werden. So konnten L\u00f6sungen f\u00fcr unternehmensspezifische Probleme gefunden werden, f\u00fcr die allerdings nur teilweise der verschlechterte Wechselkurs verantwortlich war. Das zeigen Fallstudien in vier Firmen, die solche Arbeitszeitverl\u00e4ngerungen eingef\u00fchrt haben. Das wichtigste Ziel der Massnahme wurde hingegen nicht in allen F\u00e4llen erreicht. Denn die Konkurrenzf\u00e4higkeit hat sich dadurch nicht in allen Firmen verbessert; viele Arbeitspl\u00e4tze in der Schweiz konnten nicht gesichert werden.","magazine_issue":"20180809","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20180719","original_files":null,"external_release_for_author":"20180712","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5ae705581b36b"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106488"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3906"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=106488"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106488\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126174,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106488\/revisions\/126174"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3907"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3906"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22080"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=106488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=106488"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=106488"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=106488"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=106488"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=106488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}